nicht geplant, was jetzt?

    • (1) 04.02.19 - 15:01
      eigentlich.

      Es ist mir passiert: Ungeplant schwanger.

      Eigentlich ist meine/unsere Situation gar nicht so schlecht. Er ist 27, ich bin 26. Wir sind seit 3 Jahren zusammen, leben seit kurzem in einer kleinen 3-Zimmer-WOhnung, haben beide das Studium beendet und gute Jobs.
      Aber trotzdem will ich eigentlich noch kein Kind haben. Später, ja. Aber noch nicht jetzt. Eigentlich wollte ich erst verheiratet sein. Eigentlich wollte ich länger gearbeitet haben, damit der Wiedereinstieg leichter ist, eigentlich wollte ich älter sein.
      Eigentlich möchte ich abtreiben.
      Mein Freund ist allerdings dagegen. Er ist kein radikaler Abtreibungsgegener oder so, aber er gehört zu den Menschen, die immer irgendwie eine andere Lösung finden. KiTa, seine Eltern in der Nähe, der Betrieb, in dem er arbeitet, ist sehr familienfreundlich, also kann er sich problemlos Elternzeit nehmen. Eigentlich hat er recht damit, wir können das hinkriegen. Aber eigentlich will ich das nicht.

      Sehr viel eigentlich und ich weiß nicht, was ich jetzt tun soll.

      Weiß jemand Rat?

      • Eigentlich... Das Leben ist nicht immer planbar und läuft nicht immer so wie man sich es wünscht. Wir leben in einer zivilisierten Gegend, in der man einer Schwangerschaft vorbeugen kann. Ich persönlich finde Deine Gründe für eine Abtreibung bei weitem nicht ausreichend. Bei allem Schock kann ich so eine egoistische Einstellung nicht nachvollziehen. Als Dein Freund wäre ich echt enttäuscht das Du euer gemeinsames Kind nicht haben möchtest. Ich wünsche Dir das Du bald richtig erwachsen wirst!!

        (3) 04.02.19 - 15:27

        Ich kann verstehen, dass das erst mal ein Schreck ist- denn ein Kind verändert das Leben ungemein.

        Ich bin kein Abtreibungsgegner - teile jedoch die Meinung deines Freundes- eure Umstände sind gut genug, um ein Baby zu bekommen. Für mich bedarf es für eine Abtreibung- andere Gründe.

        Und ggf passt irgendwann euer Leben scheinbar besser- und die Natur macht nicht mit und es klappt nicht.

        Genug Predigt 🤗

        Ich finde deine Fragen erst einmal absolut berechtigt. Fragen sind gut und jetzt heißt es Antworten für dich/euch finden. Dabei spielen andere Meinungen auch keine Rolle- auch meine nicht.

        Vielleicht ist eine Beratungsstelle wie Pro Familia was für dich? Hier müsstest du dich vor einer Abtreibung eh beraten lassen.

        Gib dir ein bisschen Zeit und sortiere dich mal. Dann wirst du den richtigen Weg für dich finden.

        Alles Gute!

        In meinen Augen hast du keinen einzigen guten Grund genannt, der für eine Abtreibung sprechen würde.

        Klingt nach erhobenem Zeigefinger, aber wenn man GV hat, muss man damit rechnen, dass es passieren kann. Und dann muss man Verantwortung übernehmen, auch wenn man sich das alles etwas anders vorgestellt hat.

        Und glaubst du auch wirklich, dass du die eine Abtreibung einfach so wegstecken würdest?

        Sei lieber froh, dass du überhaupt Kinder bekommen kannst. Deine Einstellung ist ein Schlag ins Gesicht für viele Frauen.

        Vielleicht spricht da noch der Schock aus dir, dass du so redest. Lass etwas Zeit vergehen, dann werdet ihr euch beide darauf freuen.

        • (5) 04.02.19 - 15:35

          Was wären denn für dich gute Gründe?
          Ich habe ja jetzt nur eine Zusammenfassung gegeben.

