Labrador oder Goldie??

    • (1) 12.09.10 - 11:46

      Hallo,

      wir sind immer mehr am überlegen, uns einen Hund zu holen#verliebt.
      Dazu hätte ich allerdings ein paar Fragen:

      - wir haben ein Kind, 6J., wir hätten gerne einen Goldie oder einen Labbi.
      Was wäre besser als Familienhund geeignet?

      - wir haben ein Haus mit Garten, wobei der Zaun nicht wirklich ein Zaun ist;-). Also sprich er könnte da mit Sicherheit abhauen. Kann man das dem Hund antrainieren, nicht abzuhauen? Ich weiß, blöde Frage, aber ich weiß bei Bekannten, ist es zwecklos, dem Hund zu lernen, er soll dies und das nicht tun...

      -wie ist das mit den "Bomben" im Garten? Kann man das dem Hund auch lernen, dass er nicht in Garten kacken soll? Denn das möchte ich auf keinen Fall...

      -was wäre besser, Rüde oder Hündin? Wo liegt der Unterschied?

      -wir haben 2 Kater, wie seihts damit aus?

      Puhh, viele Fragen...
      Danke Bea

      • (2) 12.09.10 - 12:05

        Hallo, #winke
        ich würde mir keinen Goldie oder Labbi holen, weil diese
        1. schon total überzüchtet sind.
        2. fast jeder so einen Hund hat.
        Auch wenn sie total süß sind #verliebt
        Als Familienhund eignet sich der Berner Sennenhund, da sie Haus und Hof beschützen, tolle Begleithunde sind und auch mit Kindern gut zurecht kommen.
        Die Sache mit dem Zaun: bevor du dir einen Hund anschaffst, würde ich den Garten richtig einzäunen. Man kann es zwar "antrainieren", doch ich würde es nicht drauf ankommen lassen. Hunde haben einen gewissen Jadgtrieb im Blut. Wenn die einmal was sehen oder riechen, sind 'se weg (ich spreche aus Erfahrung ;-)). Da kannst du noch so schreien oder der Hund ist gut erzogen, dann hört der nicht mehr. Also besser wäre auf jeden Fall ein Zaun.
        Warum soll der Hund denn nicht in den Garten kacken #kratz? Wenn er irgendwo hin macht, dann holst dir ne alte Schüppe und machst das in die Biotonne oder sonst wo hin. Sowas kann man keinem Hund anlernen.
        Da ich bis jetzt nur Rüden hatte, wäre ein Rüde besser. Hündinnen werden zweimal im Jahr läufig und das ist immer sehr stressig. Wenn man mal Gassi geht, muss man immer aufpassen, dass kein Rüde kommt und sie dann befruchtet... sehr lästig
        Egal ob Rüde oder Hündin: besser ist es, den Hund zu kastrieren bzw. sterilisieren.
        Und mit den 2 Katzen: es kommt drauf an. Wenn ihr euch einen Welpen holt, gewöhnt er sich mit der Zeit an die Katzen. Aber wenn ihr einen älteren Hund oder einen jagdhund holt, kann dies sehr böse enden. #zitter
        Falls du noch fragen hast, ich stehe dir gerne zur Verfügung #hund
        LG, -wurmi-

        • (3) 12.09.10 - 12:22

          Hi,
          Super, vielen Dank. Ich werde bestimmt noch auf dich zurückkommen ;-). Und wie ist es mit nem Labbi oder Goldie Mix. Bekannte haben einen Labbie - Schäfer und Labbie - Dogge.
          Ein Neufundländer ist ja auch was tolles, oder ein Appenzeller??

          lg

          • (4) 12.09.10 - 13:37

            Du zählst hier Rassen auf mit völlig unterschiedlichen Rassemerkmalen!

            Was erwartet Ihr denn von einem Hund? Eher sportlich oder ruhig? Wollt Ihr Hundesport mache? Groß, klein, langes oder kurzes Fell?

            Ein Zaun ist Pflicht, denn Ihr müsst dafür Sorge tragen das Euer Hund das Grundstück nicht verlassen kann, wenn was passiert seid Ihr dran!

            LG

        (5) 12.09.10 - 12:41

        Hallo

        Ich hab zwar keinen Hund,aber ich bin mir mehr als sicher,das man einem Hund antrainieren kann,nicht in den Garten zu machen....

        LG Petra

        • Würd ich auch sagen #pro

          Unser #hund hat 13 Jahre niiiieee in den Garten gemacht (außer sie war krank und hatte Durchfall)!!! Wir sind einfach regelmäßig mit ihr Spazieren gegangen, somit brauchte sie auch gar nicht "ihren" Garten beschmutzen #aha

          Lg, Sabine

          • Hallo

            Ja,das hab ich mir beim lesen hier auch gedacht,das enn man einem Hund viel Auslauf bietet,er regelmässig sein Geschäft woanders verrichten kann,es dann nicht in den Garten verlegt!

            Ich geh ganz oft mit der Nachbarshündin spazieren(auch ein Labrador),diese macht nicht einmal an den Wegesrand,sondern geht immer weit ins Gebüsch rein.

            Wobei ich auch einige Nachbarn habe,die einfach zu faul sind,die Terassentür aufmachen und ihre Hunde in den Garten machen lassen.Diese haben nun dann keine andere Möglichkeit die ihnen angeboten wird.

