Nächtlicher Horror - suche Rat

Hallo Mädels. Mein Sohn ist 1 Jahr und 2 Monate. Er bekommt abends normales Essen und nach bedarf noch eine Milch, dann fahr ich ihn um ihn vom Stillen abzulenken mit dem Wagen und er schlaft ein, nach 20 Minuten wacht er wieder auf und schreit so lange, bis ich ihn ins Bett trage und stille. Er bekommt dann um ca 11-12 noch eine Flasche. Wohlgemerkt er geht erst so um 10 rum ins Bett, weil je früher ich ihn ins Bett lege, desto schlimmer die Nacht. Immer öfter wacht er aber auf und schlaft einfach nicht wieder ein, er will stundenlang nuckeln, kratzt mich und zwickt mich dabei, nehme ich die Brust weg wird er total aggressiv und beruhigt sich kein Stuck. Also geb ich wieder auf, aber mir geht es damit total schlecht, ich glaub auch nicht dass er noch trinkt. Wir waren letzte Woche in Italien und dort hat er wunderbar geschlafen, nachts nur kurz mal Brust (wie man es kennt) und sofort wieder geschlafen. Kennt das jemand? Hat jemand einen Rat? Am liebsten wurde ich ihn die Brust abgewöhnen, aber er ist so böse und stur und scheint es irgendwie zu brauchen. Aber was ist los mit ihm nachts? Braucht er vllt weniger Schlaf? Er macht Mittagsschlaf 2 Stunden, dann leg ich ihn gegen 9/10 hin abends und auf stehen wir um ca 8 Uhr früh

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Ihr esst Abendbrot und danach gehst du mit dem Kinderwagen (oder Auto?) raus, er schläft dabei für 20 Minuten. Du gehst mit deinem Kind raus, um ihn vom stillen abzulenken.
Wenn ihr zuhause seid legst du ihn ins Bett und stillst ihn dann doch nochmal, er schläft ein und wacht nach einer Stunde wieder auf und bekommt dieses Mal eine Flasche.
Ab da ist er sehr häufig wach und hat Probleme wieder einzuschlafen und will immer an der Brust nuckeln.

Habe ich das so richtig verstanden? 😊
Dann würde ich sagen dein Kind schläft zu wenig und/oder ungünstig. Ihr kommt auf 10 Stunden Nachtschlaf und 2,5 Stunden Tagschlaf. Das kann ausreichen, aber es ist schon sehr wenig. Du hast geschrieben je früher er schlafen geht, desto schlimmer ist es. Ich könnte mir dennoch vorstellen, dass hier das Problem liegt: Du lässt ihn zuerst im Kinderwagen schlafen, weckst ihn um ihn dann wieder hinzulegen? Das klingt für mich absolut wirr.
Wenn du nicht stillen willst, dann könntest du abstillen. Die Flasche nimmt er ja. Nimmt er sich einen Schnuller?

Ansonsten ist zu der Zeit auch eine Schlafregression und bei uns war der Schlaf anderweitig schwierig. Hat sich von alleine wieder gelegt. Aber ich glaube du haderst unabhängig davon mit dem Stillen, kann das sein?

Im Urlaub ist alles immer anders. Darauf würde ich nicht viel geben. 😅

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Wobei ein Umzug nach Italien vielleicht doch ganz nett wäre 🇮🇹 😎

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Den Umzug hab ich meinem Mann auch schon vorgeschlagen 😂😂😂 also er schlaft I’m
Wagen ein, wacht dann weinend nach 20 Minuten wieder auf weil er an die Brust will. Und so gehts dann die ganze Nacht weiter und ich schaff das einfach nicht mit abstillen, weil er so durchdreht. Er müsste ja eigentlich satt sein. Im Urlaub hat er ja gezeigt, dass er es kann mit dem schlafen 😂😩

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Hi,

wahrscheinlich will er ja auch gar nicht unbedingt stillen wegen Hunger, sondern wegen Nähe. 😅
Wenn du das nicht willst und er dich kneift, beißt etc. Dann würde ich auch abstillen und dabei musst du konsequent bleiben. Wenn du immer wieder einknickst, dann versteht er das ja nicht.
Dann denkt er ja eher "ich muss nur lange genug weinen". Du musst den Frust und die Wut/Trauer natürlich begleiten und das ist bestimmt sehr anstrengend für ein paar Nächte.
Aber nach 3-4 Nächten ist es dann ja auch geschafft und du musst deine Brust nichtmehr "herhalten".
Ich finde stillen total schön und Stille nun meine kleine Tochter total gerne, nachdem ich auch den großen 1 Jahr gestillt habe. Aber stillen muss für beide sein schön sein. Wenn einer damit unzufrieden ist, dann muss es geändert werden. So einfach ist das. Und dieser jemand darf natürlich auch die Mama sein.

Also, zieh die Reißleine. Es kann natürlich auch sein, dass die Nächte bald besser werden und das Stillverhalten auch. Aber das kann ja niemand mit Sicherheit sagen.

Liebe Grüße 😊

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Abstillen.
Rituale einführen (sinnvolle)
früh ins Bett gehen
ganz viel Nähe/Wärme beim Einschlafen geben
Konsequent bleiben.
Schnuller?

