Brustkrebs bei alter Hündin?

    • (1) 27.07.10 - 13:38

      Hallo
      Wir haben vor 2,5 Jahren eine Hündin (Mischling, 20 kg) aus dem Tierheimgeholt, sie ist nun fast 12 Jahre alt.
      Die Hündin hat am Hinterbein keine Kreuzbänder mehr, eine alte Verletzung die anschienend nie behandelt wurde. Sie hat Arthrose und ist sonst aber ganz fit und superlieb.
      Als wir sie bekamen hatte sie bereits an einer Brustwarze einen kleinen Knoten, etwa 1 cm dick. Die Tierärztin meinte damals dass es nciht viel Sinn macht eine so alte Hündin noch zu operieren, ausserdem würde es ihr nicht weh tun.
      Nun ist aber dieser Konten innherhalb der letzten 4-6 Monaten extrem gewachsen, so dass er inzwischen etwa fautdick ist.
      Nun fragen wir uns natürlich ob es nicht doch ratsam wäre sie operieren zu lassen?
      Wer hat Erfahrungen mit einer solchen OP?
      Wir können doch nicht diesen Knoten weiterwachsen lassen#kratz, einfach so? Wir fragen uns ob sie wohl schmerzen hat?
      Und wir fragen uns ob sie dann auch noch andere Krebstumore im Körper hat?
      Wir werden mal einen Termin bei der Tierärztin machen.
      Lg

      • Hallo,

        ja, eine zweite Meinung ist immer gut, aber wenn Mamatumore bei einem Hund operiert werden, wird die gesammte Gesäugeleiste rausgenommen, nicht nur der eine Knoten, einfach um Metastasen zu verhindern. Das ist eine riesige Operationswunde und auch keine so leichte OP, ob man die einem so alten Hund noch zumuten muss ist wirklich fraglich.
        Ich habe vor Jahren mal bein TA gearbeitet und diese Mama-OPs haben wir da öfter gemacht, ist schon häfftig was da weggeschnitten wird


        Wenn sie schmerzen hat, würde sie auch reagieren wenn man den Knoten anfasst und dolle Schmerzen äußern Hunde auch im Verhalten, da merkt man wenn was nicht stimmt.

        Und wenn es schon gestreut hat, dann wäre es noch sinnloser da anzufangen alles rauszuschneiden, denn das gibt dann nur eine OP-Kreislauf und Qualen für den Hund.

        Lass es halt nochmal richtig abklären, aber wenn es mein Hund wäre würde ich da wirklich abwägen ob ich dem das noch zumuten würde.

        LG

        • Naja, also wenn man den Knoten anfasst, knurrt sie gar nicht, oder dergleichen. Sie zeigt eigentlich kein Verhalten das drauf hinweisen würde dass es ihr weh tut. Aber sie leckt sich halt sehr oft dadran, also scheint es sie zu stören.
          Hab morgen Abend Termin beim Tierarzt. MAch mir Sorgen weil es so plätzlich SOOO dick geworden ist....

          Man kann auch einzelne Knoten entfernen. Die Frage ist eher zwischen Sinn und Unsinn.

          • Sicher kann man, bringt aber nix wenn es wirklich bösartige Tumore sind, denn die streuen schnell (grad im Brustgewebe) da ist die Gesammtentnahme der ganzen Mamaleiste sinnvoller und wird auch meistens so praktiziert.

            Aber man muss sicher im Einzelfall entscheiden und genaue Auskunft bringt da eh nur eine CT, da sieht man was es ist und wo und wie.

            • Sicher. Man weiß eben nie WANN der nächste Tumor ausartet. Das kann in 1 Monat, oder aber in 2 Jahren sein und wie ich unten schon schrieb.. die Hündin würd ja nicht jünger und wenn man JETZT nur den einen Knoten entfernt und erst in 2 Jahren der nächste, hätte man doch besser die ganze Leiste gemacht.

              ABER auch wenn es sich blöd anhört, evtl lebt die Hündin nur noch 1 Jahr und bekommt bis dahin keinen weiteren großen Knoten.

              Das weiß man eben vorher nicht.

              • Es ist für uns eignetlcih nur erstaunlich wie schnell der knoten jetzt auf einmal gewachsen ist, wo er doch 2 Jahre alng recht klein war...
                dazu kommt dann noch die Arthrose im Rücken, der kaputte Knie.... Keine Ahnung wie lang sie noch lebt, oder wie lange sie noch so fit ist..
                Aber wenn wir den Knoten nciht entfernen lassen-- wie dick wird er dann wohl in 3-4 Monten sein????? Sie kann ja auch nicht mit einem Fussballdicken Klumpen rumlaufen....???

                • Das ist der Punkt.

                  Möglichkeit 1: So lassen und sie lassen bis es nicht mehr geht.

                  Möglichkeit 2: Knoten entfernen und hoffen dass kein 2. wuchert

                  Möglichkeit 3: Komplette Leiste entfernen, wobei wenn sie in der anderen Milchleiste auch Knoten hat, 6 Wochen später dann diese operiert werden muss. Das sind Kosten von ca 500-1000 €, wenn nicht sogar mehr.

                  Schwere Entscheidung

            Wobei ich sagen muss bisher haben es alle Hunde die ich gesehen hab, die OP wahnsinnig gut verkraftet, wenn man bedenkt dass es ein Schnitt von der Achel bis in die Leiste ist.

