Jeder Spaziergang wird zum Drama

Hallo ☺️

Mein Sohn ist grade 2 Jahre alt geworden und unsere Spaziergänge enden bei uns momentan täglich im Drama.
Er läuft nicht gerne und möchte die meiste Zeit im Kinderwagen sitzen.
Wenn er dann doch mal laufen möchte, dann will er immer selbstständig den Kinderwagen schieben und das endet ständig im Wutanfall, da ich nicht lenken darf und er dementsprechend alles umfährt. Wenn ich ihm dann verbiete den Kinderwagen zu schieben, fängt er an zu schreien. Aber zwischen parkenden Autos ist es einfach nicht möglich.
Ich habe ihm schon einen eigenen kleinen Buggy gekauft zum schieben, aber daran hat er nur kurzzeitig Interesse. Ebenso wie am Laufrad. Am Ende muss ich ihm + Laufrad nachhause tragen.
Wenn wir ohne Kinderwagen das Haus verlassen, muss ich ihn ebenfalls zu 95% den Weg tragen.
Es macht momentan echt keinen Spaß mehr raus zugehen.
An der Hand laufen bzw. generell hören im Straßenverkehr funktioniert auch noch nicht wirklich.
Ich komme mir manchmal richtig doof vor ihn ständig noch im Kinderwagen rumzukutschieren, bzw. zum Großteil verlangt er es ja selbst. Die Konsequenz für das "nicht hören" im Straßenverkehr bzw. die Wutanfälle sind ja auch wiederum das ich ihn in den Kinderwagen setze.

Hattet ihr so Phasen auch?
Wielange saßen eure Kinder im Kinderwagen?
Habt ihr vielleicht Tipps wie ich reagieren kann oder ihn animieren kann selbstständig zu laufen und das er endlich den Kinderwagen "in ruhe lässt" mit dem Geschiebe 🙈
Ich hoffe das erledigt sich irgendwann von alleine, aber momentan ist es echt eine Herausforderung.

Liebe Grüße

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Hallo, ich kenne die Situation nur zu gut und finds auch oft frustrierend rauszugehen. Bei meinem Sohn hilfts, wenn ich ein Wettrennen mit ihm mache oder auf der stecke kleine Zwischenziele setze ("Lauf schnell zum Baum da vorn", "wo ist das Auto").
Wie lange sind eure Spaziergänge? Hilft es, wenn du öfters ganz kurz rausgeht, damit er kleine "Erfolgserlebnisse" hat?

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Das mit dem selber schieben kenne ich gut. Ich darf/durfte auch nicht lenken, habs aber trotzdem gemacht, ich laufe etwas weiter vorne und halte so unauffällig wie möglich den Kiwa seitlich fest, gerade wo es nötig ist. Das verhandele ich nicht, irgendwann sieht er es auch ein, oder es wird wieder langweilig. Ansonsten sitzt meiner (27 Monate) schon noch im Kinderwagen, warum soll ich mir da blöd vorkommen? in der Stadt beim einkaufen ist es mir lieber so, damit er nicht die Regale ausräumt und auf dem Weg zur Kita sind wir auch schneller so. Ansonsten ist es eine Mischung zwischen laufen und sitzen. Ein Spaziergang in diesem Alter sollte aber ein konkretes Ziel haben, nur so schlendern ist vielleicht was für Erwachsene, aber nicht für Zweijährige.

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Ganz so extrem kenne ich die Situation nicht. Wenn meine Kinder selber schieben wollen, habe ich im Optimalfall auf einem breiten Weg die Räder fest gestellt (also so, dass sie sich nicht seitlich drehen können) und/oder mehr oder weniger erfolgreich unauffällig von vorne gelenkt. Damit bin ich ganz gut durch gekommen.

Den Kinderwagen hatte ich bis die Kinder ca. 1 und 3 waren. Da saßen sie abwechselnd drin, zusätzlich Trage und Buggyboard. Jetzt sind sie 2 und 4. Wenn wir wirklich spazieren, also länger laufen wollen, nehme ich den Bollerwagen mit.

Warum geht ihr spazieren? Wäre ein eher stationäres Rausgehen vielleicht entspannter?
Wäre ein anderes Fortbewegungsmittel vielleicht eine Variante? Bollerwagen (der ist leichter vom Kind zu bewegen) oder irgendwas mit Schiebestange?

