Pferdekauf.....wie was muss man beachten?

    • (1) 17.08.10 - 16:27

      Hallo,

      nun ist denk ich die zeit gekommen :-) wo ich mir meine Kindheitstraum erfüllen kann...finanziell...etc....

      Ich tendiere in richtung Haflinger....einfach tolle tiere.....und bestimmt auch ein Pferd für Kinder...hab zwei....

      was muss ich beachten? wenn muss ich mitnehmen?

      Und ganz wichtig wo gibts *gute* Pferdchen?


      danke sagt winnie ( die sich ganz viel zeit lässt)

      • Hallo,

        jaaaa Haffis sind tolle Pferdchen allerdings auch mit eigenem Charakter. Ich habe selber unter anderem einen Haffiwallach und eine Haffimix Stute.

        Nimm zum Pferdekauf Tierarzt deines Vertrauens mit (kostet aber loo9hnt sich). Frage im Bekanntenkreis, wenn da Leute Pferde haben, welche TA gut ist.

        Beachte:

        Gebiss in Ordnung?
        Ohren, Augen, Nüstern sauber?
        Mauke?
        Fehlstellungen?
        Tier gepflegt?
        Tier ausgeglichen?
        Probereiten?
        Ekzemer?
        Hufprobleme?
        Ein erfahrener Ta dieht viele Dinge, die du vielleicht nicht siehst!

        Pferde krtiegste überall, vielleicht nicht gerade aufm Hammer Pferdemarkt eins kaufen ;-) wenn man noch nicht soviel Ahnung hat.

        Hör dich um, Anzeigen, Internet etc....Pferde kriegst du immer.

        Nimm kein zu junges Pferd was noch nicht viel kann, wenn du dir das ausbilden nicht zutraust, das ist ne Menge Arbeit.

        Haflinger werden gerade zwei hier in der Nähe von einer Bekannten abgegeben......Tierschutzpferde allerdings aber zumindest einer voll reitbar und gesund.

        (3) 17.08.10 - 17:23

        Hallo winnie,
        einen Teil wurde dir ja schon geantwortet.
        Was eigentlich zur Zeit wichtig ist: Hat das Pferd Papiere, bzw. einen Equidenpass? Der ist seit 2001 Pflicht. Ansonsten mußt du nochmal viel Geld investieren und dein Pferd chipen lassen, was für solche Pferde Pflicht ist.

        Ansonten kann ich dir ebenfalls nur raten, einen Tierarzt zur Ankaufsuntersuchung hinzuzuziehen. Da du auf Haffi tendierst, wäre dann die Frage: Wallach oder Stute? Wieviel Fohlen hatte die Stute? Oftmals werden solche Pferde als Gebärmaschinen missbraucht und haben bereits einige Mängel.
        Zähne untersuchen lassen, Hufe wegen eventueller Hufrehe, Beinfehlstellungen.
        Dann würde ich genau schauen, wo dein zukünftiges Pferd steht, wie es sich dort verhält. Hast du eines gefunden, schaue dir den Stall ruhig öfters an und besonders das Pferd nach Unarten, wie Beißen, Koppen, Weben, Schlagen usw.
        Ist zwar nur ein "Mangel" aber Kopper oder Weber bekommt man teils nur mit viel Auslauf und Unterhaltung ruhig.
        Solltest du dir über weitere Kosten klar sein, Krankheitsfall usw. dann laß dir ruhig Zeit mit der Suche, probiere mehrere aus und laß dein bauchgefühl sprechen.

        LG Jazmin
        (Besitzerin einer Hafi-Mix-Stute #verliebt)

        • (4) 18.08.10 - 07:32

          "Oftmals werden solche Pferde als Gebärmaschinen missbraucht und haben bereits einige Mängel. "

          Welche Mängel entstehen denn bei einer Stute durch "regelmäßige" Trächtigkeit?

