Unwissend schwanger, 11.Woche, Arbeitsvertrag vs. Abtreibung

    • (1) 02.02.19 - 23:08
      Verzweifelt2019

      Hallo zusammen.

      Ich bin mit meinen Gedanken völlig am Ende.
      Ich habe am Donnerstag erfahren dass ich schwanger bin, bereits in der 11.Woche.
      Ich hab einen A**** voller Schulden, circa 6000€ die ich auf minimale Raten abstottere.
      Ich lebe an der Grenze des finanziell Machbaren.

      Nun habe ich endlich einen Job gefunden und freue mich unheimlich drauf wieder was zu tun.
      Die Unterzeichnung findet nächste Woche statt, Beginn ist der 01.03.
      Probezeit geht 4 Wochen, es besteht hier kein (!!) Kündigungsschutz in der Probezeit, auch nicht bei Schwangerschaft.
      (Vertraglich geregelt, ist aber auch typisch bei uns- komme nicht aus Deutschland)
      Wenn meine Probezeit endet bin ich bereits in der 20.Woche und mir ist völlig klar dass ich es nicht so lange geheim halten kann.
      Erstens sieht man da sicher schon etwas, zweitens arbeite ich in der Pflege und drittens wäre das moralisch- ggü. meinem Arbeitgeber- einfach mehr als mies.

      Und jetzt stehe ich da und bin ziemlich erschrocken und traurig.
      Ich brauche diesen Job damit ich endlich wieder Geld verdiene und mein Leben auf die Reihe bekomme. Das war bzw ist mein absoluter Lichtblick.
      Und jetzt das....

      Ich kann ggü meiner neuen Chefin nicht ehrlich sein, wie krank wäre das auch sie miteinzubeziehen und zu sagen:"Machen Sie sich keine Sorgen, Sie können fest mit mir rechnen. Ich werde die Schwangerschaft abbrechen damit ich meinen Job antrete."
      Das macht man doch nicht.....

      Ich wünsche mir sehr ein Kind, aber das ist der schlechteste Zeitpunkt den es gibt.
      Ich bin traurig und es tut mir mehr als leid für diesen kleinen Schatz in mir.
      Wärst Du doch nur ein paar Wochen später in unser Leben getreten :-(

      • Oh nein, ich kann dir gar nichts schreiben.
        Aber, es tut mir sehr leid und dein letzter Satz hat mir Tränen bereitet.
        Ich wünsche dir das beste und, dass du glücklich wirst. 🍀

        Unbekannte Grüße und Gedanken

        Hallo Verzweifelt,

        Ich verstehe dich gut!
        Ich bin auch gerade ungewollt schwanger
        Bzw. Schwanger mit wunschkind zum falschen Zeitpunkt.

        Ich habe damit es mir besser geht und ich über meine Sorgen und Ängste sprechen kann es direkt in der 6 SSW öffentlich gemacht.
        Es ist erstaunlich wieviele wundervolle Reaktionen man bekommt.
        Das stärkt einen sehr.
        Auf einmal stand ich mit meinem "Problem" nicht mehr alleine da und mir wurde ganz viel Unterstützung zugesagt.

        Ich würde dir raten mit deiner Chefin zu sprechen, sie wird bestimmt Verständnis haben.

        • (4) 03.02.19 - 09:28

          Ich habe seit den paar Tagen wo ich es weiss mit vielen gesprochen, finanzielle Unterstützung ist hier Fehl am Platz.
          Wenn ich nicht arbeiten gehe haben wir nur mehr ein paar hundert Euro zur Verfügung, die jetzt schon vorne und hinten nicht reichen.
          Ein Gehalt reicht uns einfach nicht.

          Ich weiss nicht inwiefern ich meine zukünftige Chefin da miteinbeziehen soll, man muss auch mit dem Super-Gau rechnen wenn sie mich zB nicht mehr einstellen mag, dann.
          Der Vertrag ist ja noch nicht unterzeichnet und ich bin leider schon recht weit für diese Situation.
          Ich weiss einfach nicht was ich da sagen soll.

