Keine Periode in Sicht

    • (1) 08.09.19 - 07:09

      Ich bin jetzt am Zyklustag 32 - normal habe ich einen Zyklus von 28-30 Tagen. Gerade habe ich sehr viel Stress (arbeite jeden Tag und habe in kurzer Zeit abgenommen mit Sport und Ernährungsumstellung) und ich denke, dass sich die Periode auch nur verschoben haben könnte. Ich will noch ein paar Tage warten und dann nächste Woche testen.

      Meinen Freund sehe ich nur einmal die Woche, weil wir beide viel arbeiten und wir verhüten an den fruchtbaren Tagen mit Kondom.

      Jetzt war er die letzten Tage bei Freunden, die ein Kind haben und meinte danach „ich bin so froh, wieder weg zu sein: Kinder sind so anstrengend. Ich HASSE Kinder“.

      Ich traue mich jetzt gar nicht, ihm davon zu erzählen, dass meine Periode noch nicht da ist. Für mich wäre es nicht schlimm, schwanger zu sein. Ich habe einen kinderfreundlichen Arbeitgeber und kann in Teilzeit weiterarbeiten. Durch eine Erbschaft bin ich finanziell abgesichert ab nächstem Jahr.

      ABER: Für ihn würde es nicht passen. Er möchte im Januar in die USA auswandern und freiberuflich arbeiten. Das heißt er hätte erstmal kein Einkommen, um mich finanziell zu unterstützen. Wir haben zwar lose darüber gesprochen, dass ich mitgehen könnte und mir dort einen Job suche, aber er hielt es für zu riskant, dass ich meine sichere Anstellung hier aufgebe, wenn er noch gar nicht weiß, ob er dort Fuß fassen kann.
      Auf der anderen Seite sagte er mal, wenn ich schwanger werden würde, würde sich seine Mutter riesig freuen und er würde auf jeden Fall für das Kind dasein wollen.

      Wie würdet ihr vorgehen und es ihm sagen?

      Ich sehe ihn am Montag (morgen). Eventuell fragt er mich, ob ich gerade meine Periode habe. Ich werde dann wahrheitsgemäß „nein“ sagen, aber vllt. zählt er 1+1 nicht zusammen. Vielleicht mache ich morgen schon einen Test. Wie kann ich ihn behutsam darauf vorbereiten?

      • (2) 08.09.19 - 11:08

        Hey liebe tadaa,

        ich an deiner Stelle, würde das Thema gar nicht ansprechen, bevor du nicht einen Test gemacht hast. Wenn das Thema so ein Graus für ihn ist, würde ich ihn nicht mit Eventualitäten verrückt machen.

        Ehrlich gesagt, ist es doch recht unwahrscheinlich das du schwanger bist, wenn ihr euch sowieso nur einmal die Woche seht und dann auch immer mit Kondom verhütet habt.

        Teste für dich und sollte der Test wirklich positiv sein, dann suchst du das Gespräch am Besten mit ihm :-)

        Nur Mut #liebdrueck

        Hi. Ich frage mich immer wie unsensibel manche Männer immer so daher reden. Wenn du überfällig bist würde ich einfach mal einen Test machen und schauen was dabei rauskommt. Aber vorher verrückt machen bringt nichts. Aber abgeneigt scheint er ja trotzdem nicht zu sein. Ja das Leben kann man halt nicht immer planen und das hat alles schon seinen Sinn denke ich. Vg

        (4) 08.09.19 - 22:39

        Liebes, meine vorredner haben Dir ja schon Tipps gegeben, ich möchte dir aber zwecks Verhütung etwas ans Herz legen.

        Wenn es für ihn momentan nicht in frage kommt und er so davon redet, dann müsst ihr immer verhüten mit Kondom und nicht nur an den fruchtbaren tagen. Das ist wie russisches Roulette. Der Eisprung verschiebt sich mal oder die Spermien überleben länger und schwupps du bist schwanger, und ich glaube heraus zu lesen, dass es weder für ihn noch für dich passend ist.

        LG

      • (5) 09.09.19 - 09:12

        Liebe TE,

        du schreibst selbst, was deinen Zyklus alles beeinflusst haben könnte. So viel Stress auf der Arbeit und die Gewichtsabnahme, das kann deinen Zyklus schon mal durcheinanderbringen. Es ist sicher möglich, dass deine Periode noch einsetzt.

