├ťberfordert und traurig mit Kleinkind- habe Angst ihm zu Schaden ­čśö

Hallo zusammen, sorry f├╝r den langen Text aber ich muss mal schreiben, was ich f├╝hle.

Ich bin Mutter von einem 1.5 j├Ąhrigen Sohn und ich bin total ├╝berfordert und tot ungl├╝cklich. Er ist ein absolutes Wunschkind. Die Geburt war leider sehr traumatisch und die erste Zeit mit Baby war einfach furchbar! Er hat so viel geschrien- den ganzen Tag! Ich hatte keine Ahnung was ihm fehlt. War bei ├ärzten, Osteopathen und und und aber immer hiess es, es ist alles okay. Auch die N├Ąchte waren schlimm. Bis kurz vor seinem ersten Geburtstag ist er alle 2h aufgewacht. Wenn ich mal Gl├╝ck hatte, konnte ich 3h am St├╝ck schlafen. Ich war nur am funktionieren- im ├ťberlebensmodus. Jetzt weint er zwar nicht mehr so viel aber er ist immer noch SEHR anstrengend. Ich finds furchbar und bin froh, wenn der Tag zu Ende ist. Manchmal w├╝nsche ich mir einfach, dass ich mich ins Auto setzte und dann einfach fahre und nicht mehr zur├╝ck komme.

Ich f├╝hle mich so alleine gelassen und bekomme auch nicht wirklich Unterst├╝tzung. Es wirkt oft so, dass mein Mann keine Lust auf das Familienleben hat. Er ist viel am Handy oder am TV. Der ganze Tag auf dem Sofa, schl├Ąft morgens sehr lange am Wochenende und isst nicht mal die Mahlzeiten mit uns. Es f├╝hlt sich so an, als h├Ąngt die ganze Verantwortung an mir. Wir unternehmen auch selten was als Familie zusammen. Wenn ich spazieren gehe dann immer alleine mit Kind. Ich verstehe ihn ja, dass er am Wochenende seine Ruhe braucht, da er die ganze Woche arbeitet aber trotzdem habe ich mir das alles anders vorgestellt. Ich habe auch schon versucht mit ihm zu sprechen aber ge├Ąndert hat sich bisher nichts. Ich bin neidisch auf ihn, dass er einfach gehen und machen kann was er will und ich kann das nicht mehr.

Ich weine oft, weil ich so traurig und ├╝berfordert bin. Raste wegen Kleinigkeiten aus und ja ich schreie meinen Sohn oft an LEIDER. Aber ich habe eine grosse Wut und Trauer ihn mir und weiss nicht wohin damit. Ich habe Angst dass ich ihm total schade und gebe f├╝r alles mir die Schuld. Wenn er schlecht gelaunt ist oder er nicht essen mag. Ich will alles perfekt machen f├╝r ihn aber ich bin eine sehr schlechte Mutter und es tut mir leid, dass er keine bessere Mama hat. Ich habe schon ├╝berlegt mir Hilfe zu holen aber ich sch├Ąme mich. Ich bin mir sicher, dass ich eine Depression habe. Meine Familie macht immer b├Âse Bemerkungen ├╝ber psychische Erkrankungen. Deshalb traue ich mich nicht, mir Hilfe zu holen.

Wenn ich meinen Sohn nicht ├╝ber alles lieben w├╝rde, w├Ąre ich schon l├Ąngst weg! Aber oft denke ich, dass er ohne mich besser aufgehoben w├Ąre, da ich ihm schade.

Geht es jemandem auch so oder hat es ├Ąhnlich erlebt? Was w├╝rdet ihr in dieser Situation machen?

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Eine Depression oder auch eine andere (psychische) Erkrankung ist nie ein Grund dich zu sch├Ąmen. Du kannst nichts daf├╝r. Depressionen sind fies und m├╝ssen behandelt werden. Allein kommst du da nicht raus. Daher rate ich dir dringend, dir professionelle Hilfe zu holen. Sprich mit deinem Hausarzt.

