Schwanger... nach über 10 Jahren

Heute morgen habe ich einen SS-Test gemacht - mal wieder. Der gefühlte 428. in meinem Leben. Diesmal war er positiv.

Wir üben seit 12 Jahren am Baby, haben KiWu-Klinik und allen möglichen Rotz hinter uns und haben vor gut einem Jahr mit dem Thema abgeschlossen... wir hatten die ganzen Phasen mit Trauer, Hoffnung, Wut, Verzweiflung und letzlich haben ich/wir unseren Frieden damit gemacht. Neue Pläne geschmiedet, uns rational klar gemacht, was ein Kind bedeuten würde für Finanzen, das Sexleben, die Beziehung, die Zukunft.... wenn man es so ganz nüchtern betrachtet, bleibt da nicht viel positives übrig.

Ich hab mir vermutlich seit meiner Pupertät ausgemalt, wie es sein würde... die magischen zwei Streifen auf dem Test, die grosse Freude, Tränen der Rührung... ich bin "Fuck"-rufend durchs EG getobt, hab gezittert und jetzt stundenlang geheult... der Termin zur Schwangeren-Konfliktberatung ist auch schon gemacht, leider erst für nächsten Dienstag - mit etwas Glück krieg ich noch eher einen... aber gleich erstmal zur Drogerie und noch ein paar Tests kaufen... zur Sicherheit.

Ernsthaft: ich will nicht mehr... wieso jetzt und nicht vor zwei oder drei Jahren? Mein junges Ich hat immer gesagt, wer alt genug ist zum vögeln ist auch alt genug zum Kinder kriegen, niemals würde ich abtreiben.... tjaja....

Meistens kommt es immer unerwartet. Ich denke jetzt ist die Zeit für euch gekommen, es hat alles immer einen Grund.
Und was das Sexleben angeht, klar ist es am anfang streng, aber wir haben 4kinder ich dachte auch wir haben da keine Zeit für Sex. Und jetzt haben wir jeden 2tag sex. Es kommt alles darauf an wie du es rangehst. Wünsche euch viel Glück. Und überlegt euch gut wegen der Abtreibung

Ich frage mich,was passt jetzt nicht mehr, was vor zwei oder drei Jahren noch gepasst hat?
Ok, ihr habt euch damit abgefunden nie mehr ein Kind zu haben, dann kommt diese Schwangerschaft doch einem Sechser im Lotto gleich und nach einer so langen KIWU-Zeit denkst du ernsthaft über Abtreibung nach, nur weil ihr euch mit einer scheinbar unabänderlichen Situatuon arrangiert habt?
Kann ich leider nicht so nachvollziehen.
Dass du erstmal geschockt und überrascht bist ja, aber für eine Abtreibung sehe ich keinen Grund.
Lass es erstmal sacken und besprecht euch in Ruhe.
LG, Anja

Ich verstehe zwar, dass du nun überrumpelt bist, aber du solltest das Ganze meines Erachtens nicht so negativ sehen. Im Prinzip hast du doch nun eine Schwangerschaft einfach so geschenkt bekommen, für die du seit Jahren gekämpft hast. Auch ist mir nicht ganz klar, welche Gründe denn objektiv gesehen wirklich gegen ein Kind sprechen. Leider hast du wenig dazu geschrieben. Warum wolltest du vor zwei Jahren ein Kind und jetzt nicht mehr? Hat sich dein Leben jetzt so grundlegend geändert, dass da kein Kind mehr reinpasst?

Ich würde mir an deiner Stelle sehr gut überlegen, ob du wirklich einen Abbruch möchtest. Es könnte nämlich sein, dass du das früher oder später bereuen würdest. Diese Schwangerschaft könnte nämlich je nach Alter deine letzte Chance auf ein Kind sein.

ich bin mit 39 ungewollt schwanger geworden. 9 Jahre vorher hatte ich schon eine Tochter. Wir hatten uns in jeder Hinsicht darauf eingerichtet, dass das Leben mit einem großen Schulkind nun leichter wird und wir wieder mehr Freizeit und Arbeitszeit haben würden. Erst habe ich nur gesehen, was ich alles aufgeben muss, wenn ich jetzt nochmal von vorne anfangen muss. Ich hatte auch Angst vor der Reaktion meiner Umwelt.

Jetzt ist meine jüngste Tochter schon 13 Jahre und wir haben bisher nur Freude mit ihr gehabt. Das Leben ist auch mit Kind weitergelaufen, ich arbeite und habe Hobbies.

Mein ehrwürdiges :-) Alter war eher von Vorteil. Ich bin oft ruhiger und selbstsicherer als die jungen Mamies. Auch ständige Discobesuche im ersten Lebensjahr meiner Tochter haben mir nicht gefehlt.

Ich hoffe, du findest auch Unterstützung in der Familie und ein ja für ein neues, spannendes Leben.

Guten Morgen!

Nach einem Jahrzehnt Kinderwunsch bist du nun schwanger ! Jetzt wo du oder ihr euch damit arrangiert habt , kinderlos zu bleiben .

Der Schock muss enorm sein ! Keine Frage, aber

Mit eurem Arrgumenten warum es ohne Kind doch viel besser ist als mit Kind , habt ihr euch , vermute ich mal , versucht eure Enttäuschung und Trauer schön zu reden .