          Gruß,

          W

          • (5) 18.08.10 - 10:29

            Mängel wollte ich eigentlich in " schreiben.
            Ich kenne ein Minishetty, die mit 12 bereits um die 8-9 Fohlen bekommen hat. Dazu hatte sie dann Totgeburten. Bei der letzten Geburt war sie laut Tierarzt total körperlich und seelisch kaputt. Hatte während der Trächtigkeit schon übelst abgebaut.

            Meine Haffi-MixStute kommt aus einer sogenannten "Überproduktion" her. Eine Zucht, wo die Stuten nur fohlen bekommen, damit die Milch für Medikamente und zu Trockenpulver verarbeitet wird. Die Fohlen wurden dort auch früher von den Müttern abgesetzt. Einziger Vorteil: Die sehr jungen Fohlen waren alle zusammen in einer großen Box.
            Die Mutter meiner Stute soll auch während einer Geburt gestorben sein. Durch die ständigen Geburten wurde meine Stute als Jährling sehr günstig abgegeben. Mir wurde damals auch gesagt, daß die Fohlen lediglich da sind, damit die mutterstuten die Milch haben, die verkauft wird.
            Eine andere Stute, die zeitgleich mit meiner verkauft wurde, landete bei einer Bekannten. Sie war super nervös, neigte zu Krankheiten, und nahm jedes andere ältere Tier (in dem Falle ne Kuh) als Mutterersatz an. Reiten an Kuhweiden war somit nicht möglich.

            Meine Stute ist das gegenteil. Aber mir wurde damals sehr offen gesagt, daß dort der Haupteil des Geldes mit der Milch und der ständigen Trächtigkeit der Stuten gewonnen wird.

            • (6) 18.08.10 - 17:08

              Bei Deinen Beispielen leiden die Stuten aber nicht unter der Trächtigkeit, sondern an der schlechten Haltung!

              Das ist ein himmelweiter Unterschied und gut gehaltene/ernährte Stuten verkraften durchaus einige Trächtigkeiten in Folge und tragen keine Schäden davon.

              LG

          "Mängel" sind dann z.B. dass sie unreitbar sind. Pferde, die als Gebärmaschinen missbraucht wurden, sind meistens nicht ausgebildet, kaum oder selten geritten worden und werden dann gerne von Händlern im Alter von 15-20 Jahren verkauft. Wer da nicht viel Pferdeerfahrung besitzt, wird mit so einem Tier beim Reiten keinen Spaß haben!
          Ich kenne allerdings eine Halterin, deren Stute hatte sehr viele Fohlen in ihrem Leben. Eine super ausgebildete Stute, die auf Treckingritten viele Preise machte und super lieb zu Kindern ist. Sie ist mittlerweile 25 Jahre alt - muss ich erwähnen, dass dieses Pferd unverkäuflich ist ;-) Solche Pferde sind aber rar und werden in der Regel nicht verkauft,

          LG

          • Naja, bei einem nicht gerittenen Pferd die mangelnde Ausbildung als "Mangel" zu bezeichnen, ist ja irgendwie unsinnig.

            Unsere Friesenstute hat in relativ kurzer Zeit 9 Fohlen gehabt, ist jetzt 25 Jahre alt und hat weder einen Senkrücken, noch andere gesundheitliche Probleme, schon gar keine psychischen, während viele Pferde ihrer Rasse gar nicht so alt werden....
            Man sollte das alles individuell betrachten - die Dicke hat ne solide Grundausbildung von mir genossen und ist jederzeit wieder sicher reitbar.

            Gruß,

            W

        Meine Schwester hatte auch so eine Haflinger Stute aus solch einen tollen "Zuchtbetrieb". Sie war ein Super Liebes Pferd, recht gut zu reiten und hatte beste Papiere.
        Aber das sie jedes Jahr ein Fohlen hatte, sah man ihr auch an und sie hatte dadurch ihre Probleme, was uns der Tierarzt auch bestätigte.
        Sie hatte z. B. ein sehr dollen durchhängenden Rücken und war auch sonst Körperlich in mitleidenschaft gezogen.
        Und Rückenprobleme hatte sie auch öfters, durch die Belastungen.
        Sie hatte dann bei uns Ihre letzten Jahre geniessen können und wurde nur noch ab und zu mal im Gelände geritten. Weil sie auch gleichzeitig sehr gut ausgebildet war.

