Fortsetzung von Freundin schwanger- ich verzweifelt

    • (1) 05.03.19 - 23:36

      So 3 Tage nachdem ich erfahren habe dass meine Freundin schwanger ist, bin ich mir 100% sicher ich werde Vater, den sie hat sich 100% fürs Kind bekommen entschieden.

      Dabei haben rationale Überlegungen keine Rolle gespielt, auch nicht meine Gefühle(denn im Fall der Fälle, macht sie es auch ohne mich).

      Sie sagt, es ist eine Grundsatzentscheidung (sie könnte es schon machen wenns ein ONS wäre aber in einer Beziehung-Grundsatzentscheidung!!!).

      Die Familie ist Null religiös. Ihre Freundinnen,die das Kind nicht versorgen müssen haben sich geäußert und gesagt,sie könnten nie einen Abbruch vornehmen.

      An sich würde ich mit der Entscheidung leben können, hätte sie sich Zeit genommen(ich hätte ihr nach dem 3.Tag von allem abgeraten, auch vor einem Abbruch, da es so früh ist) und hätten auch rationale Punkte eine Rolle gespielt.

      P.S.Die Frau ist 29 und Anwältin.

      Sooo,weiß ich nicht wie ich mit einem erwachsenen Kind mein Leben verbringen soll und fühle mich überrollt.
      Morgen früh hab ich einen Termin beim Psycho-Doktor und hab das Gefühl ich muss mich einweisen lassen.

      Wie ich auf der Uni funktionieren soll, weiß ich nicht.

      Wegen der Art und Weise wie es zur Entscheisung kam, fühle ich mich fast psychisch mishandelt und erkenne die Person nicht mit der ich wunderschöne 2.5Jahre verbracht habe.

      Wegen der Art und Weise,nicht wegen der Entscheidung fürs Kind.
      Ratschläge?

      • (2) 05.03.19 - 23:39

        Aja und nicht zu vergessen:

        Neulich haben wir uns über das Anschaffen eines Hundes unterhalten.
        Am Ende war sie dagegen, Zitat "Keine Zeit und zu große Verantwortung".
        Jetzt bekommt sie ein Kind von mir...aber das mit dem Hund war immerhin keine Grundsatzentscheidung.
        Daher der Unterschied.

        • (3) 06.03.19 - 06:40

          Oje,

          Deine Partnerin hat es echt nicht leicht. Du hast anscheinend eine riesige (bisher unbekannte?) Psychobaustelle. Da wirst du ohne professionell Hilfe nicht rauskommen.

          Du siehst dich als Opfer, tatsächlich scheint es dir vor allem um Kontrolle zu gehen. Es passt dir nicht, dass sie eine autonome Entscheidung trifft. Dazu hat sie als die Person die die Konsequenzen im Wesentlichen alleine trägt, jedes Recht. Nicht adäquat ist deine Reaktion darauf.

          Das mit der Einweisung ist für den Moment
          eine gute Idee. Besser wäre eine langfristig angelegte Therapie. Vielleicht findest du einen Weg aus deiner Problematik und kannst deiner nächsten Partnerin eine Beziehung auf Augenhöhe bieten.

          Wenn dir das nicht gelingt, könntest du wie es einer der vorherigen Schreiben angeregt hat, über eine Vasektomie nachdenken. Denn die Erfahrung, als Mann bei einer schwangeren Partnerin nicht mehr alles unter Kontrolle zu haben, machen alle werdenden Väter.

          Such dir Hilfe. Viel Erfolg dabei

          • (4) 06.03.19 - 07:32

            Ich sehe mich nicht als Opfer.
            Sie hat jedes Recht dazu.
            Fühle mich wegen der kurzen Zeitspanne überrollt und angelogen in der Beziehung(bezüglich Kinderwunsch).
            Das hat Auswirkungen auf mich.
            Werde versuchen mit jemanden zu reden in einer Beratung bevor ich verrückt werde.

            • (5) 10.03.19 - 12:15

              Also jetzt muss ich auch mal was dazu sagen!

