Update - Abtreibung nicht vorgenommen, noch 2 Wochen bis ET

Hallo,

war jetzt einige Monate nicht mehr hier, vielleicht erinnert sich trotzdem noch jemand. Bin im Ausland und hatte mehrere Abbruchtermine, angefangen bei SSW 14 bis hin zu SSW 22. Pandemie-bedingt hatte alles länger gedauert, und irgend wie hat nichts richtig geklappt. In SSW 18 hatte ich es endlich zu einem Termin geschafft, 2 Fahrtstunden morgens um 6 Uhr im Taxi, nur um dann ein paar Stunden später nach Hause geschickt zu werden, weil angeblich nicht klar war, ob meine Plazenta mit meiner Kaiserschnittnarbe verwachsen war. Das war auch das letzte Mal, dass ich so etwas wie gemischte GefÜhle hatte, als ich die Klinik an dem Tag verlassen habe - teils Erleichterung, dass es an dem Tag doch nicht passieren wÜrde, teils Verzweiflung und Wut, weil ich es schonmal so weit geschafft hatte. Ich wollte das Kind wirklich nicht, aber das heisst ja nicht, dass mir dieser Schritt leichtgefallen wäre.

Seitdem sind viele Wochen vergangen, jetzt sind es noch gute 2 Wochen bis zum Kaiserschnitttermin. Ich hatte Panikattacken und Heulkrämpfe und alles durch an Selbstmanipulationsstrategien bis letztlich hin dazu, keine Strategie mehr zu haben, sondern das jetzt einfach zu ignorieren solange es noch geht. Also soviel und so lange gearbeitet wie ich konnte, unbeteiligt zu den Vorsorgeuntersuchungen, erst so spät wie möglich angefangen zu Hause vorzubereiten. Kurzzeitig hatte ich mich mal fÜr ein paar Tage in eine kÜnstliche Aufregung 'geschnäppchenjagt', alles gebraucht und so gut wie neu - aber das hatte nichts mit dem Kind zu tun, und mir war nach wie vor jeden Morgen erstmal nur zum Heulen zumute, wenn mir nach dem Aufwachen wieder bewusst wurde, dass ich schwanger bin. Die Kindsbewegungen habe ich nur als unangenehm empfunden, oft wehenartige Schmerzen dadurch bekommen, und wenn ich meinen Bauch angefasst habe, dann nur, um hier und da eine schmerzhafte Ausbeulung wegzudrÜcken.

All die Wochen, nichts hat sich geändert.

Vor ein paar Tagen hatte ich meinen vorerst letzten Hebammentermin - die Herztöne waren zu schwach und zu langsam, und ich sollte ins Krankenhaus. Da habe ich das erste Mal wieder so etwas wie Hoffnung verspÜrt. Statt Sorge oder Angst ums Kind. Durch das monatelange Verdrängen kommt es mir sowieso unwirklich vor, dass da bald noch ein Kind sein soll. Im Krankenhaus war ich nicht mal angespannt - und als die Herztöne dann dort auf einmal wieder normal waren, war ich nicht erleichtert sondern einfach nur mÜde. Es ist gar nichts Persönliches, ich wÜnsche dem Kind nichts Schlechtes - ich wÜnsche mir nur so sehr ein Leben ohne ein weiteres Kind fÜr mich selbst. Nicht ohne dieses bestimmte Kind in mir, sondern einfach nur ohne wer immer das auch ist. Adoption kommt wegen des Kindsvaters nach wie vor nicht in Frage, wir sind in keiner Notsituation, und auch keine dysfunktionale Familie. Ich habe im Krankenhaus einen Kaiserschnitt fÜr ET-1 ausgehandelt, musste unterschreiben, dass mir das Risiko in meinem Alter bewusst ist, von wegen möglicher Unterversorgung bei fortschreitender Schwangerschaft etc. Obwohl ich wirklich nicht mehr schwanger sein will, mich der Bauch nur stört, ich nicht schlafen kann und wie das alles eben so ist in den letzten Wochen, ist mir alles lieber, als das Kind frÜher draussen zu haben als unbedingt nötig. Ich weiss gar nicht, wie das werden soll am Kaiserschnitttag, oder in der Zeit danach. Ich bereue seit Monaten jeden Tag, dass ich nicht das Ende mit Schrecken durchgezogen habe, als ich noch konnte.

