Hunderüde- ändert sich unschönes Verhalten durch Kastration?

    • (1) 27.08.10 - 21:59

      Hallo
      wir haben einen Hundemischling. Er ist ca 1 1/4 Jahr. Ein kleiner frecher Rüde. Ich üüüüüüüüübe mit ihm das wichtige HIER. Aber er hört nicht immer und wenn Ablenkung da ist, bzw ein anderer Hund kommt hört er so gut wie garnicht. Bei Rüden ist es besonders schlimm. Er stellt seine Haare auf und bellt, knurrt... Es wird immer schlimmer. Ich mach ihn schon garnicht gern im Wald von der Leine ab wenn ich nicht im die Kurve schauen kann ob und ein Hund entgegen kommt. Er ist ziemlich aufmüpfig. Da wir ein Kleinkind haben und bals ein Baby bekommen gaht das garnicht! Ändert sich dieses agressive Verhalten vielleicht wenn wir ihn kastrieren lassen?
      Hat jemand Erfahrung?
      LG

      • (2) 28.08.10 - 08:25

        Das ist ein Erziehungsfehler und kein sexuell bedingtes Problem.
        Es könnte sch evtl bessern, kann man aber ohne den Hund nicht zu kennen nicht sagen.

        Kommt mir bekannt vor die Geschichte. Erst vor 1 Woche hatte ich genau das selbe Gespäch mit einem Elternehepaar die ein baby erwarten. Die kamen auch zur kastration für ihren 5 jährigen Rüden weil er stürmisch ist und bellt wenn sie nicht da sind und nicht gut hört.

        Ich hab Ihnen geraten das Geld lieber in einen hudnetrainer zu investieren und mehr mit dem Hund zu machen (Jack Russel)


        Seit 2 tagen steht er zu evrschenken in der zeitung, angeblich wegen Wohnungswehcsel... traurig

        • (3) 28.08.10 - 10:14

          Morgen,


          ich hab mal eine Frage. Ich hab gehört, dass ein Tierarzt sich sogar strafbar macht, wenn er einen Rüden ohne medizinischen Grund kastriert, weil die Entnahme gesunder Organe verboten ist bei Tieren. Weißt du da was drüber?




          lG germany

          • (4) 28.08.10 - 10:28

            So steht es im Gesetz und Tierärzte entscheiden da auch unterschiedlich. Fakt ist, dass jeder Tierarzt eine Kastration durchführen kann, mit einer medizinischen Begründung und da reicht es, wenn als Grund "ungewollte Vermehrung verhindern" steht! Und das ist ja auch Tierschutz, wenn ein verantwortungsvoller Tierhalter nicht möchte, dass sein Hund Nachwuchs produziert!
            Ich selbst bin Befürworter von Kastrationen, wenn kein Zuchtvorhaben besteht - und wer will z.B. mit Mischlingen eine Zucht beginnen?
            Und um auf die Frage von der TE zurück zukommen:
            Eine Kastration kann dazu führen, dass der Hund weniger aggressiv ist, wenn er gleichgeschlechtlichen Hunden begegnet, nämlich dann, wenn dieses Verhalten aus dem Geschlechtrieb heraus resultierte.
            Wenn das Hundeverhalten aber wegen Erziehungsfehler oder schlechter Komminikation zwischen Halter und Hund ausgelöst wurde, dann wird er das aggressive Verhalten auch weiterhin zeigen,

            LG

            • (5) 28.08.10 - 10:54

              Achso. Dankeschön.

              Mein Rüde ist sterilisiert, weil er schon immer seeeehr ruhig war und wir Angst hatten, dass könnte sich durch eine Kastration verstärken.

              Meine Hündin ist das ganze Gegenteil#schwitz


              Die macht jedne Hund an, der sie anbellt, aber auch sonst jeden. An der Leine ist sie der Horror!