              Angelogen wegen dem Kinderwunsch??? Junge, ein (wahrscheinlich späterer) KinderWUNSCH ist nicht in Verbindung zu bringen mit einer ungeplanten Schwangerschaft.
              Nur weil sie dir vielleicht einmal gesagt hat, sie wolle JETZT kein Kind, heisst das nicht, dass sie niemals Kinder will. Ungeplant schwanget zu sein ändert die Audgangslage.

              Ich bin 34 und weiss seit ich etwa 15 bin, dass ich einmal Kinder möchte. Aber ich wäre mit 15 definitiv zu jung gewesen, wäre ich ungeplant schwanger geworden, hätte womöglich sogar abgetrieben. Was aber nicht bedeutet hätte, dass ich ja doch keinen Kinderwunsch habe.

              Du wirkst auf mich wie ein unreifer kleiner Junge in einer Trotzphase.

        (6) 06.03.19 - 08:12

        Also der Vergleich mit dem Hund hinkt gewaltig.

        Das Kind ist ja nunmal schon unterwegs und es geht nicht um eine "Anschaffung".

        Wenn ihr neulich statt über einen Hund über ein Kind gesprochen hättet, hätte sie ja wahrscheinlich auch gesagt sie wäre (noch) nicht bereit dafür. Aber nun ist es ja schon einen Schritt weiter und eine ganz andere Situation.

        Man könnte es nichtmal vergleichen, wenn euch jemand einen Welpen in die Wohnung setzt und sagt: "Ihr müsst es behalten oder um die Ecke bringen." Bei einem Kind geht es um das eigene Fleisch und Blut.

    Hallo, ich habe deinen ersten Beitrag auch schon gelesen und es tut mir wirklich sehr leid, was du mitmachst. Ich kann dich absolut verstehen und mache dir, anders als viele andere, überhaupt keinen Vorwurf. Für deine Gefühle kannst du absolut nichts, die sind so, wie sie sind. Die Frage ist nun, welche Handlungen am Ende resultieren.
    Ich finde es gut, dass du dir professionelle Unterstützung holen willst.
    Und will kurz versuchen, vielleicht ein bisschen Verständnis für deine Freundin zu vermitteln. Dich scheint vor allem die Tatsache, dass sie sich anscheinend so "leichtfertig" für das Kind entschieden hat zu verletzen. Ich finde nicht, dass drei Tage schnell ist. Deine Freundin ist 29 Jahre alt, steht fest im Leben, erfüllt alle Voraussetzungen, einem Kind eine sichere Existenz zu bieten und will grundsätzlich Kinder haben. Nun erwartet sie ein Kind von dem Mann, mit dem sie seit 2,5 Jahren eine glückliche Beziehung führt. Für dich ist diese Schwangerschaft eine Katastrophe. Aber für sie gibt es vermutlich einfach nichts abzuwarten und abzuwägen: Sie weiß, wie du zu dem Kind stehst, sie weiß, wie sie dazu steht. Für eure Beziehung ist die Situation eine Zerreißprobe - aber der Ausgang dieser Krise im Hinblick auf eure Beziehung hängt NICHT von ihrer Entscheidung ab. Ja, sie hat im Moment die "Macht", dir eine Verantwortung zu übertragen, die du nicht willst und der du dich nicht gewachsen fühlst. Finanziell wirst du diese Verantwortung tragen müssen. Aber ich verstehe, dass sie das Kind nicht abtreibt, nur um dir deine Unabhängigkeit zu bewahren, denn das bedeutet für sie im Zweifel, eben nie die Mutter zu werden, die sie jetzt - ja, ist. Trennt ihr euch, wird es vielleicht Jahre dauern, bis sie einen Partner findet, mit dem sie eine Familie gründen möchte. Schau dir mal die Statistiken an, wie sich das Alter der Frau auf Fruchtbarkeit und Risiken auswirkt.
    Wie gesagt, ich verstehe dich total und würde dir nur wünschen, dass du diese Situation nicht erlebst. Aber dass eine Frau, die in einer glücklichen Beziehung ungeplant schwanger wird sich innerhalb von drei Tagen FÜR ihr Kind entscheidet, das sie im Zweifel auch allein aufziehen würde, kann man ihr nicht zum Vorwurf machen und es sagt auch nichts darüber aus, dass sie ihren Partner missachtet.
    Ich wünsche dir alles Gute, und vielleicht findest du ja den Mut, dich auf dieses Abenteuer einzulassen. Dein Leben kann IMMER von einer Sekunde auf die andere eine Wendung nehmen, die du NIEMALS vorhergesehen hast, Unfall, Krankheit.....Da ist ein Kind nun wirklich nicht das Schlimmste. Vielleicht kannst du es einfach als das sehen, was in deinem Leben passieren sollte, auch wenn eine Abtreibung zuerst die einfache Lösung zu sein scheint, alles "rüchgängig zu machen"?
    Lg!

