Mein Kind und die „Trotzphase“ 🙄

Hallo ihr Lieben!

Ich habe seit neuestem das Problem, dass mich meine Tochter in den Wahnsinn treibt.
Sie hatte im Mai OP‘s, einmal wegen Polypen und Röhrchen und die anderen zwei Male wegen ihrem Auge, sie hatte eine dicke, fette Hornhautentzündung, die erst 8 Wochen später richtig diagnostiziert wurde. Und ich glaube, das war der Zeitpunkt, als ihr Gekreische und Gebrülle angefangen hat, verbunden mit den ganzen Krankenhausaufenthalten und den ganzen Arztbesuchen - freiwillig lässt sie sie nämlich nicht untersuchen, weshalb sie schnell anfängt zu weinen.

Leider hat sich das Ganze seit dem total zugespitzt.
Sie schreit eigentlich die meiste Zeit am Tag über nur.. wenn sie ihren Willen nicht bekommt schreit sie, wenn ihr etwas nicht passt schreit sie, dabei kann sie richtig zornig werden und Dinge einfach umschmeißen, durch die Gegend schleudern oder auch beißen/kneifen, sie steigert sich so da rein, dass es eine Weile braucht, bis sie sich wieder beruhigt hat.

Ich verstehe es nicht, davor war sie eine so unglaublich liebe Seele😨 jetzt ist eher das Gegenteil der Fall.

Im Kindergarten scheint sie ganz normal zu sein.
Sie fängt auch jetzt erst an, richtig zu sprechen, verstehen tut sie alles.
Sie ist 2,5 Jahre alt.

Für Ideen/Tipps wäre ich sehr dankbar! 🙏🏻

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Erstmal zum glück isrt alles gut verlaufen.
Kann dir leider keinen Tipp geben, bei uns kam dass auch mit kurz vor 2,5 und jetzt mit 3 ubd 3 Monaten ists besser aber immer noch anstrengend. Kiga ist sie auch ein Seelchen😅
Also du bist nicht alleine

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Gott sei Dank bin ich nicht alleine damit 😂🙈

Ne jetzt mal ernsthaft, das ist Sau anstrengend!
Dazu kommt, dass sie seit Wochen nachts aufsteht und erstmal drei Stunden auf ist.. 🙄

Ja wirklich, Gott sei Dank ist alles gut gelaufen. Kein Arzt konnte das richtig feststellen, man musste sie erst operieren, bevor man wusste, dass sie eine Hornhautentzündung hat. Und 8 Wochen sind eine echt lange Zeit..

Ich danke Dir für die Antwort! 🤗

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Jaaaa dass mit dem Schlafen hatten wir auch, ich dachte es liegt darann dass ich kurz vor der entbindung war. Hielt bei uns 2 Monate an zirka.


Puh ... aber Ende gut alles gut

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Puh, das klingt anstrengend.

Unsere Tochter, inzwischen 5, hat auch die Trotzphase voll ausgekostet. Rumschreien, sich weigern (bei allem), hauen, treten (nur uns Eltern) und das über Stunden.

Ganz ehrlich, letztlich konnten wir es bei unserer nur aussitzen. Und ich bin mir bis heute nicht sicher, ob es wirklich vorbei ist, denn sie ist sehr willensstark und kann uns nach wie vor an die Grenzen treiben.

In der Akutsituation mussten wir gucken, was gerade hilft. Wir haben es mit Geduld, Verständnis und Begleiten versucht. Das hat selten geholfen. Wir haben es mit Strenge und Konsequenz versucht, das hat (bei uns) schon besser geholfen. Wichtig war: Wenn es einem zu viel wurde, hat er den Raum verlassen (vorausgesetzt der andere war da). Wenn sie mich gehauen oder getreten hat bin ich sofort gegangen. Tür zu, ich bin weg. Das hat gut geholfen.

Wenn sie etwas wollte konnte sie extrem hartnäckig sein, auch heute noch. Da war wichtig: Vorher überlegen ob man wirklich beim „nein“ bleibt oder ob man einknickt, weil man merkt, dass es jetzt nicht so wichtig ist oder dass man keinen Nerv hat, es durchzuziehen. Also gab/gibt es nur ein „nein“ wenn ich wirklich weiß, dass ich auch dabei bleibe. Dann wird es aber auch wirklich durchgezogen. Ich erkläre mittlerweile nur noch 2-3 mal, warum etwas nicht geht. Dann muss sie brüllen. Sie weiß es, und ich tröste sie gerne, aber ich rede nicht Schallplattenmäßig auf sie ein und erkläre immer wieder warum etwas nicht geht.

Wir gehören auch zu der bösen Elternfraktion, die ihr Kind in ihr Zimmer schicken, wenn es rumwütet und meint, Dinge durch die Gegend schmeißen zu müssen. Das klappt bei uns erstaunlich gut, denn in ihrem Zimmer kann sie sich austoben, weinen, schreien und dann runterkommen. Dann kommen wir zu ihr und reden mit ihr. Es gab sogar schon Situationen, wo sie freiwillig nach oben gegangen ist. Wichtig ist bei unserer Tochter, dass wir sie dann völlig in Ruhe lassen. Im Wutmodus kommt bei dem Kind eh nichts an. Erst wenn sie sich abreagiert hat, ist sie wieder ansprechbar, und dann sucht sie auch unsere Nähe (und bekommt sie selbstverständlich auch).