Gruss
An0nym

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Du bist nicht alleine mit Deiner Einstellung, ich las so etwas hier schon öfter - und es sollte Denjenigen zu denken geben, die eine ungewollt Schwangere auf Biegen und Brechen zum Austragen des Kindes überreden.
Bitte hole Dir psychologische und fachliche Hilfe. In welchem Land lebst Du, dass Du so garkeine Chance gegen den Kindsvater hast? Hast Du keine Möglichkeit, mit dem Jugendamt zu reden?
Du tust mir echt leid, aber alleine schaffst Du das nicht. Wenn nicht gleich Adoption, aber vielleicht wäre eine Pflegefamilie eine Option.
LG Moni

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... Ich erinnere mich... Beim Lesen empfinde ich wirklich Mitleid für dich, es muss wirklich verzweifelnd sein, einen Schritt zu bereuen den man nicht gegangen ist, welcher nun so eine Tragweite hat.
Kannst du dir vorstellen, dass sich deine Gefühle auch nach der Entbindung nicht "bessern"? Weiß dein Mann davon? Gibt es bei dir keine psychologischen Beratungsstellen? Mit der Geburt wird alles ja noch intensiver- es wird im wahrsten Sinne lebhaft.
Ich würde dir dringend raten, dich psychologisch darauf vorzubereiten. Um des Kindes wegen und natürlich deinetwegen...

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Ja, mein Mann weiss davon, er denkt und hofft, dass es nur die Hormone sind, und dass es sich mit / nach der Geburt wieder legt. Ich hoffe das auch, denn ich haenge jetzt schon so lange in diesem Loch fest und komme einfach nicht wieder raus - positive Gefuehle lassen sich einfach nicht erzwingen, man kann sich nur (vor sich selbst) verstellen und darauf warten, ob es vielleicht auf die Wirklichkeit abfaerbt.

Psychologische Beratungsstellen gibt es hier, aber die sind furchtbar ueberlaufen, die Wartelisten sind immens, und es ist nicht so wie in Deutschland. Hier herrscht eine sehr ausgepraegte Pillenkultur, vermutlich zwangslaeufig weil das Gesundheitssystem so ueberlastet ist - bei Schmerzen werden nicht die Ursachen behandelt, sondern erstmal laaaange immer staerkere Schmerzmittel verschrieben. Und bei psychischen Problemen wird nicht therapiert, es werden nur Antidepressiva verschrieben.

