( Gewollt ) schwanger nach Abtreibung und Schuldgefühle

    • (1) 16.02.07 - 16:44

      Hallo,

      ich würde mich freuen über dieses Forum Menschen kennenzulernen, die nach einer Abtreibung ( gewollt ) ein Kind bekommen haben.

      Ich war damals sehr jung und ging noch zur Schule. Ohne Schulabschluss und alleine gelassen entschied ich mich damals zu einer Abtreibung. Ich habe diese über die Jahre immer wieder bereut, aber gelernt meine Entscheidung damals zu akzeptieren und mit ihr zu leben.

      Jetzt bin ich glücklich verheiratet und schwanger mit unserem Wunschkind. Allerdings muss ich immer öfter an das Kind denken, dass ich hätte haben können. Ich habe noch größere Schuldgefühle gegenüber diesem Kind, seit ich schwanger bin. Es kommt mir so vor, als ob ich es betrügen und ersetzen wollte. Ich habe oft mit diesem Kind in Gedanken geredet, versucht zu erklären warum ich damals so gehandelt habe.

      Wie geht ihr mit euerer Abtreibung um? Leidet euer Verhältnis zu eueren Kíndern dadurch? Lernt man dadurch vielleicht sogar zu vergessen?

      Vielen Dank für euere Erfahrungen

      • Hallo,

        ich hatte einen Abbruch mit 19 aus ähnlichen Gründen wie du. Mit 29 habe ich dann mein Wunschkind bekommen.

        Mir hing das Erlebte eigentlich nicht nach. Eher im Gegenteil: ich wusste, dass ich meinem Kind damals nicht die Mutter hätte sein können, die ich heute bin. Denn abgesehen von den ganzen finanziellen Sorgen, die damals auf mich zugekommen wären, habe ich mich einfach damals auch zu unreif gefühlt und wäre mit der ganzen Situation auch komplett überfordert gewesen.

        Richtig vergessen geht wohl nie, aber du musst auch dir selber verzeihen lernen. Halt dein Kind in guter Erinnerung, vielleicht schreibst du mal Tagebuch oder einen Brief an das damals Nichtgeborene, in dem du dir einfach mal deine ganzen Gedanken von der Seele schreibst?

        Mein Verhältnis zu meinem Kind hat deswegen auch nicht gelitten. Das, was ich meinem Kind heute geben kann, hätte ich ihm damals nicht geben können. Das tut mir leid, aber mein geborenes Kind hätte auch nichts davon, wenn ich ständig mit dem Schicksal hadere.

        Dir alles Gute
        Claudia

        • (3) 16.02.07 - 23:12

          ***


          • Dein dummes Gewäsch kannst Du Dir sparen ...

            Ist wiedermal Wochenende und mischen wir Ungeplant bei Urbia ein wenig auf - oder wie denkst Du Dir das ?

            Wenn Du gegen Abtreibung bist, dann frage bei Profamilia, der Diakonie und ähnlichen Organisationen ob dort helfen kannst - und die Betonung liegt hier auf helfen ! - z. B. junge Mütter die ungewollt schwanger wurden zu betreuen.

            Dein bigottes Geschwafel in Schwarz hilft keinem Menschen und ist einfach nur feige !

              • (7) 17.02.07 - 10:09

                #danke

                Ich hatte aber keine Ausbildung und meine Schule noch nicht fertig und wie schon gesagt, der Haptgrund war, das ich mich einem Kind einfach noch nicht gewachsen gefühlt habe. Ich wäre keine gute Mutter gewesen - so ist das.

                • Und zu der ehrlichen Einschätzung braucht es auch eine Menge Mut.
                  Ignorier solche Postings besser und überlass es anderen, sich für dich zu ärgern.

                  Wenn dir nicht klar wäre, dass es unter Aufbietung aller Kräfte noch eine andere Möglichkeit gegeben hätte, hättest du sicher auch keine Schuldgefühle - denke ich. Exakt deshalb finde ich solche Posting überflüssig - sie stechen in eine sowieso vorhandene Wunde, um die eigene moralische Großartigkeit zu betonen.

          (10) 17.02.07 - 11:09

          10 Jahre Unterschied sind in Sachen Reife und Erfahrung eine Menge.
          Ich bin jedenfalls nicht mehr dieselbe Person wie mit 17.
          Ich bin nichtmal mehr dieselbe wie vor 5 Jahren.

          Insofern ist dein "Einwand" völlig am Leben vorbei.

      (11) 17.02.07 - 00:06

      Unreif ? Hast Du dich gefühlt aber zum........ nicht?

      Da haste nicht mehr mit Barbies gespielt,wa?


      Kopfschüttelnde 2 Männer

      • seid lieber froh, dass das Thema euch nicht betreffen KANN. ;-)


        es stänkert sich doch besonders schön, wenn man selber im sicheren Elfenbeinturm sitzt, gell?

        spielt ihr noch mit barbies? angesichts der geistigen "reife", die ihr hier zeigt, könnte man das annehmen.

        wisst ihr was? verzichtet doch einfach den rest eures lebens auf sex, wenn ihr sooo gegen abtreibungen seid. dann seid ihr garantiert nie mit"schuldig" an einer solchen. ;-) könnte ja sonst passieren dass irgendeine dame ungewollt schwanger wird und entgegen eurem willen abtreiben möchte. auf sex verzichten kommt nicht in frage? och? wieso denn nicht?? da nehmt ihr dann lieber in kauf, irgendwann mal sozusagen mitverursacher einer abtreibung zu sein? tzt tzt...

