Kann nicht mehr.....

Hallo.....
ich habe 2 kleinkinder (4 Jahre alt und 2 Jahre alt).
Wo fang ich an? es hört zumindest bei "ich kann nicht mehr" auf. 30 std geh ich die Woche arbeiten. Mann ständig weg wegen der Arbeit. Fühle mich allein und hilflos. Schreie meine Kinder nur noch an, verliere zu schnell die Nerven. Eine ist in der Trotzphase, die andere macht ihr alles nach. Bei der einen ist das essen ein ständiger Kampf....da gibt es noch viel mehr Beispiele. Schlafe seit einem Jahr nicht mehr weil ständig eins der kinder weint. Muss ca. 12 mal in der Nacht aufstehen. Jetzt sind beide seit 1 Woche krank... HORROR.... Und im moment wünsche ich mir ehrlich gesagt nichts anderes mehr, außer eben von ihnen weg zu sein. Einfach mal wieder für mich zu sein. Das klingt hart, ich weiß....gott bewahre ich liebe sie wirklich unendlich. Aber seit mehreren Monaten geht es mir einfach nicht mehr gut.... das ich so viel schreie und... es ist einfach zu viel. Und manchmal hoffe ich einfach nur, dass es jemandem genau so geht. Damit ich weiß, dass es auch normal ist. Und nicht wie in dieser Instagram Scheinwelt. Ich weiß, dass es eine Mutter-Kind-Kur gibt.... aber gerade kann ich mir nicht vorstellen, dass dies die Lösung ist. ..... Bitte verurteilt mich nicht direkt. Es hat sich einfach zu viel angestaut und mittlerweile weiß ich einfach nicht mehr, ob das normal ist wie ich bin... oder wie es mir geht.
Hatte jemand schon mal solche negativen Gefühle? oder Erfahrungen damit? Vielleicht auch mit einer Mutter Kind Kur?
Lasst es mich wissen :-(

1

Ich finde es sehr wichtig ein soziales Netz zu haben, Nachbarn, Familie, Freunde mit Kids? Da kann man die 4 jährige doch gut mal parken.. Was ist mit dem Vater? Zur Mutter Kind Kur kann ich nichts sagen..

2

Hallo,
Wenn dein Mann schon so viel arbeitete, könntest du deine Std. doch reduzieren.
Habt ihr den ne Haushaltshilfe ie dir wenigstens die Arbeit etwas abnimmt?
Ich war im Juni mit meiner 4,5 jährigen auf eine Mutter kind Kur.
Wenn du mal ne ausszeit brauchst, auch von deinen Kindern( was ich gut verstehen kann, so wie du das schreibst), dann finde ich ne Mutter kind Kur nicht gerade sinnvoll.
Natürlich sind die Kinder bis ca15 Uhr in Betreuung.
Aber die Zeit hast du ja nicht frei.
Da steht viel aufem Plan, Zb sehr viel Sport, Gespräche, entspannungsangebote wie zb Massage hast du 3 mal in den 3 Wochen a 20 min. Mehr zählt die Kasse nicht, wurde mir auch so gesagt in der Kur auf Nachfrage.
Ich hatte bis zu 5 verschieden Termin, bis die Kinder wider abgeholt werden müssen.
Dann hast du die Kinder den Rest des Tages und an den WE natürlich komplette Beschäftigung ist da auch nicht gerade einfach, du kannst ja nicht das komplette Zimmer von deinen Kindern mitnehmen.
Natürlich hatte meine Tochter sehr viel Spaß und ich fand die Zeit mit ihr auch sehr schön dort.
Aber so Wie du klingst brauchst du mal Zeit nur für dich.
Alles gute

4

Das hört sich wirklich nach Stress an. Also eher kontraproduktiv..... ich muss wirklich raus....

3

Oje, du Arme. Wenn ich das lese, kann ich gut nachvollziehen, wie es dir gehen muss. Und es ist gut, dass du geschrieben hast, du musst da wirklich mal raus.

Fang klein an. Kannst du dir mal ein/zwei Tage Urlaub machen, die Kinder für die maximal mögliche Zeit in die Betreuung stecken und einfach mal nichts machen? Schlaf ein paar Stunden, bestell dir ein schönes Mittagessen, geh spazieren, iss ein Stück Sahnetorte. Aber keine Hausarbeit, kein Einkaufen, keine Pflichten!
Kann dein Mann sich nicht mal eine Woche um die Kinder kümmern? Notfalls nimmt er Urlaub. Und du fährst weg. Ganz alleine oder mit einer Freundin. Aber ohne Kinder.