Mir graut vor den kommenden Jahren. Wir haben hier keine Familie (koennen hier leider auch nicht weg), haben ueberhaupt keine Hilfe, und in den letzten Jahren kam einfach nur ein dickes Ding nach dem anderen, es war jedes Jahr etwas anderes (z.B. Kind wochenlang auf Intensiv... Leberkrebsverdacht ueber mehrere Monate hinweg, bei dem Biopsie nicht ging und ich mir nur haette 30% meiner Leber entfernen lassen oder aber Wiederholungs-MRT machen lassen alle 3 Monate und gucken, was sich tut... Verhaltensauffaelligkeiten bei anderem Kind... Essstoerung in der Familie...). Ich weiss, das ist das Leben, so ist das nunmal, aber ich bin so ausgelaugt, ich laufe seit Jahren schon nur noch auf Reserve - und da obendrauf dann jetzt noch ein Kind. Ich hab echt keine Kraft dafuer, ich koennte nur noch heulen. Dazu kommt, dass ich mit Anfang Vierzig auch nicht mehr die Juengste bin - und dass das alles gar nicht in mein Lebensmodell passt. Ich bin keine "Mutti" (im allerbesten Sinne), noch nie gewesen. Ich liebe meine Kinder, aber es war nie der Plan, mit fast Rentenalter noch Teenager im Haus zu haben. Dann ist doch alles anders gekommen - spaet noch einen neuen, juengeren Partner kennengelernt ohne eigene Kinder, ihm diese Erfahrung nicht vorenthalten wollen, also noch einen Nachzuegler bekommen. Jetzt steht der Verdacht ADHD/Autismus bei diesem Kind im Raum, und es ist nicht nur anders als mit meinem ersten Kind, es ist eine ganz andere Welt, und die Belastung ist eine vollkommen andere. Haette mir vor 10 Jahren jemand gesagt, dass ich mit 3 Kindern dastehen wuerde, gefuehlt ohne eigenes Leben, ohne Zeit fuer Freunde oder Hobbies (oder einfach nur zum Schlafen!), immer nur noch zusehen, dass die Kinder beschaeftigt sind und sich nicht verletzen, und in meiner "Freizeit" putzen und Waesche falten... gefangen in dieser scheisslangweiligen Tretmuehle, immer dasselbe, und wie es mir dabei geht zaehlt einfach nicht mehr, weil ich jetzt Mutter bin, und wenn es doch zaehlt, dann nur theoretisch, aber nicht praktisch, denn an unseren Lebensumstaenden laesst sich gerade wirklich sehr wenig aendern. Ich bin so jemand, dem intellektuell total schnell die Decke auf den Kopf faellt - ich brauche immer neuen Input, ich liebe Philosophie, Politik und Wirtschaft, und eine gute Diskussion ueber Verhaltenspsychologie ist fuer mich einfach nur absolut wunderbar. Zu Hause sitzen ist nichts fuer mich, aber arbeiten gehen kann ich jetzt auch nicht mehr - denn da, wo wir leben, sind die Kinderbetreuungskosten so hoch, dass ich selbst Vollzeit nicht genug verdienen wuerde, um zwei Kinder in den Kindergarten zu schicken! Und dazu fuehle ich mich letzten Endes auch noch scheiss schuldig, weil ich nicht einfach gluecklich und zufrieden bin mit dem, was ich habe, und weil ich es nicht auf die Kette bekomme, aus dem, wie es jetzt ist, halt dann einfach erstmal das Beste zu machen. Weil ja sowieso nichts anderes uebrigbleibt, da helfen kein Hadern und Zaudern, da kann man seine Einstellung am besten gleich aendern, und wie es dann spaeter wird, in ein, zwei, drei Jahren, das sehen wir dann halt. Und solange heisst es am Riemen reissen! Aber am Riemen reissen kriege ich gerade nicht (mehr) hin, ich bekomme dauernd das grosse Heulen, oder die Riesenpanik, oder Wutanfaelle, wie so jemand der echt nicht mehr alle Latten am Zaun hat.... und wenn ich mich dann zwischendurch mal so 'von aussen' betrachte, kann ich einfach gar nicht glauben, dass ich das bin.......

So ist das gerade. Und Kaiserschnitt ist in zwei Wochen. Ich weiss nicht, wie ich mich darauf psychisch vorbereiten soll, alles was mir in den Sinn kommt ist, dass ich es einfach werde aushalten muessen, werde MICH aushalten muessen, egal wie es sein wird, wenn das Kind dann draussen ist. Mir geht es damit nur wirklich sehr, sehr schlecht.

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Ja, klar erinnere ich mich ..
Und jetzt schreibst du endlich richtig viel von dir und deinem Leben!
Ich kann es vollstens verstehen, dass es dir so geht, wie es dir geht. Du hast seit langer Zeit das Gefühl, dass du fremdbestimmt lebst. Da „kann“ es dir eigentlich gar nicht besser gehen.