          • Hallo TE,
            Für mich wären „gute“ Gründe, wenn eine Vergewaltigung vorliegt, dein Freund und deine Familie nicht hinter dir und dem Kind stehen oder Gewalt im Spiel ist, du keinen festen Wohnsitz hast oder ihn verlieren würdest, deine finanzielle Situation ausweglos ist. Oder eine Kombination aus mehreren oder weiteren Gründen.
            Selbst bei den o.G Gründen glaube ich, dass man gute Hilfe bekommen kann. Ich kann aber auch verstehen, wenn man daran psychisch zerbricht.
            Den Eindruck machst du mir ehrlich gesagt nicht. Sondern wie du schon sagtest, hast du es dir „eigentlich“ nur etwas anders vorgestellt. Deswegen glaube ich, dass eine Abtreibung hier nicht notwendig (—> Not abwenden!) ist.

          • (7) 07.02.19 - 04:16

            If you can't say something nice, don't say anything at all. In a world where you can be any - be kind.

            Ich kann dich verstehen - lehn dich zurück - atme durch - betrachte deine Lage aus der Vogelperspektive...
            Es gab einige nützliche Hinweise für dich von freundlichen Frauen mit Lebenserfahrung... ich bin sicher, dass du eine gute und reife Entscheidung treffen wirst!

            Vielleicht spazierst du mal durch einen Babymarkt - ganz alleine und nur du für dich und schaust, was das mit dir macht...

            Ich wünsche dir alles Gute 🍀

            (8) 08.02.19 - 21:38

            Wie geht´s dir selbst "eigentlich" ;-) mittlerweile? Der Thread wurde ja lang und länger und längst ging es nicht mehr wirklich um dich.
            Ich kann dein "eigentlich" gut verstehen. Du spürst, dass es eine Veränderung in deinem Leben geben wird. Alles scheint sich bei dir und deinem Freund (deinem kurzen Bericht nach) geradlinig und gut entwickelt zu haben. Das gibt ein starkes Gefühl von Sicherheit. Und die Vorstellung, dass da ein neuer Mensch ins Leben kommt, für den man dann "zuständig" ist, man alles zu dritt denken muss ... das verunsichert erstmal. Es ist wirklich eine große Veränderung im Leben.
            Kann es sein, dass es das in etwa ist!?!?

            Dem "eigentlich" folgt ja in der Regel ein "aber". Was kam bei dir? Hilft es dir, wenn du mit deinem Freund sprichst? Oder gibt er dir eher das Gefühl, nicht verstanden zu werden?

            Gibt es eine Frau, mit der du reden möchtest, und die dich verstehen würde? Mutter, Freundin? Oder sogar eine, die dir vielleicht gar nicht so nah steht und bei der du dir deshalb leichter ein bisschen von der Seele reden könntest?
            Schreib´ doch gern auch wieder hier.
            Meistens ist die Beteiligung in einem Thread am Anfang größer und dann stellt sich mit der Zeit raus, mit wem man gerne weiter schreibt. Also, melde dich gern wieder zu Wort!
            Ich weiß nicht, ob du schon länger urbia-Erfahrung hast. Du kannst mir auch gerne eine private Nachricht schicken.
            Ich wünsch´ dir, dass es gut weitergeht für dich und für euch beide!
            Wenn ihr diese Situation miteinander klarbekommt, habt ihr einen großen Schritt als Paar geschafft! #pro Man muss sich ehrlich austauschen und Dinge verstehen, die einem bisher aneinander (und vielleicht an sich selbst) fremd waren ... und das vertieft die Beziehung! #herzlich
            Ganz liebe Grüße von Kyra #winke

            • (9) 08.02.19 - 22:02

              Danke für deine lieben Worte#liebdrueck

              Ich bin noch nicht viel weiter bei meinem "eigentlich".
              Irgendwie habe ich ein schlechtes Gefühl dabei, eine Abtreibung anzugehen, oder nur ein Beratungsgespräch auszumachen, wenn ich weiß, dass mein Freund dagegen ist.