Und danach gehst du das Thema Mutter-Kind-Kur an (dazu habe ich keine Erfahrung, stelle es mir ehrlich gesagt auch eher stressig vor). Vielleicht gibt es da (oder auch anderweitig) passende Angebote? Ich fand das Hörbuch „Mama, nicht schreien!“ sehr hilfreich, weil es (wenn man der Typ dazu ist) sehr gut dazu anleitet sich selbst und seine Trigger zu reflektieren.

Das andere: 12x nachts aufstehen finde ich krass, kannst du daran irgendwie arbeiten? Was wollen sie denn nachts? Nachtlicht, Trinkflasche ans Bett, sie bei dir schlafen lassen, einfach mal mit Vorankündigung nicht gehen… ich glaube, da wäre mir fast alles recht um das zu vermeiden 🙈

5

wenn ich das wüsste. Bin keine Mama, die sofort beim ersten Piep reinläuft ins Zimmer. Schlafen beide in einem Zimmer, und klar, da will ich natürlich vermeiden, dass die eine durch das weinen der anderen, wach wird. Die große hat seit mehreren Wochen/Monaten einen Nachtschreck. Und wieso sie die anderen mal eher laut quengelt, weiß sie selbst nicht. Immer wenn ich sie frage was sie hat, sagt sie nur: alles gut Mami. Jetzt wo sie krank ist, wirds öfter... Irgendwo verständlich. Von dem Hörbuch habe ich schön öfter gelesen oder gehört. Ich glaube, dass muss ich mir wirklich besorgen. Ich will nicht so aus der Haut fahren... Ich hasse mich selbst dafür aber fühle mich so hilflos.

6

Du klingst erschöpft. Das ist leider häufig, Stichwort dreifache Belastung (Job, Kinder, Haushalt). Wenn du so weitermachst, kommst du direkt ins burn-out oder anders krank. Ihr müsst was ändern, die Kinder sind ja ni cht schuld, dass es schwer ist.

Überleg, was dich am meisten belastet und wo Du ansetzen kannst. ZB Haushaltshilfe, oder mehr Fremdbetreuung für Kinder, so dass Du Zeit für dich hast. Oder dein Mann arbeitet weniger, wenn es geht. Familiäre Hilfe? Setzt euch zusammen und besprecht das. Nimm das bitte Ernst, meine beste Freundin hat ihre Überbelastung so lange ignoriert, bis sie zusammenbrach. Und hab keine Schuldgefühle, Du leistest enorm viel!

7

Das hört sich nach einem strukturellen Problem, dass nicht mit einem freien Nachmittag und einen Stück Sahnekuchen gelöst ist:
1. Versuch Beratungsangebote beim Jugendamt, Caritas o.ä. wahrzunehmen um externe Unterstützung und Beratung zu erhalten.
2. Geh zum Hausarzt. Du scheinst (nah) an einem Burnout.


Gute Besserung.

8

Hallo,
ich hab mein Kind auch schon angeschrien, wenn ich völlig überfordert war und hab mich danach richtig mies gefühlt.
Ich kann dich also verstehen. Noch dazu hört sich deine Situation wirklich mega-anstrengend an.
2 kleine Kinder, 30 Stunden arbeiten, Haushalt, wenig Hilfe vom Mann… wie soll man das denn alles alleine schaffen?
Ich geb ehrlich zu, ich würde das nicht aushalten.

Deine Kinder spüren deine Überforderung vielleicht auch, sind dadurch verunsichert und deswegen extra anstrengend, was dich wiederum natürlich noch viel mehr anstrengt und du noch weniger Nerven hast.
Ein Teufelskreis.

Es ist wichtig, seine Gefühle ernst zu nehmen. Ständige Überforderung macht krank, im schlimmsten Fall bekommst du ein Burnout oder eine Depression und fällst dann monatelang aus.

Versuche den Stress aus deinem Leben zu nehmen.
Vielleicht können du oder dein Mann Stunden im Job reduzieren? So etwas ist natürlich nicht immer finanziell möglich…
Du könntest deine Kinder auch (mehr) fremdbetreuen lassen.
Wie sieht es mit Hilfe von Familie, Freunden aus?
Vielleicht könntest du dir auch jemanden suchen, der dir für ein paar Stunden mit den Kindern und dem Haushalt hilft. Das ist oft schon Gold wert.

Und wenn du wieder in einer Situation bist, wo dir der Kragen platzt und du deine Kinder anschreien willst:
Atme tief durch und frage dich, worum gehts hier überhaupt?
Verlasse 5 Minuten den Raum und komm wieder runter.
Will dein Kind nicht essen? Dann lass es einfach. Zwingen kannst du es sowieso nicht.
Und meiner Erfahrung nach essen alle Kinder phasenweise nichts.
Schalt zwischendurch mal den Fernseher ein, oder Musik und tanz ein bisschen mit ihnen oder geh raus mit ihnen.
Auch den Haushalt kann man ruhig mal liegen lassen, oder anstatt zu kochen einfach mal essen bestellen.

