Krippenstart fühlt sich falsch an

Hallo zusammen,

demnächst steht bei meinem Kind der krippenstart an (1,5J).
Je näher der Termin rückt, umso Unwohler und trauriger macht mich das. Ich mache mir Gedanken, ob ich diese besondere Zeit mit meinem kind "verschenke", die kommt ja nie wieder. Ich habe auch überlegt den Platz abzusagen, habe aber sehr große Zweifel, dass ich nächstes Jahr nochmal einen guten Platz (wenn überhaupt) bekommen würde und dann könnte ich nix mehr schieben. Dieser platz war eigentlich schon ein Lottogewinn. Deshalb werden wir den Platz vermutlich antreten.

Wem ging es ähnlich und wie gings weiter? Hattet ihr irgendwann ein gutes Gefühl oder habt ihrs bereut?

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So war es bei uns auch.

Es stand immer fest, sie geht mit 1,5 in die Krippe.

Und dann war es kurz davor und ich habe sie wieder abgemeldet. 6 Jahre haben wir auf sie gewartet. Sie wird aufgrund unseres Alters das einzige Kind bleiben. Total egoistisch - ich möchte noch ein Jahr mit ihr genießen! Es war so eine Erleichterung als ich im KiGa angerufen habe und die Dame gebeten habe sie auf die Anmeldeliste für nächstes Jahr zu schreiben!

Für uns ist es so richtig, ich denke die Eltern müssen auch ein gutes Gefühl haben, sonst ist das ganze eh zum scheitern verurteilt.

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Hey,

wie ist dein Kind denn zuhause so drauf?
Meiner wurde jetzt im August auch mit 1,5 Jahren eingewöhnt.

Ich habe mich aber sehr drauf gefreut, weil die ihm da einfach mehr bieten können. Ich habe bei ihm aber auch schon mit 15 Monaten gemerkt, dass er dringend andere Kinder und mal was neues braucht. Er ist ein totaler Wirbelwind und liebt es so sehr in der Kita. Es war die absolut richtige Entscheidung.

Wichtig ist, ob es gut für das Kind ist. Du bist da leider zweitrangig 🙈

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Ich finde, dass man das - sofern man sich das finanziell dann auch leisten kann - vom Kind abhängig machen sollte, meine Tochter wird mit knapp 14 Monaten in die Kita gehen und ich freu mich jetzt schon für sie, weil sie dort so viel tolles erleben wird.

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Hallo, mein Sohn ist erst mit 2 Jahren gegangen, nachdem die Eingewöhnung früher gescheitert ist. Wenn es irgendwie geht, würde ich schieben, in dem halben Jahr passiert noch ganz viel in der Entwicklung und Autonomie. LG

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Wenn es dir so schlecht damit geht und ihr eigentlich gerade nicht unbedingt auf den Platz angewiesen seid, dann reduziere doch einfach die Stundenzahl soweit es geht und gut ist. Was ist das dann? Von 8 bis 12? Ich denke, dass ein Kind da durchaus von profitiert und man 3-4 Std Kita pro Tag verschmerzen kann.
Wovon es allerdings nicht so sehr profitiert ist, zu merken, dass es nun jeden Tag in die Krippe gehen soll, aber Mama das ganz schrecklich findet und mies drauf ist. Dann wird er denken, dass dort irgendwas nicht richtig ist und es tatsächlich eine schlimme Sache ist.
Im Sinne des Kindes würde ich also vorher meine Einstellung überdenken und ggf. den oben genannten Kompromiss eingehen. Wenn das auch keine Option ist, dann freut sich jemand, der vielleicht auf einen Betreuungsplatz angewiesen ist, dass ihr den frei macht.

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Hallo
Ich würde auch ganz einfach die Stunden reduzieren 🤗 Vielleicht eine 4 Tage Woche. In der Regel sagt da keiner was. Du bezahlst ja, aber rufst nicht so viele Stunden ab. Ich hab schon von Kitas gehört, wo das angeblich nicht gewünscht ist, aber ich würde es riskieren und einfach so durchziehen, wie ich will. Du musst dich vielleicht an Zeiten halten zum abholen zum bespiel nicht um 12 Uhr dann essen alle zusammen, aber das ist ja vollkommen ok 👍🏻.
So hast du den Platz sicher und kannst nächstes Jahr mehr Stunden abrufen, so wie du möchtest.
Eigentlich ganz einfach 🤗

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Ich danke euch allen für euer liebes Feedback!
Das mit den reduzierten Stunden werden wir vermutlich auch so machen.

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Hey Du, ich fühle mit dir😊. Bin in der gleichen Situation wie du und habe heute morgen auch einen Beitrag eingestellt.

Meine Elternzeit endet zwar erst nächstes Jahr, ich habe aber kurzfristig einen Krippenplatz angeboten bekommen weil ein anderes Kind abgesprungen ist.
Mein kleiner Wirbelwind ist 15 Monate und am 1.10. geht es los.
Nach der ersten Euphorie, einen so begehrten Platz zu kriegen, kamen meine Zweifel.
Ich habe einige liebe Antworten bekommen, die mich auch bestärkt haben. Bei allen anderen hat es auch super geklappt. Ich glaube man macht sich einfach zu viele Gedanken. Ich lasse das jetzt einfach auf mich zukommen. Bin auch der Meinung, dass die Kinder davon profitieren. Ich werde ihn auch "nur" bis mittags da lassen.
Ich drücke euch die Daumen und wünsche euch einen gute Start.