              Mein Freund drängt mich wenig, zumindest macht er es nicht bewusst. Er versucht auch, mich zu verstehen (gelingt ihm nicht immer) und ich hab (trotzdem) das Gefühl, dass ich mit ihm auch über meine Sorgen reden kann.

              Meine größte Sorge ist eigentlich, dass ich das Kind nur wegen ihm bekomme und dass ich es ihm irgendwann vorwerfe. Ich habe Angst, dass unsere Beziehung darüber mal zerbricht:-( Umgekehrt kann das aber auch passieren...

              Montag hab ich einen Termin beim Frauenarzt. Mein Freund will mitkommen.
              Vielleicht weiß ich danach, was ich tun soll oder nicht tun soll.

              • (10) 10.02.19 - 21:47

                Hallo! Guten Abend!
                Gerade sehe ich deine Nachricht. Gestern ward ihr zusammen beim Frauenarzt. Ungewöhnlich eigentlich. ;-) Wegen Samstag, meine ich. Aber gut, wenn es diese Möglichkeit gibt, weil man dann gut zu zweit kommen kann.

                Ich denke, bei deiner Unsicherheit (oder wie du es nennen würdest) spürst du die ganz normale Veränderung, die ein Kind für euch als Paar und für dich als Frau mit sich bringt. Es ist dann nicht mehr wie bisher - aber nicht schlechter. Es ist anders. Das Leben bringt einfach immer wieder Veränderungen mit sich. Sonst würde man sich ja nicht weiter entwickeln, als einzelner Mensch. Oder auch als Paar. Natürlich kann man sich auch so weiterentwickeln. Ein Kind gibt aber so einen "natürlichen" Grund dazu. Was man mit einem Kind erlebt und tut, würde man auf andere Weise nie erfahren im Leben.

                Ich finde, es klingt gut, wie dein Freund mit dir umgeht. Dich betreffen die Veränderungen ja zunächst viel mehr. Es ist gut, wenn er nicht genaue Erwartungen hat, wie du jetzt sein oder empfinden solltest. Wenn er einfach fragt, sich für dich interessiert und versucht zu verstehen, wie es dir geht.
                Hattet ihr denn vorher schon mal drüber gesprochen, wie ihr es euch mit Kind vorstellt? Und wie geht es dir nach dem Termin gestern? Ist die Schwangerschaft intakt?
                Hab(t) noch einen guten Abend und schreib´ gerne wieder! Hab´ mich echt über deine Antwort gefreut jetzt!

                Liebe Grüße von Kyra #winke

                • (11) 10.02.19 - 21:52

                  ah ... sorry!!! Ist vielleicht schon zu spät gewesen heute ... #gaehn
                  Morgen ist ja der Termin! Ich habe statt Montag eben "Morgen" gelesen.
                  Also: Alles Gute für morgen!
                  Ich hoffe, Ihr hattet ein gutes Wochenende, auch wenn noch nicht so klar ist, wie es wird!
                  Liebe Grüße nochmal von Kyra

              Hey,
              freue mich gerade, dass du wieder geschrieben hast :-)
              Dieses „eigentlich“-Gefühl ist also noch da. So schnell kann das ja auch nicht gehen.
              Ich kann gut verstehen, dass dich so viele unterschiedliche Gefühle und Gedanken beschäftigen. Das braucht ja auch seine Zeit, bis sich alles mal gesetzt hat und durchdacht und empfunden wurde.
              Ich finde es ja echt klasse, dass du mit deinem Freund so offen darüber reden kannst und du dich bei ihm gut aufgehoben fühlst.
              Melde dich doch gerne nach eurem Termin heute.
              Vielleicht hilft dir das ja wirklich.
              Liebe Grüße! #winke

      (13) 04.02.19 - 16:50

      Ich finde sehr wohl, sie hat einen Grund genannt, der für eine Abtreibung sprechen würde: die TE ist sich aktuell noch nicht ganz sicher, ob sie das Kind möchte.

