Komme mit meinem Kind nicht mehr zurecht....

Hallo und guten morgen,

mein Problem steht schon oben in der Betreffzeile.

Seit ein paar Wochen ist Finn für mich nicht mehr zu halten.
Er hört nicht mehr, provoziert, trotzt, zornt, schläft sehr schlecht (von nachts 11 Stunden schafft er mit Mühe nur noch 9 Stunden und von Mittags 2,5 Stunden schafft er mit Mühe noch 30 Minuten), ist schlecht gelaunt weil er Müde ist, weint viel und und und.

Was mich am meisten daran belastet ist die Tatsache, dass ich das Gefühl habe, ich ereiche mein Kind nicht mehr. Egal wie ich ihm etwas verbiete oder mit ihm schimpfe, wenn er etwas angestellt hat, sei es erklärend, sei es ignorierend, sei es etwas bestimmender in der Stimme oder sei es dass ich ihm Grenzen aufweise, Finn reagiert nicht auf mich. In den meisten Fällen lacht er einfach und macht weiter. Oder er fängt an zu weinen und läßt sich kaum noch beruhigen.

Da ich selsbt zur Zeit nicht auf der Höhe bin habe ich einfach keine Kraft mehr und ich weiß nicht wo das Enden soll #kratz.

Was kann ich denn nur tun :-(?

Liebe Grüße
Snoopfi mit Finn *01.08.05

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Guten Morgen,

laß Dich erstmal #liebdrueck.

Was bei uns immer geholfen hat bzw. hilft, klare Regeln, konsequent bleiben (auch wenns manchmal sehr schwer fällt), denn Regeln bedeuten Sicherheit (für beide Seiten)

Und auch so manches Verbot muß sein..... Es sollte aber immer im Zusammenhang zu dem Getanem stehen. Sonst erkennen die Kinder nicht warum, dies oder jenes passiert und können keinen Bezug herstellen.

Ich weiß, es gibt kein "Allheilmittel".

LG
Heike

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hey,

mein sohn ist fast im gleichen alter. alles, was du schreibst, kommt mir auch bekannt vor und alles, was ich tue, ist konsequent bleiben, auch wenn das manchmal schwer ist.

die zwerge brauchen klare regeln.

also durchhalten und nicht jeden blödsinn, den die zwerge anstellen, so bitterböse betrachten, im nachhinein lacht man über vieles, was man im ersten moment als "schlimm" empfunden hat.

wir haben letztens im garten ne wasserschlacht gemacht. niclas hatte auf einmal den gartenschlauch in der hand und er wusste ganz genau, wie da das wasser raus kommt. was soll ich ihn da schimpfen? wir haben uns nen spaß draus gemacht.

ab und zu muss sowas mal sein.

lg claudia + niclas *16.06.05

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du, das geht vorbei! meine tochter ist vom 25.09.05 und auch wir haben von zeit zu zeit solche phasen. wenn es ganz schlimm ist, dann versuch ich es mit der "vorbeugetaktik". dh ich schaffe die dinge, an denen es momentan hängt, erst mal aus der welt bzw sichtweite. so ist schon mancher anfall erspart geblieben. um einiges kommt man aber nicht herum. interessant finde ich bei meiner tochter, dass die meisten phasen mit zornausbrüchen bisher dann statt fanden, wenn sie
a) zahnte (wie zur zeit mit eckzähnen, superschlimm grade)
b) einen riesenentwicklungssprung nahm

seit dieser beobachtung geh ich viel lockerer damit um. natuerlihc hat auch sie ihre grenzen von mir bekommen und da bleib ich dabei, aber ich arbeite viel mit trost und herumalbern/lachen/quatsch machen. dadurch lacht sie viel und das bekommt ihr gut. ansonsten hilft da bei uns nur durchhalten. ich habe es erst neulich wieder gesehen, da kamen die eckzähne oben und sie war fast untröstlich. fing bei jedem mist an zu weinen, zu schreien, körperlich zu reagieren. dann waren die da und mein kind war wie vorher. jetzt kommen sie wohl unten, weil sie jetzt wieder viel quakt und schnell zornig ist. mein rezept ist, viel nachsicht walten zu lassen, mit viel trost arbeiten, viel nähe geben und dabei aber bei den sachen, die man nicht möchte, total konsequent zu bleiben. ach ja und das wenige schlafen, auch das hab ich immer beim zahnen. da gerät bei uns alles aus dem ruder, aber ich hatte ja schon 20 monate zeit, das verstehen zu lernen#augen.

das wird wieder.
shark