        LG Nicki

(10) 17.08.10 - 17:48

Hallo,

bei uns war es vor 3 Jahren soweit: Wir kauften uns einen angerittenen, 3 jährigen Fjordwallach, obwohl wir dort wegen einem 10-jährigen Fjordwallach hin fuhren.
Das Pferd sollte von unserer damals 13-jährigen Tochter geritten werden, sie hatte Reitschulunterricht seit ihrem 8. Lebensjahr und ich hatte/habe Pferde"erfahrung" durch reiten und Umgang mit Pferden während meiner Jugendzeit.
Es vergingen Monate, ehe wir unser Pferd fanden. Die Tochter einer Bekannten half uns bei unseren ersten Pferdebeschauungen, da war aber nichts Richtiges dabei und bei einem Pferd entschieden wir uns zu spät, denn am Tag danach war es schon verkauft.
Die Privatverkäuferin von unserem Pferd entdeckte ich im Internet, 150 km von uns entfernt. Meine Tochter ritt damals zuerst auf dem 10 Jährigen, aber das "passte" nicht, das war keine Harmonie. Dann meinte die Besitzerin, dass sie noch einen 3 Jährigen hätte, der sei allerdings nur angeritten und müsste noch weiter ausgebildet werden. Heute sage ich, es war "Schicksal", denn dieses Pferd und meine Tochter waren/sind eine Einheit. Wir kauften es spontan, ohne Ankaufsuntersuchung. Allerdings war bei Abholung eine Bescheinigung dabei, dass der Wallach kerngesund sei. Trotzdem ein Risiko? Wir bezahlten eine Menge Geld, aber wir haben es bis heute keine Minute bereut! Wir fanden einen Fjordpferd erfahrenen Reiterhof 65 km von uns entfernt, dorthin kam er im Alter von 4 Jahren in Ausbildung, anschließend noch Reiterferien mit meiner Tochter. Einmal im Jahr lassen wir das auffrischen.
Ich gebe dir den Tipp: Pferdekauf ist auch Vertrauenssache. Schau dir den Verkäufer an, ist er dir sympatisch oder hast du eher ein ungutes Gefühl. Dann muss das Pferd "passen" und es passt, wenn du es reitest und dir kommt in den Kopf "das oder Keines" ;-) und aufpassen bei Schnäppchen, die können ein Schuss nach hinten sein! Wenn du es dir leisten kannst, Geld in die Ausbildung zu stecken, kauf dir ein junges Pferd, denn mit einem älteren Pferd, welches vorher schon durch mehrere Hände ging und an dem schon viel falsch gemacht wurde, wirst du nicht glücklich werden!
Viel Glück,

Pechawa

hallo!

also, haffis gibt es ja recht häufig...

ich würde ein pferd von privat suchen, keinen händler. eine ankaufsuntersuchung ist nicht verkehrt....

ich erzähl dir mal, wie wirs gemacht haben:

klar war rasse und ungefähres alter, bzw. ausbildungsstand (araber, roh oder angeritten) geschlecht, farbe ect. waren egal.

wir haben zeitungsanzeigen gelesen, zb in (rassebezogenen) pferdefachzeitschriften stehen immer einige.

wir haben uns 2 pferde angeschaut:

der erste war toll (2 jahre, gross, tlle ausstrahlung) aber hatte in unseren augen 2 mängel: der rücken war für ein ungerittenes 2 jr. pferd schon arg senkig, ausserdem nutzte er sofort die situation aus, als die besitzerin nicht hinschaute und zwickte mich. da war klar, der nicht.

der 2. war ein volltreffer:
aus der lokalen zeitung, ein 3,5 hengst, roh, von privat.
wir kamen hin, er kam sofort an, die chemie stimmte direkt. er war absolut lieb und zutraulich, noch sehr zart für einen 3,5 jährigen, einer der gründe, warum er verkauft wurd. die vorbesitzer hatten sich mehr "reitpferdepoints" erwartet (das er das alles nachgeholt hat, und einfach ein spätzünder war, konnten sie ja nicht wissen :D)
wir haben keine ankaufsuntersuchung gemacht.