Aktiver Kinderwunsch von euch zeigt doch dass ihr eine Familie sein wollt(et) , ihr wollter ein Baby ! Jahrelang ! Trotz dessen dass man einigermaßen eingeschränkt ist , mit einem Baby .
Wobei ich es so nicht mal sagen würde , es kommt ganz darauf an , wie man sich alles organisiert.

Wir haben 3 Kinder ( alle ungeplant ) und verreisen in jeden Ferien .mit Neugeborenen sind wir um die halbe Welt geflogen . Wir haben beide noch Hobbys , gehen zur Arbeit und haben soziale Kontakte, und das nicht nur in der Krabbelgruppe , der Kita oder Schule ! Und im Bett läuft auch noch was 😉
Das Leben geht weiter ! Glaub mir !

Es wird nur um ein Vielfaches lebenswerter!

Weiß dein Partner von dem positiven Test ?

Da du den Termin bei der Beratung schon gemacht hast , würde ich ihn auch wahrnehmen . Aber nicht um mir einen Zettel für die Abtreibung zu besorgen , sondern über das was passiert ist zu sprechen . Die Ängste , die wünsche , wahrscheinlich auch die momentane Überforderung!

Es ist gar nicht so selten , dass Frau auf einemmal Torschuss Panik bekommt , wenn der Test positiv ist.

Lass alles sacken , sehr es als riesiges Wunder und in wenigen Wochen wird die Angst weg sein und die Freude unglaublich groß sein!

Euer Kind wird in einem Elternhaus leben , welche eine stabile Bezeigung führen und dem es nicht an liebe fehlen wird .

Der ganze Rest ist zweitrangig!

Seit mutig !Lasst euch auf das Abenteuer Schwangerschaft, Baby und Eltern sein ein !

Alles Gute für euch 😘

Dieses "Schlechtreden", das ihr da vor einem Jahr betrieben habt, diente ja nur dazu, eurem bis dahin gescheitertem Traum vom Kind etwas Positives abzugewinnen, ganz einfach, um nicht bedauern zu müssen. Das ist ja zunächst auch eine gute Strategie. Es bringt ja nichts, etwas hinterher zu trauern, das man -wie es aussah- nie haben würde. Ich bin aber sicher, dass der Teil in dir, der den ursprünglichen Kinderwunsch hegte, nicht ganz tot ist. Dafür war er viel zu lange präsent. Und der könnte -und würde- dich wahrscheinlich irgendwann böse einholen.
Ich bin nun wirklich kein grundsätzlicher Abtreibungsgegner. Habe selbst zwei Abbrüche hinter mir, die ich nie bereut habe. Ich war da allerdings noch sehr jung, hatte bereits ein Kind, ganz schlechte wirtschaftliche Voraussetzungen und definitiv den falschen Mann. Über zehn Jahre später habe ich in zweiter Ehe noch ein Kind bekommen und gerade ist das letzte und dritte unterwegs. Mal im Ernst, ein Baby zu wuppen ist echt easy. Klar gibt es mal anstrengende Phasen aber die Zeit geht gefühlt so schnell vorbei. Mein Großer ist gerade im Abi, dabei war er gestern noch ein Kleinkind. Trotz teilweiser Selbstaufgabe -und ich kann echt ein Egomane und Hedonist sein-, blieb immer genug von mir übrig und in der Bilanz waren und sind sie Kinder eine wahnsinnige Bereicherung. Letztendlich musst du wissen, was du tust. Klar. Horch' nur besser ganz tief in dich hinein bevor du dir vielleicht aus bloßem Selbstbetrug und aufgrund irrationaler Ängste etwas verbaust, das du evtl. eigentlich doch willst. Alles, was du für ein Baby aufgeben müsstest, bekämst du irgendwann wieder. Du wirst nicht jünger. Mit Kind wäre da ein Mensch, der sich auch noch in 40 Jahren für dich interessiert.

Du wirst nicht jünger. Mit Kind wäre da ein Mensch, der sich auch noch in 40 Jahren für dich interessiert.

Aua, das ist eine Aussage, die so leider heutzutage selten stimmt. Dazu habe ich viel zu viele Beispiele, dass Kinder keinerlei Zeit mehr für ihre Eltern haben, sobald sie mal "aus dem Haus" sind. Und nein - nicht nur in "Problemfamilien", sondern ganz normale Verhältnisse.
Man braucht ja nur urbia lesen - Hunderte Postings, in denen geklagt wird, dass die Mutter/Schwiegermutter doch tatsächlich einmal die Woche besucht werden möchte... dabei würde es doch wirklich bei den Familienfeiern ausreichen usw. usw. Und wehe, Du sagst als Schwiegermutter ein "falsches" Wort, dann bist Du schneller abgeschossen aus der Familie, wie Du piep sagen kannst. Ist sarkastisch - aber leider auch realistisch.
LG Moni

Ja, das kommt vor und sicher nicht selten. Macht mich immer traurig, wenn ich sowas höre. Ich will aber behaupten, dass das nicht die Regel ist. Kenne ich aus meinem Umfeld jedenfalls so nicht.

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Hi,

lass die Nachricht darüber setzen. Du hast jetzt nicht ernsthaft direkt bei der Schwangeren-Notfallberatung postwenden mit dem direkten positiven Test angerufen. Ganz ruhig! Tief durchatmen und erstmal den Verstand ordnen!!!!!