    • In unseren Gesprächen hieß es immer vor der Schwangerschaft, sie kann sich jetzt kein Kind vorstellen, vl in ein Paar Jahren.
      Während der 3Tage sagte sie auch zu mir, sie sieht sich in 8Monaten nicht in einer Mutterrolle dennoch steht ihr Entschluss 100% fest.
      Die Entscheidung steht ihr zu, es ist aber 100% das Gegenteil von dem was sie mir in der Beziehung weiß machen wollte(wsl hat sie ihren Kinderwunsch absichtlich runtergespielt).
      Ich muss damit klar kommen,in Behandlung gehen um die kurze Zeitspanne zu verarbeiten denm ich hatte keine Zeit mich an die Schwangerschaft zu gewöhnen und innerhalb von 3Tagen weiß ich dann ich werde Vater.

      Anders aks im Post oben behauptet, sehe ich mich nicht in einer Opferrolle obwohl ich keine Entscheidungsmacht habe, ich fühle mich psychisch überfordern und innerhalb kurzer Zeit wie mit nem Zug überfahren.

      Wer mich so bezeichnen will, braucht gar nicht ins Forum zu posten, denn solchem Blödsinn lese ich nicht, da fehlt mir die Zeit dafür.

      • Der Begriff Opferrolle war nicht von mir, das war ein anderer Beitrag.

        Dass du dich überfahren fühlst, ist sicher für diese Situation typisch. Auch wenn deine Freundin sich BEVOR sie (trotz Spirale!!) schwanger wurde Kinder erst in ein paar Jahren vorgestellt hat, hat sie sich offenbar wesentlich schneller an die veränderte Situation gewöhnt als du - denn es ist nun mal eine Tatsache, dass ihr jetzt ein Kind erwartet.

        Aber: Jeder werdende Vater wird von dieser Nachricht erst einmal überrumpelt, aber, he, ihr habt noch 8 Monate Zeit, euch an die Schwangerschaft zu gewöhnen - auch du! Deine Freundin scheint sich auf diesen Prozess offenbar eingestellt zu haben, denn sie kann sich zwar jetzt noch nicht als Mutter sehen, aber ist offen, sich auf diese Rolle einzulassen.
        Ich glaube, der Unterschied zwischen euch beiden ist, dass in deinem Gefühlsleben eine Abtreibung jetzt sowas wie "nachträgliche" Verhütung wäre, und damit eine Entscheidung, die jetzt noch gemeinsam zu treffen ist. Für deine Freundin ist es das offenbar nicht.

        (10) 06.03.19 - 13:04

        Es ist eine andere Frage:

        Wollen wir JETZT bewusst ein Kind planen?
        ODER
        Darf ein Fötus, der bereits da ist, dessen Herz jetzt schon schlägt, auf die Welt kommen?

        Du hängst immer noch bei Frage 1, sie hat aber schon realisiert, dass diese Zeit vorbei ist, jetzt geht es um Frage 2.

        Und nachdem SIE diejenige ist, die den Großteil der Konsequenzen tragen muss, ist es nur gerecht, dass es ihre Entscheidung ist. Du kannst immer noch sagen, dass es Dir zu schnell geht, zu viel für Dich ist und Dich trennen - der Kindesunterhalt ist kaum höher als die Monatsrate für ein Auto, und man kann Dich noch nicht mal zwingen, überhaupt Kontakt zu halten.