Du hast ein großes (oder jedenfalls größeres) Kind aus erster Ehe? Und ein Kind im Kindergarten-Alter mit deinem jetzigen Mann. Dieses Kind entwickelt Autismus und dein Mann sieht deine Probleme seit vielen Wochen als hormonbedingt an.
Sieht er nicht mehr deine Bedürfnisse oder nimmt er sie nicht ernst? Sagst du es ihm so klar und drastisch wie du hier schreibst?
Vieles liegt an dem Land, in dem ihr lebt, dass du dein Leben nicht führen kannst, wie du möchtest. Es lässt sich wenig an euren Lebensumständen ändern, sagst du.
Warum eigentlich nicht? Müsst ihr in dem Land bleiben?

Ich habe dir im letzten Thread von profemina geschrieben. Du kannst da wirklich telefonisch Kontakt aufnehmen, um dich erstmal auf die Geburt vorzubereiten, aber auch darüberhinaus zu überlegen. Das wäre der kürzeste Weg zu professioneller psychologischer Beratung, wenn das mit der Dringlichkeit nicht möglich ist.

Du hast dich im letzten Thread hier bedankt für die guten Gedanken zu deiner Situation und konntest mit dem, was du da bekommen hast, wieder weitergehen. Du hast dich also schon bemüht und bist aufnahmefähig! Und kannst dich aushalten! #liebdrueck

Ihr habt mir so viel Hilfreiches dagelassen. – Hast du im März geschrieben.
So hast du wieder einige Wochen weitergehen können, aber leider keine Perspektive für dich gefunden.
Du bist nicht böse auf das Kind. Nur müde. Zu ausgelaugt, um dich auf dieses Kind einstellen zu können. Dir fehlt so viel, aber du hast doch immer wieder etwas gefunden, dass du weitergehen konntest. Leider zu wenig für das, was vor dir liegt.

Liegt es darin, dass dein Mann deine Bedürfnisse nicht sieht oder nicht ernst nimmt? Dass er nicht wahrhaben will, dass die Lebenssituation im Ausland dir so wenig Möglichkeit gibt, deinen Bedürfnissen nachzukommen? Dass er trotz allem die Adoption (oder eine Variante, die mehr offen lässt) ausschließt?

Du schreibst: Es ist keine Notsituation, keine dysfunktionale Familie. Aber für dich ist Not! Und da funktioniert etwas wirklich nicht! Und dein Mann checkt es nicht? Ward ihr denn bei der Entscheidung für den Abbruch noch gleicher Meinung? Du hattest vor Weihnachten geschrieben, dass Geld, Platz, Zeit, Nerven und psychische Kraft fehlen.

Wie geht es mit den anderen beiden Kindern, während du zur Entbindung in der Klinik bist?
Ist da auch so eine weite Fahrtzeit wie bei dem Termin zum Abbruch?
Und Kaiserschnitt hattest du schon. Da verstehe ich deine Angst um dich selbst!

Du hast dich so bemüht all die Wochen. Du wünschst dir ein Leben für dich selbst.
Wem hast du das mal so gesagt und wer kann damit wirklich umgehen und dir helfen?
Erst muss die Mutter versorgt sein – dann kann sie das Kind versorgen.

Du bist müde und am Ende und vor einer großen Aufgabe und ohne einen Plan, wie auch nur der nächste Tag gehen soll.
Ob es einen wachen Menschen in der Klinik gibt? Wie ist es mit deiner Hebamme?
Natürlich ist eine Pflegefamilie eine gute Möglichkeit! Wie ist das geregelt in deinem Aufenthaltsland? Würdest du lieber wieder in Deutschland leben?
Bitte schreib weiter hier! Ich glaube, es war jedes Mal wichtig und gut für dich!
Liebe Grüße von Kyra

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Hallo, warum kannst du wegen dem Kindsvater nicht zur Adoption freigegeben? Ich bin juristisch nicht bewandert, aber kann man eine Frau zwingen, das Kind zu behalten?
Erkundige dich doch mal beim zuständigen Jugendamt. Was bringt es dir und was bringt es dem unschuldigen Kind, wenn es bei dir bleiben muss? Bist du mit dem Kindsvater zusammen? Wenn nein, dann kann doch er das Kind nehmen.
Aber melde dich auf jeden Fall mal beim Jugendamt und schildere deine Situation. Ich denke schon, dass du gemeinsam mit einem Betreuer eine Lösung finden kannst 👌