      Das ist, finde ich, Grund genug um zumindest über die eigene Situation gründlich nachzudenken.
      Und da sollte man finde ich nicht gleich mit Vorwürfen reagieren.

      Ja, wer Sex hat, kann schwanger werden. Nein, eine Abtreibung ich psychisch sicher nicht einfach wegzustecken.

      Und dass andere Frauen keine Kinder bekommen können, dafür kann die TE nun wirklich nichts.

      Die TE muss sich nun über einiges klar werden - da ihr Freund wohl sehr klar in seiner Meinung ist, hat sie sich vielleicht hier erhofft, von anderen Erfahrungen zu profitieren.


      Liebe TE,
      die Entscheidung kann dir niemand abnehmen - eure Voraussetzungen sind aber tatsächlich nicht die schlechtesten, so dass ihr das vermutlich gut hinbekommen würdet. Dass dein Freund so sehr hinter dem Kind steht, ist toll - das würde in Zukunft vieles einfacher machen!

      Aus meiner Erfahrung heraus: der ideale Zeitpunkt ist irgendwie nie da. Es gibt immer eine Reise, die man noch gerne gemacht hätte, oder die Wohnsituation ist nicht ganz perfekt, oder man erhofft sich noch eine Beförderung in nächster Zeit, ...
      Mein Partner und ich haben und jetzt - nach 10 Jahren Beziehung - erst zur entgültigen Entscheidung durchringen können. Versteh mich nicht falsch. Es ist ein absolutes Wunschkind. Aber eben auch eine sehr große und wichtige Entscheidung, die man nicht leichtfertig treffen sollte.
      Letztendlich haben wir in den letzten Jahren oft gewitzelt, dass es eigentlich besser wäre, es würde einfach passieren. Dann hätte man uns die Entscheidung abgenommen...
      Du siehst: es ist selten so, dass sich beide einig sind, dass jetzt der 100% richtige Zeitpunkt ist.
      Wichtig ist, dass die Voraussetzungen stimmen und dass du dir vorstellen kannst, das du das Kind lieben lernen wirst und versuchen wirst, ihm eine gute Mutter zu sein.

      Und dein Freund hat übrigens Recht: man kann für vieles Lösungen schaffen. Wenn du früh wieder arbeiten gehen möchtest, kann er die Elternzeit übernehmen oder das Kind geht in die Kita. Wenn ihr Freiraum als Paar braucht, dann organisiert ihr einen Babysitter oder spannt die Familie ein. Wenn du dich weiterbilden möchtest, kannst du das prima in der Elternzeit oder in Teilzeit nebenher run. Und, und, und...

      Jetzt nimm dir aber ersteinmal ein bisschen Zeit. Versuch dich mit dem Gedanken anzufreunden, geh zu einer Beratungstelle und informiere dich über Hilfen, etc.

      Egal welche Entscheidung du triffst: ich wünsche euch alles Gute!

      "In meinen Augen hast du keinen einzigen guten Grund genannt, der für eine Abtreibung sprechen würde."

      Warum sollte man Gründe für eine Abtreibung anführen können, die fremde Menschen für "gut" befinden? Was für die TE gute Gründe sind und was nicht, obliegt allein ihrem Urteil. Für einen tief religiösen Menschen gibt es z.B. überhaupt keine "guten" Gründe für eine Abtreibung, andere Menschen hingegen sehen nichts dabei, eine befruchtete und sich ein paar mal geteilte Eizelle entfernen zu lassen. Die Sichtweise auf Abtreibungen ist zutiefst individuell und niemand hat das Recht, einer Frau ihre Gefühle bzw. ihre subjektive Bewertung von Beweggründen abzusprechen.

      "Klingt nach erhobenem Zeigefinger, aber wenn man GV hat, muss man damit rechnen, dass es passieren kann. Und dann muss man Verantwortung übernehmen, auch wenn man sich das alles etwas anders vorgestellt hat."

      Was verantwortungsvolles Verhalten bedeutet, entscheidet jeder für sich und ist situationsabhängig. Es kann durchaus verantwortungsvoll sein und von geistiger Reife zeugen, ein ungewolltes Kind nicht zu bekommen.

