Meine Gedanken nach der Abtreibung

    • (1) 07.01.07 - 20:47
      besser in black

      Ich habe so einiges hier gelesen. Auch ich habe vor langer Zeit einen Abbruch hinter mir. Ich bin damals mit der Einstellung ran gegangen, dass es zu verkraften wäre.... ich hab mich geiirt. Wie auch immer. Ich hab meine Gedanken damals einfach so aufgeschrieben und möchte sie euch gern zu lesen gebe. Vielleicht hilft es ja jemand weiter auch die Situation danach nicht aus den Augen zu verlieren!


      Alles ist anders!
      Es ist als hätte man einen Teil von mir genommen. Es ist so leer in mir, so still, so einsam.
      Ich kann nicht fassen, dass ich dazu in der Lage war. Was hat mich dazu bewegt? Ich wollte dich doch lieb haben. Aber stattdessen hattest du einfach keine Chance.
      Stunde um Stunde denk ich an dich. Jede Minute, die ich allein bin, habe ich das Gefühl es nicht zu ertragen. Wer ist die Frau im Spiegel? Bin ich es?! Das Schlimme ist, ich bin es wirklich. Alles ist Realität.
      Wie soll ich dich los lassen? Ich kannte dich doch nicht mal. Ich hab gespürt, dass es dich gibt. Alles hat sich verändert und plötzlich bist du weg. Ich möchte so gern schreien. Ich will dieses taube Gefühl der Ohnmacht von mir schütteln, aber es will nicht weichen. Es bleibt. Wird es für immer bleiben? Wird es blasser? Wird es mein Alltag werden?
      Wo sind die Gründe, die so schwer waren, das wir dachten, es wird nicht gehen? Warum sind sie jetzt so nichtig? Wie Seifenblasen zerplatzt.
      Ich fühle mich als wäre ich eine Zeit lang durch dicke Nebelschwaden gegangen, als läge ein Schleier über allem. So dick, dass ich meinen Weg nicht finden konnte, die Hand vor Augen nicht sehen konnte. Ich war unfähig zu fühlen, ob ich mich in die richtige Richtung bewege. Und nun, wo die Sicht klarer wird, der Nebel verschwindet, merke ich, dass ich in die falsche Richtung gegangen bin. Es gibt kein Zurück mehr. Ich bin zu weit gegangen -
      Einzig was bleibt ist dieses schwarze tiefe Loch, mein leerer Bauch. Hilf mir das Licht zu sehen, denn ich hab Angst!

      • Hallo Du!
        Erstmal möchte ich Dir sagen, dass es mir leid tut, dass Du mit Deiner Entscheidung wohl einen Fehler gemacht hast.#liebdrueck
        Hast Du Dir damals Hilfe gesucht? Und wie gehts Dir heute damit?

        (Du musst nicht antworten, wenn Du das nicht möchtest)

        LG

        Uihhhhhhhhhhh da kommen mir doch glatt die Tränen#heul

        Und es erinnert mich sehr an meine Freundin.
        Sie hat damals abgetrieben und jetzt zerbricht sie fast dran.
        Das schlimme ist,das sie jetzt schon seit 3 Jahren versucht schwanger zu werden,aber es klappt nicht.
        Sie is sogar in Behgandlung,denn sie macht sich schreckliche Vorwürfe.

        Es tut mir leid,das du deinen damaligen Entschluß jetzt so bereust!

        (4) 08.01.07 - 09:55

        Vielen Dank euch beiden.

        Mir geht es inzwischen wieder besser. Aber es gibt dennoch viele Momente in denen man dran denkt und man mit Grausen auf diesen Tag zurück blickt.
        Ich hatte gedacht, dass es "das Beste" wäre. Im Interesse aller. Heute wäre ich froh gewesen, wenn es mir nicht jeder so leicht gemacht hätte. Aber die Schuld kann ich nicht auf andere abwälzen.
        Es ist meine Vergangenheit mit der ich irgendwie zurecht kommen muss. Und das ist nicht einfach.

        Hoffentlich liest jemand diesen Beitrag und denkt über die getroffene Entscheidung nochmal nach. Einen Weg gibt es doch immer irgendwie.

        Einen traurige Mama

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