    Wieso sollte es keinen Sinn mehr haben???
    Unsere Hündin wurde auch mit 12 Jahren operiert und sie hatte Mammatumore. Und sie hat alles super verkraftet, da sie sehr fit war und auch ein starkes Herz hatte.
    Sie wurde trotzdem stolze 17 Jahre alt :-)
    Und auch wir durften von Bekannten hören...das macht keinen Sinn!!!
    Aber so ein Vierbeiner ist ein Teil von der Familie und nur wenn es keinen Sinn mehr hätte, sprich das Tier leidet und es gibt wirklich keine Chance, dann würde ich es lassen.

    Lasst es doch untersuchen und wartet ab was Euch der TA rät.

    LG

    • Ja, die Frage ist aber auch, wie alt sie ohne die OP geworden wäre und ohne die Schmerzen dadurch....

      Versteh mich nicht falsch aber wir haben es bei unserer Hündin anders gemacht und hatten auch immer mal Zweifel. Im Nachhinein hatte sie aber ein schönes Leben und nur eine sehr kurze Zeit, in der es ihr bescheiden ging. Hätten wir ihr die gesamte Gesäugeleiste plus evtl. andere Tumore entfernen lassen, wäre das eine Riesen-OP gewesen...

      LG

      • Das heisst ihr habt sie nicht operieren lassen?
        Also wir haben ein wenig gegoogelt und da steht dann dass der Tumor gut-oder Bösartig sein kann, und wenn er bösartig ist, gibt es noch weitere Wucherungen im Körper...
        Irgendwie denken wir dass das vielleicht bei unserer Hündin der Fall sein könnte, weil es so plätzlich grösser wurde... Ist schon komisch... 2 Jahre lang ist es bloss ein kleiner unbedenklicher Knoten und dann plötzlich wird es so gross....#kratz
        Wir haben uns damals bewusst für einen älteren Hund entschieden, weil "jeder" einen jungen Hund nimmt und somit die alten Hunde "auf der Strecke bleiben " bzw eingesc hläfert werden.
        Wir haben uns immer gesagt wir wollen ihr einen schönen Lebensabend schenken.
        Sie ist ein toller HUnd und fitter denn je, und sie gehört einfach dazu.
        Aber dennoch wollen wir sie nich unnötig leiden lassen. Ich weiss nicht recht ob wir ihr wirklich den ganzen Bauch aufschneiden lassen wollen um dann samtliche Gesäugedinger rausnehmen lassen wollen...
        Würde nur der Tumor entfernt...wäre sicherlich einfacher, aber am Ende vielleicht nicht die Rettung für sie???
        Wie soll man denn da wissen was richtig und was falsch ist?

        Lg

        • Nein, wir haben sie nicht operieren lassen und das mit zwei Tierärzten abgestimmt....
          Im Nachhinein weiß man natürlich nicht, wie es anders herum gelaufen wäre, ABER ihr Vorgänger hatte andere Probleme und dem haben wir (auch, weil er soooo topfit war), zwei Mal große Operationen zugemutet, die ihm letztlich nur die letzten Monate schwer gemacht haben.
          Wir wußten da aber auch vorher, dass es nur Versuche sind und die Prognose sehr unsicher war.
          Das wollten wir unserer Hündin aber ersparen und ehrlich gesagt, gar nicht soo genau wissen, wo sie dann mit 14/15 Jahren weitere Tumore hatte...

          Aber sprecht nochmal mit dem Tierarzt und schaut, ob man eben nur den sichtbaren Tumor (er scheint ja auch zu stören) entfernen kann ohne größeren Eingriff. Die Entfernung der kompl. Gesäugeleiste ist schon ein sehr heftiger Eingriff, den würde ich wirklich nur jungen Hündinnen zumuten.

          LG

          • >>>die ihm letztlich nur die letzten Monate schwer gemacht haben. <<<

            Das stimme ich die absolut zu. Leider ist das oft der Fall, aber man weiß ja nie.


            >>>Gesäugeleiste ist schon ein sehr heftiger Eingriff, den würde ich wirklich nur jungen Hündinnen zumuten. <<

            Da hab ich Gegenteilige Erfahrungen.Selbst alte/große Hündinnen haben (die die ich erlebt habe) den Eingriff sehr gut weggesteckt und kamen am nächsten tag zur Kontrolle fröhlich reingeschlendert. Der Tag der Op ist zwar heftig, aber sie haben es alle samt super weggesteckt was mich immer wieder verwundert hat.. und es waren eigentlich alles recht alte Hündinnen.

            • Weißt Du, genau genommen haben mich die Erfahrungen im 2beinigen Umfeld zu der Einstellung gebracht...

              Ich kenn kaum jemanden, der schwerwiegenden Krebs langfristig überlebt hat und wenn ich an meine Schwiegermutter z. B. denke, wäre die mit Schmerzmitteln und einem "schönen letzten Jahr" besser bedient gewesen als mit dem Ärzte- und OP-Marathon, den sie hinter sich bringen mußte.

              Jaaaaaaaaaaa, ich hab das schon oft gesehen und Hunde sind auch zäher als wir aber allein die große Wunde stell ich mir grauselig vor - und sicher, dass dann nicht an ganze anderer Stelle wieder was auftaucht, ist man eben auch nicht.

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