wichtig ist immer das die chemie zwischen dir und dem pferd stimmt.
und ich würde nicht als erstes eine rasse festlegen, sondern was du mit dem pferd machen willst, was für ansprüche du an das tier hast, und danach dann die rasse eingrenzen.

was die kindertauglichkeit angeht, ist das nicht unbedingt rasseabhängig, meiner ist zb ein absoluter traum mit kindern, auch wenn man gerne mal hört, araber wären durchgeknallt etc.. bei meinem keine spur, meine 3jährige sitzt regelmässig drauf, führt und putzt ihn...

also, am besten machst du eine liste mit den dingen, die dir wichtig sind, zb. ausbildungsstand, alter, geschlecht(?), grösse und schaust dann mal, was in deiner nähe so zu finden ist.


wovon ich dir aus persönlicher erfahrung stark abrate, sidn die sog. arabo-haflinger, also haflinger mit starkem araber einschlag.
auch wenn es bestimmt auch da tolle tiere gibt, ist es grundsätzlich eine sehr unpassende rassenkombi:
ein ruhiges, starkes kaltblutpony (denn das sind haffis eg.) mit einem schmal gebauten, sehr temperamentvollen vollblut zu kreuzen.
im schlimmsten fall ist das dann ein arabertemperament im haflingerkörper, mit ponycharakter aber aufbrausend und hektisch.



ich wünsche dir alles gute bei deiner suche!

lg anna

gratuliere!schön wenn man sich einen kindtraum erfüllen kann.geh zu einem bekanntem händler,höre auf dein bauchgefühl(wie bei einem mann...);-) und lass dir genügend probezeit versprechen.lass das pferd von einem profi und einem amateur vorreiten.geh einmal abgemacht und einmal unverhofft vorbei,und lasse das pferd bei dir von einem tierarzt untersuchen.viel glück und viel spass #winke

Hallo,
ich habe selber eine Haflinger (und ich liebe ihn über alles und habe ihn schon seit 19 Jahren) und meine Schweser eine Hafi-Mix-Stute und ich würde mir nicht noch mal einen kaufen.
Wenn man einen reinen Haflinger hat sind sie meistens nicht gut im Galopp zu sitzen und haben auch Probleme sich auszubalancieren.
Klar gilt das nicht für alle, aber sie sind einfach nicht zum galoppieren gezüchtet.
Ausserdem kleben sie oft an ihren Freunden.

Ich finde Isländer ganz toll. Die haben Nerven wie Drahtseile und die Gänge sind traumhaft.
Aber sie sind natürlich auch teuerer.

Wenn ich mal ein Kind habe, bekommt es einen Isi :)

Und nehm jemanden mit zum Pferdekauf der dich wirklich beraten kann.
(Bekannten mit langer Pferdeerfahrung und zum Kauf einen Tierarzt).
Ich würde kein zu junges Pferd nehmen, da die älteren schon etwas ruhiger sind.
Verlasse dich auf dein Bauchgefühl. Ich hab schon so viele Geschichten gehört. Man kann das Tier untersuchen lassen und Probereiten und nach 3 Monaten ist das Pferd krank oder unreitbar. Aber auch andersherum. Ohne Untersuchung gekauft und seid 10 Jahren gesund und keine Probleme.
Trotzdem würde ich eine Einkaufsuntersuchung machen.

Hör dich einfach mal im Bekanntenkreis um, ob jemand einen kennt, der ein Pferd verkauften möchte oder geh mal zu einem Reitstall. Die kennen auch viele und bekommen viel mit.
Ich würde es nicht über das Internet machen... Ist aber meine private Einstellung.

Und wenn du im Süden vom Deutschland wohnst, kann ich dir vielleicht auch helfen.
Meine Schwester war Hufschmiedin und kennt ganz viele und bekommt immer mal was mit.

LG und viel Glück!
Dünki

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