      Würde mal sagen du freust dich über das Baby, aber wegen kleine Schulden ein Kind abzutreiben? Du bist ja nicht alleine, dein Partner wird dich ja auch unterstützen?! Und es gibt bestimmt Kollegen, Freunde, Familie die dir helfen und dich unterstützen. Man kann fürs Baby alles sehr günstig und gebraucht bekommen. Ein Kind abzutreiben weil es "letzte gerade" mal nicht so reinpasst, aber nächstes Jahr oder so wäre OK, soetwas finde ich immer sehr schlimm. Und so eine Entscheidung verändert dein Leben, und wie damit du danach umgehen kannst. Wünsche dir alles Gute!

      Du Liebe,
      bei dir kann ich auch wie die anderen herauslesen, wie sehr du deinen kleinen Schatz liebst und ihn bekommen möchtest.
      Du weißt noch gar nicht lange von der Schwangerschaft und bist schon so weit. Das war bestimmt ein Schock für dich. Gerade jetzt, wo du einen Job in Aussicht hättest. Ich kann gut verstehen, dass du dir Gedanken machst, sicher auch erschöpft bist #liebdrueck
      Hast du dich denn schon über Unterstützungsmöglichkeiten informiert?
      Was sagt denn der Vater des Babys dazu?
      Und was erwartest du denn von deiner zukünftigen Chefin, weil du schreibst, dass du nicht weißt inwiefern du sie einbeziehen sollst?
      Ich würde ehrlich zu ihr sein, ihr von der Schwangerschaft erzählen.
      Es könnte schon sein, dass sie dich dann nicht mehr einstellen wird. Wenn du in der Pflege arbeitest, würdest du nach der Schwangerschaft sicher wieder was Neues finden. Da fehlt es doch fast überall an Personal.
      Was würdest du denn brauchen, damit dein Schatz der Lichtblick in deinem Leben sein könnte?
      Liebe Grüße!

      • (7) 03.02.19 - 10:55

        Möglichkeiten gibt es nicht, ich bin privater EWR-Bürger, da steht einem nichts zu außer das übliche Kindergeld nach Geburt.

        Der werdende Papa...
        Schwankt zwischen ein bisschen Freude, einem okay und totaler Ablehnung.
        Es geht uns finanziell nicht gut und es wird monatlich schlimmer.
        Der Job war unser Lichtblick endlich aus den Schulden rauszukommen und mal wieder zu leben.
        Umziehen müssen wir bis September auch, da das Haus in dem wir leben wegen Eigenbedarf umgebaut wird.
        Eine neue Wohnung haben wir bereits, diese kostet aber auch 300€ mehr und ist damit schon ein Schnäppchen.

        Ich glaube von meiner Chefin kann ich nichts erwarten.
        Ich sag ja, wie soll man das auch machen?
        "Schön das wir zukünftig zusammen arbeiten, machen Sie sich wegen dem Abbruch nur keine Gedanken...., Hauptsache ich kann arbeiten."

        Es scheint mir mehr als unfair es geheim zu halten, gerade weil ich dann bereits so weit wäre.
        Ebenso wirkt das ehrlich sein, für mich, eher wie unter Druck setzen.
        Ich finde da keinen richtigen Ansatz.

    Hallo

    In welchem Land lebst Du denn?
    Du könntest mal den Vertrag unterschreiben. Andererseits wird der Arbeitgeber mal zurückrechnen können und wird merken, dass Du zu dem Zeitpunkt in der 11. Woche warst und es wohl gewusst hast. Moralisch findest Du das nicht gut, ein Arbeitgeber wird es auch nicht gut finden, wobei einige sicher das weniger als problematisch anschauen.
    Die Frage ist schon, was ist, falls es in der Probezeit zu einer Kündigung kommt (weshalb ist das in Deinem Land bei Schwangerschaft möglich?).
    Mit Kind würde Deine finanziell Situation sicher noch prekärer. Du lebst ja jetzt schon an der Grenze des finanziell machbaren. Wie sind die Regeln im Land für Kinder? Gibt es eine Kinderzulage und andere Unterstützungen, wieviel, würde es reichen?
    Du schreibst gar nichts zum Erzeuger. Bist Du verheiratet, was meint er dazu?

    Ich wünsche Dir, dass Du den für Dich richtigen Weg findest.

