Schläge und Stress direkt nach Abtreibung, verringert das die Heilungschancen?

    • (1) 28.12.18 - 17:16

      Hallo liebes Forum, zunächst einmal es geht nicht um mich sondern um eine Freundin. Und sie versucht auch schon aus ihrer Situation rausgekommen und kriegt auch unterstützung. Nun aber zu meiner Frage. Meine Freundin hat in der 14. Woche (da wo es gemacht wurde war es legal) abgetrieben weil sie nach einem Unfall trotz Pille danach schwanger geworden ist. Ohne näher darauf eingehen zu wollen weshalb und von wem, direkt danach war sie extremen Stress und Schlägen auch gelegentlich Tritte gegen den Bauch ausgesetzt, generell hatte sie durchgehend sehr extremen Stress und auch starke Depressionen. Sie hat über eine Woche später immernoch starke Schmerzen und Blutungen kommen durch Stress oder Schläge. Manchmal muss sie sich auch wehren und da gibt es dann Erschütterungen gegen den bauch und er ist dann sehr, sehr hart und angespannt, sie weint auch sehr, sehr viel. Sie hat sehr große Angst, dass es durch den Stress und Schlagen da unten nicht alles richtig heilen kann und sie später nie wieder Kinder kriegen kann. Auch hat sie Angst dass Stress eine Entzündung auslöst durch die sie unfruchtbar werden kann. Sie hat den Arzt angerufen, der meint das wäre alles normal, aber er weiß nichts von dem Stress und der Gewalt. Sie kann erst im neuen Jahr wieder zum Arzt gehen, vorher ist ihr das nicht möglich, auch kein Krankenhaus. Kann es sein, dass Stress und Gewalt die Heilung so sehr stört, dass sie später keine Kinder mehr kriegen kann oder es eine Entzündung auslöst? Und wenn die Entzündung bis zum neuen Jahr unbemerkt bleibt, falls da eine ist, kann das zu Unfruchtbarkeit führen? Und bitte nur die Fragen beantworten und nicht wegen der Abtreibung schlecht über sie reden, sie bereut das alles wirklich sehr und es geht ihr sehr schlecht.

      Stress direkt bildet in dem Sinne keine Entzündung, ja es kann den Heilungsprozess verlangsamen. Eine Entzündung würde mMn keine 2 Wochen unbemerkt bleiben, die Keime würden sich ja vermehren und wandern, sie hätte Schmerzen oder ein allg. Krankheitsgefühl.
      Für später kann man das so pauschal gar nicht sagen. Generell denke ich nicht, dass man dadurch keine Kinder bekommen könnte

      Eine Entzündung könnte schon schaden, wenn sie Fieber bekommen sollte soll sie zum Arzt damit es behandelt werden kann. Ich hoffe sie kann sich bald aus dieser gewalttätigen Beziehung retten. Wäre eventuell das Frauenhaus was? Vielleicht kannst Du sie zu einer Beratungsstelle begleiten.

    • Hallo!

      Nein, die Gebärmutter ist gut genug geschützt, dass alles ganz normal verheilen sollte. Die Gefahr einer Infektion besteht immer bei Sex, vor allem bei wechselnden oder untreuen Partnern, das hängt aber nicht mit dem Abbruch zusammen.

      Ich hoffe sehr, dass sie bald den Absprung schafft.

      (8) 29.12.18 - 01:11

      Hallo, ich habe selbst in der 14. Woche abgetrieben. Ich hatte dann einen Tag danach starke Schmerzen. Bin dann ins KH, weil ich es zT nicht ausgehalten habe. Dort wurde ein US gemacht und am gleichen Abend wurde ich in den OP gebracht zur Ausschabung, da noch nicht alles draussen war.
      Aber muss bei ihr nicht so sein. Beobachte den Zustand. Sie braucht jetzt viel Ruhe und Unterstützung, und keine Gewalt.

      Wenn deine Freundin das Gefühl hat, dass eine Entzündung besteht, soll sie zum Arzt gehen und sich kontrollieren lassen. Ansonsten sollte so eine Abtreibung ohne Komplikationen verlaufen. Wegen dem Kinder kriegen, ist es eher psychisch bedingt. Es ist gut möglich, dass sie sich unterbewusst nicht mehr erlaubt, körperlich schwanger zu werden. Sie muss eines Tages damit abschliessen. Mit all dem, was sie jetzt durchmacht. Und sie muss sich selbst verzeihen und loslassen. Aber erst einmal, muss sie sich selber aus dieser Lage retten. Und danach nicht abstürzen. Wenn ich helfen kann, schreibt mit PN. Alles Gute!

      (10) 29.12.18 - 13:14

      Liebe yasmin,
      das Schlimmste geschieht ihr doch jetzt schon, nämlich die Gewalt. Die Angst vor Entzündung ist eine "Luxusangst". Sie ist unter Gewalt und dadurch in steter Gefahr, dass dass ihr geschadet wird. Wahrscheinlich kam es auch unter Gewalt - und sei es "nur" psychisch - zur Abtreibung. Unterstütze sie, dass sie aus dieser Situation herauskommt. Vertraue du dich einer Beratungsstelle an, die dich unterstützt, wie du sie unterstützen kannst! Das ist der beste Dienst, den du ihr jetzt tun kannst. Natürlich sollte sie dem Arzt sagen können, dass sie Gewalt ausgesetzt ist, dann würde er auch anders reagieren. Aber das ist ja ein Teil der gewalttätigen Situation, dass sie darüber schweigen "muss". Es ist also ein erster guter Schritt, dass sie dich ins Vertrauen gezogen hat. Gehe behutsam mit ihr weiter. Dazu wirst du Unterstützung brauchen!
      Wo könnte sie hin? Was meinst du?
      Du sagst, sie bekommt schon Unterstützung, um aus dieser Situation rauszukommen?
      Ich hoffe sehr, dass es bald gelingt und sie zur Ruhe kommen kann.
      Ganz liebe Grüße Kyra

      Das tut mir total leid für deine Freundin aber ich muss mich da anschließen . Ich glaube nicht dass es die Chancen schwanger zu werden beeinträchtigt. Der Körper ist so ein Wunder und dass das Kind nicht automatisch verloren ging bei so einem Stress und Gewalt zeigt ja wie gut ihr Körper „anhalten“ kann. Das ist ja eine extreme Situation und trotzdem war sie bis zur 14. SSW schwanger. Ich kann dazu nur sagen dass ich hoffe sie hat gute Unterstützung gerade beim herauskommen aus der Situation da solche Typen ja gerne ausflippen wenn sie verlassen werden und das meist die gefährlichste Situation ist. Ich hab das selber bei einer Freundin miterlebt und sie würde jahrelang verfolgt von ihm und bedroht. Also ganz vorsichtig weg von ihm und eventuell auch nicht ankündigen damit er nicht ausrastet. Heimlich abhauen ist hier oft das beste... ganz viel Glück und Stärke an deine Freundin und toll dass du so für sie da bist.

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