Was passiert wenn man kein Geld für Tierarztrechnung hat?

    • (1) 25.07.10 - 12:16

      Hallo

      In Anlehnung an meinen Thread weiter unten, frag ich mich, was ist wenn ich den Hund nehme und in einem Jahr steht einen OP an.
      Was, wenn ich das Geld dafür dann nicht habe?
      Wird man dann vor die Wahl gestellt, einschläfern oder operieren?
      Ich mein, man kann doch kein Tier einschläfern was durch eine OP eine normale Lebenserwartun hat, oder doch?

      Ach man, mir gehn soviele sachen durch den Kopf...

      • Hallo

        Wenn du einen guten Draht zu deinem Tierarzt hast, kannst du eine Ratenzahlung vereinbaren.
        Das ist heute keine Seltenheit und ich finde es auch nicht schlimm!
        Heute finanzieren Leute Autos, Küchen, Waschmaschinen... warum also auch nicht eine mögliche OP?!

        LG minimal

        Hallo,

        man muss sich schon genau überlegen, ob man das Geld hat, ein Tier auch tierärztlich adäquat versorgen zu können. Der Tierarzt ist keine Wohlfahrtsorganisation. Und man muss sich überlegen, ob man im Ernstfall genug Mumm in den Knochen hat, zu entscheiden.

        Ich habe seit 10 Jahren eine Katze, die jedes Jahr zum "Katzencheck" beim Tierarzt geht. Das bedeutet allgemeine Untersuchung, Impfung, Entwurmen, Zahnstein entfernen (bekommt sonst Zahnfleischentzündung!). Das kostet schon ganz ordentlich.

        Wenn das Tier eine Op bräuchte, die meine finanziellen Möglichkeiten überschritte, würde ich es einschläfern lassen. Dazu stehe ich.

        Ich habe mein Geld nur einmal und muss auch noch eine Jugendliche versorgen. Im Ernstfall kommt bei mir der Mensch vor dem Tier.

        Aber bisher konnte ich noch jede Behandlung bezahlen.

        lg die hinterwäldlerin

        P.S. Es gibt ja Tier-Krankenversicherungen...weiß nicht, ob die eine Lösung des Problems darstellen...?

        • Hallo

          Du lässt jedes Jahr bei deiner Katze Zahnstein entfernen? Dann wird sie ja jedes Jahr aufs neue in Narkose gelegt. Ich finde das überflüssig. Dein TA weiss scheinbar, wie er seinen Patienten das Geld aus der Tasche ziehen und ihnen dabei ein ruhiges Gewissen vermitteln kann.

          Zahnstein wird entfernt, wenn es nötig ist und das ist es nicht jedes Jahr. Wenn deine Katze so viel Zahnstein hat, solltest du mal über ihr Futter nachdenken. Kommt schlussendlich günstiger und ist gesünder für das Tier.

          Ich finde das was du schreibst nicht geradlinig. Wenn es bei mir um neue Klamotten für die Kinder, oder die Gesundheit von einem meiner Tiere geht, würde zuerst das Tier kommen. Gesundheit geht vor, egal ob bei meinen menschlichen Familienmitgliedern, oder den tierischen. Und wenn bei uns einen Monat lang fast nur trockene Kartoffeln, Nudeln und Brot auf den Tisch kommen, um eine TA-Rechnung zu begleichen, dann ist das halt so. Das wusste ich aber BEVOR ich mir ein Tier angeschafft habe und meinen Kindern werde ich den gleichen Respekt für Tier und Umwelt zu vermitteln versuchen.

          Ein Tier ist ein Lebewesen mit einer Seele, Gefühlen und Schmerzempfinden wie du und ich sie haben. Es einfach 'entsorgen' zu lassen, nur weil man die Kosten und damit verbundenen Einschränkungen nicht 'ertragen' möchte, nur weil das Tier keine Stimme hat und sich nicht wehren kann, finde ich nicht fair.