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Hallo,

ich habe es so verstanden, dass du mit dem Vater des Kindes zusammen lebst? Kann er für dich bei einer psychologischen Beratungsstelle anrufen und die Dringlichkeit schildern? Vielleicht ziehen sie dich in deinem extremen Fall vor oder können euch weitervermitteln.
Ich glaube dir, dass du das Kind ablehnst und auch die Gründe wie fehlende Kinderbetreuung usw. sind verständlich. Allerdings klingst du auch sehr depressiv, schrecklich belastet und beschreibst dich auch selbst, als von außen betrachtet, krank im Verhalten.

Du scheinst Medikamente abzulehnen aber wäre es vielleicht möglich für dich es trotzdem zu testen? Einfach um zu gucken ob es besser wird, die negativen dunklen Gedanken vielleicht zurückgehen? Das kann dann zumindest die Zeit überbrücken und erträglicher machen, bis du eine geeignete Therapiemöglichkeit gefunden hast.

Aber wer weiß, vielleicht freust du dich nach der Geburt doch, wegen der Hormone usw.
Aber wenn das Baby da ist und du dich so gar nicht freuen kannst, dann ist es so. Es ist schade, aber dadurch passiert erstmal nichts schlimmes. Kann dein Partner sich die erste Zeit um das Baby kümmern?

Ich wünsche dir ganz viel Kraft!

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Ja, ich kann jetzt nur für mich sprechen, ich war eine Zeit lang nach der Geburt meines zweiten Kindes auch sehr am Limit, zwar bei weitem nicht so stark wie die Beitragsstellerin, aber ich habe gemerkt, dass ich etwas ändern muss, wenn ich nicht irgendwann in eine Depression abrutschen möchte. Ich habe mir dann Hilfe gesucht. Es hat sich herausgesucht, dass ich wie mein erster Sohn an ADHS leide. Die Medikamente sind ein Segen für mich. Ich habe immer noch zwei Kinder, immer noch keine Unterstützung, ja, manchmal fällt mir die Decke auf den Kopf, aber- ich habe nie das Gefühl, dass mich das alles überfordert oder dass ich ausbrechen möchte. Ich bin jetzt unfassbar gelassen und entspannt.
Auch Antidepressiva sind nicht per se schlecht. Die Disposition für Depressionen haben schon etwas mit der Hirnchemie zu tun.
Und wenn dann noch dazukommt, dass man über Jahre hinweg seine eigenen Bedürfnisse unterordnet und verdrängt, dass es einem nicht gut geht, dann wird es irgendwann sehr sehr kritisch...

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Ich verstehe nicht ganz, warum du die Abtreibung nicht durchgeführt hast. Klar Pandemie, aber das kann doch nicht sein, dass man es in 15 Wochen (bzw offensichtlich sogar länger in dem Land, in dem du aktuell wohnst), nicht schafft, einen Termin zu bekommen. Zur Not fliegt man halt nach Holland.

Jetzt ist es wie es ist und so wird gar nichts funktionieren.

Was mich immer wundert, ist dass Frauen sich scheinbar plötzlich in solchen Situationen finden. Wenn du so gar nicht für Familie angelegt bist, warum dann eine gründen, bzw mit neuem Partner weiterführen? Das verstehe ich einfach nicht.

Jetzt hast du scheinbar einen Burn Out. Also Tabletten halte ich ja in deiner Situation für nicht unangebracht. Denn an den Umständen lässt sich ja kaum etwas ändern.

Was du tun solltest ist dich trennen, und deinem Mann das Sorgerecht lassen. Ist zwar für ihn sicher auch hart, aber ansonsten wirds düster. Armes Kind... Das kann für den Schlamassel ja mal gar nichts.

