SILOPO Bin ich din Einzige?

die ihr Kind gern abgibt? In letzter Zeit habe ich viele schöne Sätze hier gelesen: " Wunschkind, will ihn so spät wie möglich in die Kita geben, diese Zeit kommt nicht zurück, will jede Minute geniessen" usw. usw.

Meiner war auch ein lange, lange erwartetes Wunschkind und wird auch das einzige bleiben. Es ist das Beste, was mir je passiert ist, aber ich spüre nicht das Bedürfnis, 24/24 mit ihm zusammen zu sein. Als ich nach einem Jahr wieder anfing zu arbeiten, habe ich mich endlich wieder mich selber gefühlt, konnte ausatmen und mich, wenigstens für paar Stunden, von dem ganzen Stress lösen. Babyzeit war super schwer (extrem wenig Schlaf, viel tragen und so), jetzt seit er in der Autonomiephase ist, gilt es, jeden Tag mehrere Wutanfälle zu begleiten samt hauen und werfen, Tausend mal erklären, warum er dies und das nicht darf (jaja, Ja-Umgebung, das ist einfach unmöglich, wenn seine Wünsche sich immer genau auf das richten, was kinderuntauglich ist, und seine Wünsche sind sehr stark).
Lange Rede kurzer Sinn: er ist ein super tolles Kind, aber wenn die Tage nahen, wo er in die Kita geht, atme ich innerlich auf und kann es kaum erwarten, mich endlich wieder alleine und in Ruhe "Erwachsenemzeug" zu widmen.

Geht es wem noch so oder bin ich "kinderuntauglich" :)))) ?

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Hallo,

du bist nicht "kinderuntauglich". Ganz und gar nicht. Mir geht es genauso wie dir. Ich wollte eigentlich nach der Geburt meiner Tochter, übrigens auch ein absolutes Wunschkind auf das ich sehr lange warten musste, zwei Jahre zu Hause bleiben. Ich habe mich dann nach einem Jahr entschieden wieder halbtags arbeiten zu gehen. Mir ist zu Hause einfach die Decke auf den Kopf gefallen. Hinzu kam noch, dass meine Eltern beide krank sind, und als Unterstützung ausfallen. Mein Mann kümmert sich zwar sehr viel um unsere Kleine und verschafft mir oft Freiräume. Trotzdem wollte ich einfach mal wieder raus. Mir tut die Zeit im Büro gut und ich genieße die Zeit. Meine Tochter geht viermal die Woche zu einer Tagesmutter und fühlt sich sehr wohl dort. Ich hatte am Anfang schon ein schlechtes Gewissen, aber inzwischen genieße ich die Zeit für mich. Einfach ,al abschalten, unter Menschen sein, den Kopf frei kriegen. Die Zeit, die ich dann mit meiner Tochter verbringe genieße ich dafür umso mehr.
Deine Gefühle sind also völlig legitim. Mach dir nicht so viele Gedanken darum.

Ganz liebe Grüße

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Es ist ja ein Sinnlospost, daher mache ich mir nicht ernsthaft Gedanken :). Ich kenne mich gut, war früher auch nicht so der Kinderfan. Ich bin einfach super gern alleine oder unter Erwachsenen. Beisst sich etwas mit dem Kinderwunsch, ja.

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Die Sätze könnten von mir sein. Ich war auch noch nie ein großer Kinderfan. Wenn meine Nichte bei mir schlafen sollte, war ich immer froh wenn ich wieder alleine war und meiner normalen Routine nachgehen konnte. Meine Tochter ist 2,5 Jahre zu Hause geblieben mit mir. Die ersten zwei Jahre waren (meistens) ok, seit einem halben Jahr freue ich mich jeden Tag darauf, dass sie in die Krippe kommt. Sie geht seit September und die Eingewöhnung ist schwer. Nicht für mich, sondern für sie. Ich kann sehr gut loslassen und genieße die mickrigen drei Stunden, die ich für mich habe und hoffe, dass es schnell länger wird.