        Auch Deine Freundin muss damit klar kommen, dass sie unfreiwillig in die Mutterrolle geworfen wird, aber sie hat Hormone, die sie jetzt schon darauf vorbereiten und ihr damit aber auch die Entscheidung gegen das Kind sehr viel schwerer machen.

        Sie hat auch Recht, eine schnelle klare Entscheidung zu treffen, Dir wäre auch nicht geholfen, wenn sie jetzt noch wochenlang herumeiert und sich dann doch für das Kind entscheidet.

        Manchmal ändern sich Pläne eben, wenn sowas ungeplant dazwischen kommt.

        (11) 06.03.19 - 22:52

        Ich habe selten so einen Quatsch gelesen. Das man als studierter Mensch selbst so etwas glaubt, ist mir beinahe unbegreiflich. Du hast ebenso wie deine Freundin, wenn alles gut geht noch mehrere Monate Zeit, dich an den Gedanken Vater zu werden, zu gewöhnen. Deine Freundin ist ungeplant schwanger, sprich sie hat es ebenso plötzlich getroffen wie dich. Nur weil sie eine Entscheidung getroffen hat, bedeutet das nicht, dass sie sich bereits daran gewöhnt hat, Mutter zu werden. Sie hat bloß entschieden, die Situation anzunehmen und sich auf ein Leben mit Kind einzulassen.
        Mit kommt es fast so vor, als ob du ein absoluter Wichtigtuer bist und da dein Umfeld darüber wahrscheinlich nur die Augen verdrehen würde, suchst du dir hier deine Bühne.

        Eine Therapie wäre wohl durchaus angebracht!
        Und für deine Freundin wünsche ich mir, dass sie das hier liest, was du so von dir gibst, damit sie nicht zwei Kinder zu versorgen hat.

        (12) 07.03.19 - 06:17

        Hallo

        Hab deinen 1 Beitrag auch schon verfolgt.
        Es tut mir sehr leid für dich, dass du momentan in solch einer Krise steckst.
        Ich kann dir nur mal von mir berichten...Vielleicht hilft es dir. Ich war mit meinem Mann 2 Jahre verheiratet! Kinder waren auch erwünscht. Dann ist es auch schnell passiert...1 Tag voller freude dann kam bei mir ein Knackpunkt...die absolute Panik kam über mich. Ich dachte durch das Kind, würde ich mich total verlieren...werde meine Hobbies nicht nachgehen können, werde meine Familie die etwas weiter weg wohnt nicht mehr spontan besuchen können....werde mein Körper verlieren ( Schwangerschaftsstreifen....) 1000 negative Sachen sind mir durch den Kopf gegangen. Ich habe überall nur heulende schreiende Kinder gesehen...!
        Naja zum Glück legte sich das Gefühl wieder, meine Tochter ist mittlerweile 6 Jahre hat eine fast 2 jährige Schwester. Sie sind wundervoll. Ich würde mich sogar aufnein 3
        Wunder freuen!!! Meine Ängste haben sich alle nicht bestätigt.
        Rede mit einer professionellen Person über deine Panik und versuche aus deinem "Ängstespinnrad" raus zu kommen, dann wirst du die Situation wieder mit anderen Augen sehen.

        Ich wünsche dir alles Gute

(13) 06.03.19 - 07:30

Hallo,
ich kann Deine Gefühle ebenfalls nachvollziehen und verstehe gut, wie machtlos Du Dich fühlst. Allerdings kann ich auch verstehen, wie Deine Freundin zu ihrer Entscheidung kam.
Gut, daß Du einen professionellen Ansprechpartner hast, das wird Dir sicher helfen, die Dinge einzuordnen. Es dauert noch eine halbe Ewigkeit, bis das Kind zur Welt kommt.....es wird sich bis dahin noch vieles bewegen und auch „sortieren“.
Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute. Ich bin damals im Studium selbst ungewollt schwanger geworden und habe mich für den Abbruch entschieden. Mein Ex sagte damals, genauso gut könne ich ihn fragen, ob er ein Pferd wolle........laß Dir gesagt sein, ein Hund und ein eigenes Kind sind nicht vergleichbar. Deine Partnerin ist beruflich bereits etwas gesettled und hat wirklich keine schlechten Voraussetzungen, so von außen betrachtet.
Liebe Grüße!