    Freundlichen Gruss

    tm

    • (9) 03.02.19 - 11:09

      Das Unterzeichnen des Vertrages bringt mir insoweit nichts, da eben kein Kündigungsschutz besteht.
      Wäre ich jetzt in der 5.Woche könnte ich mit dem Gewissen leben, 4 Wochen vergehen schnell und zeitlich wäre es noch im Denkbar möglichen.
      Das Risiko würde ich eingehen.
      Nur bin ich nach Ende der Probezeit bereits in der 20.Woche und das ist irrsinnig.
      Kein Mensch der Welt glaubt mir das ich es bis dahin nicht gemerkt habe, wenn es andere wahrscheinlich schon sehen.

      Kindergeld würde mir zustehen, mehr nicht wenn ich nicht gearbeitet habe.

      In Österreich besteht kein Anspruch auf Schutz während einer SS. Es gibt zwar ein Gesetz der Gleichberechtigung und man würde eine Kündigung aufgrund der SS nicht zulassen, weil es als Diskriminierung gilt- aber dieser Nachweis ist schwer festzustellen und geht an die Nerven.

      Ja ich bin verheiratet, wir reden und streiten auch viel seit diesem Arztbesuch.
      Mein Lohn wäre die Kirsche auf der Torte um alles zu schaffen, aber so wie es jetzt ist...
      Wir können es drehen und wenden wie wir wollen.

      • Hallo

        Wenn Du unterschreibst, könntest Du aber zumindest am 1.3. die Stelle mal antreten. Wobei Du dann ja auch schon in der 15. Woche bist. Die Schwangerschaft müsstest Du halt verbergen durch entsprechende Kleidung. Wobei sich später ja herausstellen würde, in welcher Woche Du warst nach der Probezeit. Es gibt Frauen, die eine Schwangerschaft sehr spät feststellen. Aber das sind eher nur wenige.
        Würdest Du mehr als das Kindergeld bekommen, wenn Du ein paar Wochen gearbeitet hast?
        Die Frage ist, ob Du eine allfällige Kündigung anfechten solltest. Natürlich braucht das Nerven, aber wenn die Gleichberechtigung gilt, dann sollte man dafür kämpfen.
        Weshalb hast Du denn mit Deinem Mann Streit? Ist er in der momentanen Situation gegen das Kind, hat er Angst vor den finanziellen Auswirkungen?
        Ich wünsche Dir, dass Du Deinen Weg findest und dafür die nötige Kraft hast.

        Freundlichen Gruss

        tm

        • (11) 03.02.19 - 12:52

          Das Ding ist das man sich in AT registrieren lassen muss wenn man einen sozialen Beruf ausübt.
          Diese Registrierung dauert länger als mir lieb ist, sollte es sich ausgehen das diese bis Donnerstag abgeschlossen ist würde ich 2 Wochen früher beginnen und hätte auch 2 Wochen weniger Probezeit.
          Auch dann würde ich das Gewissen in Kauf nehmen.
          Aber die Wahrscheinlichkeit ist leider gering, auch wenn ich täglich hinterher telefoniere.
          Mehr als nochmal anrufen kann ich nicht, leider geht das erst am Dienstag wieder da sie montags keine Dienstzeit haben.

          Einen Mutterpass fälschen geht eben auch nicht, auch wenn man auf solche Gedanken tatsächlich kommt.

          Wir haben es eben sehr schwer im Moment, haben hohe Kosten und viele Dinge die wir zahlen müssen. Dinge die man kündigen kann haben wir bereits gekündigt.
          Allerdings gibt es Verpflichtungen und Umstände die bedient werden müssen, sonst haben wir bald noch größere Probleme.

          Ohne mein Einkommen sind wir am A****, wie man so schön sagt.
          Mit der Arbeit hätte ich Anspruch auf Mutterschutz- und auch Elterngeld und wir wären in meiner Zeit der Karenz abgesichert.

          Ich weiss einfach nicht was ich meiner Chefin sagen soll, es ist ihr gutes Recht mir den Vertrag dann zu verwehren und das wäre noch schlechter.
          Notlügen sind mir Recht aber wie will man das schon angehen? Beim Merken einer negativen Anspannung kann man ja schlecht umswitchen und sagen das ich nen Termin zum Abbruch habe...