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Guten Abend,

das kommt mir auch bekannt vor.Gerade frisch 2 Jahre alt,ist an für sich auch ein etwas schwieriges Alter.Sie merken ja immer mehr,dass sie eine eigenständige Person sind die auch Entscheidungen treffen möchte.Da wird gerne noch mehr ausprobiert.Wenn man dann dazwischen geht oder unterstützen möchte ahtet es gerne in Wutanfälle aus.
Wir hatten hier mit unser jüngsten Tochter auch einige Wochen wo wir sie bremsen mussten.Wir haben sie viel ausprobieren lassen,waren aber konsequent bei Dingen die Gefährlich sind.Unter anderen auch wenn es darum ging die Straßenseite zu wechseln.Da gab es auch immer Schreiattacken wenn sie anfassen sollte und nicht alleine gehen durfte.Wir haben ihr es dann auch immer wieder in Ruhe erklärt.Sie wollte auch ständig den Wagen schieben.Wir haben sie dann tatsächlich z.b auf Feldwegen schieben lassen.Sie hat dann schnell gemerkt,dass sich es doch etwas schwieriger ist.Sie hatte dann schnell kein Interesse mehr daran. Das mit dem nicht gehen wollen hatten wir Phasenweise auch Mal.Aber meist nur von kurzer Natur.Eher war es immer so,dass sie nicht lange sitzen wollte. Oft möchte sie in Pfützen springen oder kleine Berge hochlaufen, die wir hier haben.Wohnen etwas ländlicher.Wir ziehen sie so an das man sich keine Gedanken um die Kleidung machen muss.Vielleicht ist das für euer Sohn auch ein Ansporn mehr aus dem Buggy zu kommen?

Liebe Grüße zurück, Juice mit Drei Mädels im Alter von. 13,10 und 2 Jahren

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Bei uns genau das selbe.
Unsere ist noch nicht ganz 2 Jahre und führt sich auf wie eine Diva!
Kinderwagen will sie eh nicht mehr, sonst kriegt sie nen Wutanfall und bockt….
Seither nutze ich das Dreirad von Puky, da sitzt sie entspannt drauf und wir fahren durch die Gegend.
Außerdem ist hier auch der Spielplatzbesuch Horror. Wenn ich gehen will, kriegt sie regelmäßig ihre „Anfälle“. Mütter schauen mich schief an, aber ich kann halt auch nicht wirklich viel dazu, dass sie nicht gehen will… Sie hat schon echt ihren eigenen Kopf.
Ich könnt noch viele Geschichten erzählen, aber das würde hier den Rahmen sprengen😅

Glaube, dass es das Alter ist. Man sagt ja auch „terrible two“.
Fühl dich gedrückt, du bist nicht alleine 😊

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Hi,
leider ganz normal.

Kind bleibt im Kinderwagen sitzen, bis man dahin kommt, wo keiner ist. Bei uns 1,5 km strammer Marsch, dann nochmal 1 km geteerter Feldweg. Auf diesem Feldweg, konnte er dann den Jogger schieben, bis er keine Lust mehr hatte.

Im Ort selbst wäre das auch nicht gegangen. Da hätte man an den Kratzern der Autos, unseren Weg verfolgen können.

Und Laufrad unten ins Körbchen vom Kiwa, dort hin, wo keiner ist, und dann fahren lassen. Immer schön schieben, als schlecht tragen #hicks

gute Nerven

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Warum soll er denn den Kinderwagen nicht mit dir zusammen anschieben. Wenn meine Tochter das wollte habe ich immer gesagt, dass ich mindestens eine Hand noch dranhalte und lenke. Sie ist jetzt etwas über 2.
Sie bekommt da auch Mal nen Wutanfall, weil es sie stört, dass ich den Wagen festhalte, ich bestehe aber darauf und erkläre ihr, dass alles andere zu gefährlich ist und das der Kompromiss ist. Wenn sie einen Wutanfall bekommt, wird der halt Ausgesessen, sofern wir nur spazieren sind. Dann klappt das meist, dass sie es akzeptiert, dass ich festhalte. Irgendwann hat sie es ohne Murren akzeptiert.
Auch meine Tochter ist seit einigen Monaten Recht gehfaul. Früher hat sie strecken zurückgelegt, da sind selbst mir die Füße müde geworden... 😅
Jetzt hat sie oft keinen Bock. Und das ich sie dann tragen muss, wenn wir keinen KiWa dabei haben ist klar.
Der Punkt ist auch, dass Kinder halt eben kurze Beine und kleine Füße haben. So strecken die gut uns kein Problem sind, sind für die schon ne Herausforderung. Also würde ich keinesfalls erwarten dass man Kind in dem Alter den kompletten Spaziergang läuft. Solange immer zumindest ein Stück gelaufen wird, ist das ok. Den Kinderwagen werden wir noch ne Weile meist dabei haben.