              Alle sagen wir sollen getrennt mit den Hunden gehen um das zu üben, aber sie mahct es nur, wenn ihr großer Bruder dabei ist. Und jeden tag mit zwei Hunden einzeln laufen, schaffe ich einfach nicht:-(

              Das schlimme ist ja, dass sie sich durch nichts ablenken lässt. Die versteift sich sobal die einen anderen Hund sieht...



              lG germany

              • (6) 28.08.10 - 11:48

                Bei deiner Hündin ist das genauso wie bei einer Hündin von meiner Freundin. Sie hat einen unkastrierten Rüden, der sich an der Leine recht gut benimmt und eine kleinere Hündin aus dem Tierschutz, die an der Leine "die Sau raus lässt", d.h. die Hündin verbellt jeden anderen Hund und der Rüde lässt sich mitziehen. Aber: die Hündin ist kein Beißer, denn wenn es ein anderer Hund mal wagt, auf sie zu zugehen, zieht sie sofort den Schwanz ein. Sie war ein Straßenhund und hat wohl gelernt, dass große Schnauze riskieren oft Erfolg bringt und wenn nicht, kann man immer noch abhauen ;-)
                Das Problem ist, wenn man 2 Hunde an der Leine hat, die wie bekloppt ziehen und bellen, ist das nicht so einfach. Wenn wir gemeinsam gehen, übernehme ich meistens einen der Hunde und dann klappt es recht gut. Ich habe meiner Freundin auch schon gesagt, dass die kleine Hündin sehr schlau ist und es ausnutzt, wenn sie an der 2. Leine geht, denn die weiß dann ganz genau, dass Frauchen unsicher ist und leicht Panik bekommt. Und das spürt die Kleine und das verstärkt dann auch noch dieses Verhalten, Frauchen beschützen zu müssen!
                Bei dem Verhalten von deinem Hund glaube ich zu erkennen, dass sie evtl. die Beschützerrolle des Rüden übernommen hat, das bestätigt sich ja auch in dem ruhigen Verhalten von ihm. Wenn du die Möglichkeit hast, dass jemand mit dir mitgeht und den Rüden führt. Dann hast du die Hände frei, die Hündin zu korrigieren. Wenn du das konsequent durchführst, dann wirst du nach einigen Spaziergängen schon einen Erfolg sehen!
                Viel Glück

                Pechawa

                • (7) 28.08.10 - 12:28

                  Hallo,

                  genauso wie bei deiner Freundin ist es bei uns. Sobald der Hund dann näher kommt, zieht sie den Schwanz ein. Leider hb ich keinen, der mitgehen könnte. Mein Mann arbeitet bis 19:00Uhr. Wir haben die Hündin auch viel zu früh bekommen. Sie war kaum 8 Wochen alt und kam schon vom 1. Besitzer zurück, wiel die einen Boxer hatten und Angst hatten, dass der irgendwann die Hündin besteigen könnte#klatsch

                  Den großen haben wir mit 4 Monaten zu uns geholt, da lebte er noch bei den "Züchtern".

                  Vorhin beim Spaziergang habe ich beide absitzen lassen als ein kleiner Hund kam und sobald Emmely mich angeschaut hat, hab ich ihr ein leckerlie gegeben. Sie hat auch keinen Ton gesagt, kurz rübgergesehen zum anderen Hund und dann direkt wieder mcih angeschaut. Der Große hat nur geguckt was mein Sohn grade macht, der kletterte auf einem Hügel rum. Das war für Tyson interessanter als der andere Hund.


                  Kann das so auf Dauer klappen wie ich es eben versucht habe?Wir waren gute 8 Meter von dem anderen Hund entfernt. Ich weiß nicht, ob es auch so gut läuft wenn ein Hund nah an uns vorbei geht..




                  lG germany mit Terrorzicke Emmely *14.10.2008 und Lämmchen Tyson*14.02.2008

                  • (8) 28.08.10 - 13:32

                    Hey, das hört sich doch mal klasse an #pro
                    Das mit dem Absitzen ist sehr gut für den Anfang, denn dann kannst du die Hündin auch besser dazu bringen, ihr Ohr bei dir zu haben und dann noch ein Leckerli als Belohnung für ruhiges Verhalten ist optimal! Wenn du so weiter machst bin ich sicher, dass du in näherer Zukunft auch am anderen Hund vorbei gehen kannst, ohne Absitzen. Wichtig ist, dass du gerade jetzt am Anfang versuchst, so früh wie möglich einen fremden Hund zu sehen um deine Hündin rechtzeitig zu dir zu holen und dann das Leckerli erst geben, wenn die Situation nicht mehr brenzlig ist!
                    Ich bin mal mit einem ausgewachsenen Labradorrüden ca. 10 - 15 Meter an seinem freilaufenden Erzfeind vorbei gegangen. Der freilaufende Hund stand schon parat, mit Blick auf uns. Ich bemerkte ihn rechtzeitig, sofort ging meine Hand in die Jackentasche. Das war für den Labrador das Zeichen, dass es gleich was gibt (ich arbeite gerne mit Leckerlis, hier mit kleinen Möhrenstückchen, weil der Hund sie gerne mag) und er war total aufmerksam. Seinen Blick nur auf meine Hand gerichtet ging er brav neben mir. Natürlich bekam er das Leckerli nicht sofort, sondern ich lenkte ihn ab "braver Hund, Leckerli, braver Hund...." Der andere Rüde schaute nur und war wohl irritiert, weil er sonst gewohnt war, angekläfft zu werden und dann wie wild zurück zu kläffen. Als wir dann vorbei waren, bekam er sein Leckerli und es war ihm in dem Moment grad egal, an welchem Hund wir vorbei sind!
                    Mach so weiter, es macht ja auch Spaß, wenn man Erfolge sieht und mit jedem Erfolg wird man sicherer :-)