          • Hallo

            Das wäre natürlich gut, wenn Du früher mit arbeiten beginnen könntest und 2 Wochen eher mit der Probezeit fertig bist. Aber Du hältst die Wahrscheinlichkeit ja für gering.
            Einen Mutterschaftspass zu fälschen geht gar nicht. Solche Gedanken solltest Du Dir nicht machen.
            Ihr versucht alles, um die Finanzen wohl in den Griff zu bekommen. Ein Kind würde zusätzliche Kosten bedeuten. Wenn Ihr grössere Probleme bekommen würdet, wäre das natürlich nicht gut.
            Zu sagen, dass Du einen Termin zum Abbruch hast, geht ja auch nicht, falls Du keinen hast. Natürlich kann man sich in dem Fall auch immer umentscheiden.
            Nun, ich wünsche Dir, dass alles so läuft, wie Du möchtest.

            Freundlichen Gruss

            tm

      Also.... Ich bin gebürtige Österreicherin und habe eine Tochter und bin derzeit in der 21. Woche schwanger. Und dass mit dem "kein Kündigungsschutz" höre ich nun wirklich zum ersten Mal. Auch in der probezeit hat man den bei schwangerschaft. Dann. Du bist nicht verpflichtet, deinem zukünftigen Arbeitgeber von einer intakten ss zu erzählen. Geht sogar so weit, dass wenn der Arbeitgeber nach ss und/oder kinderwunsch fragt, dass du lügen darfst. Dass fällt dann wieder unter Verhinderung des diskriminierens wegen Geschlechtes. Das Arbeitsverhältnis kann auch wenn die Lüge herauskommt, nicht rückgängig gemacht werden. Egal ob die ss schon vom FA bestätigt ist zu dem Zeitpunkt. (ob das moralisch korrekt ist, ist die andere Frage) auch wenn du vor ss nicht gearbeitet hast, bekommst zu familienbeihilfe ab Geburt, mutterschutzgeld ab 8 Wochen vor bis 8 Wochen nach Geburt und karenzgeld für die gesamte, maximal 30 plus 6 Monate karenz. Weiter unten steht in nem Beitrag "mutterpass fälschen", das wäre dokumentenfälschung und somit eine ernste Straftat. (hab den Beitrag nicht durchgelesen, ist nur der Vollständigkeit halber) Wie schaut es aus mit mietzuschuss, mindestsicherung etc.

      Hast du dich beraten lassen wegen Unterstützungen? Bist du gebürtige Österreicherin oder hast du eine Staatsbürgerschaft? Es gibt auch sozialwohnungen, die vom jeweiligen gemeindeamt vermittelt werden. Wartezeit ist zwar da länger aber so gesehen: bei einer Wartezeit von zb 2 Jahren ist es besser sich jetzt auf die Liste setzen zu lassen als in einem Jahr, ganz einfache Rechnung.

      • (14) 03.02.19 - 13:39

        Dann ließ mal was die AK dazu schreibt, deshalb bin ich ja darauf aufmerksam geworden und so ängstlich.
        Die Arbeiterkammer sagt klar das in der Probezeit kein Kündigungsschutz besteht, bei Schwangerschaft.

        Kindergeld, also Familienbeihilfe weiss ich.
        Aber von dem allein lässt sich ja auch nicht leben.
        Mutterschutz weiss ich auch, aber das Karenzgeld bekommt man nur wenn man 6 Monate gearbeitet hat?!
        Mir erzählt mittlerweile jeder was anderes, deshalb bin ich ja so verunsichert.

        Ich bin gebürtige Deutsche, habe noch keine Staatsbürgerschaft weil ich noch nicht lang genug da bin.

        • " Hat der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis während der Probezeit aufgelöst, weil Sie schwanger sind, ist dies eine unzulässige Dis­krimi­nierung auf Grund des Geschlechtes und ein Verstoß gegen das Gleich­be­handlungs­gesetz. Die Auflösung kann innerhalb von 14 Tagen nach Ausspruch der Auflösung beim Arbeits- und Sozialgericht bekämpft werden."

          Steht so auf der AK Seite. Ja, in der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis aufgehoben werden aber nicht wegen der Schwangerschaft. Und es entstehen dir keine rechtlichen Probleme wenn du deine ss verschweigst.

          Hab jetzt auch noch mal nachgeschaut extra..