      "Und glaubst du auch wirklich, dass du die eine Abtreibung einfach so wegstecken würdest?"

      Dass einige Frauen es nicht gut wegstecken, heißt noch lange nicht, dass die TE dazugehören muss. Es gibt auch viele Frauen, die mit einer Abtreibung sehr gut klarkommen. Dein Satz ist eine Unterstellung und Angstmacherei.

      "Sei lieber froh, dass du überhaupt Kinder bekommen kannst. Deine Einstellung ist ein Schlag ins Gesicht für viele Frauen."

      Dieser Spruch ist auf demselben Niveau wie "Iss dein Mittagessen auf, denn in Afrika hungern Kinder." Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.

      "Lass etwas Zeit vergehen, dann werdet ihr euch beide darauf freuen."

      Und was, wenn nicht?

      • „Warum sollte man Gründe für eine Abtreibung anführen können, die fremde Menschen für "gut" befinden?“

        Weil sie fremde Menschen danach gefragt hat.

        In Foren bekommt man immer nur Meinungen auf Grundlage einer ziemlich schmalen ausgangssituation. Das ersetzt keine Beratung. Niemand von uns weiß mehr über die TE als das, was sie hier in wenigen Worten geschrieben hat. Aber einige meinen immer ihre Meinung wäre richtiger als andere.
        Ich stehe zu meiner Meinung, lebt damit.

(16) 04.02.19 - 16:40

Boah. Ich hab hier erst gestern selbst einen Beitrag erstellt und bin nach einem Tag in diesem Forum teilweise wirklich geschockt über die Kommentare!

Erstmal: Ich finde NIEMAND hat das Recht, jemandem zu sagen was gute und schlechte Gründe für eine Abtreibung sind. Das ist nämlich eine unfassbar individuelle und subjektive Entscheidung. Was sollen diese Wertungen hier?
Und dann immer das Argument mit dem nicht ordentlich verhüten können - man kann auch trotz Verhütung schwanger werden, völlig ohne eigenes Zutun! So geschehen bei mir - jetzt zum zweiten Mal!
Noch schlimmer ist allerdings die Argumentation, dass andere Frauen vergeblich versuchen ein Kind zu kriegen und man mit einer Abtreibung diesen ja quasi ins Gesicht schlagen würde.
LEUTE DAS IST EIN FORUM FÜR UNGEPLANTE SCHWANGERSCHAFTEN!
Wenn euch das Thema triggert, was habt ihr dann hier zu suchen?
Frauen in einer schwierigen Situation ein schlechtes Gewissen einreden? Pfui!

Liebe eigentlich,

auch ich bin mit 26 das erste mal schwanger geworden. Trotz Pille. Damals war ich auch sehr unsicher. Mir haben Gespräche mit meiner Familie und meinen Freundinnen geholfen. Und natürlich mit meinem Freund. Wir waren uns schnell sicher das wir unseren Sohn bekommen werden, aber Zweifel haben mich die gesamte Schwangerschaft geplagt. Und ich finde das ist ok - diese Situation überrumpelt einen einfach.
Ich möchte dir sagen, dass jede Entscheidung ok ist. Du solltest nur vollkommen dahinter stehen.

Mein Rat: Versuche, nicht Angst deinen Berater sein zu lassen! Man kann nie wissen wie sich die Dinge entwickeln, wir haben alle keine Glaskugeln.

Ich wünsche dir alles Liebe ♥️

  • (17) 04.02.19 - 16:59

    Ich frage mich hier auch manchmal, ob ich die einzige bin, die den Button bestätigen muss, feinfühlig auf diese Posts zu reagieren.

    Wenn ich nicht genügend Empathie besitze mich in diese Frauen hinzuversetzen (auch wenn ich selbst vielleicht eine ganz andere Meinung habe) dann habe ich in diesem Forum nichts zu suchen, finde ich.