Mein Sohn war ein Wunschkind - absolut geplant. Er hat nur 4 Übungszyklen benötigt und jeden Zyklus den es nicht geklappt hat (ich weis für dich mit dem vorangegangenen Marathon muss das wie ein Witz klingen) hab ich aus Enttäuschung geweint. Man war sich so sicher das das sofort und gleich und schnell klappt. Dann der Tag der Tage... 11.07..2015 der zweite eindeutig positive Streifen tauchte auf dem presens Test auf und ich war tatsächlich erstmal von Glücksgefühlen übermannt. Mein Mann war gerade im Begriff das Haus zu verlassen weil er zu Meisterschule musste und hab ihm davon berichtet... er sich gefreut und abgehauen zur Schule. Dann saß ich alleine aufm Bett und schaute mir am Samstag Morgen diesen Test an... die Freude hielt keine 15 Minuten an da machten sich bereits Selbstzweifel breit. Oh Gott jetzt ist es entgültig... was mach ich jetzt... wie schaffen wir das... schaffen wir das wirklich... was wenn was schief geht... was wenn ich ne mieserable Mutter werde.. mein Kind zwei Köpfe hat und wir in eine Sackgasse der Armut einfahren? Glaub mir es ist egal wie geplant oder ungeplant ein Kind ist - IMMER auch mit Zweifeln verbunden. Ungeplant noch 10 mal mehr.

Außerdem hatte ich ne Arbeitskollegin der wurde mit Anfang 20 gesagt das sie NIE Kinder haben könne weil beide Eileiter komplett verklebt wären. Sie wollte schon immer Kinder aber damals in den 80er Jahren mei da war die Reproduktionsmedizin noch in den Kinderschuhen und noch unerschwinglicher als heute und heute ist es noch abartig teuer. Sie hat von 2 Langzeitlebensgefährten die mitgebrachten Kinder mit ins Erwachsenenalter begleitet und mit groß gezogen. NIE verhütet, weil warum kann ja nicht schwanger werden. Hat sich auf den Job fokussiert und mit 48 war sie der Meinung... oh Periode ist weg... werden wohl die Wechseljahre sein - gehen wir mal zum Frauenarzt... nie wäre sie auf die Idee gekommen überhaupt einen Test daheim zu machen und das nur einen Bruchteil einer Sekunde in Erwägung gezogen zu haben. Vor Ort dann "Herzlichen Glückwunsch 9. SSW" Die kam sich vor nicht wie vom Pferd getreten sondern als hätte sich ein fetter Elefant auf sie drauf gesetzt und als Tampon missbraucht. Nach langen Zweifeln hat sie sich dafür entschieden und Kinder die wie ihres oder deines entstehen sind die wirklich wahren WUNDER. Wenn du trotz aller Wiedrichkeiten schwanger geworden bist. Es mag idiotisch klingen - aber dann hat dein Leben diesen Weg für dich vorgesehen.

Das man sich bei langen unerfüllten Kinderwunsch versucht mit negativen Aspekten des Kinder habens diese Tatsache schön zu reden versucht ist durchaus normal und legitim. Anders würde man ja von der nächsten Flussbrücke springen oder gegen nen Baum fahren. Man versucht Schicksalsschläge immer mit solchen Mechanismen zu schönen damit man mit dem Verlust nicht kaputt geht. Aber so wie ihr das gemacht habt... macht es einfach bewusst andersherum. Stell dir vor wie du ein Menschlein im Arm hast für den du alleine Superwomen bist... der Held vom Erdbeerfeld... ein Kindlein das dich anstrahlt und du viele viele Glücksmomente erleben wirst. Natürlich auch negatives... alles ist nicht positiv das wäre gelogen. Aber selbst wenn auf 10 negative Begebenheiten eine positive kommt... die wird es dich keine Sekunde daran zweifeln lassen das es das Richtige war.

LG Küken mit Kuba und trink erstmal nen Tee oder Kaffee zum runter kommen - ne Schwangerschaft ist ein weitgreifendes Ereignis. #tasse Und ich sprech aus Erfahrung... mein Sohn war ein Schreibbaby und ist bis heute (18 Monate) alles andere als Pflegeleicht und schläft nicht durch. Aber wenn ich aus der Arbeit komme und ihn aus der Krippe abhole und er mich sieht ... sofort alles stehen und liegen lässt und mit ausgestreckten Ärmchen "Mamamamama" rufend auf mich zugerannt kommt und ne Mischung aus Freudentränen und Herzchen in den Augen zu mir stahlt. Glaub mir das macht jede nicht durchschlafene Nacht wieder wett!!!!

Doch, ich hab direkt bei der Konfliktberatung angerufen. Wenn ich abtreibe, brauch ich den Schein und wenn ich das tue, dann so bald wie möglich und nicht erst, wenn es kurz vor knapp ist und der Fötus schon Arme, Beine und Herzschlag hat.
Den Kaffee trink ich grade und keine Ahnung wie die nächsten Tage werden, aber ich für mich mag es einfach, alle Optionen zu haben und generell geh ich immer erstmal vom worst case aus und arbeite mich wenn dann zu den besseren Optionen durch, das war ich schon immer und ist meine Art mit den Dingen umzugehen.

"[...] uns rational klar gemacht, was ein Kind bedeuten würde für Finanzen, das Sexleben, die Beziehung, die Zukunft.... wenn man es so ganz nüchtern betrachtet, bleibt da nicht viel positives übrig."