Zus├Ątzlich m├Âchte ich noch sagen, dass es nicht verwunderlich ist, dass du dich ├╝berfordert f├╝hlst. Keinerlei famili├Ąre Unterst├╝tzung zu haben, kann hart sein. Bei uns ist es auch so (Entfernung). Der Unterschied ist aber, dass ich meinen Mann habe. H├Âre bitte auf zu denken, dein Mann m├╝sse sich nur ausruhen. Das ist Quatsch. Care-Arbeit ist ein Fulltime-Job. Das hei├čt, wenn er heimkommt, habt ihr beide den ganzen Tag gearbeitet. Ab da, teilt ihr euch alles (Haushalt, Kind und Co.) 50:50 auf. Jeder darf eine Pause haben. Jeder darf am Wochenende mal ausschlafen. Jeder bekommt Zeit f├╝r sich und jeder k├╝mmert sich ums Kind.
Setz deinen Mann auf den Pott. Es muss sich sofort was ├Ąndern. Ist er dazu nicht bereit, w├╝rde ich ihm durchaus mit Trennung drohen.
Alles Gute!

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Genauso sehe ich das auch. Hol dir Hilfe! Und deinen Mann liest du Mal folgendes vor:
Mein Mann und ich haben uns nach dem Mutterschutz die Elternzeit in Teilzeit geteilt. Anfangs dachten wir wir ihr: der der arbeitet muss sich ausruhen. In der Nacht bevor man arbeiten muss durfte man durchschlafen. Bis wir gemerkt haben dass Arbeit im Vergleich zu Kinderbetreuung Wellness ist. Wir haben das dann komplett gedreht. Wer das Kind hatte darf sich abends ausruhen. Wer am n├Ąchsten Tag das Kind hat darf nachts schlafen, wer arbeitet muss sich nachts k├╝mmern. "Ausruhen" war f├╝r uns beide sogar oft Bad putzen oder W├Ąsche aufh├Ąngen.
Hei├čt: dein Mann soll wenn er heimkommt erstens mit euch essen und sich dann ums Kind k├╝mmern. Am Wochenende hat er das gef├Ąlligst die H├Ąlfte der Zeit zu tun. Und mindestens jede zweite Nacht ├╝bernimmt er ab jetzt auch! Warum? Weil arbeiten echt einfach ist gegen├╝ber deinem "Job" daheim.

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Wir haben uns dies Kinderbetreuung auch phasenweise 50:50 geteilt und genau die gleiche Erfahrung gemacht.

Von wegen "Ich verstehe ihn ja, dass er am Wochenende seine Ruhe braucht, da er die ganze Woche arbeitet". Das ist v├Âlliger Bl├Âdsinn. Am Wochenende oder abends braucht derjenige eine Pause vom Kind, der tags├╝ber die ganze Care-Arbeit ├╝bernommen hat. Wenn ich tags├╝ber die Kinder betreut habe, hat mein Partner nach der Arbeit maximal 10min um sich umzuziehen oder einen Snack zu essen, aber dann hat er die Kinder. Und ich mach dann "in Ruhe" Haushalt, Abendessen kochen etc. Und keiner legt sich auf die faule Haut, bis alle dringenden Aufgaben erledigt sind. Und dann haben wir beide gleich viel Feierabend. Weil wir beide tags├╝ber viel getan haben und beide gleich viel Pause brauchen.

Und gerade mit Kleinkindern ist tats├Ąchlich m├╝de zur Arbeit fahren leichter als m├╝de das Kind betreuen. Haben wir beide immer wieder feststellen m├╝ssen.