                    LG

                    • (9) 28.08.10 - 14:01

                      Dane für deine Antwort. das macht mir echt Mut. Die kleine hat nämlich bereits mehr als 30kg und der Große 45kg und wenn die Zwei loslegen macht es echt keinen Spaß mehr.

                      Meine Hündin hat auch einen absoluten erzfeind. Keine Ahnungw arum die zwei sich so hassen, aber es fängt schon an, wenn wir an dem Haus vorbei gehen. Der schwarze Rüde kläfft wie wild am Fenster und wenn die zwei sich draußen begegnen, laufen wir schon freiwillig in entgegengesetzte Richtungen. Die hassen sich wie die Pest, dabei sind die sich noch nie nah gekommen..

                      Zum Glück würden meine zwei für Fressen alles tun, dass erleichtert die Sache. Ich hoffe das wir bald ruhige Spaziergänge miteinander erleben können. Ich bin nur froh, dass die aufs Wort hören wenn ich die rufe. Auch wenn sie den anderen Hund schon gesehen haben, kommen die gleich angerannt. Wenn es nicht gleich klappt, rufe ich "Lecker" und schon sausen die los. So ein Wort kann einem echt den hintern retten;-)

          (10) 28.08.10 - 11:22

          Jein.. Wie schon geschrieben wurde reicht das Arument "Vermehrung verhindern". Zudem wo kein Kläger, da kein Richter.

          Es ist aber das beliebteste Argument von Kastrationsgegnern, weil es auch eine "Amputation" ist

    (11) 28.08.10 - 08:50

    Ich habe vor kurzem meinen circa 6-7j. SchnauzerMix kastrieren lassen, was aber rein gesundheitliche Gründe (zu große Prostata -> Inkontinenz) hatte.

    Ich habe mich mit dem Schritt sehr schwer getan, da ich Verhaltensänderungen befürchtete. Er war ein extrem ruhiger, souveräner Hund, der mit allen anderen Hunden, egal welchen Geschlechts, gut klar kam.

    Ergebnis der Kastration: Es hat sich (zum Glück) nichts geändert, außer dass er nicht mehr an der Tür weint, wenn draußen läufige Hündinnen unterwegs sind.

    Wenn Dein Hund dominantes Verhalten zeigt, wird sich das durch die Kastration vielleicht leicht verbessern, insofern würde ich diese durchaus machen lassen. Aber vor allem habt ihr hier versagt. Ein über 1J. alter Hund, mit dem man immer noch das "HIER" üben muß? Das hatte meiner nach 3 Tagen drauf. Klar, er hört nicht wie ein Polizeihund und manchmal muß ich ihn etwas bitten, da ein Grashalm gerade wichtiger ist, aber generell hört er sehr gut, kann auch auf die Entfernung "steh", "sitz" etc.

    Wenn ihr noch ein zweites Kind habt, wird vermutlich noch weniger Zeit für den Hund da sein und sich mit seinem Verhalten auseinander zu setzen. Sein Verhalten dürfte sich eher verschlimmern als verbessern, wenn ihr nicht jetzt die Reißleine zieht und euch intensiv damit beschäftigt, welche Erziehungsmaßnahmen ihr in der Vergangenheit versäumt habt.

    • (12) 29.08.10 - 20:36

      Ich habe nicht gesagt daß der Hind das HIER nicht kann. Ich habe geschrieben daß er nicht immer hört wenn andere Hunde oder etwas interessantes in der Nähe ist. Und es ist nicht so daß wie dem Hund nichts beinringen und wir uns nicht um ihn kümmern. Das find ich immer echt erstaunlich wenn man wegen einer Frage so angekast wird! Aber danke trotzdem für Deinen Beitrag. Und naja, Dein Hund findet ja auch manchmal einen Grashalm toller!

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