  • (14) 06.03.19 - 07:37

    Danke.
    Hätten sie mir auch rationale Gründe genannt, wäre ich leichter in der Lage es nachzuvollziehen und hätte mehr das Gefühl sie hat mich involviert und hat sich selbst Gedanken gemacht.

    So habe ich echt Angst,nicht nur wegen mir, sondern auch die Angst, sie nimmt es auf die leichte Schulter.(ich weiß, sie ist auch belastet aber sie muss auch für sich nachdenken).

    • (15) 06.03.19 - 10:59

      Also ich kann schon gut verstehen, dass es erstmal schwer ist für dich, weil es dir zu schnell ging und du dich völlig überrollt fühlst von ihrer Entscheidung. Du hattest keine Vorlaufzeit.
      O.k. - das ist manchmal so, ob nun geredet wurde vorher oder nicht (genau) geredet wurde. Aber jetzt hat sich auch noch sehr schnell entschieden und für dein Gefühl wurde jetzt nicht genug geredet, oder?
      Sie verbindet und begründet ihre Entscheidung immerhin mit der Beziehung. Also mit der Beziehung zu Dir. Es ist also eine Wertschätzung deiner Person und eurer Liebe, eine Liebeserklärung.
      Vielleicht magst du es so betrachten.
      Umgekehrt ist/wäre es das auch.

      Das Leben und auch eine Beziehung und die Liebe verläuft nicht auf einem Niveau, sondern in Phasen, die jeweils Veränderungen bringen und Anpassung erfordern und Wachstum in der Persönlichkeit ermöglichen.

      Und trotzdem geht es dir jetzt zu schnell. Daher finde ich gut, dass Du Dir ein Innehalten gönnst und ein Gespräch über alles. Du kannst dabei deine Lebensvorstellungen sortieren und auch für die Beziehung und eure Gesprächskultur dazulernen und gewinnen.
      Sicher wird sie durch ihren Beruf die Seite in ihrer Persönlichkeit, die „straight“ ist, entwickelt haben. Und sicher hat sie auch andere Seiten. Kann sein, dass sie jetzt durch die Schwangerschaft hervorkommen. Und bei dir dann eher die Seiten, wo du klar sagst, was Sache ist.

      Was mir noch einfällt. Weder das erwachsene Kind steht morgen vor dir, noch überhaupt das Kind. Im Moment sieht nach außen alles noch so aus wie immer. Nur in euch ist das alles geschehen bisher. Daher ist die Schwangerschaft eigentlich genau die Zeit der Umstellung. Die beginnt jetzt. Du musst keineswegs fertig sein.

      Und es wird in dir mit der Zeit sicher auch das Gefühl von Stolz aufkommen, denn es ist ja auch dein Kind, nicht allein „ihres“ oder „das“.
      Eine Userin hatte dich ja gefragt, wie du selbst mit einer Abtreibung klarkommen würdest. Es würde auch für dich persönlich etwas bedeuten.

      Ich finde es überhaupt stark von dir, dass du dich in diesem doch frauendominierten Forum gemeldet hast!
      Das ist mutig. Du setzt dich mit frauenspezifischen Ansichten auseinander (und merkst sicher, dass sie gar nicht so einheitlich sind, weil jede Frau eigene Erfahrungen hat).
      Also auch „deine Frau“ ist noch voller Überraschungen. ;-)

      Jedenfalls ist deine Sicht für das Forum eine bereichernde Perspektive, finde ich.

      Und dann denke ich, dass bei euch die Liebe jetzt wachsen kann, auch indem sie sich verändert.
      Statik und Festhalten eines Zustandes wäre ja das Ende einer Beziehung.