Was auch sehr hilft bei der Gehmotivation, sind hier neue aufregende Orte. Wir waren hier neulich an einem Weiher, wo es sehr viele Wasservögel gibt. Das war der Hit. Die ist da eine Strecke um den Weiher gelaufen... Wir hatten der KiWa nicht dabei. Am Ende haben wir sie dann zum Auto getragen. Den Weg ist sie gelaufen. Was echt ne längere Strecke war.

Was das Hören im Straßenverkehr angeht, war ich immer der Meinung früh übt sich wer ein Meister werden will. Meine Tochter hat mit 1 1/2 und zum Teil schon früher, eingetrichtert bekommen, das "Gehweg JA! Straße NEIN!" Wir haben uns da hingestellt und ich habe auf die Straße gezeigt und nein gesagt und auf den Gehweg gezeigt und ja gesagt. Das hat sie dann irgendwann selbst auch so gemacht. Als nächster Schritt kam, ihr zu zeigen, dass sie nur an meiner Hand oder km Kinderwagen über die Straße geht.
Zwischendrin immer wieder die Betonung, dass die Straße gefährlich ist und da Autos fahren. Und wenn sie ein Auto erwischt, dann heißt es "bumm" und sie hat ein sehr großes "aua". Das hat auch ganz gut gefruchtet. Bei extremer Zuwiderhandlung ging es auch in den KiWa.
Dann kam ne Phase, da hatte sie deswegen Angst vor fahrenden Autos. Was ich gar nicht so schlimm fand weil sie dann immer an der Hand gehen wollte. Diese Angst ging aber auch weg und mittlerweile hat sie da würde ich sagen Respekt vor, aber ist, solange sie auf dem Bürgersteig ist entspannt.
Natürlich hat sie Mal Tage wo sie auf Konfrontation aus ist. Das ist ok. Aber im Großen und ganzen funktioniert es sehr gut. Sie weiß mittlerweile auch dass man bei Rot stehen muss und bei Grün gehen kann.

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So haben wir es beim Großen auch gemacht und es hat gut geklappt. Die Kleine läuft erst seit ein paar Wochen, da haben wir jetzt wieder angefangen mit der Verkehrserziehung.
Nervig wurde beim Großen die Phase, als er alle 10 m Phantasieampeln auf dem Bürgersteig hatte, an denen man dann Ewigkeiten mit ihm stehen musste, bis er dann erklärt hat, dass sie jetzt grün sind ;-)

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#rofl Ich hoffe diese Phase überspringen wir.. ich bin da schon immer vom Typ ungeduldig.

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Bei meiner Tochter ist das auch schwierig. Sie sitzt nur kurz im Kinderwagen, will dann raus….aber nicht lange und dann will sie aufm Arm 🙄 Also muss ich sie entweder schreiend in den Kinderwagen schnallen und den Wutanfall aushalten oder ich trage sie und schiebe mit der anderen Hand den Kinderwagen. Und ich bin klein und sehr schmal, trage mit einer Hand ein Viertel von meinem eigenen Körpergewicht 🙄🙄🙄
Wir gehen am liebsten in den Wald, aufm Feld oder ähnliches, wo wir uns eher „aufhalten“ als lange Strecken zu gehen. Ich treibe sie voran wenn es sein muss mit „komm wir suchen ein Wanderstock“ oder „bestimmt läuft vorne ein Hund/eine Katze/ein Einhorn 😂“ oder wir sammeln was….Blätter, Steine, Hutzeln….

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Ruhig sitzen bleiben im Buggy geht nur, wenn sie was zu Essen in der Hand hat 🙈
Wir sind von Zuhause aus viel mit den Dreirad mit Schiebestange unterwegs. Das ist für uns perfekt.