          Als Nicht Österreicherin, die
          Mit dem kind(was du ja ab Geburt wirst) in einem gemeinsamen Haushalt lebt UND sich rechtmäßig in Österreich aufhält bzw wohnt UND alle mutterkindpass Untersuchungen durchgeführt hat UND familienbeihilfe für das Kind bezieht, hast du auch Anspruch auf kinderbetreuungsgeld. Nur das EINKOMMENSABHÄNGIGE kinderbetreuungsgeld wirst du ja wegen keinem vorherigen Einkommen nicht bekommen. Aber das staatliche bekommst du sehr wohl. Steht alles in der kinderbetreuungsgeldbroschüre die du bei der AK Homepage runterladen kannst, was ich auch grad gemacht habe.


          Mach auf jeden Fall einen persönlichen beratungstermin bei der AK aus!! Da wirst du unentgeltlich gut beraten und es wird alles erklärt!! Dann, geh zur Gemeinde und beantrage mietzuschuss und melde dich auf eine sozialwohnung an! Es ist absolut nicht so, dass du ohne Job vor dem großen aus stehst. Dein Problem ist nicht, dass du keine Hilfen bekommen würdest. Sondern dass du in deiner Angst nicht die notwendigen Behördengänge machst. Aber du hast noch Zeit. Du kannst dich auch beim AMS melden, wenn du das nicht schon getan hast. Auch die können dir zumindest informativ helfen.

          • (16) 03.02.19 - 14:25

            Wieviel Geld wäre das denn, wenn ich jetzt zB nicht arbeiten gehen würde?
            Also angenommen ich bin ehrlich und bekomme den Vertrag dadurch erst gar nicht.
            Ich steig da überhaupt nicht durch, ehrlich gesagt.
            Überall sagt jeder was anderes und man liest aus 100 Seiten nach.

            Das man das Verhältnis aufgrund der SS nicht auflösen kann, habe ich soweit verstanden, aber meinst Du nicht das man als AG dann einfach was anderes findet was eine Kündigung rechtfertigt?
            Eben das kann ich mir nicht leisten. Darum geht's ja.

      (17) 03.02.19 - 13:42

      Da 🤔

Ich glaub an deiner Stelle würde ich den Vertrag unterschreiben, anfangen zu arbeiten und dann bei Gelegenheit von der SS erzählen. Moral hin oder her. Es geht ja quasi um Leben und Tod. Abtreiben aus moralischen Gründen? Man muss in der 20.Woche nicht unbedingt was sehen.
Du weisst ausserdem nicht ob die SS bestehen bleibt.alles kann noch passieren.
Mach so wie geplant und erzähl es nach der probezeit. Es geht um dein Kind.

  • (19) 03.02.19 - 17:30

    Den Gedanken hatte und habe ich ja auch, natürlich wäre es für mein Kind der Vorteil bzw. das Muss in der Situation.
    Aber 20.Woche kommt mir selber so krass vor.
    Ich mein, wie bereitet man sich auf sowas vor?
    Eine Schwangerschaft kurz nach Arbeitsbeginn ist so oder so kacke, aber früh noch zu verkraften nach dem Motto:"Shit happens!"
    Aber die 20.Woche ist einfach so weit.
    Ich wüsste nicht mal wie ich das anfangen soll zu sagen.

Hallo,

Blöde Situation. Ich war Ende letzten Jahres in einer ähnlichen Situation, wollte nach Einstieg in Tz nach Elternzeit wieder vz. Weil mein Arbeitgeber alle Gespräche um 2-2 Monate zog, sagte ich seh 2. Schwangerschaft auch erst in der 18. Woche, fast 19.
Und man hat es schon gesehen 🙈 ich hab gut kaschiert mit Zwiebellook und Halstüchern lang runterhängend. Beim 1. hätte ich es länger gepackt.

Was ich damit sagen will: Moralisch nicht korrekt. Aber hätte ich es vorher gesagt, hätte ich njcht bekommen was ich wollte und wozu ich berechtigt bin. Bzw hätte klagen müssen und dadurch auch Verlust. Manchmal muss man tun was man tun muss.

Der Unterschied zwischen uns: meine Arbeit gefährdet meine Schwangerschaft nicht. Das ist bei dir mit ungewohnt heben evtl nicht so gut?

Alles Gute für dich und deine Entscheidung!