      Ganz liebe Grüße von Kyra

      (16) 06.03.19 - 13:12

      Sie hat doch rational gute Gründe:

      - Sie ist 29 und will grundsätzlich schon "irgendwann" früher oder später Kinder. Nachdem bei Frauen die Fruchtbarkeit zeitlich begrenzt ist und es mit 39 schon sehr unwahrscheinlich ist, noch schwanger zu werden, ist es durchaus kein schlechter Zeitpunkt.

      - Eure Beziehung geht schon eine Weile, sie vertraut Dir, Du bist jemand, der seine Karriere gut plant und sein Studium gut durchzieht. Ein schlechter Kandidat als Vater bist Du also auch wirklich nicht, auch wenn es Dich im Moment total überfordert.

      - Sie hat beruflich schon einiges erreicht, kann davon leben, und hat einen gefragten Beruf. Auch wenn es für Selbständige schwieriger ist, kann sie mit ihrem Studium auch eine Anstellung finden, und Tagesmütter gibt es ja auch noch. Ihre berufliche Situation ist also eine sehr gute Voraussetzung um eine Familie zu ernähren.

      - Sie hat Freundinnen, die sie unterstützen würden, vielleicht auch Familie, und wenn Du die Kurve noch kriegst, wirst du sie auch unterstützen, vielleicht sogar als Vater mit deiner Familie zusammen leben. Das ist sehr viel mehr als andere Leute haben.

      Ich sehe da jetzt auch ganz rational nicht viel, was dagegen spricht, nur eben, dass die Planung für "in ein paar Jahren" vorgesehen war, und da war schon nicht mehr Luft für allzu viele "paar Jahre". Es geht jetzt eben schneller als gedacht.
      Falls Du gedacht hattest, in ein paar Jahren hieße 15 Jahre, dann hast Du in Biologie nicht ganz aufgepasst, es ging da immer nur um 3-6 Jahre.

      (17) 08.03.19 - 00:11

      Sich dagegen zu entscheiden bestehendes Leben umzubringen ist aus deiner Sicht irrational?

      Der rationale Grund ist, dass sie bereits schwanger ist. Eine Abtreibung ist nicht rückwirkende Verhütung.
      Lg!

      Ich bin sich das würde schon an anderer Stelle angesprochen, aber ich will noch einmal betonen : eine Schwangerschaft ist eine emotional absolute Ausnahmesituation. Der Embryo entwickelt sich bereits in ihrem Körper. Man kann wahnsinnig schnell eine emotionale Verbindung zu diesem kleinen unvollständigen Wesen aufbauen. Und Rationalität hilft dem Herzen nun mal oft nicht weiter.
      Objektiv betrachtet ist ihre(eure) Situation perfekt für ein Kind. Klar hast du jetzt Angst und versuchst das alles zu rationalisieren, aber hey, sie hat bestimmt auch Angst vor der neuen Situation. Zusammen könntet ihr damit besser klar kommen und euch auf das was kommt einstellen. Alles wird anders werden, aber das ist nicht zwingend schlecht.

(20) 06.03.19 - 08:30

Hallo,

irgendwo hast du geschrieben
"Die Entscheidung steht ihr zu, es ist aber 100% das Gegenteil von dem was sie mir in der Beziehung weiß machen wollte(wsl hat sie ihren Kinderwunsch absichtlich runtergespielt)."

Ich habe das Gefühl, du kannst dich null in sie reinversetzen. Sie wollte dir garantiert vorher nichts "weiß machen". Hätte sie unschwanger die Wahl zwischen einem Kind oder KEINEM Kind, hätte sie sicher abgelehnt, nach dem zu urteilen, was du so schreibst. Auch weil du nicht bereit dafür bist. Es klingt ja gerade so, als hätte sie es dir nun absichtlich untergejubelt.

Nun ist eine ganz andere Situation, wenn es nunmal passiert ist. Eine Abtreibung ist keine Wurzelbehandlung und eine schwerwiegende Entscheidung.