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Hallo,
Ich f├╝hle mich an manchen Tagen ebenfalls so. Meine Tochter ist jetzt 2 und ich will Lichts sch├Ânreden, manchmal ist es auch noch wahnsinnig anstrengend. Ich bin alleinerziehend, deshalb bleibt logischerweise alles an mir h├Ąngen, w├Ąre der Vater aber anwesend h├Ątte er genauso seine Pflicht zu erf├╝llen wie du. Ja er arbeitet, du verbringst aber viel mehr Zeit mit EUREM Kind. Er hat nat├╝rlich auch das Recht such nach der Arbeit auszuruhen, f├╝r mich klingt es aber so als w├╝rde er dir diese Ruhe nicht geben. Er kann sich ja ausruhen, aber er kann ja wenigstens die einschlafbegleitung machen oder? Oder am Wochenende dir deine Freizeit einr├Ąumen.
Ich w├╝rde es ganz klar mit ihm kommunizieren wie du dich f├╝hlst, dass du ├╝berfordert bist. Das ist im ├╝brigen nichts verwerfliches. Es ist sogar gut, dass du dir selbst eingestehst, dass du ├╝berfordert bist. Das macht dich NICHT zu einer schlechten Mutter. Ja es ist vielleicht nicht gut, dass du euer Kind anschreist und daran w├╝rde ich auf jeden Fall arbeiten. Hilfe anzunehmen ist keine Schande, niemand verurteilt dich. Ich denke die meisten Psychologen haben schon mit Menschen in deiner Lage gesprochen
Ich finde es ist aber irgendwie verst├Ąndlich, du bist nicht nur Mutter sondern auch ein Mensch. es kommt aber so r├╝ber als w├Ąrst du 24/7 ÔÇ×nurÔÇť Mutter. So ging es mir auch oft. Bis ich angefangen habe mich an erste Stelle zu stellen( klingt vielleicht egoistisch ist aber ein muss, meiner Meinung nach). Das bedeutet nicht, dass meine Tochter nicht weniger wichtig w├Ąre als ich. Es geht nur darum, dass es mir schadet, wenn ich mich nicht auch mal um mich selbst k├╝mmere. Dann kann ich auch f├╝r sie nicht richtig da sein. Ich nehme es mir auch mal raus Sachen nur f├╝r mich zu tun. Sport hilft mir z.b sehr. Ansonsten in Ruhe duschen, in Ruhe selber essen( ich esse nur eine Kleinigkeit w├Ąhrend mein Kind isst, danach spielt sie f├╝r sich und ich esse in Ruhe ohne das sie in meinen Teller greift oder ich ihr Essen vom Boden einsammeln muss etc)
Der Vater arbeitet am Wochenende nicht, super, dann kann er 2 h auf dem Spielplatz oder spazieren oder sonst irgendwie eine sch├Âne Zeit mit eurem Sohn verbringen. Ich nehme an, das Kind war auch sein Wunsch.
Aber es geht nicht darum gegen den Partner zu arbeiten, vielleicht teilt er seine Sorgen, ├ťberforderungen etc. nicht mit dir von sich aus. Vielleicht kann er sich in einem ruhigen Gespr├Ąch besser ├Ąu├čern, wenn du auch ├╝ber deine Sorgen redest
Ansonsten kann deine Familie auch mal einspringen, oder Freunde?
Geht ihr zu Gruppen etc wie sieht es mit einem kitaplatz aus( also mir pers├Ânlich ging es auch wieder viel besser als ich wieder arbeiten gegangen bin, nat├╝rlich ist es aber auch absolut in Ordnung nicht wieder arbeiten zu gehen)
Ich w├╝nsche euch nur das beste, ich hoffe es geht dir bald besser

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Das h├Ârt sich fast nach High Need Kind an, was du da hast. Und ja, das ist wahnsinnig anstrengend und die Meisten k├Ânnen diese Belastung absolut nicht nachvollziehen oder verstehen. Oft erntet man Unverst├Ąndnis a la "Jedes Kind ist doch mal anstrengend" oder "jedes Kind schl├Ąft schlecht und schreit mal", aber mit High Need erreicht dieses anstrengend sein eben ein Level von v├Âlligem Kr├Ąfteauszehren. Dies alleine zu stemmen ist schier unm├Âglich. Daher sprich mit deinem Mann, dass du ab sofort am Wochenende 1 Tag nicht verantwortlich bist. Samstag du das Kind, Sonntag hat er es (oder andersherum). Und so wird es dann auch gemacht. Das er sich so aus der Verantwortung stiehlt ist n├Ąmlich nicht ok! War er schon immer so, dass er sein Ding macht und auch der Haushalt eher an dir hing? Oder ist er erst durchs Kind so geworden (und zeigt dadurch eben auch seine ├ťberforderung, nur eben auf eine ziemlich egoistische Weise)?

Mir hat damals ├╝brigens auch der Austausch mit Gleichgesinnten schon viel geholfen. Schon um die Erkenntnis zu erlangen, dass man nicht alleine ist und es anderen auch so geht, dass diese schwierigen Babys einem wirklich alles abverlangen und man auf dem Zahnfleisch kriecht. Das das eben nicht normaler Babyalltag ist und man sich nur anstellt, sondern wirklich eine "Extremsituation" die einem alles bis auf die letzte Energie abverlangt, weil man eben immer Vollgas geben muss.