      Auf so einem Niveau diskutiere ich nicht :-p. Ist mir relativ egal, ob ihr mit dem Kopf schüttelt oder nicht.

      Uh 2 Männer.

      Schpüttelt lieber den Kopf über eure ebenso reif-zum-poppenden Geschlechtsgenossen, die nicht abtreiben müssen, um den unliebsamen Fehler loszuwerden. Die ziehen in dem Alter in massen den Schwanz ein und sind weg - Verantwortung übernehmen diese Heldern weder auf die eine noch auf die andere Weise.

      Mit welchen Recht schüttelt ihr also die Köpfe?

Huhu!
Ich war in einer ähnlichen Situation.#schmoll
War mit 16 schon einmal schwanger und habe abgetrieben. Habe immer sehr darunter gelitten aber irgendwann versucht damit zu leben.
Mit 21 hab ich dann meine bezaubernde Tochter (Wunschkind) bekommen. Bei mir kam dann alles wieder hoch. Musste viel an mein 1. Kind denken und hatte wahnsinnige Schuldgefühle. Durch meine Tochter hab ich mich meinem Sternchen noch verbundener gefühlt.#stern
Nun bin ich 25 und erwarte mein zweites (bzw. drittes) Kind. Inzwischen mach ich eine Therapie um die Abtreibung von damals zu verarbeiten. Das hilft mir sehr. Ich bin damit nicht klar gekommen. Hatte Angstzustände, Panikattaken und Depressionen. Durch die Therapie hab ich nun gelernt damit zu leben. Ich habe meinem ungeborenen Kind einen Brief geschrieben und konnte mit der ganzen Sache so besser abschliessen.#kerze
Glaub bitte nicht dass Du durch die Geburt eines anderen Kindes die Abtreibung vergessen kannst oder wirst. Wenn Du feststellst dass Dir die ganze Sache noch sehr nah geht und Dich emotional immer wieder aufwühlt wende Dich an eine psychologische Beratungsstelle...#pro
Mir gehts nun endlich nach fast 9 Jahren wieder besser und ich freu mich über alles was die Zukunft nun bringt...#herzlich
Ich wünsche Dir alles Gute für Deine Zukunft!
Luc224+Maya(4)+Luc(30+6)+Sternchen im#herzlich

  • (18) 17.02.07 - 09:33

    Hallo Luc224

    Ich kann dem nur zustimmen!
    Schön das du es geschafft hast...bei mir wird es wohl noch ein langer Weg :-(
    Meine Geschichte steht unter deiner...Kannst ja mal lesen, wenn du magst.

    Alles Liebe und Gute für Euch!

    LG
    Yvi & Cynthia & Krümelchen dort oben #stern

Huhu

Ich erzähl Dir mal meine Geschichte!
Es war Anfang August 2002.
Ich sollte in 4 Wochen meine Ausbildung in Frankfurt am Main anfangen. Ich war immerhin schon 22 und wohnte zu der Zeit noch bei meiner mama an der Nordsee (kurz vor Dänemark).
Jesenfalls ging ich zum FA weil meine tage nicht kamen und schwubs: ich war schwanger...für mich brach eine Welt zusammen...ich sollte doch endlich meine Lehre machen können...und zu guter letzt verließ mich mein freund überstürzt, als er von der Schwangerschaft erfuhr.

Ich hab tagelang an nichts anderes denken können. Ich wollte immer ein Kind haben, aber wie sollte das klappen?
Ich habe erneut einen Termin mit meiner FÄ gemacht und ihr alles erklärt.
Ich bin dann zur Pro Familia gegangen und hatte wirklich ein tolles gespräch. Sie hat meine Entscheidung verstanden. Hätte ich in der Nähe von meiner Mama die lehre anfangen sollen, wär es kein Thema gewesen...aber so sollte es 800km weit weg passieren...
Es konnte mir niemand helfen.

Ich habe dann den Schein bekommen, bin zur Krankenkasse hab die Bestätigung bekommen, das sie es übernehmen.

An dem Tag morgends als der Eingriff passieren sollte, lernte ich meinen jetzigen freund kennen.
Der Eingriff war soweit ok. hatte kaum Beschwerden...aber die Seele hat seitdem ein knacks weg.

Naja...1 Woche vor Lehrstellenantritt bekam ich dann mitgeteilt das die lehrstelle nicht angetreten werden kann, weil Firma pleite!

Ich habe also mein Baby getötet, für nichts und wieder nichts.
Ich denke noch oft an das alles zurück.
Ich habe inzwischen eine 1 jährige Tochter mit dem freund den ich am Abtreibungstag kennenlernte!
Aber zum ANfang hatte ich arge Probleme. Immer wenn die Kleine mich anschaute am Anfang dachte ich : Und sowas hast du getötet...
War schon alles ein sehr großer seelischer Kampf, der glaub ich noch lange nicht gewonnen ist!

LG
Yvi

  • (20) 17.02.07 - 14:06

    Ja...
    So etwas kann man nur verstehen wenn man es selber durchgemacht hat...#schmoll
    Ist schon schlimm...ich wünschte ich hätt diese Erfahrung nie machen müssen...:-[
    Ich wünsche Dir alles Gute für Deine Zukunft...
    Ich zünde hier noch zwei #kerze#kerze für unsere beiden #stern#stern ...
    LG Luc224

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