    Danke für deinen Beitrag!;-)

(19) 04.02.19 - 17:39
warumeigentlichnicht

na ja. im grunde hast du keinen einzigen wirklichen grund genannt außer, dass du keine lust hast. dass du es dir eigentlich anders vorgestellt hattest, glaube ich dir sofort und ich verstehe, dass es einen mitnehmen kann. aber so ist das leben. es passiert doch ständig etwas anders als man es sich erträumt hat. und dann muss man schauen, was man daraus macht.

es ist einfach nicht so, dass irgendwelche “richtigen” gründe bei dir vorliegen. es ist nicht gefährlich für deine oder der gesundheit des babies, du hattest freiwillig sex mit dem mann, den du liebst, du wirst nicht auf der straße landen danach, das kind bekommt eine liebende familie und so weiter ... deshalb ist es einfach so, dass der einzige grund, den du hier angibst, im grunde nur “keine lust” ist. das ist legitim, aber irgendwie auch ganz schön spät dafür. verstehe mich nicht falsch, ich will dich nicht belehren, aber in der heutigen zeit kann und sollte man sich sowas vorher überlegen. du bist auch keine 15 mehr und eine abtreibung ist kein spaß.
eine freundin von mir hat es gemacht, schwanger nach one night stand, sie war zuerst supercool und hat es dann nicht verkraftet, sie ist ewig zur therapie und hat es sich nie verziehen später

als etwas älteres semester kann ich dir nur sagen, du hast beste voraussetzungen. ideales alter, rückendeckung, alles. ich würde das kind bekommen, mit so viel rückendeckung kannst du schnell in den beruf und ausgehen und alles. es ist schön, eine junge mutter zu sein. wenn dein kind dich nicht mehr ständig braucht, wirst du noch jung, fit und abenteuerlustig genug sein, um dich selbst neu erfinden zu können und alles zu tun, was du willst.

ist zumindest meine bescheidene meinung.
viel glück, egal wie du dich entscheidest!

(20) 04.02.19 - 18:25

@alle hater:

Wenn man in einem Forum fragt, was man in so einer Situation tun soll, muss man mit unterschiedlichen Meinungen rechnen.

MEINER MEINUNG NACH ist eine Abtreibung unter den gegebenen Voraussetzungen verantwoungslos und schockiert mich immer wieder. Es geht hier nicht um Job kündigen oder Freund verlassen, sondern darum zu entscheiden ob man das Leben eines Babys beendet.

Ich habe nie gesagt, dass die TE „zu doof“ zum verhüten ist. Mir ist klar, dass das trotz Verhütung passieren kann. 100%ige Sicherheit hat man nur, wenn man keinen GV hat. Und wenn es dann passiert ist unten den diesen noch dazu ganz guten Voraussetzungen, dann sollte man MEINER MEINUNG NACH dafür die Verantwortung übernehmen.

Und natürlich soll sie das Kind nicht behalten, weil andere keins bekommen können. Aber sie soll mal darüber nachdenken, was Kinder für ein Geschenk sind! Wenn das Kind erstmal da ist, wird sie es vermutlich abgöttisch lieben, so wie Mütter ihre Kinder halt lieben.

Es sind hier doch immer die gleichen Antworten:“lass dich beraten“, „denk nochmal drüber nach“, „rede drüber“. Ist alles richtig. Aber man muss auch ein „tu es nicht du wirst es vermutlich bereuen!“ akzeptieren können.

  • "Es geht hier nicht um Job kündigen oder Freund verlassen, sondern darum zu entscheiden ob man das Leben eines Babys beendet. "

    Diese Aussage ist falsch. Es geht darum, ob man einem Embryo die Möglichkeit gibt, sich überhaupt zu einem Baby zu entwickeln. Es mag sein, dass du persönlich eine befruchtete Eizelle bereits mit einem lebenden Baby gleichsetzt, aber sachlich gesehen ist das einfach falsch. Sachlich falsche Aussagen, die Emotionen schüren, sind manipulativ, insbesondere wenn sie gegenüber einer stark verunsicherten Person geäußert werden.