Hier komme ich nicht so ganz mit. Ihr habt zehn Jahre lang für ein Kind gekämpft. Das ist belastend (bin auch in Behandlung) und geht nicht spurlos an einem vorüber. So etwas macht man doch nur, wen der Kinderwunsch groß ist, wenn man es sich WÜNSCHT.

Ich verstehe, dass man sich, um nicht zu verzweifeln, die ganzen schönen Seiten des Lebens vor Augen hält, wie ungebunden man ist, welche Reisen man unternehmen kann, etc.

Aber von einem Kinderwunsch direkt auf so eine verallgemeinernde negative Einstellung zu kommen - das finde ich doch recht erstaunlich. #kratz

Eure Beziehung ist am unerfüllten Kinderwunsch nicht zerbrochen, das heißt ihr seid ein starkes Paar, das an einem gemeinsamen Strang ziehen kann und zusammenhält. Du schreibst, du bist durchs EG getobt, daraus entnehme ich, dass ihr ein Haus oder eine große Zwei-Etagen-Wohnung habt. Damit habt ihr Platz für ein Kind und eure finanzielle Welt wird hoffentlich nicht kaputt gehen. Das Sexleben kommt schon wieder, wenn sie aus dem Gröbsten raus sind. Eure Zukunft habt ihr euch mal so schön mit Kind vorgestellt, warum sollte es jetzt das Ende eines schönen Lebens bedeuten?

Jetzt mal ehrlich... Wünsche ändern sich, das Leben ändert sich... ich hab auch irgendwann aufgehört ein Pony zu wollen und mein Mann hat irgendwann aufgehört, Millionär sein zu wollen... in 12 Jahren kann sich so viel ändern und tut es auch, Menschen sterben, Prioritäten verschieben sich.... überleg doch mal, wie Dein Leben vor 12 Jahren war - sind die Wünsche von damals noch identisch?

Außerdem ist Kinderwunsch doch immer ein bisschen wie rosarote Brille.... wenn man WILL, dann nimmt man viele Einschränkungen viel eher hin als wenn man den emotionalen Benefit nicht (mehr) sieht...

Ich möchte dir gerne einen kotz-urbini hierlassen. Mehr schreibe ich dazu nicht, da ich nicht nett und wohlwollend schreiben kann und will.

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Hallo liebe TE,

deine Reaktion – wie du da wohl durch euer EG gestürmt bist – kann ich absolut verstehen. Auch ich kann mich gut daran erinnern, dass es bei mir nicht nur pure Glücksgefühle waren, als ich den positiven Test in der Hand hatte. Eher Erschrecken über die Endgültigkeit... dass ich tatsächlich Mama werde. Das muss erstmal verdaut werden.
Wieviel mehr, wenn du dir mit so unglaublich viel Kraft diese innere Einstellung erkämpft hast, dass es so – ohne Kind – einfach „besser“ ist. Ich könnte mir vorstellen, dass du innerlich auch wirklich dicht gemacht hast, um dich selbst zu schützen. Vor Schmerz, Verletzung, Enttäuschung. Nicht schon wieder ein negativer Test...
Daher kann ich auch verstehen, dass du jetzt sagst: ich mag nicht mehr! Es fühlt sich fast an, als fühltest du dich vom Leben (oder vom Schicksal..) verraten. Es war doch dein sehnlichster Wunsch, eine Familie zu haben. Jetzt hast du, habt ihr euch arrangiert. Und jetzt soll dieser Wunsch Wirklichkeit werden?
Ja, das darf er! Eben nicht so, wie ihr es geplant hattet. Jetzt, wo ihr euch vielleicht verabschiedet hattet von dieser Vorstellung und euch innerlich nicht mehr so auf ein Kind fokussiert hattet. Warum denn nicht jetzt?

Und der Termin bei der Beratungsstelle – ich sage das jetzt mit einem gewissen Augenzwinkern: war vielleicht eine Überreaktion..? In so einer „Panik“ will man meistens gleich eine Erleichterung. Vielleicht war es das für dich, dass du das Gefühl hattest, auf diese Weise aus diesem Schrecken „erlöst“ zu werden?

Was sagt denn eigentlich dein Mann? Oder war es noch gar nicht möglich, dass ihr miteinander redet? Immerhin ist es wirklich noch sehr frisch, dass du von deiner Schwangerschaft weißt. Du hast doch erst heute getestet, oder?

Ich schließe mich meinen Vorrednerinnen an: lass etwas Zeit vergehen. Versuche, zur Ruhe zu kommen und wieder zu dir selbst zu finden. Und vielleicht auch diese verschlossene Tür wieder einen spaltweit aufzumachen. Wer weiß, was sie gerade noch verbirgt..?

Viele Grüße, Mischa

Ich bin kurz nach vier wach geworden, mit voller Blase und da ist mir direkt eingefallen, dass ich testen wollte... kurz danach hab ich meinen Mann mit Kaffee geweckt und ihm erklärt, dass es ganz günstig wäre, dass er liegt und dass er den Kaffee gleich brauchen könnte - ich hätte das keine Sekunde für mich behalten können.
Er steht hinter mir, egal was kommt und wie wir/ich uns entscheiden. Er hat immer gesagt, dass er sich meiner Entscheidung unterordnet, weil ich nun mal auch die meisten Risiken und Einschränkungen dadurch habe.

