Mein Kind hat vor allem Angst und ist übersensibel

Hallo zusammen,

Mein Sohn ist 1,5 Jahre alt und hat vor sehr vielen Sachen Angst und ist sehr sensibel.
Er fängt dann sofort an zu weinen und ist untröstlich. Hier ein paar Beispiele :
- Nase putzen
- Motorrad
- Vogel fliegt weg
- als ich eine Motte gefangen habe
- sobald ein Kind weint
- Kaffeemaschine
- Husten

Es sind eher so kleine Banele Dinge wo ich finde das mein Sohn etwas übersensibel ist. Er geht auch nicht offen auf andere Kinder zu und läuft weg und versteckt sich hinter mir oder möchte auf mein Arm.
Ich weiß man sollte nicht vergleichen, aber ich habe das Gefühl das mein Sohn im Vergleich zu anderen Kindern sehr ängstlich und zurückhaltend ist.
Natürlich wird er im Alltag mit solchen Geräuschen oder Situationen konfrontiert, das lässt sich ja auch nicht vermeiden. Wir unternehmen auch viel zusammen und besuchen 2 verschiedene Spielgruppen, aber auch der Umgang mit anderen Kindern wird dadurch nicht wirklich besser. Während die anderen alle frei spielen möchte mein Sohn nur auf meinen Schoß bleiben und fühlt sich eher unwohl als sich über die anderen Kinder zu freuen.
Ich mache mir jetzt schon Sorgen und Gedanken wenn nächstes Jahr die Kita startet, ich habe bedenken, dass mein Sohn dort komplett eingeht. Aber da meine Elternzeit endet gibt es da kein Weg dran vorbei. Er wird dann mit 2,5 Jahren in die Kita gehen.

Hattet ihr auch so Situationen bei euren Kindern, dass sie sehr ängstlich und sensibel waren? Hat sich das irgendwann von alleine gelegt und wurde besser? Oder habt ihr Tipps wie ich meinen Sohn unterstützen und helfen kann damit umzugehen, außer für ihn da zusein?

Vielleicht habt ihr damit ja Tipps oder Erfahrungen, die ihr mit mir teilen könnt 😊

Vielen Dank und liebe Grüße 👍

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Hey 👋🏻 Mein Sohn (jetzt 3 1/4) war da ähnlich. Vor allem hatte er auch Angst vor anderen Kindern. Das meiste hat sich zum 2. Geburtstag etwa verwachsen. Er geht jetzt 1 jahr etwa in die Kita und kommt super zurecht :)

In manchen Dingen ist er aber immer noch seeeehr sensibel und weint schneller als andere.
Aber: alltagsfähig :-)

Das wird schon, gib ihm Zeit. Pack ihn nicht in Watte, aber nimm seine Ängste ernst.

Liebe Grüße,

Juju

2

Ich kann mich "juju" nur anschließen, Ängste ernst nehmen, aber auch nicht überbetonen bzw bewerten.

Mein Sohn war auch so. Laute Geräusche waren schrecklich für ihn und am Spielplatz stand er immer ewig am Rand und hat nur geschaut, obwohl wir immer auf "unserem" Spielplatz waren und bei uns auf dem Dorf dort auch zu 90% immer dieselben Kinder treffen.
Ich hab ihm einfach die Zeit gegeben und mit ihm geschaut was/wen wir alles sehen.

Inzwischen ist er 3 und geht seit gestern in den Kiga. Die Eingewöhnung hat genau eine halbe Stunde gedauert. Dann hat er mich in die Garderobe geschickt und nochmal eine halbe Stunde später durfte ich ganz heimgehen.
Heute morgen hatte er nicht mal Zeit sich zu verabschieden. ;)

Aufgrund von Corona gab es bei uns letztes Jahr gar keine Spielgruppen, aber mein Kleiner ist seit gut einem halben Jahr von ganz alleine viel viel offener und mutiger geworden.

Bei lauten Geräuschen kommt es auf die Quelle an. Traktor, bagger, LKW, Bohrer alles gut, aber wehe Mama schaltet den Staubsauger oder gar den mixer ein.... 🙈
Ich hoffe das kann ich ihm noch austreiben 😂

Also lass ihm Zeit und gib ihm Sicherheit.

Glg

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Hi,
mein Sohn klebte an mir, in der Krabbelgruppe, im Kinderturnen,... selbst auf dem Spielplatz hat er kaum gespielt und wollte nach einer halben Stunde heim. Mit 2-3 befreundeten Kindern, die er wirklich gut kannte, hat er gespielt. Sonst war es ein Drama. Mit 3 kam er in den Kimdergarten, durch Corona war er da aber auch nicht so viel. Mit knapp 4 hat sich das Verhalten ziemlich verwachsen. Er ist noch nicht der, der freudig in eine fremde Gruppe rennt, aber der muss er ja auch nicht sein. Achja, er wird bald 5. Er bleibt nach etwas Eingewöhnungszeit allein auf Kindergeburtstagen, er macht im Fussballtraining mit. Er spielt sogar manchmal mit fremden Kindern auf dem Spielplatz. Mit Kindern von Freunden, die er sehr lange nicht gesehen hat, spielt er direkt. Es wird.
Im Nachhinein hätte ich ihm mehr vertrauen sollen und ihn so akzeptieren wie er ist. Ihm einfach Sicherheit geben. Ich hab das zwar versucht, aber innerlich war ich oft verzweifelt.
Liebe Grüße