Wenn du solche negativen Gedanken ihr gegenüber hast, ist wirklich zu überprüfen, wie stabil eure Beziehung überhaupt war und ist. Klingt ganz danach, als würde sie keinen Sturm überstehen. Weder diesen noch andere.

Deine Argumente sie würde nicht rational genug entscheiden finde ich auch wirklich seltsam. Es ist nunmal eine Emotionssache. Ihr entscheidet nicht, ob ihr diesen oder jenen Kühlschrank kauft, sondern es geht um eine Menschen-Angelegenheit und da geht es immer auch um Emotionen. Außerdem erfüllt ihr/sie rational gesehen alle Kriterien (finanziell, Wohnung, sie kann es auch alleine schaffen). Das einzige Argument für die Abtreibung wäre es dir zum Gefallen zu tun. Und das würde ich auch nicht machen.

Des Weiteren hast du irgendwo geschrieben, du konntest dich nicht auf die Situation vorbereiten. Meinst du deine Freundin konnte sich vorbereiten, als sie den positiiven Test in Händen hielt? Meinst du, du wärst besser vorbereitet, wenn sie dir in zwei Wochen die selbe Entscheidung mitgeteilt hätte?
Genau genommen hast du (habt ihr) noch 8 Monate Zeit euch auf die neue Situation vorzubereiten.

Dein Post ist absolut trotzig und voller Verbitterung ihr gegenüber und das nur, weil dein Leben nicht nach Plan X verläuft. Da kann ich nicht besonders viel Mitgefühl aufbringen. Ich denke professionelle Hilfe ist gar keine schlechte Idee.

(21) 06.03.19 - 08:52

Auch Deine Meinung stand doch von Anfang an fest... Du warst Dir schon in Deinem ersten Posting darüber im Klaren, dass Du kein Kind willst, dass eine Beratung daran nichts ändern wird und Dein größtes Bestreben war, salopp gesagt, dass Deine Freundin endlich wieder zur Besinnung kommt.

Sich fortzupflanzen ist nun mal "die Existenzberechtigung" jedes Individuums und davon mal abgesehen gibt es natürlich ganz viele rationale Gründe, die gegen ein Kind sprechen: Zeit, Geld, Fremdbestimmung, Dir muss ich das nicht sagen, Dir ist das ja alles bewusst.
Und trotzdem kriegen die Leute Kinder, teilweise selbst noch minderjährig, teilweise fast schon in der Menopause, mit einem ONS, mit einem gewalttätigen Partner, trotz Überschuldung oder mangelnder Ausbildung.... tjaja, doofe Existenzberechtigung.
Bei Frauen wird oftmals unverzüglich ein Hormoncocktail ausgeschüttet und es ist dann etwas, über das man vortrefflich vorher theoretisieren kann, wenn es soweit ist fühlt es sich eben ganz anderes an.
Das ist vergleichbar mit verlieben oder einem plötzlich eintretenden Trauerfall... was hat man nicht vorher alles für Vorsätze oder Ideen wie das Leben laufen soll und dann passiert etwas und es fühlt sich plötzlich ganz anders an.

Und das betrifft nicht nur Frauen, Männern geht es ganz genauso, wenn sie unerwartet mit etwas "gewaltigem" konfrontiert werden und dann ist halt auch sehr schnell klar, wie man sich entscheidet, wie es sich anfühlt, wenn es nicht nur graue Theorie ist.

Und mal ganz ehrlich, die Bedingungen könnten schlechter sein für euch. Deine Freundin ist mit 29 im besten Alter, sie hat einen sehr gut bezahlten Job und eine Top-Ausbildung und kann nach der Babypause mit Sicherheit auch irgendwo in Teilzeit anfangen und damit ist sie vor allem autark.
Und dieses Gefühl "ich kann nicht abtreiben, kann nicht "umbringen" was da in mir wächst" das kannst Du nicht wegdiskutieren, das ist einfach zu mächtig und ein echter Showstopper, so gesehen ist sie genauso in einer Zwangslage wie Du.