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Ich gebe unsere auch gerne zur Kita. Das schon seit 1 Jahr. Sie ist 25 Mte alt.
Ich hole sie gern wieder ab. Bin aber auch um jede freie Minute dankbar und dankbar allein mit mir mal sein zu dürfen.

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Hallo

Dann wären wir ja schon 2 Untaugliche! ;-)

Mir geht es genau so, absolutes Wunschkind auf welches wir Jahre warten mussten. Aber ich geniesse die Zeit, die ich für mich habe. Seit August geht er in den Kindergarten und die Zeit tut uns beiden so gut. An den zwei Vormittagen, die ich nicht arbeite kann ich den Haushalt machen und etwas für mich unternehmen. Dafür bin ich nicht mehr so gestresst, wenn er zuhause ist und mich voll auf ihn einlassen. Vorher war ich mega gestresst, weil ich "meine" Aufgaben und ihn unter einen Hut bringen musste und es leider auch an ihm ausgelassen (nichts böses, hat halt mein Gezicke abgekriegt). Nun sind wir beide um einiges entspannter. Ich merke, ich bin ihm eine bessere Mama wenn ich mehr "ich selbst" sein darf.

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Kann ich genau so unterschreiben. Nach einem erfüllenden Arbeitstag (der leider zur Zeit nicht mehr so oft vorkommt), habe ich viel mehr Freude ans Mama-sein. Wir haben leider keine Verwandte in der Nähe und die Kitazeiten mussten wir jetzt aus Preisgründen reduzieren.

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Hier auch. Könnte dein Text so unterschreiben. Meine Tochter absolutes Wunschkind. Ich bin gerne mit ihr zusammen und sie ist schon extrem fit für ihr Alter. Aber sie trotz gerade so enorm. Sie hat ein mega starken Willen und nachgeben ist bei ihr nicht 😅
Ist ja auch schön das sie so für dich einstehen, aber alles geht nun nicht.
Ich gehe gerne arbeiten und genieße auch Zeit für mich. Jetzt sind vor 5 Wochen unsere Zwillingsmädchen geboren und hier wird gerade alles neu geordnet.
Und ja....ich freue mich wenn die Babyzeit vorbei ist, ich wieder arbeite und meine Kinder größer sind um Ausflüge machen zu können, zu backen und basteln mit den Kinder und und und

Trotzdem liebe ich sie alle...mein pubertier nicht zu vergessen 😅, über alles ♥️

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Bei backen und basteln hast Du mich schon verloren :)))).

Zwillinge sind noch mal eine andere Nummer, höchster Respekt da, kann ich mir null vorstellen (ich hatte aber auch ein Kind, dass sich lange gar nicht ablegen liess).

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Das mache ich total gerne und meine Tochter liebt es
Für Action ist Papa zuständig xD

Mit den Zwillingen geht es tatsächlich gut. Es ist nur ziemlich schwierig, wenn meine große von einem Trotzanfall zum nächsten springt🙈
Und die sind ziemlich heftig.

Nicht ablegen zu können Stelle ich mir auch nicht ohne vor. Meine Sohn und meine Tochter waren da ziemlich entspannte Babys

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Nein, ich freu mich auch sehr, dass Morgen endlich die langersehnte Kindergartenzeit beginnt.

Gründe:

1. Ich habe extremen Stress mit Arbeit und Masterarbeit und Alleinerziehend sein, und vor allem auch der Tatsache, dass die Kleine nicht mehr nachmittags schläft. Sie hat das gut weggesteckt, ich brauch auf meine alten Tage noch ein paar Momente, um mich daran zu gewöhnen dass die eine Stunde liegen nicht mehr ist.

2. Ich kenne kein Kind, dass mit so einem Herzblut wie sie Krippenkind war. Kein Tränchen jemals, keine Trennungsangst, gar nix. Sie ist dort in der Gruppe aufgegangen, und das hat mich mit unfassbar viel Freude erfüllt.