Ich bin ehrlich, dass ich heilfroh war, dass mein Kleiner mit 1 Jahr zur Betreuung ging. Ich w├╝sste nicht, wie ich sonst das 2. Jahr h├Ątte durchhalten sollen. Mit den anderen Kids kann er sich auspowern und das macht ihm so viel Spa├č! Das h├Ątte ich ihm zu Hause so nie bieten k├Ânnen und ich kann in der Zeit "meine Ruhe" auf Arbeit genie├čen. Es ist einfach herrlich - f├╝r alle. Daher die Frage, wie sieht da euer Plan aus? Ist bei euch Kita bald eine Option, die dich entlastet?

Also Fazit, du brauchst unbedingt Entlastung/ deine Auszeiten, um Kraft zu tanken, dann wirst du auch nicht mehr st├Ąndig mit deinem Kind meckern. Erste Aufstelle w├Ąre daf├╝r dein Mann. Ansonsten gibt es doch auch in jeder Gemeinde einen Ansprechpartner f├╝r solche Belange, den man zur Beratung und Hilfe kontaktieren kann (unsere Gemeinde hat uns zur Geburt zum Beispiel einen Brief mit den zust├Ąndigen Stellen geschickt).

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Hallo,
f├╝hl dich erstmal gedr├╝ckt.
Meine Gro├če war ein High-Need Baby und mich hat es auch manchmal an den Rand der Verzweiflung gebracht. Ich kann dich so gut verstehen Folgendes finde ich f├╝r dich wichtig:
1. Rede mit deinem Mann. Sag ihm deutlich was du erwartest. Manche M├Ąnner ( meiner auch) k├Ânnen mit so schwammigen Aussagen wie : Ich m├Âchte, dass findige mehr k├╝mmerst ÔÇ× nicht viel anfangen. Formuliere deutlich deine Erwartungen. ÔÇ×Ich m├Âchte, dass du dich jeden Tag nach deiner Arbeit eine Stunde allein um das Kind k├╝mmerst, damit ich mal Pause habeÔÇť.

2. K├╝mmere dich um einen Betreuungsplatz bei einer Tagesmutter oder Kita. So wirst du etwas entlastet. Evtl. kannst du dann selbst wieder etwas arbeiten gehen. Manchmal braucht man einfach anderen geistigen Input.

3. Lass dich mal vom Arzt gr├╝ndlich durchchecken. Damit meine ich nicht nur die psychische Komponente, sondern auch den Rest. Lass ein Blutbild machen und Checken, ob du irgendeine N├Ąhrstoffmangel hast oder mit deinen Hormonen etwas nicht stimmt. Man untersch├Ątzt h├Ąufig, was das f├╝r einen Einfluss haben kann.

4. Versuch dich zu vernetzen. Andere Eltern mit Kleinkind, Freundschaften ohne Kinder, vielleicht ehrenamtliche Gro├čeltern. Vielleicht eine Krabbelgruppe, Kinderturnen oder Schwimmen. ( Das k├Ânnte dann auch eine Erwartung an deinen Mann sein, so einen Kurs zu ├╝bernehmen) Du brauchst dringend etwas Zerstreuung.