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Motte war 13 Monate, da wollte sie auch ständig an die Brust nachts und ich war echt fertig.

Ich hab dann tatsächlich abgestillt (nur nachts). Ich hab zum einschlafen gestillt und ihr gesagt, dass es erst am nächsten Morgen wieder die Brust gibt. In der ersten Nacht waren wir 6 Stunden ohne Brust, das hab ich dann alle 3 Nächte circa um eine Stunde verlängert. Das klappte ganz gut. In der 3. Nacht saßen wir zwar nachts 3 Stunden wach im Wohnzimmer, aber so war’s halt. Sie war friedlich, das war ok.

Sie schlief übrigens nicht besser oder länger, aber ihr reichten ein paar Schlucke Wasser und das konnte auch Papa geben und ich kam zu mehr Schlaf ;)

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Bei uns ist es ebenfalls schon immer ein Auf und Ab, deshalb hab ich wahrscheinlich auch keinen grandiosen Tipp. Aber vielleicht ein paar Gedanken:
- wenn ihr morgens bis 8 in den Federn liegt, dann finde ich eine Bettgehzeit von 9 oder 10 Uhr nicht so ungewöhnlich. Mit 2 Stunden Mittagsschlaf kommt man dann auf 12-13 Std Schlaf. Das ist (entgegen der oben genannten Meinung), soweit ich weiß, keine außergewöhnlich kurze Schlafenszeit in dem Alter. Auf mehr kommen wir hier auch nicht, deshalb hab ich das schon öfter mal nachgelesen.
- für mich wäre euer Rhythmus nichts. Ich finde es schon wichtig, dass ein Kind spätestens bis 8, idealerweise ab 7 im Bett ist. Was passiert denn da bei euch abends noch? Ich könnte mir vorstellen, dass man als Elternteil dann doch auch irgendwann müde und geschafft ist - man ist also so ab 17/18 Uhr zu Hause und alles läuft eher auf Sparflamme. Vielleicht ist die zweites Tageshälfte für das Kind einfach nicht auslastend genug? Vielleicht ist er einfach relativ schnell in der Nacht nicht mehr müde?
- Wenn ihr ein früheres Zubettgehen nur vereinzelt und von einen Tag auf den anderen ausprobiert habt, dann kann darin die noch unruhigere Nacht begründet liegen. Ansonsten finde ich es abwegig, eine frühe Bettgehzeit mit noch schlimmeren Nächten in Verbindung zu bringen.
- natürlich muss man dann auch bereit sein, früher mit dem Kind aufzustehen, wenn der Schlafbedarf wirklich um die 12 Stunden ist.
- wie meine Vorrednerin finde ich die beschriebene Zubettgehpraxis auch eher konfus. Das Rausgehen mit dem Wagen, das Wecken beim Heimkommen wären für meinen Sohn zweimal das Signal, alle Sinne wieder auf Hochbetrieb zu setzen und nicht, sich langsam auf die Nachtruhe einzustellen
- das Stillen in Kombination mit der Flasche, wenn man selbst eigentlich gar nicht mehr stillen will, erschließt sich mir ebenfalls nicht
Aber schlussendlich keine Ahnung. Am Ende kanns auch wieder nur ne Phase sein oder die Zähne, die drücken. Wie es eben so ist. Man kann auch einfach nix machen und warten, bis es sich von allein regelt. Ich halte unsere Schlafprobleme hier bisher auch stoisch aus 🤣

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Klar können zwölf Stunden ausreichen, aber ich wette mit dir, dass deine und meine Tochter nicht zwei Stunden vor ihrer regulären Zubettgehzeit im Buggy einschlafen würden. Du sagst ja selbst deine Tochter (meine auch 😜) würde das hochpushen. Wenn der Sohn der TE da aber bei einschläft, liegt für mich die Vermutung nahe, dass er zu der Zeit dann eigentlich ins Bett wollen würde.

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Ja, stimmt, das kann natürlich sein. Dann müsste man halt gucken, wann er danach morgens aufwachen würde in Sachen Schlafbedarf.

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Ich finde das Schlafengehen ein bisschen verwirrend - such dir doch andere Rituale zuhause, um ihn von der Stillthematik abzulenken...? Irgendetwas, was direkt ins Bett führt oder schon dort stattfindet, denn so wird ja jedes Mal der Schlaf unterbrochen. Vielleicht war es im Urlaub besser, weil er da richtig ausgepowert war? Man ist ja oft unterwegs, ist am Strand, viel Wärme... Wir haben früher unser Kind auch abends durch die Wohnung gescheucht (Stichwort Löwenjagd), damit sie so richtig schön geschafft ist. Bei anderen wirkt eher was Ruhigeres, das muss man ausprobieren. Aber ich würde von diesem "Gestückelten" wegkommen, das scheint viel Unruhe reinzubringen.

Die Schlafdauer finde ich persönlich recht kurz, aber manche Kinder brauchen ja weniger. Unsere Tochter hat in dem Alter sogar vormittags noch ein Schläfchen gehalten und kam so auf 15, 16 Stunden am Tag.

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Das ist bei uns auch gerade so, selbes Alter!!

Horror, aber geht vorbei. Ich hoffe wir werden dafür bald mit den ersten Schritten oder Worten belohnt.

Liebe Grüße