Hallo TE,

du hast von dir selbst gesagt, dass du vom Schlimmsten ausgehst und dich dann zum Positiven durcharbeitest. So ist halt jeder anders. Sicherlich prägen unsere Erfahrungen uns in dieser Hinsicht auch sehr, wie wir mit Herausforderungen – oder solchen unerwarteten Lebenswendungen – umgehen.
Aber eigentlich sagt es ja auch über dich aus, dass du eine Frau bist, die (Lebens-)Arbeit nicht scheut. Um ehrlich zu sein – 12 Jahre einen Kinderwunsch nicht aufzugeben, finde ich wirklich schon beachtlich. Das zeugt von Willen und Durchhaltevermögen. Ich glaube, nicht jedes Paar hätte es über diesen langen Zeitraum geschafft! Und eine weitere Lebensleistung ist es, sich mit den Gegebenheiten auseinanderzusetzen und neue Wege einzuschlagen. Dabei als Paar trotzdem zusammenzuhalten und diese Wege für beide gemeinsam zu suchen.
Das fällt mir so bei dem, was du über dich und euch schreibst, ins Auge.

Mir geht durch den Kopf, dass es sicherlich auch Anstrengung kostet, diese (sicherlich hart) erarbeitete innere Haltung wieder fallenzulassen. Das empfinde ich als ganz normal. Und ich könnte mir vorstellen, dass da auch eine leise Angst vor einer erneuten Enttäuschung sein könnte. Wenn man das, was man sich erarbeitet hat wieder aufgibt – und dann läuft es doch irgendwie schief...? Dann lieber gar nicht erst riskieren...?
Das sind jetzt natürlich meine Gedanken. Sicherlich auch mit der Einfärbung, wie es mir vielleicht gehen würde.

Bleibt es denn dabei, dass du am Dienstag das Beratungsgespräch hast? Oder hast du doch noch einen früheren Termin bekommen?

Wie geht es dir denn heute, nachdem schon ein paar Tage ins Land gezogen sind?

Einen guten Tag dir! Mischa

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Ich musste schmunzeln.....Du erinnerst mich an meine Tochter, die mich heulend anrief, als sie schwanger war, nach über einem Jahr "basteln". Was mach ich denn jetzt? fragte sie mich. Tja, Kind kriegen und aufziehen. Irgendwie war sie erstmal geschockt.
Und genau das bist Du jetzt auch. Heute ist nichts anderes als vor zwei Jahren - die spielen keine Rolle. Mach ein schönes Abendessen für Dich und Deinen Mann, setzt euch zusammen - und redet..... ist gescheiter als eine Tasche voll Tests kaufen.
Alles Gute. LG Moni

Vielen Dank für die ganzen Beiträge :)

Was anders ist: zunächst mal finanziell: Mein Mann hat eine Firma gegründet, aktuell und b.a.w. ist es finanziell eher eng. Ich wollte zum 01.12. eine zu zahlende Ausbildung anfangen, dafür fange ich Montag mit einem 450€-Job an, der das finanzieren soll/muss. Den Job kann ich schon schwanger knicken, dafür muss das Kind nicht mal da sein...

Wir sind vor gut einem Jahr weg gezogen, Betreuungspersonen gibt es weit und breit nicht und unser Objekt ist definitiv nicht auf Kinder ausgelegt.
Letzte Woche ist ein Welpe zu meinen beiden bereits vorhandenen Hunden eingezogen...

Mein Mann hat Anfang des Jahres von sich aus gesagt, dass er jetzt auch gar nicht mehr wollen würde, weil er sich rein fitness- und alterstechnisch einem Kind gar nicht mehr gewachsen fühlen würde.

Richtig: Wenn ich jetzt abtreibe, war das wohl meine erste und letzte Chance, aber begraben habe ich das Thema doch eigentlich schon lange vorher...

Mein Mann war übrigens ganz grosse Klasse - wie immer ich mich entscheide, er trägt es mit.

Hi liebes,

Wie alt seid ihr denn? Lass ich norgends?
Lg
Philo

Dein Mann gründet eine Firma. Das hat bringt ja einiges an Stress und Belastungen mit sich. Gleichzeitig fühlt er sich zu alt für ein Kind? Ihr schafft euch einen Welpen an, es ist aber scheinbar keiner zu Hause, da ihr beide eingespannt seid, und finanziell sieht es eng aus?

Also hier passt für mich irgendwie einiges nicht so ganz zusammen. #kratz

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Selten bewegen mich Geschichten hier so das ich nach verlassen des Forums weiter daran denken muss. Bei deiner ist es so.

Ich versuche zu verstehen was in dir vorgeht. Du bist 35 Jahre? Das ist absolut kein Alter. Manche denken da das erste mal an Kinder und Familie.
Dein Mann ist 40 und denkt er schafft das Körperlich nicht? Mhm...was habt ihr für Vorstellungen?
Weißt du Kinder lassen sich eigentlich nie planen das muss ich dir als bald 6 fache Mutter mal sagen. Ich habe so manchmal schon Plan B in der Option gehabt und prompt war der stets positiv. Ich habe sogar schon einen Lebenstraum für solch einen Test aufgegeben. Nie wirklich nie erscheinen die Umstände perfekt im Leben wenn man schwanger ist. Es gibt immer ein aber. Ständig können Zweifel dazu. Das ist normal weil man Verantwortung tragen wird. Ihr habt 3 Hunde? Perfekt für ein Kind. Das zeigt doch aber auch das du voller liebe sein musst oder? Und genau das ist es was mich an deinem Post so "stört" er klingt verbittert und kalt, auch abgestumpft. Aber biet du das wirklich? Nach 12 Jahren Kiwu? Wie geht das? Klar kann man sich selbst die Welt bzw das Leben so reden wie man mag. Aber bleibst du auch bei der Wahrheit oder bockst du nur und belügst dich selbst weil nicht du den Zeitpunkt bestimmen durftest? Weil dein Körper entschieden hat? Das kleine Wesen in dir? Du willst verhindern einen fertigen Embryo zu sehen mit Beinen, Händen und Füßen der in deinem Bauch zappelt und einen gesunden Herzschlag vorweist? Warum weil du Angst hast davor das es dich mitten ins Herz trifft? Ich kenne dich nicht und habe keinen Einfluss auf dich und deine Entscheidung aber ich denke so ganz einfach wie du schreibst ist es nicht...
Alles gute