Ich w├╝nsche dir alles Gute

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Liebe Elfi5,
damit bist du keineswegs allein! F├╝hl dich erstmal fest gedr├╝ckt ­čĺĽ mir ging es die ersten 2 Jahre genauso. Ich war richtig depressiv, was aber auch nicht verwunderlich ist, wenn man extremen Schlafmangel erlebt ├╝ber einen l├Ąngeren Zeitraum (ist eine Foltermethode), mit dem Kind weitestgehend den ganz Tag allein zuhause und wenig Support hat. Heutzutage ist es leider die Regel, dass man nicht mehr unbedingt in der N├Ąhe der Familie lebt und sich das Leben auf die Kernfamilie reduziert also Eltern und Kind/er. Wenn der Mann dann auch noch viel arbeitet bleibt alles an einer Person, der Mama h├Ąngen. Ein Arbeitspensum, das sich fr├╝her auf eine Gro├čfamilie oder ein Dorf verteilt hat. Ich habe auch einen Mann, der sich dann gern mal vor den PC gesetzt hat und gemeint hat, er hat jetzt Feierabend. Ich habe ihm relativ schnell klar gemacht, dass das so nicht geht! DU als Mama hast den h├Ąrteren Job (meine Meinung), denn sich den ganzen Tag und die Nacht um ein Kleinkind zu k├╝mmern ist Arbeit! Ich hab meinem Mann klipp und klar gesagt, dass die Arbeit geteilt wird sobald er nach Hause kommt und genauso am Wochenende! Klar sollte sich jeder mal ausruhen aber das gilt genauso f├╝r doch. Meiner Meinung nach muss dein Mann mehr mitmachen insb. wenn ihr keine Familie in der N├Ąhe habt, die euch unterst├╝tzen kann. Ich habe meinem Mann auch gedroht mich zu trennen, denn was soll ich mit einem Mann der kaum hilft und quasi noch mehr ÔÇ×ArbeitÔÇť f├╝r mich bedeutet (hart gesagt). Aber so ist es. Es hat dann gefruchtet und seitdem istÔÇÖs deutlich besser. Nachdem er ein Wochenende alleine mit unserem Kind verbracht hat, hatte er auch mehr Empathie f├╝r mich ­čśä viele M├Ąnner haben keine Ahnung was Care-Arbeit bedeutet. Sie m├╝ssen es am eigenen Leibe erfahren.
Bei uns wurde es besser, je ├Ąlter das Kind wurde. Ich bin aber auch einfach keine Babymama. Mein Sohn ist nun 3 J., wir k├Ânnen kommunizieren, sch├Âne Ausfl├╝ge machen und ich spanne ihn im Haushalt ein Ôś║´ŞĆ und er hilft super gern. Mit 2 Jahren kam er in die Krippe f├╝r 4-5 Stunden pro Tag und ich bin wieder 3 Tage arbeiten gegangen. Und ich sage dir, die Tage im Job empfand ich als entspannten Ausgleich zum Mamajob. Die restlichen zwei Tage habe ich etwas f├╝r mich gemacht oder einfach entspannt.
Ich habe mir damals auch psychologische Hilfe geholt und das w├╝rde ich dir auch empfehlen, damit sich keine Depression entwickelt bzw. manifestiert. Davon erz├Ąhlen musst du ja erstmal niemandem, wenn du dich damit unwohl f├╝hlst. Wichtig ist, dass du Hilfe bekommst!
Ich denke das A. und O. ist mehr Hilfe, soziale Kontakte und Auszeiten f├╝r dich!
Ich w├╝nsche dir alles Liebe ­čźÂ

Bearbeitet von Sommerliebe.
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Richte deine Wut nicht auf dein Kind, sondern auf deinen Mann.
Er hatÔÇÖs verdient.

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Mir geht's ├Ąhnlich, nur dass ich nicht weglaufen m├Âchte. Ich bin dazu psychisch vorbelastet und wei├č, was ich zu tun habe und k├╝mmere mich um die n├Âtige Hilfe. Noch dazu bringt sich mein Mann echt extrem ein, im Gegensatz zu deinem, daher verstehe ich gut, dass du weglaufen willst. Aber bitte, nun dein Kind dann mit! Mein im Ernst, wie schon gesagt wurde, lass dir helfen. Es wurde viel aufgez├Ąhlt. Meine Hoffnung ist jetzt die Krippe. 4 Stunden in denen ich durchatmen kann, mich Mal nur zum mich, Mal nur zum den Haushalt oder beides k├╝mmern kann, ganz ohne schlechtes Gewissen

Im gro├čen und ganzen ist es bei uns folgenderma├čen. Mein Sohn klammert an mir als h├Ątte er irgendein Trauma erlebt. Aber das war nie so. Er kam per medizinisch notwendigem, geplanten Kaiserschnitt, und trotz Angstst├Ârungen meinerseits, war es eine traumhafte Geburt. Kaum zu glauben, da ich massiv Panik (nicht so wie die meisten, sondern richtig psychisch bedingt) vor der Spritze hatte. Die ├ärzte und Schwestern waren super und so konnte ich das gut durchstehen. Er war seither nicht einen Tag von mir getrennt, dennoch, es ist alles w├Ąre ich seit eineinhalb Jahren ein Beuteltier. Er will und kann keine Sekunde ohne mich. Wie gesagt, sein Papa k├╝mmert sich, versucht ihn st├Ąndig abzulenken, damit ich kochen, Haushalt was wei├č ich machen kann oder me time habe aber nein, es geht 2 Minuten gut und er steht wieder bei mir. Daf├╝r, dass er mir 6 Monaten krabbeln konnte und mit 10 laufen will er immer noch permanent auf den Arm. Es ist toll, dass er kuschelig und schmusig ist. Aber ich darf NICHTS anderes machen als bei ihm zu sein und Weissgott ich sage st├Ąndig nein, lasse ihn sitzen oder stehen wenn er mich hinf├╝hrt um dann allein zu spielen, besch├Ąftige mich daneben anders, bzw versuche es und Versuche ihn wirklich permanent zu ermuntern sich allein zu besch├Ąftigen, aber nein ... Ich muss immer daneben sitzen und im besten Fall K├Ârperkontakt halten.

