Ungeplant, aber gewollt/akzeptiert

    • (1) 09.04.19 - 12:28

      Hallöchen an alle!

      Ich will da mal eine Diskussion oder Meinungsaustausch anfangen.

      Ungeplante Schwangerschaften sind meistens ein Schock, aber es gibt auch nicht wenige, für die eine ungeplante Schwangerschaft durchaus ok ist. Vielleicht Paare, die bald Kinder wollen, aber aus unterschiedlichen Gründen noch nicht JETZT zu hibbeln anfangen, weil dies und das... aber für die eine ungeplante Schwangerschaft kein Malheur od Weltuntergang ist - dann kommt das Kind eben ein bisschen früher als geplant.

      Es gibt sicher auch Frauen oder Männer wie mich, für die aufgrund der eigenen Lebens- Situation (gute finanz. Voraussetzungen, gutes Alter, gute Partnerschaft, etc.) auch eine ungeplante Schwangerschaft ok ist, auch wenn eine geplante durchaus bevorzugt wird. Mein Partner wünscht sich eine geplante Schwangerschaft und möchte lieber noch etwas warten. Für ihn wäre eine ungeplante eine Katastrophe - kann ich einerseits verstehen, andererseits nicht. (Er möchte Heirat - Haus - Kinder, ich sehe die Reihenfolge nicht so eng. Mir ist wichtiger, die Partnerschaft passt. Und wir haben beide gute Jobs und eine Wohnung. Von daher spricht für mich nichts gegen eine ungeplante/geplante Schwangerschaft.) Jedenfalls haben wir zu Anfang unserer Beziehung einmal darüber ausgetauscht, was passieren soll, wenn eine ungeplante Schwangerschaft eintritt. Er: Abtreibung! Ich: Nö, Abtreibung kommt nicht in Frage!

      Er war da schon sauer, aber den Zahn hab ich ihm gezogen, da ich mich nicht zu einer Abtreibung zwingen lasse. Ich kann durchaus noch gerne ein bisschen warten mit dem Schwangerwerden, aber wenn er da ungeplante Schwangerschaften verhindern möchte, muss er auch selbst das Verhüterli nehmen. Blödes Kondom hin oder her. Denn ich seh mich da schließlich nicht alleine in der Verantwortung. Oder er kann auch auf Sex verzichten. Oder gehen. Jedenfalls: Seitdem ist Ruhe im Karton. Und wir nehmen eine geplante Schwangerschaft in ein-zwei Jahren in Angriff. Ich hab auch gelernt, dass er da eher gerne die Kontrolle behält. Was mir übrigens bei vielen Männern bei Thema Schwangerschaft auffällt, die aber dennoch gerne schlampig mit Verhütung sind...

      Wie sehen das andere Frauen? War für euch eine ungeplante auch ok/akzeptabel? Zogen die Partner mit oder gabs da Gegenwehr? War dann das Risiko alleinerziehend zu werden auch dann ok für euch? Eine Garantie auf eine langwährende Partnerschaft gibs ja für niemanden. Auch für verheiratete nicht.

      LG, Bubbly

      • Hi,

        mein Sohn (16) war völlig ungeplant - ein "Tropi" ;-) und das zu einem Zeitpunkt, wo ich nicht wusste, wie mein damaliger Partner reagieren würde - als ich die Bestätigung bekam waren wir etwa 3 Wochen zusammen... und eigentlich beide eingefleischte und zufriedene Singles und Kinder wollten wir eigentlich beide nicht - weder zu dem Zeitpunkt noch später...

        Für mich war allerdings immer klar:
        Ich bin erwachsen, ich verhüte, ich habe Spaß - also muss ich notfalls mit Konsequenzen rechnen und Verantwortung übernehmen. Abtreibung wäre weder damals (war kurz vor meinem 30. Geburtstag) noch früher in Frage gekommen.

        Reaktion meines Partners:
        Sicher? Können wir nochmal testen (war ja nicht so, als hätte ich nicht selbst 2x positiv getestet und der FA ebenfalls - es war nur so früh, dass noch keine Fruchthülle zu sehen war, sollte 14 Tage später wieder kommen)? Das wäre sooooo toll!

        Naja, wir haben getestet, wir waren beim FA (genau am 30. Geburtstag und 31 Tagen Beziehung bekam ich das erste US-Bild) und mein Partner war happy.