Einen Ultraschall vor dem Abbruch gehabt, in der 11.Woche.
Ins Herz getroffen hat mich da nichts, ich hatte Mitleid mit dem Embryo, das schon.
Aber der Anblick hätte mich nicht dazu bewogen nicht abzutreiben.
Die Entscheidung gegen das Kind stand und ich wusste wie ein Embryo in der 11.Woche aussieht.
Hände, Füße, Gesicht.
Trotzdem nicht willkommen.
Und das obwohl ich schon ein Kind hatte.
Oder gerade deswegen, denn diese Verantwortung wollte ich nicht für noch einen Menschen tragen müssen.

Ohne Worte! Diese Antwort hättest du für dich behalten können. Ich habe dich weder angeschrieben noch um so eine grauenhafte Antwort gebeten.

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erhoffst du dir jetzt von den Antworten hier im Forum? Irgendwie klingst du so kalt, als wäre deine Entscheidung längst getroffen. Ich höre da nicht den Funken eines Zweifels heraus, das Kind scheint ein Störfaktor zu sein.

Oder ist die Geschichte erfunden? Gerade hier im Forum wäre das wirklich bitter und ich hoffe, dass es nicht so ist.

Es schade, dass Frauen die einen Abbruch in Erwägung ziehen, hier als kalt dargestellt werden.
Nicht jede
Frau ist emotional in Bezug auf eine Schwangerschaft.
Manchmal passt es einfach nicht.
Und egal welchecGründe man dann gegen das Kund vorbringt, erscheint es anderen als kalt.
Ich nenne das rational und das darf man auch sein wenn man schwanger ist.
Ich habe eine Schwangerschaft abgebrochen, weil es nicht gepasst hat, das war alles.
Und ja, in dem Fall" stört " die ungeplante Schwangerschaft.
Auch das ist völlig in Ordnung.
Ich hatte nie ernsthaft daran gedacht das Kind zu bekommen.
Und es ist mir zwar nicht leicht gefallen, hat mich aber auch nicht belastet.

Eigene Entscheidungen zu treffen, gehört zum Leben dazu und ich bereue nicgttabgetrieben zu haben.
Für mich war es die richtige Entscheidung, denn ich hätte mit dem ungewollten Kind nachher da gestanden und die Pro Kind User hier können mir dann aich nicht helfen.
Ich muss dann die Verantwortung tragen und mit den Konsequenzen leben und ein dazu Kind, was spürt, dass ich es nicht wollte und dass es stört.
Denn ich hätte das nicht hin bekommen auf liebende Mutter umzuschalten.
Dazu kenne ich mich gut genug.
Und ein Kind zu bekommen in dem Wissen, dass das nicht funktionieren wird und das eigene Kind mit mütterlicher Ablehnung aufwächst, finde ich verantwotungslos.

Ich kann dir nur als Denkanstoss geben, dass es einen Sinn hat, dass Gott dir dieses Kind ausgerechnet jetzt schenkt. Es ist alles machbar, man kann auch mit einem Kind eine Ausbildung machen. Ich selbst würde schwanger, mitten im Studium, kurz nachdem mein Mann sein Studium abgeschlossen hat. Wir haben auch einen hyperaktiven Sporthund ( Agility, Spurensuche, THS) und vieles mehr. Ich habe 6 Wochen vor der Schwangerschaft aufgehört zu jobben und habe 1,5 Monate dannach Klausuren geschrieben. Jetzt ist meine Kleine 15. Monate alt und es läuft super. Hund und Kind lieben sich, mein Studium ist bald fertig und wir planen nun das 2. Kind. Manchmal muss man ein bisschen zurückstecken, um dann richtig glücklich zu werden.

Hallo!

Ich lese oder höre nicht zum ersten Mal das es als man sich abgefunden hat dass man eben keine Kinder bekommt plötzlich schwanger ist. Der Druck ist weg. Lass dir selber Zeit und du musst ja nichts von heute auf morgen entscheiden. Wir haben drei Kinder. Unsere erste Tochter ist leider verstorben. Ich persönlich finde Kinder zu haben schon sehr schön. Es bereichert das Leben. Es gibt sehr wohl viel positives über ein Familienleben zu berichten.

Ich denke du stehst jetzt wie unter Schock und kannst es gar nicht glauben. Versuche dich zu sortieren und rede mit deinem Partner darüber.