Ich dachte immer, wer alt genug ist zum vögeln, ist auch alt genug zum Kinder kriegen und ich treibe niemals ab, mein Mann wusste das. Und dann war ich schwanger und wusste, ich will und kann das nicht - als die zwei Streifen auf dem Test waren, war da kein warmes Gefühl, da war ein lautes *Fuck* und bittere Tränen... das hab ich so vorher nicht kommen sehen.

(22) 06.03.19 - 10:46
Wasbringtdertrotz

Ehrlich gesagt kommst du mir wesentlich kindischer rüber als deine Freundin. Sie ist sich ihrer Verantwortung bewusst und steht zu ihrem Kind. Das habt ihr übrigens beide gezeugt und beide nicht absichtlich. Ihr nun einen Kinderwunsch vorzuwerfen, ist Schwachsinn, da du ja sagtest die Spirale liegt noch. An dieser kann man nämlich absolut nichts manipulieren, außer man holt sie raus und verschweigt dies - das hat sie doch nicht oder? Nein!
Außerdem sollte einem bewusst sein, dass eine Abtreibung eigentlich für Notfälle vorgesehen ist, nicht für Akademiker die voraussichtlich gute Voraussetzungen haben und in einer festen Beziehung leben. Auch das wird deine Freundin als Juristin wissen - ließ bitte das entsprechende Gesetz Mal nach.
Und ja, Frauen entscheiden und akzeptieren sich nun Mal oft schneller für das Kind als der Mann, daran kannst du nun Mal nichts ändern. Hier gibt es nun mal keine Kompromisse. Du musst es akzeptieren, da ist nun Mal so. Geh oder bleib.
Du wirkst einfach trotzig wegen dem Kontrollverlust. -Man kann nun Mal das Leben nicht immer so lenken wie an es gerne hätte.
Bevor du nun so in Mitleid versinkst, noch eine Info am Rande: Du meintest sie sei in der 3. Woche und die Spirale sitzt noch richtig. In dieser Woche kann man im Ultraschall noch nichts gesehen haben. Bei Spiralenschwangerschaften sind Eileiterschwangerschaften nicht selten - bedeutet ein Abbruch müsste dann eh vorgenommen werden. Und selbst wenn das Baby richtig sitzt, liegt das Risiko einer Fehlgeburt durch die Spirale deutlich höher als normal.
Ganz ehrlich? Deine Freundin könnte wenn es im Eileiter sitzt bald in Lebensgefahr schweben und du willst dich im Selbstmitleid, weil du deinen Kopf nicht durchsetzen könntest? Was soll sie dann erst sagen?
Tut mir leid, aber ich habe kein Verständnis dafür! Natürlich ist es schwer sowas zu akzeptieren und das zu verarbeiten, aber stell nun nicht dich als Opfer dar und deine Freundin als die Böse, die dir ein Kind angedreht hat.
Wer weiß, vielleicht liegt die Arme bald im OP und hat dann nur noch einen Eileiter oder muss um ihr Kind bangen weil die Spirale sehr nah an dem Kind sitzt. Und das obwohl die bestimmt genauso überrascht von der Schwangerschaft war wie du!
Unterstützte sie lieber anstatt Ausreden zu suchen. Ändern kannst du die Tatsachen dadurch doch eh nicht.

Warum sollte eine Frau, die Ende 20 ist, einen guten Job hat und sich selbst versorgen kann, abtreiben? Nur weil ihr kindischer Freund das will..Sorry, für mich kommst du rüber, wie ein 12 Jähriger. Sie tut gut daran, das alleine durchzuziehen. Würde ich an ihrer Stelle zumindest machen.

(25) 06.03.19 - 11:29

Kindischer geht's echt nicht von dir 🤦‍♀️ sei mal ein Mann und stelle dich der Situation und Verantwortung... Meine Güte. Dieses psycho geblabbel von dir, du kannst doch nicht erwachsen sein.... 🤷‍♀️
Deine Freundin täte besser daran, das Kind alleine aufzuziehen, sonst hat sie bald zwei zu versorgen.
Sorry

Top Diskussionen anzeigen