          Auch ein Teenager kann Abstriche machen, wenn es um das Wohl des eigenen Haustieres geht. In den meisten Fällen wollen es die Kinder sogar so, weil sie ihre Tiere lieben. Es sei denn, ihnen wird ein falsches Wertebild vermittelt à la "Es gibt ja genug andere Tiere, denen man ein neues Zuhause geben kann..."

          Sollte ich in meinem nächsten Leben als Haustier wiedergeboren werden, würde ich mir wünschen bei jemandem zu landen, der mehr Respekt für mich aufbringen kann.

          Für die Zukunft wünsche ich dir, dass du auch weiterhin für alle TA-Rechnungen aufkommen kannst. Mein alter Kater bekam Diabetes. Das war ein erheblicher Zeit- und Kostenfaktor. Wir haben ihn durchgeboxt solange es für ihn tragbar war. Der Diabetes war super eingestellt, leider bekam er nur zwei Jahre nach der Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs und ab da ging es rapide bergab. Als er nicht mehr wollte, haben wir ihn einschläfern lassen. Das haben wir getan, damit er sich nicht unnötig quält und voller Angst sterben muss. Nie im Leben wäre ich auf den Gedanken gekommen ihn vorher zu 'erlösen', nur um mir ein angenehmeres Leben zu ermöglichen. Dafür habe ich ihn viel zu sehr geliebt und als Gefährten geschätzt. Und jeden verdammten Tag hat er mir während seiner Krankheit gezeigt wie gut es ihm geht, wie wohl er sich fühlt und wie dankbar er uns ist.

          Tiere nehmen voller Dankbarkeit an was wir ihnen geben und sie geben uns alles was sie haben zurück. Im Grunde macht nur der Mensch dabei ein wirklich gutes Geschäft.

          LG, Ciara

          • (5) 26.07.10 - 16:08

            Wo hat sie denn geschrieben, dass sie ihre Tiere einschläfern lassen würde, wenn OP gegen Modekleidung ihrer Kinder steht?

            Bevor meine KINDER hungern müssen oder nichtsmehr zum Anziehen haben (ergo in den viel zu kleinen, nichtmehr passenden Schuhen oder Klamotten rumlaufen) kommen zuerst meine KINDER und dann das TIER!!!!

            Tiere haben gewiss nicht solch ein Sozialverhalten wie MENSCHEN, aber das begreifen die wenigsten hier.

            Das Tier wird von dir versorgt und dafür gibt es eine Gegenleistung.Mehr nicht.

            • (6) 26.07.10 - 19:43

              Hallo

              Das mit der Kleidung habe ich als Beispiel geschrieben. Genauso wie das Beispiel mit den Kartoffeln, den Nudeln und dem Brot.

              Eine OP für sein Haustier muss man ja nicht stets und ständig finanzieren, von demher muss man sein Kind sicherlich nicht in viel zu kleiner Kleidung und viel zu kleinen Schuhen herumlaufen lassen, wenn es denn mal soweit kommen sollte. Und wenn es denn doch mal soweit kommen sollte, gibt es sicherlich Secondhand-Geschäfte, oder sonstige Billigläden, die vorübergehend aushelfen können. Irgendeine Lösung gibt es immer.

              Und falls man blöderweise doch ein Tier erwischen sollte, das ständig Gast bei einem TA ist und man es sich nicht leisten kann, dann kann man es sicherlich im TH unterbringen, die sich dann darum bemühen werden einen adäquaten Platz für das Tier zu finden, anstatt es einschläfern zu lassen.

              Du hast Recht, Tiere haben nicht solch ein Sozialverhalten wie wir Menschen. Tiere haben ein besseres. Oder liest du hier stets und ständig Beiträge von irgendwelchen Tieren, die sich über diesen und jenen auslassen? Im Gegensatz zu uns Menschen, würde ein Tier seinen Menschen nicht einfach so im Stich lassen oder sich seiner 'entledigen'. Wobei alle Arten von Tieren sehr gut, vielleicht sogar besser, ohne uns Menschen leben könnten.

              Menschen wie du scheinbar einer bist, mit genau dieser Einstellung, fehlt der nötige Respekt und das Verantwortungsbewusstsein für ein Tier.