        Trotzdem kommt bei dir das ganze Thema Kinder gerade hoch. Verständlich. Du machst dir eben über das „was wäre wenn“ Gedanken.
        Dass dein Freund mal unüberlegt so harsch reagiert auf Kinder, das würde ich jetzt nicht ganz so ernst nehmen. Wenn man selbst keine Kinder hat kann es ganz schön anstrengend sein, einige Tag lang Lärm und Chaos zu ertragen :-) Man kennt das ja gar nicht.
        Seine andere Aussage zeigt ja, dass dieser „Hass“ gar nicht wirklich ist. Es war sicher nur aus der Situation heraus gesprochen, unbedacht.

        Wie bestimmst du denn deine fruchtbaren Tage? Misst du Temperatur und beobachtest deinen Zervixschleim? Ein Test zeigt ein sicheres Ergebnis ca. 18 Tage nach dem GV an, an dem hätte was passiert können. Du kannst ja mal zurückrechnen und dann überlegen, wann ein Test sinnvoll ist.

        Wie hast du es heute morgen denn gemacht? Hast du ihm erzählt, dass deine Periode auf sich warten lässt? Oder hast du sogar schon getestet?

        Viele Grüße!

        • (6) 10.09.19 - 04:28

          Ich beobachte Zervixschleim und Temperatur. Aber ja, er nimmt es mit der Verhütung an den fruchtbaren Tagen auch nicht so genau. Als ich ihn darauf mal angesprochen habe meinte er, dass er für sein Kind da sein würde, sollte ich schwanger werden. Ich lege die Kondome trotzdem immer raus. Er sagt zwar, dass er Kinder anstrengend findet, aber zeitgleich meint er, seine Eltern würden sich riesig freuen, wenn ich schwanger werden würde.

          Ich habe gestern den Test gemacht und er war innerhalb von einer Sekunde positiv. Eindeutiger geht es nicht. Er liegt gerade neben mir und schläft. Ich kann nicht schlafen... Ich habe mich noch nicht getraut, ihm Bescheid zu sagen. Für mich steht eigentlich fest, dass ich das Kind möchte. Ich glaube auch, dass er ein wundervoller Vater wäre, aber ich weiß, dass er bestimmt Panik bekommt wenn ich es ihm sage. Wenn er nachher fährt sehe ich ihn erst nächste Woche wieder...

          • (7) 10.09.19 - 08:05

            Hey, guten Morgen,

            deine Gedanken haben dich nicht wirklich schlafen lassen, was? Ich hoffe, du hast trotzdem etwas Ruhe gefunden heute Nacht.

            Panik ist die erste Reaktion – weil etwas ganz plötzlich vor einem steht, ohne dass man es hat kommen sehen und auch nicht vorbereitet ist. Aber Panik geht auch wieder. Hab Mut, es ihm zu sagen. Und Zuversicht, dass er zu dem steht, was er dir gesagt hat. Du klingst, als hättest du Vertrauen in ihn. Kannst du es ihm geben, auch wenn er erstmal erschrocken reagieren könnte?
            Hinter ihm steht also auch eine Familie, die euer Kind ins Herz schließen würde.
            Offenbar war das Thema „Kind“ irgendwie unausgesprochen schon zwischen euch? Er macht sich vielleicht mehr Gedanken, als es scheint. Manchmal sprechen Männer nur nicht laut aus, was ihnen durch den Kopf geht ;-)

            Ist er unter der Woche wo anders zum Arbeiten? Und heute ist er wieder gefahren?
            Und heute früh, wie habt ihr euch verabschiedet? Habt ihr geredet?

            Gib euch beiden Zeit, in diese neue Situation hineinzuwachsen. Wie gesagt: Panik legt sich wieder. Und bei dir habe ich das Gefühl, dass du dich über das Baby freust..?!

            Liebe Grüße :-)

            • (8) 10.09.19 - 20:56

              Ich habe es nicht geschafft, ihm das zu sagen. Ich will diese Woche alle Infos zur Elternzeit usw. zusammen suchen, damit ich ihm dann Rede und Antwort stehen kann.

              Ich vertraue ihm zu 100%, aber die Auswanderung ist sein großer Traum auf den er lange hingearbeitet hat und er wird vermutlich dann alles über Bord schmeißen wollen und das will ich ihm nicht antun. Ich möchte ihm, wenn ich es ihm sage, gerne zeigen, dass wir es auch im Ausland auch als kleine Familie finanziell schaffen können. Ich muss es ihm auf jeden Fall in den nächsten zwei Wochen sagen, sonst ist er zwei Wochen auf Reise, oder ich kann es ihm erst sagen, wenn er zurück ist.