Es ist anstrengend, denn nachts geht es genauso weiter. Ist er allein mit dem Papa wird der regelrecht ignoriert, allein spielen geht, allein in seinem beistellbett schlafen geht (einschlafen aber bei uns beiden nur mit Kontakt) so bald ich das bin ist er wieder ein Klammer├Ąffchen

Ein high need aus dem Buche und ich hab auch seit Geburt kaum Mal 3 Stunden am St├╝ck geschlafen.. Mal weniger Mal mehr, aber so im Schnitt einfach immer zu wenig

Ich kenne diese Wut und auch ich motze oft und mache mir Vorw├╝rfe. Meistens ist das aber der Fall, wenn er Sachen macht, die gef├Ąhrlich sind. Erst gestern wieder und das geht mir extrem nach

Wir waren spazieren mit anschlie├čendem kurzem Einkauf. Anziehen bei dem Wetter ist sowieso immer ein Problem, Handschuhe werden verweigert, M├╝tze ist Theater, geht aber einigerma├čen. Im Wald durfte er laufen. Wir wissen schon, dass es immer Drama gibt, wenn er erst im Buggy war, dann raus durfte und wieder rein soll. Da mein Mann mit war, sollte er also laufen k├Ânnen und machen und tun. An der Stra├če angekommen hat man schon gemerkt, dass er eigentlich m├╝de war, wollte nicht mehr an die Hand und einem w├╝rmchen im dem Alter kann man zwar erkl├Ąren, dass er aufpassen muss, aber umsetzen k├Ânnen sie es dennoch nicht, also kam es wie es kommen musste und wir mussten ihn in seinen Wagen setzen, denn er wollte absolut nicht h├Âren, immer auf die Stra├če, nicht auf den Arm... Drama vom feinsten...

Also musste ich ihn in den Buggy kriegen. F├╝r Au├čenstehende muss das rabiat ausgesehen haben und es hat sich auch nicht gut angef├╝hlt, aber wie bekommt man ein Kind, das auch nicht ablenken l├Ąsst und steif macht sonst rein als mit einer energischen Reaktion? Ich habe ihm, absolut nicht weh getan, aber musste ihn halt festhalten und fest machen. Er hat geschrien und geweint. Nat├╝rlich herrlich auf offener Stra├če und ich mit einer ausgepr├Ągten Sozialphilosophie und mein Mann in solchen Momenten ├╝berfordert. Ich muss dann die b├Âse Mama sein und mich(uns) durchsetzen. Dann fing er an seine M├╝tze von Kopf zu rei├čen. 20 Minuten von zu Hause, bei 5 Grad Au├čentemperatur, bew├Âlkt und Wind, nicht dass geilste... Also energisch aber sanft H├Ąnde festhalten, M├╝tze zurechtziehen, alles mit Erkl├Ąrungsversuchen die beim Geschrei lauter waren als normal. Hab mich dann vor ihn gehockt, Augenkontakt gesucht, versucht ihn zu beruhigen und die H├Ąndchen festzuhalten und w├Ąrmen. Er bekommt Schreikr├Ąmpfe also immer schauen, und erinnern, dass er Luft holt. Nach ein paar Minuten ging es dann, aber ich f├╝hle mich immer noch schlecht und das sind Sachen wo ich meinen Mann dann erw├╝rgen k├Ânnte. Er ist der beste Papa der Welt und macht und tut, aber in diesen Situationen gibt er mir das Gef├╝hl zu versagen. Ich hatte dann gesagt, das es eine schlimme Situation f├╝r mich war und ich mich schlecht f├╝hle. Dass es f├╝r Au├čenstehende grausam gewirkt haben muss, obwohl ich wei├č, dass es zum Schutz meines Kindes war und ich ihn nicht wehgetan habe. Als antwort kam nur, ja es sah schlimm aus ...