              Dein Satz: "Das Tier wird von dir versorgt und dafür gibt es eine Gegenleistung." sagt schon alles aus und wenn du das tatsächlich so siehst, solltest du vielleicht besser kein Tier halten. Wie man heute nämlich glücklicherweise weiss, sind auch Tiere Lebewesen und haben eine Seele, können Schmerz, Glück und Freude empfinden und hängen an ihren Menschen und Gefährten.

              Früher dachte man Affen wären dumm. Heute weiss man, dass Affen den Menschen verstehen und ihm sogar mit Hilfe von Karten und Fingerzeig antworten können. Können wir das auch von uns sagen? Sind wir in der Lage Affen zu verstehen?

              Wir sind so überheblich, dass wir denken wir stünden über den Tieren weil wir komplex denken und miteinander kommunizieren können. Dabei sind wir so dumm, dass die meisten von uns nicht mal die Körpersprache unserer eigenen Hunde verstehen können. Die widerum sehr wohl unsere Kommandos wie 'Sitz', 'Platz', 'Bleib' oder sonstiges lernen, obwohl das nicht ihre Sprache ist. Und das lernen sie sogar in allen Sprachen, die es auf unserer Welt gibt! Die Körpersprache unserer Hunde ist überall auf der Welt die gleiche. Sollte also für uns ach so intelligenten Menschen sehr viel leichter zu lernen sein. Und wahnsinnig viel effektiver!! Immerhin könnten wir dann wirklich ALLE Hunde auf der GANZEN Welt verstehen. Aber das haben wir ja nicht nötig. Das Tier hat ja eine Gegenleistung zu erbringen, dafür das wir es versorgen. Jedenfalls solange wir 'Bock' darauf haben.

              LG, Ciara

            • "Tiere haben gewiss nicht solch ein Sozialverhalten wie MENSCHEN, aber das begreifen die wenigsten hier. "

              Da hast Du Recht.
              Sind Tiere nicht schon von uns versaut, haben sie ein deutlich sauberes und klareres Sozialverhalten als wir.
              Die Vorstellung, was für UNS besser ist, mag unterschiedlich sein, aber ich würde es glatt als "besser" bezeichnen, sich nicht aus Langeweile gegenseitig die Köpfe einzuschlagen und Leid anzutun z.B.

              Gruß,

              W

          Stimmt, hast Recht, das mit dem Zahnstein wird eher alle zwei Jahre gemacht. Und zu dem Futter dazu gibt es unterschiedliche Meinungen. Es gibt bei Tieren solche, die mehr zur Zahnsteinbildung neigen wie andere. Ist wie bei den Menschen ;-).

          Ich kann im übrigen deine Aufregung nicht so recht verstehen. Ein klarer Pragmatismus im Bezug auf den Umgang und die Entscheidungen mit dem Tier bedeuten nicht, dass ich meine Katze LEICHTFERTIG und ACHTLOS einschläfern würde.

          Ich bilde mir nicht ein, nachfühlen zu können, was ein Tier fühlt. Diese Walt-Disney-haften anthropomorphen Projektionen haben meines Erachtens weder etwas mit Tierliebe noch mit Respekt vor der Kreatur zu tun, sondern vielmehr mit dem Egoismus der Menschen.

          Auch eine Oliver-Twist-hafte Szene, wo die ganze Familie darbt, weil Lassies OP bezahlt werden muss, liegt mir fern.

          Ich bin auf dem Land aufgewachsen, wo ein Tier ein Tier war und ein Mensch ein Mensch.

          Es ist keine Tierliebe, Tiere mit Menschen gleichzusetzen.

          Mir hat ein alter Landtierarzt mal gesagt: Ein Tier, dass durch eine Erkrankung/Verletzung nicht mehr nach seiner Natur, seinen Instinkten leben kann, sollte eingeschläfert werden. Alles andere ist Quälerei und Einbildung der Menschen. Ich finde das nachdenkenswert. Das steht in keinem Widerspruch dazu, dass wir unsere Katze sehr lieb haben.