Alles Gute
Gabi

Ich verstehe den Sinn deines Postings nicht. Hast du eine bestimmte Frage?
Du schreibst so, als stünde deine Entscheidung fest. Das ist dein gutes Recht, abzutreiben, egal, welche Gründe du hast. Kinder können extrem stressig sein, sie kosten viele, viele Nerven, sind sehr teuer. Natürlich verändern sie dein bisheriges Leben komplett. Du musst dich einschränken, finanziell, freizeitmässig, beruflich. Aber das scheinst du selbst zu wissen. Wozu dann der Tread hier? Was bezweckst du? Dass die meisten der Urbia-Userinnen dich hier mit ihren rosaroten Brillen unbedingt überreden wollen, das Kind zu bekommen, war dir sicherlich klar. Und wenn du eh weißt, was du machen willst, wozu dann dein Posting? Oder ist die Geschichte ausgedacht und du nur auf Provokation aus?

Traurig aber möglich 😕

Du willst das Kind nicht, alles andere ist drumherum Gerede.
Eine Abtreibung durchzuführen ist etwas was du nicht begründen musst.
Du hast das Recht dein Leben so zu gestalten wie du es möchtest.
Du hast nur das eine
Der Embryo hat noch keinerlei Lebensberechtigung , keine Rechte auf Leben.
Deine Interessen dürfen da absolut im Vordergrund stehen.
Lass dir nichts anderes einreden.
Ein Kind verändert das Leben dermaßen radikal, dass es völlig ok ist zu sagen: das möchte ich jetzt nicht mehr, diese Phase ist vorbei.

Hallo TE,

ich bin, ehrlich gesagt, schon ziemlich gespannt, wie es dir gerade geht? Du hast uns so mit in deine Situation reingenommen, jetzt guck ich schon oft hier rein, ob du doch nochmal gemeldet hast...

Bist du wieder daheim? Du warst ja unterwegs.

Ich lass dir liebe Grüße da! Mischa

Hallo Mischa,
danke dass Du nachfragst, die letzten Tage waren anstrengend....
Bei meinem Aufenthalt hat sich spontane eine heftige Wurzelentzündung aufgetan, ich hab zwar beim Zahnarzt die Schwangerschaft angegeben, aber als sie mir dann massiv vom Röntgen abgeraten haben (und von Schmerzmitteln!) und wollten, dass ich das irgendwie wegatme (nicht mal gezogen hätten sie den Zahn ohne Röntgenaufnahme), bin ich ihnen fast ins Gesicht gesprungen, so heftig waren meine Schmerzen... kurzum: Ich hab die Röntgenaufnahme bekommen und die Wurzel wurde behandelt. Leider tut es immer noch weh und hat mich einige Tage ausser Gefecht gesetzt. Auch bei der oralen Antibiotikagabe und Schmerzmitteln habe ich nur ganz grob recherchiert, ob mir das schaden könnte.

Ich finde es spannend, wie sich mein Körper verändert - ich glaube schon, dass ich gerne schwanger wäre... aber die Gründe gegen ein Kind gehen ja dadurch nicht weg. Gleichzeitig jagt mich der Welpe hin und wieder nachts raus, ist ja sein gutes Recht, aber ganz ehrlich, wenn ich mir vorstelle, dass ein Säugling da mehrmals die Nacht und deutlich länger als nur ein paar Wochen kommt... nicht schön und auch gar nicht zu romantisieren.

Meinen Beratungstermin habe ich kurzfristig abgesagt, weil die eine ärztliche Bestätigung der Schwangerschaft wollen, die ich noch nicht habe. Der Termin dafür ist Ende nächster Woche, dann bin ich 7+3, dann sollte auch eine evtl Eileiterschwangerschaft gut zu diagnostizieren sein, außerdem haben wir im Scherz gesagt, mit Zwillingen könnten wir es zumindest finanziell schaffen, weil wir dann die Elternzeit mit dem doppelten Elterngeld gut rum bekommen könnten. Irgendwie ein kleiner Strohhalm... weil: nach dem 1. Jahr wirds dann ja nicht einfacher und auch noch doppelt zu teuer und doppelt so oft krank und überhaupt... gleichzeitig "hoffe" ich, dass die Schwangerschaft bis dahin von alleine vergeht, damit ich weder die Entscheidung treffen muss noch den Prozess durchleben muss.

Du siehst, immer noch ein ordentliches Chaos in mir.

Bei meinem Aufenthalt habe ich theoretisch mit meinen Familienmitgliedern über familiäre Unterstützung gesprochen, die ich erwarten könnte... ich fasse es kurz zusammen: Null. Finanziell nicht und zeitlich auch nicht. Selbst wenn ich wieder vor Ort wäre, wäre es nicht viel besser. Anforderungen hätte man allerdings jede Menge.

Wenn ich Schwangere/Kinder/Familien sehe, rührt sich nichts... nicht mehr als vorher. Gleichzeitig macht mir mein neuer Job Spass, schwanger könnte ich den wohl bald nicht mehr ausüben.
Ich lese hin und wieder im Schwangerenforum, auch da ohne grössere emotionale Beteiligung.

Jo, so siehts im Moment aus :)

Hallo du Liebe!

Ich muss gestehen, dass ich nicht mehr erwartet hatte, von dir zu hören. Um so mehr freut es mich, dass du geschrieben hast!

Ja, der Körper fängt recht schnell an, sich zu verändern. Nicht jede Frau merkt das so schnell, du scheinst da sensibel zu sein. Und offensichtlich kannst du für dich darin etwas Schönes entdecken? Warum wärst du denn gerne schwanger?