              Das Thema "Kind" haben wir von Anfang an offen diskutiert, weil ich mir eine Familie wünsche, aber eigentlich gerne Kinder adoptieren wollte. Er hatte wegen der Auswanderung gesagt, dass er eh keine Zeit dort haben wird, um eine Familie zu gründen und hatte das Thema für sich abgehakt, was für seine Mutter sehr schlimm war, weil die sich Enkel wünschte und nachdem die Tochter nun zu alt ist, die ganze Hoffnung auf ihn setzte. Er hat dann immer darüber gescherzt, dass seine Mutter und ich uns ja zusammentun könnten, um ihn in Deutschland zu behalten.

              Ich glaube, er würde besonnen reagieren, wenn ich es ihm sage, aber das wird ein schwerer Schock für ihn.

              • (9) 11.09.19 - 09:20

                Es ist sicher auch nicht einfach, so mit der Tür ins Haus zu fallen. Du hast dich ja schon etwas an die neue Situation gewöhnen können, machst dir schon Gedanken, wie alles werden kann. Und letzten Endes willst du ihm diesen schweren Schock nicht zumuten..?
                Aber ich denke, das kannst du! So wie du über ihn schreibst, ist er ein vertrauenswürdiger Mann, jemand, der trotz gemachter Lebenspläne nicht völlig verschlossen ist gegenüber Veränderungen. Mal etwas salopp gesagt, so ist das Leben eben. Man macht Pläne und dann kommt doch etwas anders, als man denkt. Das „anders“ kann aber ganz andere Türen und Perspektiven eröffnen, die man davor gar nicht so im Blick hatte. Von „ihm das antun“ kann gar keine Rede sein. Aber ich kann gut verstehen, dass es sich für dich so anfühlt.

                Wie diese Veränderung dann genau aussehen wird, das könnt ihr beiden ja besprechen. Du traust es eurer Beziehung auf jeden Fall zu, dass sie diese nächste Stufe packt!

                Dann seht ihr euch nächste Woche wieder und du wirst es ihm sagen?
                Ich drück dir alle Daumen dafür! Wenn du magst, erzähl uns doch, wie es war.

                LG!

      (10) 09.09.19 - 11:02

      Wie hast du denn deine fruchtbaren Tage bestimmt?
      Wenn du sorgfältig NFP angewendet hast ist das Risiko wirklich sehr klein.
      Bei mir blieb die Regel neulich in einer Phase in der ich viel Sport gemacht habe auch für 102 Tage aus. Das kann tatsächlich vorkommen und könnte theoretisch auch bei dir der Grund sein.

      Falls du nur nach dem Kalender "verhütet" (in Anführungszeichen weil das definitiv keine Verhütungsmethimide ist die man anwendet wenn keine SS gewünscht ist) hast bzw keine sichere Methode angewandt hast würde ich schnellstmöglich einen Test machen. Das würde ich eigentlich sogar in jedem Fall empfehlen - beruhigt das Gewissen bzw. schafft Klarheit.

      (11) 12.09.19 - 08:49

      Ich habe ihn vorgestern gefragt, wann wir mal über ein schwieriges Thema reden können und er meinte gestern Abend. Er hat angeboten, dass wir telefonieren, aber ich hatte etwas Angst vor seiner Reaktion und meinte, dass es mir über Textnachrichten lieber ist. Also habe ich mich gestern Abend langsam rangetastet, dass ich Angst habe, dass das "Thema" zu unserer Trennung führt und ich nicht möchte, dass er in Panik verfällt.

      Er meinte dann erstmal: "Jetzt sprucks schon aus: Hast du AIDS, oder was? :-p "

      Und dann habe ich ihm geschrieben, dass meine Periode letzte Woche ausgeblieben ist. Er meinte sofort, ob er vorbeikommen und wir zusammen einen Schwangerschaftstest machen sollten. Ich habe ihm dann gesagt, dass ich das schon hinter mir habe und das Ergebnis eindeutig war.