          Im Gegensatz zu dir bilde ich mir eben nicht ein, zu wissen, was mein Tier "denkt" und fühlt.

          Wie gesagt,so eingebildet bin ich nicht, jedenfalls nicht an der Stelle #cool.

          idS

          die hinterwäldlerin


    Viele bieten Ratenzahlung an, da muss man sich aber vorher informieren.
    ABER
    Ich würde dir auch raten ne Versicherung abzuschließen.

    Die kostet ca. 30-35€ im Monat und deckt OPs ect. aber auch Vorsorgemaßnahmen wie Impfungen mit ab.

    Du hast also außer den festen 30-35€ im Monat keine überraschenden Kosten.
    Die agila soll gut sein.
    Google mal.

Hallo,

ich denke es kommt auf den TA an. Bei meiner deutschen TÄ kann ich in Raten bezahlen. Ich bin aber auch schon seit 7 Jahren mit meinem ganzen Zoo bei ihr.

Unsre spanische TÄ ist sogar noch netter. Sie hat unsre Bulldogge wiederbelebt was sicher nicht ganz billig wird. Ich schätze mal so 400Euro. Mein Mann war mit dem Hund beim TA als sie umkippte und wiederbelebt werden musste. Er hat ganz erschrocken gestottert das er sich nicht ist ob wir uns das alles leisten können und die TÄ meinte nur Geld sei jetzt nicht wichtig.

Hinterher hat sie meinem Mann angeboten das wir ihre Rechnung nächstes Jahr bezahlen können.
Ich war dann nochmal da und hab ihr gesagt das wir die Rechnung natürlich jetzt bezahlen können aber sie will das gar nicht. Die Spanier sind da glaub ich etwas eigen.
Ich bin am überlegen ob ich bevor wir nach Deutschland fahren darauf bestehe die Rechnung zu bezahlen oder ob die TÄ sich dann gekränkt fühlt.
Da habe ich für mich noch keine abschließende Lösung gefunden.

LG dore

  • (16) 26.07.10 - 15:21

    Das ist eine tolle Tierärztin. Ich finde die Aussage, dass Geld jetzt nicht wichtig ist in dieser Situation total klasse und super sympathisch!!

    LG, Ciara

Ganz ehrlich würde ich es an Deiner Stelle sein lassen mit dem Hund, wenn Du vorher schon solche Überlegungen anstellst.

Franz. Bulldoggen sind recht krankheitsanfällig und es können durchaus hohe Kosten auf Dich zukommen aber Ihr bzw. der Hund habt das Glück, dass die Rasse momentan sehr in Mode ist und der Hund sicher ein vernünftiges Plätzchen findet, wo angemessen für ihn gesorgt werden kann.

Im Tierheim wird er sicher nciht landen!

Gruß,

W

Hallo,

lass die Finger von dem Hund.
Wenn Du schon damit "planst" ggf. Tierarztkosten auf Raten zu bezahlen würde ich es an Deiner Stelle sein lassen.

Gruß

mein hund hatte letztes jahr ne schwere erkrankung. insgesammt hatten wir kosten von knapp 900 euro. ich war ehrlich zum TA und sagte nach den ersten 450 euro: langsam wirds sehr knapp mit dem geld. (die kosten liefen innerhalb von 6 wochen an)

dann bot er mir ratenzahlung für den rest, berechnete nur noch medikamente und schenkte mir seine zeit. und das hat geklappt ;-)

ein gewissenhafter TA würde eine tier behandeln - auch ohne sofortige bezahlung... anderenfalls hätte er wohl den falschen job...

  • "ein gewissenhafter TA würde eine tier behandeln - auch ohne sofortige bezahlung... anderenfalls hätte er wohl den falschen job... "

    Die wenigsten Dienstleister können es sich auf Dauer leisten, für lau zu arbeiten und die Zahlungsmoral in Deutschland ist genau so bekannt wie die wirtschaftliche allgemeine Situation....

    Sehr nett von Deinem TA aber erwarten kannst Du nicht mehr als evtl. eine Erstversorgung.

    Gruß,

    w

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