    "dann sollte man MEINER MEINUNG NACH dafür die Verantwortung übernehmen"

    Verantwortungsvoll zu handeln kann eben auch bedeuten, sich entgegen den Emotionen und Anfeindungen für eine Abtreibung des ungewollten Embryos zu entscheiden.

    "Wenn das Kind erstmal da ist, wird sie es vermutlich abgöttisch lieben, so wie Mütter ihre Kinder halt lieben."

    Es gibt auch Mütter, die ihre Kinder nicht lieben. In solchen Fällen ist es verantwortungslos, das Kind zu behalten. Und aus genau diesem Grund ist es verantwortungslos, in einem Forum einer Schwangeren, die sich im Zwiespalt befindet, deutlich zu einer der beiden Optionen zu raten. Am Ende ist sie es, die mit den Konsequenzen leben muss und entscheidend ist daher nur, wie sie die Situation wahrnimmt und welche Gefühle sie hat.

    "Aber man muss auch ein „tu es nicht du wirst es vermutlich bereuen!“ akzeptieren können."

    Niemand kann wissen, ob die TE eine Abtreibung bereuen wird. Es kann auch gut sein, dass sie die Geburt bereuen wird! Aus genau diesem Grund halte ich absolute Ansagen, die ausschließlich die persönliche Sicht widerspiegeln, in solchen Situationen für verantwortungslos. Die Schwangere ist in dieser Situation besonders sensibel und damit besonders empfänglich für emotionale Ansprachen, Vorwürfe etc., was z.B. Pro Life-Aktivisten immer wieder gern manipulativ ausnutzen. Die Entscheidung der TE sollte aber nicht auf Meinungen anderer Menschen basieren, sondern auf sachlichen Fakten und auf eigenen Gefühlen. Genau das versuchen diejenigen zu vermitteln, die ihr eine Beratung und Gespräche mit echten Menschen empfehlen, statt wie bei einer 08/15-Umfrage ihre eigene Meinung kundzutun. Man sollte eben auch als Antwortender in einem anonymen Forum verantwortungsvoll handeln.

    (22) 05.02.19 - 11:15

    Kinder sind ein Geschenk und sie wird es abgöttisch lieben so wie Mütter ihre Kinder lieben.

    Beides sind KEINE Allgemeingültigkeiten. Ich bin ein ungeplantes Kind, meine Mutter hat es mir auch später permanent unter die Nase gerieben, dass ich ihr Leben zerstört hätte. Meinen ersten Suizidversuch habe ich mit 13 unternommen, den letzten mit 25. Nun haben meine Mutter und ich keinen Kontakt mehr. Ich habe viele Therapien hinter mir, um all die Schuldzuweisungen ablegen zu können...

    Ich bin insofern sehr dafür, am Anfang einer ungeplanten Schwangerschaft genau in sich hineinzuhorchen, und bin froh über die differenzierten Beiträge, deren Schreiber du hier als „hater“ abwertest. Nicht sie sind die Hater. Du bist es, aus einer scheinbar tiefen Frustration heraus, die nichts mit der TE zu tun hat.

    Liebe TE, entscheide für dich, ob du das „eigentlich“ streichen kannst oder nicht. Denn nur du entscheidest, ob du das entstehende Kind annehmen kannst oder nicht.
    Alles Gute!!

(23) 04.02.19 - 19:18

Hallo,
zunächst möchte ich sagen, das die Entscheidung gut überlegt sein soll und ich denke, Du machst es Dir nicht leicht.
Ich kann und werde Dir weder zu dem einen noch zu dem anderen raten.
Aber was ich einfach mal loswerden möchte ist, das Du oder Frauen, die sich „überreden“ lassen, das Kind zu bekommen, bewusst sein sollten, daß das Kind es unterschwellig auch merkt, das es nicht gewollt war; auch wenn das nicht immer so sein mag.
Aber ich (bin Erzieherin) habe schon mitbekommen, das mir ein Kind erzählt hat, meinen Mama wollte mich nicht, sie hat mich nicht lieb usw.
Auch wenn dies eher selten ist, aber wenn die Frau nicht hinter der Entscheidung steht, merken das die Kinder, die haben feine Antennen.
Also, egal wie Du Dich entscheidest; höre in Dich hinein und vertraue Deinem Bauchgefühl und wäge in Ruhe ab.
Ich wünsche Dir alles Gute.#winke

(24) 04.02.19 - 21:50

Hallo.

