Nicht hören ist gefährlich - Straßenverkehr

Hallo zusammen

Meine Tochter ist jetzt fast 3 Jahre und sehr aktiv. Sie liebt es durch die Gegend zu rennen und ist dann total im Spielmodus...

Leider hört sie dann aber nicht mehr wen Mama oder Papa rufen dass sie stehen bleiben oder zurückkommen soll.

Das hat zufolge dass wir mit ihr nicht zu Fuß irgendwo hingehen können ohne dass sie im Kinderwagen o.ä. sitzt, da sie sonst z.b. auf die Straße laufen würde... 😥😣

Wir haben es ihr mehrfach schon erklärt. Wir haben sie in der Situation auf Seite genommen ihr erklärt dass es gefährlich ist und sie gebeten nicht auf die Straße zu rennen bzw darauf zu hören wenn Mama oder Papa etwas sagen. Oder uns mit ihr an einer Straße gestellt und ihr gezeigt dass da Autos fahren und in Ruhe mit ihr gesprochen.

Ich bin ein großer Fan von bedürfnisorientiertem erziehen und ohne Strafen und schimpfen aber ich bin mit meinem Latein am Ende... ich weiß nicht wie ich das meiner Tochter klar machen da es hier ja wirklich um Leben und Tod gehen kann.

Und mit fast 3 (im Dezember) sollte sie das doch verstehen können oder?

Habt ihr Tipps wie ich das in den Griff bekommen kann?

Danke!!
Liebe Grüße
Steffi

2

"und sie gebeten nicht auf die Straße zu rennen"

Dein ernst!? #rofl Bittest du sie auch nicht zu sterben bei einem Unfall?
Sorry, aber ihr scheint Bedürfnisorientierung nicht verstanden zu haben: Das Bedürfnis eures Kindes ist es herumzurennen. Dafür gibt es Orte, an denen das geht, und Orte an denen das nicht geht, weil das Bedürfnis Überleben gegenüber dem Bedürfnis spielen überwiegen sollte.

3

Sinnloser und nicht Hilfreicher kommentar.

6

Auch wenn Mara es mit dem „bitte stirb nicht“ etwas überspitzt hat, hat sie völlig recht!

Bedürfnisorientiert ist was anderes.
Irgendwann reicht das „Schatzi, bitte bitte tu das nicht“ Gesäusel hat einfach nicht mehr.
Vor allem wenn das Kind sich oder andere in Gefahr bringt.

weitere Kommentare laden
1

Also bedürfnisorientiert hin oder her, aber da hörts bei mir wirklich auf. Eine dreijährige, die im Kinderwagen sitzen muss weil sie nicht hört und auf die Straße läuft??

Wir haben bei unserem Kind bei diesem Thema sehr früh sehr deutlich gemacht, dass der Straßenverkehr etwas ist, bei dem sie zu 100% auf uns hören muss. Sonst drehen wir um und es geht nach Hause. Am Anfang durfte sie nur an der Hand laufen und inzwischen muss sie an jeder Straßenkreuzung stehenbleiben und darf die Straße nicht ohne uns überqueren. Da ist so fast dad einzige Thema, bei dem ich wirklich streng bin. Hält sie sich nicht an die Regeln, geht es sofort nach Hause - ganz egal, wo wir eigentlich hin wollen.

In dem Alter können die Kinder einfach überhaupt noch nicht überblicken wann/warum das gefährlich ist. Da helfen nur klare Regeln und deutliches Durchgreifen - meiner Meinung nach.

4

Alles hat mal Grenzen... bedürfnisorientierte Erziehung auch. Und die Sicherheit im Straßenverkehr ist unheimlich wichtig.

Bei uns gibt es von Anfang an klare Regeln. Werden die nicht eingehalten, kommt das Kind an die Hand, auf den Arm (je nach Alter) oder/und wir gehen direkt nach Hause. Ohne Diskussion.

Das gleiche beim Laufrad fahren. Hört er nicht auf mein Stop, fährt er auf die Straße ohne zu halten, auf mich warten und mit mir zu gucken, ist das Laufrad weg und der Herr darf zu Fuß zurück laufen. Das laufrad bekam er dann auch den ganzen Tag nicht mehr. Wenn es um die Sicherheit geht, bin ich wirklich streng.

Das ging bei uns nur ein paar Wochen, bis das bei ihm drin war. Da war er so 2 Jahre ca, als er eben nicht mehr an der Hand laufen wollte.

Jetzt mit 3,5 Jahren läuft und fährt er bei uns im Ort selbständig bis an die Kreuzungen und wartet auf mich, und es klappt IMMER.

Bitte setze dich da durch!! Lieb zureden hilft da wirklich nicht mehr, vor allem wenn ihr sie im Kinderwagen "bändigen" müsst! Sicherheit geht vor!!

8

Ganz genau so!!