Darf ich ehrlich sein? Eine komische Frage im Forum, wo ich doch deine Antwort gar nicht abwarten kann... deswegen traue ich mich jetzt einfach.
Es kommt mir so vor, als würdest du dir das Schöne verbieten. Bei deinem Weg bisher kann ich das absolut verstehen! Man baut sich einen Schutz auf, möchte sich vor Verletzungen, Enttäuschungen und auch einem gewissen Schmerz schützen. Und jetzt, wo es soweit ist und du schwanger bist, auf natürlichem Wege (ein totales Wunder!!), ist da immer noch dieser Schutz. Und vielleicht auch die Ungewissheit, ob du dir das leisten kannst, diesen Schutz abzunehmen, ohne zu wissen, was da auf dich zukommt.
Trotzdem blitzt da immer wieder dein Gefühl auf (irgendwie ist es ja ganz schön beharrlich..). Und du tust es ab, manchmal klingt es fast so, als würdest du es dir selbst schlecht reden wollen.
Euer Welpe ist sicherlich zeitintensiv, das kann ich mir vorstellen. Dass du da auch den Gedanken hast, wie es wohl wäre, wenn euer Kind dich öfter aus dem Schlaf reißt, kann ich verstehen. Trotzdem möchte ich dir gern sagen, dass dein eigenes Kind weitaus mehr in und mit dir bewirkt, als dein Welpe. Dass diese Störung in der Nacht anders empfunden wird, weil es eine andere Verbindung ist zu deinem eigenen Kind. Und ich persönlich denke, dass man diese Dimension (im positivsten Sinne) nicht unterschätzen kann.
Kannst du dir vorstellen, diese schönen Gefühle einfach stehen zu lassen? Ohne sie wegzuwischen, indem du sagst, du willst es nicht romantisieren? Einfach nur wahrnehmen, dass sie da sind, ihnen das Dasein erlauben?

Sicherlich, das hatte ich schon mal geschrieben, die Vernunft möchte auch ihre Antworten. Auch das verstehe ich wirklich gut! Und ich denke, das darf genau so sein.
Deine Ausbildung, kannst du sie eventuell eine Zeit lang pausieren? Deinen jetzigen Job, kannst du ihn bis zum Mutterschutz weitermachen? Oder ist es einer, den du gar nicht ausüben dürftest als Schwangere?
Nur mal spielen mit den Möglichkeiten, die du als Schwangere hast. Es sind vielleicht andere, als in der „unschwangeren“ Situation, aber es gibt sie bestimmt!

Hast du denn deiner Familie von deiner Schwangerschaft erzählt? Oder war es tatsächlich so ein „was wäre wenn“ Gespräch? Manchmal schaffen Tatsachen auch eine ganz andere Offenheit in den Menschen. Meinst du, deine Eltern würden sich freuen über ein Enkelkind?

Du bist auf einer Reise, habe ich das Gefühl. Auch wenn du noch so ein Chaos in dir empfindest, du stehst nicht still. Gib dir Zeit – und die hast du jetzt noch „geschenkt“ bekommen. Es wäre doch auch nicht von dir zu verlangen, dass du auf Anhieb gleich weißt, wohin die Reise gehen soll. Und wie du diese Reise organisieren sollst. Ich finde, das darfst du dir zugestehen!

Hoffentlich hat sich deine Wurzelentzündung schon „verabschiedet“. Das muss wirklich sehr, sehr schmerzhaft sein...

Ich werde auf jeden Fall wieder reinschauen, ob du geschrieben hast :-)

Liebe Grüße an dich! Mischa

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Hallo

erst einmal herzlichen Glückwunsch #torte#paket#blume

So ähnlich war es bei mir auch :-) ich habe vor 10 Jahren mit dem Thema abgeschlossen. Ich hatte Fehlgeburten, habe Kinderwunschbehandlung (aber ohne künstliche Befruchtung- diese Entscheidung habe ich dann doch dem Schicksal überlassen) und viel Wut und Trauer, 2 längere Beziehungen hinter mich gelassen. Ich habe mir mein Leben ohne Kind eingerichtet und bin super glücklich und geniesse wie es ist. ich reise , habe einen super Job und bin echt entspannt.
Es hat alles Gründe und auch seinen Sinn.
Ich habe auf Grund von Myomen zum Ende des Jahres das Herausnehmen meiner Gebärmutter avisiert und plötzlich war ich schwanger. Ich bin in diesem Jahr 40 Jahre alt geworden, bin erst 1 Jahr mit meinem jetztigen Partner zusammen und nun , bekomme ich mein erstes Kind! 3 Monate habe ich mich darum nicht geschert, da ich immer davon ausgegangen bin , es geht sowieso ab. War weiterhin joggen, war auf Festivals und Konzerte und hab so getan als wäre nichts. Natürlich ohne dem Kleinen mit Alkohol und Nikotin zu schaden.
Jetzt turnt der Kleine immernoch in meinem Bauch herum und heute darf ich Ihn wieder sehen. Ich würde sagen, es ist genau richtig so ! Es hätte keinen Besseren Zeitpunkt geben können. Es ist aber tatsächlich ein kleines Wunder.

...und das ist es bestimmt bald auch bei Dir so. #herzlich

Hallo 🙂
Du hast/hattest diese Tage deinen Termin beim Frauenarzt, oder? Wie war es denn?
Hab eben an dich gedacht - liebe Grüße lass ich da!
Mischa