Da f├╝hle ich mich allein gelassen und in meinen Gedanken die schlechteste Mutter der Welt zu sein best├Ątigt. Durch mein nicht vorhandenen Selbstwert, die Angstst├Ârungen und Depressionen ist es sowieso schwer, aber jemanden unbeholfen daneben stehen zu haben ... Nunja

Wir gesagt, ich habe Hilfe und daher rate ich dir auch dazu. Es gibt auch andere Institutionen als nur Therapie. Sozial Psychiatrische Dienste zu. Die sind oft von Diakonien oder anderen sozialen F├Ârdervereinen und ich kann dir sowas nur ans Herz legen. Es kostet nichts und ist vollkommen unverbindlich. Du bekommst ein offenes Ohr, Hilfe, Tips f├╝r weitere Ma├čnahme oder Ideen und Anregungen. Vor einer Therapie vielleicht eine Alternative.

Ansonsten, tritt deinem Mann ein den Hintern. Immer wieder., und wieder und wieder. Er Muss dich unterst├╝tzen, gerade ein high need, auch wenn der Begriff viel bel├Ąchelt wird und unverstanden bleibt. Letztendlich kommt wahrscheinlich noch mental load dazu, auch bei uns ein riesen Thema. Ich habe vorhin wieder Mal mit meinem Mann ├╝ber gestern gesprochen und solche Gespr├Ąche f├╝hren wir inzwischen oft, bisher hat sich zwar auch nicht viel ge├Ąndert, aber ich sehe es nicht ein deshalb nicht weiter zu nerven, denn das was man bei jeder Therapie lernt ist, stehe f├╝r dich selbst ein. Und nur wenn du stark bist, kannst du es deinem Kind weiter geben. Aber das muss man lernen. Ich arbeite jeden Tag daran. Auch, mir zu sagen, dass ich, auch wenn ich manchmal energisch und laut werden muss, trotzdem eine gute Mutter bin. Es ist schwer, aber f├╝r mein Kind m├Âchte ich es hinbekommen. Denn er soll meinen Mist nicht tragen m├╝ssen. Und ich reflektiere mich abends nochmal selbst, ├╝berlegen wie ich wegen der ├ťberbelastung der letzten 1,5 Jahre vielleicht doch ├╝berreagiert habe und was gerechtfertigt war, damit ich es morgen besser mache

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Hallo Elfi,

ich wei├č jetzt nicht, was die anderen dir geraten haben, aber ich m├Âchte dir nur sagen, dass du ganz schnell etwas gegen deine Aggressionen und die Wut machen musst. Denn ja, damit schadest du deinem Kind. Dein Kind ist nicht dein Prellbock f├╝r deine Unzufriedenheit oder deine missliche Lage.

Lass die Wut an deinem Mann raus, schrei ihn an oder was auch immer und sag ihm, dass er sich verdammt nochmal um sein Kind und um dich zu k├╝mmern habe.

Ich w├╝rde ├╝brigens an deiner Stelle den TV in seiner Abwesenheit entsorgen bzw. auslagern. Seine W├Ąsche waschen, nein, sein Essen kochen, nein, ihm irgendetwas richten, nein. Wenn dein Mann meint, er muss sich nicht an eurem Fanilienleben beteiligen, dann du auch nicht.

Btw: du arbeitest auch. Du bist in Elternzeit und kommst daf├╝r deinen Lohn. Deine Arbeitszeit betr├Ągt momentan 24/7. Du kannst deinen Man gerne einmal danach fragen, wann du deine Auszeit bekommst. Und wenn das f├╝r dich in Ordnung geht, dann machst du Samstag oder Sonntag morgen deinen Kleinen fertig (Fr├╝hst├╝ck, Waschen usw.) packst deine Sachen f├╝r die Therme, gibst deinem Mann EUER Kind und du gehst f├╝r ein paar Stunden entspannen. Dein Kind ist davon weder traumatisiert, noch stirbt es und die Welt geht davon auch nicht unter und nein, deswegen bist du keine schlechte Mama. Du bist nur eine Mama, die sich selbst etwas verloren zu haben scheint und mal f├╝r sich sein muss.