3. Ich bin ein Mensch. Manchmal hab ich einfach keinen Bock, die 7. Ananas-Suppe aus der Duktig zu verkosten, und so sehr ich das Frage-Alter genieße und gern erkläre und zeige, so sehr bin ich auch froh, wenn sie nach einem langen Tag komatös im Bett liegt.

Nein, ich habe absolut kein Problem damit, sie abzugeben, auch wenn ich sie abgöttisch liebe, kommt irgendwann der Moment wenn sie easy an die Wand klatschbar wäre. Was mich ein bisschen traurig stimmt, ist dass die nächsten 3 Monate wirklich vollzeit kiga von 7-16 Uhr angesagt sind, um die Uni endlich fertig zu kriegen. Aber auch diese Zeiten werden vorbei gehen, und ich mehr Zeit für die wilde haben.

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Sehe ich genauso wie du.
Das Arbeiten und die Betreuung dazu hat mi so viel von mir selbst zurückgegeben. Ich genieße die Arbeitszeit und es macht mir einfach Spaß. Diese intensive Konzentration auf eine Sache ist einfach so wertvoll. Das geht mit Kind einfach nicht. Und für mich war es belastend.

Für mich hat es sich auch tatsächlich gewandelt. Ich freue mich nicht über den Freitag, sondern über den Montag :D. Schande über mein Haupt :P.

ich verbringe gerne Zeit mit meiner Tochter und ich liebe sie wirklich über alles, aber ich wäre zutiefst unglücklich, wenn ich diese wichtige Zeit für mich nicht hätte.

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Jab, musste lachen, der Montag ist auch mein neuer Freitag 🤪 nach der Arbeit haben wir noch Kleinkindschwimmen, was uns beiden mega Spaß macht und danach wird richtig gut geschlafen - jippie😁

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Du bist definitiv nicht alleine!!! Ich bin froh, dass ich ein paar Minuten pro Tag für mich habe und meinen Beruf ausüben kann. Auch, wenn mir jetzt in der Erkältungszeit ein bisschen graut vor dem, was alles nach Hause kommt… ich würde es nicht anders wollen. Ich könnte auch einfach nicht das bieten, was die Kita bietet. Ganz zu schweigen davon, dass es finanziell nicht machbar wäre… und der Winter kommt ja erst 🙈

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Menschen sind unterschiedlich, und Mütter zählen zum Glück dazu :-D Ich gehe auch wahnsinnig gern arbeiten, Arbeit ist für mich im Vergleich zur Kinderbetreuung die deutlich entspanntere Beschäftigung... Man kann sich strukturieren, wie man will, man muss nicht zum tausendsten Mal ein "Warum?" beantworten, man kann die Tür hinter sich zumachen... Großartig.

Ich finde es toll, dass es Mütter gibt, die sich nonstop gerne mit Kindern umgeben - genauso wie ich Erzieher/innen und Co. bewundere, weil ich selber durchdrehen würde. Aber jeder ist eben anders. Für mich wäre Elternzeit über ein Jahr hinaus nur in Frage gekommen, wenn das Kind in der Betreuung unglücklich gewesen wäre. Ansonsten gönne ich mir einen gesunden Egoismus.

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Natürlich bist du da nicht die Einzige 😂😂😂, ich geselle mich gerne dazu 👍.

Allerdings gebe ich nur meine 3 „normalen“ Kinder (13, 5 und 3,5 Jahre) leichten Herzens in die Obhut anderer Menschen, weil ich weiß, die schaffen das, die kommen zurecht, Kita/Schule/Sportverein etc pp tun ihnen gut…..
Anders sieht es bei unserem heute eingeschulten 7-jährigen Autisten aus. Ihn möchte ich 24/7 beschützen. Heute habe ich (als er mit seiner liebevollen Schulbegleiterin im Klassenzimmer war) einige Tränen vergossen 😭🫣. Aber es nutzt nichts, Helikopter-Muddi muss ihn loslassen……