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Ich bin in diesem Bereich etwas bewandert und ich sage dir, dass das was du schreibst, nach einer handfesten Depression klingt. Du MUSST dir sofortige Hilfe suchen. Schleunigst. Gestern noch. Ich würde an deiner Stelle nicht zögern und mich SOFORT bei einer psychiatrischen Ambulanz vorstellen und dann genau das erzählen, was du hier erzählt hast. Lass dich nicht abwimmeln. Wir hier können dir damit nicht helfen das verlangt professionelle Hilfe und zwar JETZT. Ich sehe sonst ehrlich gesagt eine selbst- uns Fremdgefährdung bei dir. Das ist nicht einfach mehr eine depressive Episode, dass ist eine SCHWERE Depression, aus der du alleine nicht herauskommst. Es ist in meinen Augen sogar ein psychischer Notfall.

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Hi!

Ich wollte mich jetzt aufgrund der Dringlichkeit auch mal zu Wort melden. Ich muss snowcrystal auf jeden Fall recht geben! Ich bin selbst Mediziner und bin auch überzeugt davon dass du dich in einer schweren Depression befindest!! Bitte hol dir umgehend Hilfe! Das schafft man nicht alleine! Unmöglich!! Das mit der selbst- und fremdgefährdung sehe ich ganz genauso!!!! Wenn dir der Antrieb fehlt dir Hilfe zu suchen dann bitte deinen Mann/Partner darum dir sofortige Hilfe zu suchen!! Nach der Geburt denke ich dass es wahrscheinlich noch schlimmer wird mit der Depression und das gefährdet dich und das arme Baby! Es ist hilflos und auf einen Menschen angewiesen! Eine Depression ist eine wirklich ernstzunehmende Erkrankung, spreche aus Erfahrung! Aus meiner Familie haben sich 3 Mitglieder selbst das Leben genommen!!
Solltest du bis zum Kaiserschnitt keine Hilfe bekommen/annehmen dann vertrau dich bitte dort einem Arzt an! Und erzähle ihnen die gesamte Geschichte von Anfang an sonst wird es als schwangerschaftsdepression abgetan. Ich würde an deiner Stelle in diesem Zustand nicht selbst mit dem Kind nach Hause gehen, eine paar Tage nach der Geburt kann eine Schwangerschaftsdepression dann das Fass zum überlaufen bringen!
Du brauchst keine Angst zu haben dich den Ärzten anzuvertrauen, du kannst nichts dafür! Es ist eine Erkrankung!!!! Deine Gedanken und Handlungen sind Ausdruck dieser Erkrankung!! Bitte bitte vertrau dich so schnell wie möglich einem Arzt, am besten einer psychiatrischen notfallambulanz an, erzähl ihnen die ganze Geschichte, oder lies ihnen vor was du hier im Forum geschrieben hast!! Du wirst sicher keine Vorwürfe dort kriegen oder geschimpft werden sondern es wird dir in deiner Situation geholfen!! Nochmal und das meine ich wirklich ernst, es liegt hier selbst- und fremdgefährdung vor!! Das heißt auf deutsch man muss Angst haben/annehmen dass du dir oder deinem Baby etwas antun könntest!

Ich bin aus Österreich und hier haben wir die Möglichkeit ein Baby in einer babyklappe (das gibt es in manchen Spitälern) abzugeben, anonym, ohne Bürokratie, ganz schnell und einfach. Sollten alle Stricke reißen bevor schlimmeres passiert!!

Ich hoffe du kannst dir noch jetzt Hilfe organisieren, halte dir und deinem Baby die Daumen!!

Lg

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Danke für den Kommentar und deine Unterstützung! Ich habe mich erschreckt, als ich den Beitrag gelesen habe und bin froh, dass meine Einschätzung gestimmt hat...ich hoffe sie bekommt schnell Hilfe...

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Wie geht es dir denn jetzt, wenige Tage vorm KS oder war dieser schon ?
Ich drücke dir die Daumen und hoffe , du meldest dich danach mal bei uns.