      Dann kam von ihm erstmal die typische Reaktion "Oh Gott", "Wie konnte das passieren?",
      dann "Ich werde auf keinen Fall der böse sein und das Wort mit A... in den Mund nehmen. Ich unterstütze dich, egal, was du machen willst".
      Dann "wenn meine Mutter das wüsste, die würde sofort das Haus umbauen und eine Wohnung für uns einrichten" und "ich will auf keinen Fall ein Kind in den USA großziehen, wenn dann in Deutschland", "ein Kind ist zumindest besser als AIDS, oder Krebs". Also ein ziemlicher Mix and Gedanken....

      Letztlich ist alles ziemlich genau so gelaufen, wie ich es erwartet und gehofft hatte. Er war nicht böse, oder unangenehm, sondern sehr lieb zu mir und hat gesagt, dass WIR das gemeinsam angehen.

      Dann hat er angefangen zu verhandeln: Solltest du das Kind nicht behalten, können wir in ein paar Jahren gemeinsam über Adoption nachdenken (weil ich ja eigentlich Kinder adoptieren wollte). Ich finde es aber absolut unverantwortlich, das biologische Kind abzutreiben, (wenn ja eigentlich nichts wirklich dagegen spricht) um dann mit Ende 30 nicht-biologische Kinder zu adoptieren.

      Für mich wäre jetzt beruflich der perfekte Zeitpunkt für Familiengründung. Aktuell promoviere ich und arbeite in Teilzeit an der Uni. Die Universität würde mich unterstützen und meine Chancen auf eine Professur an einer Uni würden sich als Frau mit Kind im Rahmen der Gleichstellung sogar noch verbessern.

      Er möchte, dass ich einen Termin bei Pro Familia mache, um die Konfliktberatung in Anspruch zu nehmen um dann (nur wenn ich es möchte) in meiner freien Woche Anfang Oktober einen Schwangerschaftsabbruch machen zu können. Ich vereinbare den Termin erstmal und hoffe, dass sich in der Zwischenzeit seine Panik bezüglich seiner Auswanderung etwas legt. Ich denke mir diesbezüglich eher, dass mein Job in Deutschland ja auf mich wartet in der Elternzeit und nichts dagegen spricht, dass ich ihn in den USA mit Kind mehrere Monate am Stück besuche. Ich habe mich zusätzlich auch auf ein Forschungsstipendium beworben. Wenn das klappt bekäme ich zusätzlich zum Elterngeld noch 1.600€ pro Monat + Kinderzuschlag, um meine Dissertation zu beenden und in den USA zu forschen. Also, da muss er wirklich keine Sorgen haben, dass es ihm finanziell schlechter geht.

      Wir haben beschlossen, das Thema erst einmal sacken zu lassen bis wir uns am Montag wiedersehen. Am Montag werde ich ihm dann mal meinen groben Planungsentwurf präsentieren und sehen, wie er reagiert.

      • (12) 12.09.19 - 09:17

        Hey,

        jetzt habt ihr doch früher reden können. Auch wenn so ein Chat sicher anders ist, als wenn man sich dabei sehen und auch berühren kann. Aber das holt ihr ja nach ;-)

        Ich freu mich für dich, dass deine Hoffnung sich erfüllt hat, was seine Reaktion betrifft. Sicher muss er es verdauen! Seine Gedanken müssen sich sortieren, so wie deine auch. Deswegen werden euch beiden sicher die Tage bis zum Montag gut tun.

        Du bist es also gewohnt, wissenschaftlich zu arbeiten. Daher kommt deine Planung und geordnete Herangehensweise : )

        Ich finde es aber schräg (verzeih mir den Ausdruck), dass du einen Termin bei Pro Familia machen willst. Willst du das denn? Du sagst, du möchtest dein Kind bekommen. Du siehst so viel Positives! Dein Satz: „Ich finde es aber absolut unverantwortlich, das biologische Kind abzutreiben, (wenn ja eigentlich nichts wirklich dagegen spricht) um dann mit Ende 30 nicht-biologische Kinder zu adoptieren.“ trifft es doch genau ins Schwarze!
        Wozu diesen Weg einschlagen? Braucht er das gerade, um diese überraschende Situation (sicherlich hat es ihn erstmal aus dem Tritt gebracht) aushalten zu können? Er hat doch dich, die du schon so eine Ruhe ausstrahlst.

        Sein Schreck ist doch voll verständlich. Den hast du am Anfang auch aushalten müssen. Und es ist doch eine gute Sache, dass einer von euch schon so ruhig darin ist. Lass dich nicht irritieren, trau ihm zu, dass er es verdaut. Er steht zu dir und dem Kind, das hat er gesagt! :-)

        Viele Grüße!

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