Ich sehe in deinem Fall drei verschiedene Möglichkeiten, nüchtern betrachtet:

1. du kannst dir grundsätzlich Kinder vorstellen oder wünschst sie dir konkret und bist dir wegen des Zeitpunktes unsicher. In diesem Fall würde ich wie einige andere hier auf jeden Fall dazu raten, das Kind zu bekommen. Den idealen Zeitpunkt gibt es nicht und es klingt, als wären die Bedingungen schon sehr ideal.

2. du bist dir grundsätzlich unsicher, ob du überhaupt Kinder willst, aus welchen Gründen auch immer. ist eine legitime Sache und es kann auch sein, dass du es erst jetzt erkennst wenn die konkrete Möglichkeit besteht. Falls es so ist, dann ist es. Auf jeden Fall steht dann ein sehr offenes und ehrliches Gespräch mit deinem Freund an, der soweit es sich liest, offenbar einen konkreten Kinderwunsch hat bzw. vielleicht gerade dabei ist, ihn zu entwickeln, so liest es sich. Ist beides vollkommen okay, nur sollte man sich der Fairness halber offen damit auseinander setzen. Fairness allen gegenüber.

3. Du willst gar nicht wirklich mit deinem Freund Kinder und traust dich nicht, das auszusprechen. Auch das gibt es, vielleicht bist du gerade erst jetzt dabei, es zu erkennen.

So eine Schwangerschaft ist eine extreme Situation und wirft sicher alles auf den Kopf. Ich würde dir raten, versuche herauszufinden, was genau es ist, dass dieses "eigentlich" erzeugt und dann wird dir klarwerden, was zu tun ist.

Alles Gute.

(25) 05.02.19 - 01:27
Ein.paar.Gedanken

Meine Liebe,

ich kenne das Gefühl sehr gut! Mein Mann und ich waren 4 Monate verheiratet, beide mit guten Jobs, einer schönen Wohnung, alles perfekt. Die Hochzeitsreise war für den Sommer gebucht, danach wollten wir vielleicht in die Babyplanung einsteigen.

Die Pille hatte ich abgesetzt, da nicht mehr vertragen, verhütet haben wir mit Kondomen. Und da hat sich unsere Tochter eingeschlichen. Und ich gebe zu - es hat nir nicht reingepasst, ich wollte diese Reise machen (schwanger hätte ich nicht hingekonnt, da Zika-Gebiet) und vielleicht noch ein bisschen feiern und dann irgendwann ein Kind, aber doch nicht jetzt, wo ich so viel vorhabe! Und der Gedanke war da: Du musst es nicht bekommen, du kannst das entscheiden.

Für mich hat der erste Ultraschall alles verändert. Ich hatte Blutungen und plötzlich irrsinnige Angst, das Baby zu verlieren (bei dem ich eigentlich überlegt hatte, es nicht zu bekommen). Und da war das kleine Herz. Ich denke noch oft an diese Reise und bin traurig. Ich würde auch gerne mal wieder ausschlafen und in Ruhe Essen gehen und ewig ausbleiben. Aber der kleine Mensch, der gerade neben mir schnarcht, hatte es verdient, in die geregelten Umstände, in denen wir gelebt haben, hinein geboren zu werden und ist mittlerweile das größte Glück, das ich mir vorstellen kann. Die Reise machen wir noch, da muss sie eben mit 😉

Ich wünsche dir sehr viel Kraft für deine Entscheidung und hoffe, dass du für dich (vielleicht nach einer Beratung durch eine unabhängige Stelle?) die richtige Entscheidung treffen kannst, wie auch immer sie lauten mag. Dafür darf dich keiner verurteilen!

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