        Heute sind wir fast 16,5 Jahre verheiratet, in 2,5 Monaten 17 Jahre zusammen... Wer weiß, ob wir ohne Kind überhaupt geheiratet hätten oder noch zusammen wären (war nicht immer einfach mit zwei Kampfsingles #schein). Und für nichts in der Welt würden wir auf unseren Sohn verzichten wollen!

        VG
        Kim

        Dein Mann hat sehr spezielle Vorstellungen. Und manchmal klappt es auch so...

        Ich empfinde dieses extrem konkrete Planen eher als unnatürlich und absurd, zumal die Natur mitspielen muss, damit solche Pläne aufgehen. Das weitläufige Planen ist hingegen durchaus wichtig.

        Aber heute gibt es Verhütung, Ovulationstests, Temperaturmessdings, Clomifen, Invitro und Sonstiges..

        Da könnte man schon das Gefühl haben, auch dies sei exakt planbar. Tatsächlich ist es weitaus kontrollierbarer geworden als zu früheren Zeiten.
        Jedenfalls und tatsächlich gehen solche Pläne auch oft auf - aber ebenso häufig eben nicht!

        Mein Mann hat jedenfalls einige Mankos, recht große sogar - ich ebenso!
        Aaaber, wenn er sein eigenes Kind nicht wollte(insbesondere wegen lächerlichen 1-2 Jahren), wäre jede Grenze überschritten und er auch nach über 20 Jahren Beziehung nur noch mein Mann gewesen.
        Ist doch verrückt!

        • Sehe ich genauso. Ich finde schon, dass man das Schicksal ein bisschen zu viel herausfordert, wenn man das zu sehr plant. Weil, wenn es dann losgehen soll und dann klappt es nicht?! Dann war das Warten umsonst. Obwohl... es gibt auch Leute, die auch ganz jung noch Probleme mit dem Schwangerwerden haben. #gruebel

          Egal .. in neue Aufgaben wächst man in der Regel rein. Schwangerschaft und Kinder sind ja doch kein Weltuntergang.

      Ich hab vor 9,5 Jahren meinen Sohn geboren. Völlig ungeplant (Verhütungsfehler Pille). Und es war die beste Entscheidung meines Lebens. Mein damaliger Partner wollte den Kleinen auch. Als er auf der Welt war fiel ihm aber auf das so ein Kind echt anstrengend ist. Also war ich fast 7 Jahre alleinerziehend.
      Gerade bin ich mit meinem zweiten Kind schwanger und mein Mann wollte, wie deiner, die klassische Reihenfolge. Hat geklappt. Aber ich glaube er hätte dich auch bei einem ungeplanten Baby gefreut. Wäre nur ein kurzer Schock gewesen.

      Schade, dass dein Partner so sehr daran fest hält. Ich drück euch die Daumen, dass sein Plan funktioniert 🍀

      Mein Freund wollte auch erst so in 1-2 Jahren ein Kind. Frühestens wenn wir beide mit dem Studium fertig sind und finanziell abgesicherter. Aber was will man machen, auch mit Pille kann Mal was schiefgehen. War zunächst ein Schock. Aber wir wollten eh schon immer Kinder und für uns war klar, dass Abtreibung zu keinem Zeitpunkt in Frage kommt. Einfach weil wir beide eh wollten und da sollte es nicht am Zeitpunkt scheitern. Kinder werden ja nicht einfacher, nur weil man sie 1 Jahr später bekommt 😅. Es kostet natürlich Zeit sich dran zu gewöhnen, dass die Zeit zu zweit bald vorbei ist. Aber letztendlich können wir es beide kaum erwarten. Außerdem kann man bei Kindern, gerade bei Babys eh nichts kontrollieren. Sie kontrollieren am Anfang das Tagesgeschehen. Von daher sollte man in der Lage sein auch beim Zeitpunkt einfach Mal loszulassen. Wie schon John Lennon sagte: Das Leben ist das, was passiert, während du dabei bist andere Pläne zu machen. Ich wünsche, dass dein Partner da auch irgendwann einfach Mal durchatmet und den Dingen ihren Lauf lässt.

      • Das ist schön, dass es für euch nicht am Zeitpunkt scheitern sollte. Und das Sprücherl kenne ich.

        Vielleicht ändert sich die Meinung von meinem Partner noch - wer weiß?!

        Ich muss aber sagen, dass mich die unsägliche Warterei schon nervt.

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