Nimm Dein Kind immer ernst. Signalisiere ihm, dass Du es verstanden hast, dass Du auch nachvollziehen kannst, dass es traurig/wütend ist, dass es aber nicht so ausflippen kann. So benehmen wir uns nicht, klare Ansage. Bleib ruhig (leichter gesagt als getan) und zugewandt, aber ziehe auch klare Grenzen. Du musst Dich nicht hauen/treten lassen, Du musst nicht zulassen, dass Deine Einrichtung demoliert wird.

Noch eine Idee: Wäre es eine Möglichkeit, dass Du ihr etwas anbietest, um ihre Wut zu kanalisieren? Ein Kuscheltier, das sie hauen und beißen darf? Ins Kissen schreien? Unsere hatte irgendwann ihren „Wutdrachen“ - das war ein Kuscheldrache, der nur dann hervorgeholt wurde, wenn sie einen Wutanfall hatte. Sonst war er nicht da. Mit diesem Drachen durfte sie alles machen, und das hat sie damals gerne angenommen.

Probiere aus was hilft, und versuche, ruhig zu bleiben. Die Zeit geht vorbei, aber ich weiß, sie ist unglaublich anstrengend. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich in der akuten Trotzphase heulend in der Ecke gesessen habe. Und um einen herum sind gefühlt nur Kinder, die immer lieb und artig sind, die man überall mit hinnehmen kann… so ist es natürlich nicht, aber man selbst sieht das nicht.

Ich wünsche Dir, dass es bald besser wird, und denke immer daran: Willensstarke Kinder haben es später leichter! Unseren kleinen Wutmonstern nimmt später sicher keiner so schnell die Butter vom Brot!

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Oh man. Meine fast 3 Jährige meckert und trotzt gerade auch bei fast allem. Das ist normal? Wie kann ich denn dann reagieren, denn ruhig bleiben fällt mir da echt nicht mehr leicht😣

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Ja, das ist normal.

Genau so normal ist es aber auch, dass Du nicht immer ruhig bleiben kannst. Wie gesagt- ich verlasse den Raum, wenn es mir zu viel wird. Es ist aber - ganz ehrlich - schon mehr als einmal vorgekommen, dass ich gepflegt ausgeflippt bin und sie richtig geschimpft habe. Und auch das hat sie unbeschadet überlebt.

Wir sind auch nur Menschen, und ich finde es absolut wichtig, dass Kinder lernen, dass Mama und Papa Grenzen haben, dass sie aber auch Fehler machen. Ich habe mich schon oft bei meiner Tochter entschuldigt. Sie sich dafür aber auch jedes mal. Das ist doch ganz normal.

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Ja leider habe ich so ein kleines Wutmonster daheim.
Es ist mega anstrengend und auch frustrierend, weil man mittlerweile mit ihr echt wenig machen kann.
Alles ist irgendwie nicht richtig, selbst wenn man sie miteinbezieht und sie vorher fragt (oft nur 2 Optionen, damit sie nicht überfordert ist).

Sie ist im Juli 2 geworden und kann ich durchaus schon sehr gut artikulieren, an der Sprache scheitert es eigentlich nicht.

Neuerdings ist bei uns auch dazu gekommen, dass sie ihre Dinge aus dem Nichts wirft. Sie spielt ruhig vor sich hin und wuuusch plötzlich pfeffert sie das Zeug auf den Boden 🤷‍♀️🤷‍♀️
Würde gerne in ihren Kopf schauen können.
Sie beißt auch in ihre Stofftiere oder in den Tisch!!!😅

Bei uns hilft es, dass sie sich dann in ihrem Bett beruhigen kann. Das ist keine Strafe!
Sie wird da aber deutlich ruhiger und steht dann auf, als ob nichts gewesen wäre 😅

Ansonsten hilft fast nur aussitzen und zu gucken, dass sie sich selber nicht verletzt.
Anschließend versuche ich ruhig mit ihr zu reden.
Grundsätzlich denke ich aber, dass viele Kinder genau diese Phase haben und man als Eltern eeeecht Nerven haben muss.
Und ja. Ich bin auch schon wütend geworden und hab sie angeschnauzt.
Danach natürlich entschuldigt.
Nach dem 10. Ausbruch kann man halt auch nicht mehr.

Joa...so richtigen Tipp habe ich nicht 😂
Aber manchmal hilft es ja schon zu wissen, dass man Gleichgesinnte hat und nicht der totale Versager ist 😅

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Alles Gute eurem Kind.

Und ja. Mit 2,5 J beginnt die extreme Trotzphase, sie sich ins 3. Jahr zieht. Ganz normal.