5

Ich weiß noch immer nicht genau, was bedürfnisorientierte Beziehung bedeutet 😬
Ich erziehe auch ohne Strafen und Schimpfen, aber hören muss sie trotzdem und wenn sie das nicht macht, rede ich etwas schärfer mit ihr. Das ist ja nicht gleich schimpfen, aber wie soll sie den Ernst der Lage sonst verstehen, wenn ich immer lieb und nett spreche. Die Straße birgt Gefahren und das muss verstanden werden.
Sie läuft nicht davon und einen Buggy nutzen wir auch nicht mehr. Zumindest nicht wirklich zum Spaziergang. Manchmal spielt sie Baby und möchte ein wenig die Straße auf und ab gefahren werden 😅
Ich würde es ihr streng erklären, sie festhalten und hochnehmen, wenn sie nicht hört. Klappt es nicht, zurück nach Hause. Gut, das wäre eine Strafe - aber das ist mir lieber, als ein Unfall.

9

Puh. Ich finde da ist vielleicht schon ein bisschen viel Zeit versäumt worden. Zunächst einmal würde ich einführen, dass an der Hand gelaufen wird, bis sicheres Gelände erreicht wird (Spielplatz, Waldweg oder Ähnliches). Hier dürfte das Kind dann laufen und toben wie es will.
Des Weiteren alle gefährlichen Situationen erklären und zusammen an der Hand meistern (über die Straße gehen usw.).
Wenn das soweit funktioniert kann man die Handpflicht wieder etwas lockern.
Bei Nichthören darf aber ruhig mal ein Donnerwetter erfolgen. Kinder brauchen solche Grenzen.
Und das entspricht ebenfalls Bedürfnisorientierter Erziehung. Das Bedürfnis auf Freiheit ist deutlich niedriger, als das nach körperlicher Unversehrtheit. Das weiß dein Kind nur noch nicht.
Gute Nerven

11

Hallo, gleich vorweg: Ich habe keine Kinder und damit bin ich völlig ahnungslos was deren Erziehung angeht. Meine Nichten und Neffen lieben mich aber.

Aber mir knapp 3 Jahren ist nicht bei jedem Kind die Impulskontrolle ausgeprägt. Das darf man von einem 4-5 jährigen Kind erwarten, aber nicht bei Jüngeren.
So gesehen kann dein Kind nicht unbedingt was dafür, wenn es seinem Impuls folgt.

Ich weiß auch nicht ob es wirklich i. O. ist wenn ein Kind für etwas bestraft wird was es nicht kontrollieren kann,aber wie bereits erwähnt. Ich habe keine Ahnung von Kindererziehung.

Die Kinderwagenlosung ist sicher nicht angenehm, aber mMn bestimmt besser als Straferziehung und Erfolg durch Angst.

12

Ist es Bestrafung, nur weil man das Kind an die Hand nimmt? Für meine 14 Monate-alte Tochter* ist es einfach von Beginn an normal an bestimmten Stellen an der Hand zu gehen. Ich habe das nie als Bestrafung empfunden, sondern als Regel. Es gibt auch (in diesen Situationen zumindest) kein Gemecker. Es ist halt eine Selbstverständlichkeit wie z.B. Zähne putzen. Nur weil etwas gemacht werden muss, ist es doch keine Strafe!

*Disclaimer: Mir ist bewusst, dass das nicht so easy bleibt und dass ein dreijähriges Kind nicht mehr unbedingt so kooperativ ist.

13

Mein Bruder und ich waren ähnlich, haben auf rufe unserer Namen nicht reagiert, sind nicht stehen geblieben. Meine Mutter hat dann einen pfiff mit uns ausgemacht, und wenn wir den hören sollen wir stehen bleiben. Seltsamerweise hat das immer funktioniert.

Erklären kann ich es nicht.

14

Bei uns gilt: an der Straße mit viel Verkehr läuft unser Sohn an der Hand. Natürlich kennt er auch die Gefahren, wir haben sie ihm erklärt. Aber ein 2,5 Jahre altes Kind kann das nicht vollständig erfassen. Zb schätzen auch noch siebenjährige die Geschwindigkeit von Autos falsch ein und übersehen diese leichter als Erwachsene.
Wir wohnen auf dem Land und abseits der Hauptstraße fahren kaum Autos, so dass er dort auch frei laufen kann.
Hört er jedoch nicht aufs Wort, so muss er an die Hand. Wehrt er sich dagegen wird er getragen oder kommt in den Buggy. Hört er mit dem Laufrad nicht aufs Wort, so kommt es für den Rest des Tages weg.
Bei allen Fragen, die die Sicherheit betreffen, sollte man so konsequent handeln. Denn was bringt dir die Erziehung ohne Strafe und Schimpfen, wenn dein Kind vors Auto läuft?
Und sie kann ja nicht für immer im Buggy sitzen.
Bei uns klappt es schon eine Weile sehr gut und das zeigt mir, dass unser Vorgehen hilfreich war.

15
Thumbnail Zoom

Wir haben einen Rucksack von skip hop.. da ist eine Leine dran. Meine Tochter ist zum Glück noch nicht so schnell aber ich werden den Rucksack später benutzen.