Was das Thema schlafen angeht:
Ich kenne das. Und es ist Horror, nie anständig schlafen zu können.
Vielleicht wäre es hilfreich, die kleinen eine Zeit lang räumlich zu trennen?
Oder ein, vielleicht sogar beide Kinder eine Zeit lang bei dir schlafen zu lassen?

Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute und hoffe, dass sich deine Situation bald verbessert!

9

Ich möchte keine weiteren Ratschläge geben denn ich denke, dass du hier viele Vorschläge bekommen hast. Was ich nur sagen möchte: hab kein schlechtes Gewissen, weil du denkst, dass du eine schlechte Mutter bist. Du bist mit Sicherheit eine liebevolle und tolle Mutter !!!! Jeder ist kritischer mit sich selber. Kopf hoch. Setz alles daran, eine Lösung zu finden und vor allem, hol deinen Mann ins Boot. Fühl dich fest umarmt ! 🤗

10

Ich habe nur ein Kind (3) und ansonsten das selbe Problem. Die Frage ist: ist dein Mann über Nacht weg? Ansonsten muss er da auch mal ran. 30 Std vs. Vollzeit ist ja jetzt nicht so der krasse Unterschied. Also muss er nach der Arbeit auch noch mit unterstützen. Vorschlag: ihr wechselt euch ab, wer nachts für die Kinder zuständig ist und der andere schläft durch.

Mein Mann ist leider auch oft über Nacht weg, aber ansonsten muss er direkt ran, wenn er nach Hause kommt. Da lade ich teilweise dad Kind bei ihm ab und verlasse mal ne Stunde dad Haus, damit ich nicht durchdrehe. Ansonsten wechseln wir uns täglich ab mit dem zu Bett bringen, damit für
einen dann der Abend früher anfängt und man schonmal ganz allein auf die Couch kann. Dann haben wir eine Putzfrau und abends ging es oft einfach Butterbrot - keiner hat mehr Kraft zum Kochen, egal!

Das laut werden fällt mir bei mir selbst auch auf. Dann treffe ich mich nachmittags gern mit anderen Müttern und Kindern, da sind in der Gruppe irgendwie alle beschäftigt und dabei gelassener. Wenn man nach Hause kommt sind alle groggy und der Tag bald vorbei. Die Zeit vergeht auf jeden Fall schneller.

Eins ist schonmal gut: du erkennst, dass du am Limit bist, unfair ggü. deinen Kindern wirst und es Handlungsbedarf gibt. Also setz dich dazu mit deinem Mann zusammen. Ich selbst hatte neulich einen Nervenzusammenbruch und hab dann mit noch heulend bei meinem Mann angerufen und gesagt „Ich kann nicht mehr, ich weiß jetzt nicht wie ich den Rest des Tages aufs Kind aufpassen soll.“. Mein Mann hat es richtig mit der Angst zu tun bekommen und ich glaube es hat ihn dir Augen geöffnet, obwohl wir schon verhältnismäßig gleichberechtigt agieren.

11

Als es mir so ging wie dir war ich an einer Erschöpfungsdepression erkrankt.

Guten Morgen liebe Mama,
30 Stunden arbeiten plus die beiden Mäuse von 2 und 4 Jahren plus den Haushalt und alle Dinge drumherum. Wer soll denn das alles schaffen ohne durchzudrehen?

Könntest du dir vorstellen ein großes Familienbett zu haben?
Aktuell schlafen wir auch wieder so... und meine Mädels sind fast 4 und fast 6. Denn so schlafen wir alle durch und keiner muss nachts ständig aufstehen.
Reduzier deine Stressfaktoren. Wenn es dir gut tun würde, lass dich wegen Erschöpfung krank schreiben. Bring deine Kinder in die Betreuung, wenn sie wieder fit sind, und tu was für dich.
In dieser akuten Situation hat eine MuKi Kur keinen Sinn. Du solltest für dich erst wieder zu mehr Energie kommen.

Ich habe ein Antidepressivum genommen, habe aufgehört zu arbeiten und brauchte einfach Zeit.

Ende November fahren wir auf Mutter kind kur und ich freue drauf!

Liebe Grüße und einen ganz festen Drücker, du bist damit ganz sicher nicht alleine!

12

Zum Familienbett oder wenigstens Familienschlafzimmer rate ich aus eigener Erfahrung auch. Bringt uns allen am meisten Dchlaf und Erholung.