  • (21) 03.02.19 - 13:34

    Ich bin ja auch kein Gegner vom Arsch sein und mal lügen...
    Aber 20.Woche ist schon Halbzeit #zitter
    Ausschließlich Freunde mache ich mir so oder so nicht, ob 16. oder 20.Woche- das sehe ich gleich.
    Aber in der 20.Woche zu sagen:"Huch!"
    Ich weiss auch nicht :-( #zitter

    • Ist das deine erste SS?
      In meiner 1. SS konnte man den Bauch erst ab der 24. Woche erahnen! Und das konnte ich auch noch kaschieren, wenn ich es wollte. Ich bin übrigens sehr schlank, 165cm, 50 kg und wie ich oben schrieb, ab der 24. Woche ein mini Bäuchlein.
      In der 1. SS ist alles noch sehr straff, die Bauchmuskeln total intakt und halten den Bauch zurück - so wurde es mir von meinem gyn erklärt als ich fragte, wo denn eigentlich mein Bauch bleibt ;)

      Problematisch ist vllt dein Beruf. Musst du schwer heben? Falls ja, fang jetzt an ein bisschen Sport zu machen und deine Muskeln zu kräftigen. Dann ist auch das kein Problem. (Ich bin gerade wieder ss geworden, ungeplant, mein Sohn ist fast 4 Monate und wiegt stolze 7 kg. Ich werde ihn weiterhin tragen und er wird ja auch nich zunehmen. Lt Gyn kein Problem, weil ich bzw mein Körper es gewöhnt ist - deshalb kräftige deine Muskeln!)

      Ich wünsche Dir alles Gute! Kopf hoch, das wird schon!

      • * er wird ja auch NOCH zunehmen

        (24) 04.02.19 - 09:47

        Danke für Deine Worte!
        Nah es ist meine 2.SS, die 1.liegt aber fast 7 Jahre zurück.
        Ich hab jedoch einiges auf den Rippen, bin nicht fett aber schon recht stabil 😅
        Mein Bauch hat sich vom damaligen Kaiserschnitt nie erholt, hab immer noch die Rolle die über der Narbe hängt.
        Ich denke nicht wirklich das man früh was sieht, auch arbeite ich überwiegend alleine was natürlich ein Vorteil ist.

        Mir geht's halt eher um die moralische Instanz und das Gewissen diesbezüglich.
        Ich frage mich wie man das Gespräch angeht wenn's soweit ist. Direkt 1 Tag nach der Probezeit sieht auch kacke aus...
        Ich weiss einfach nicht wie ich das öffentlich machen soll ohne dass das Vertrauen komplett hin ist.

Der werdende Papa schwankt also zwischen ein bisschen Freude, einem okay und totaler Ablehnung...das hört sich auch nach Freude an, die durch eure Situation nicht richtig zugelassen werden kann.
Und dann schreibst du, dass der Job euer Lichtblick war...also ist es schon so, dass die Entscheidung für das Kind in gewisser Weise gefallen ist – wegen dem „war“ – oder verstehe ich das falsch? #gruebel
Wie meinst du das mit dem unter Druck setzen, wenn du ehrlich zu deiner Chefin wärst?
Und wieso kommst du denn auf den Gedanken, dass du bei negativer Anspannung sagen müsstest, dass du einen Termin für einen Abbruch gemacht hast? Als Rechtfertigung? Hast du dir denn einen gemacht? Du musst es deiner Chefin nicht recht machen. Du darfst dich hier frei von jeglichem Druck oder schlechtem Gewissen fühlen.

Du hast geschrieben, dass du schon mit Vielen in deinem Umfeld gesprochen und da keine finanzielle Unterstützung zugesagt bekommen hast. Wie sieht das denn mit deinen Eltern oder Schwiegereltern aus...oder waren sie schon unter den Vielen dabei?
Gibt es in eurer Nähe vielleicht staatlich unabhängige Unterstützungsmöglichkeiten? Eine kirchliche Einrichtung oder einen Verein, wo ihr euch hinwenden könntet?
Und dann frage ich mich, ob dir durch deine deutsche Staatsbügerschaft vielleicht doch noch mehr zustehen würde #gruebel
Gibt es denn eine Beratungsstelle in eurer Nähe? Weil du selber ja so verunsichert bist, was möglich wäre..

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