            Wenn ich nicht die Zeit hätte,ausgiebieg spazieren zu gehen,würde ich mir keinen Hund anschaffen.

            LG schickt Petra,die auch überlegt hat sich einen Hund zu kaufen,bei 3 Kindern,sich aber nicht sicher ist,ob der Hund genügend Aufmerksamkeit bekommen würde und genügend Zeit für ihn abfallen würde!

      (8) 12.09.10 - 13:15

      Logo kann man einem Hund beibringen nicht in den Garten zu pieseln oder käckern.

      • #pro

        Unser #hund hat in seinen 13 Jahren auch nie in den Garten gemacht (außer wenn sie starken Durchfall hatte)!
        Wir sind einfach regelmäßig spazieren gegangen, dann bleibt auch der Garten sauber #aha

        Lg, Sabine

    (10) 12.09.10 - 13:34

    Genau, Berner sind DIE Familienhunde schlechthin, deshalb haben ja vor noch nicht allzu langer zeit erst zwei Berner ein Kind angefallen!

    Wann begreift die Menschheit endlich das es keine Familienhunde gibt? Man muss aus seinem Hund einen Familienhund machen, die kommen nicht so zur Welt!

    Und natürlich kann man einem Hund beibringen nicht in den Garten oder nur in eine bestimmte Ecke zu kacken!

    Und sterilisieren lassen sollte man weder Hunde noch Katzen, entweder sie bleiben geschlechtsreif oder werden kastriert, sterilisieren ist quatsch (meine Meinung!).

    • (11) 12.09.10 - 16:34

      >>>Genau, Berner sind DIE Familienhunde schlechthin, deshalb haben ja vor noch nicht allzu langer zeit erst zwei Berner ein Kind angefallen!<<<

      #kratz Es gab mit so gut wie jeder Rasse bereits Beissunfälle....

      >>>Wann begreift die Menschheit endlich das es keine Familienhunde gibt? Man muss aus seinem Hund einen Familienhund machen, die kommen nicht so zur Welt!<<<

      Sicher aber gibt es Rassen die ehr mehr oder weniger dazu geeignet sind.

      >>>Und sterilisieren lassen sollte man weder Hunde noch Katzen, entweder sie bleiben geschlechtsreif oder werden kastriert, sterilisieren ist quatsch (meine Meinung!).<<<


      So gesehen ist eine Steri die beste Lösung sogar. Dem Tier bleiben die Hormone die wichtig sind fürs natürliche Verhalten etc, es kann sich aber nicht ungewollt fortpflanzen.

      Hat man natürlich erhebliche Verhaltensprobleme wegen z.b. läufigen Hündinnen, dann ist natürlich eine Kastra angesagt.

      • (12) 12.09.10 - 17:04

        Es geht mir nicht um Beissunfälle es geht mir um die Tatsache das es keine Familienhunde gibt, das ist einfach quatsch!

        Es sind wohl eher weniger Rassen die nur bedingt geeignet sind, die meisten Rassen lassen sich zu einem Familienhund erziehen!

        Darüber hinaus ist es lächerlich vom Labrador wegen Überzüchtung abzuraten und im gleichen Atemzug einen Berner zu empfehlen!

        Zur Steri, das ist halt meine Meinung, ich finde das ist ein unnötiger Eingriff, dann kann ich es auch gleich lassen, acht geben muss man dann trotzdem, denn auch eine Steri ist nicht sicher - davon mal ab bin ich mir zu 99% sicher das sie nicht mal den Unterschied kennt sondern glaubt das nur Rüden kastriert werden.

(13) 12.09.10 - 12:35

Ja, Du kannst dem Hund antrainieren, dass er nicht in den Garten macht, denn da spielt ja sicher auch Dein Kind.

Irgendwann sieht er den Garten auch als sein Zuhause an und ebensowenig, wie ausgewachsene / trainierte / stubenreine Hunde ihr eigenes Bett beschmutzen, beschmutzen sie ihren eigenen Garten.

Ausnahme: Wenn er wegen Wurmkur o.ä. mal plötzlich Durchfall hat, hilft manchmal nur der schnelle Run in den Garten. Das bleibt aber die Ausnahme.

Holt ihr denn einen Welpen zu Euch? Dann würde ich auch einen Zaun anschaffen, sonst ist es sehr schwer zu vermitteln, wo die imaginäre Grenze beginnt!

Goldi oder Labbi finde ich jetzt keinen großen Unterschied - Größe etc. sind ja ähnlich. beide brauchen ähnlich Auslauf, Beschäftigung und Platz. Wichtig ist, wenn ihr unbedingt ein Welpen wollt (und keinen Mischling aus dem Tierheim), dann nur zu einem sehr guten Züchter. Ein Welpe kann auch mit Katzen sozialisiert werden, denke ich, ein ausgewachsener Hund sollte sie gewöhnt sein.

Ich würde zur Hündin tendieren, aber falls es ein Rüde sein soll, über Kastration mal nachdenken. Beschützerinstinkt, Prollgehabe etc. sind bei Rüden einfach etwas ausgeprägter - aber es gibt natürlich auch ganz liebe Charaktere, bei denen das nicht zutrifft und sie nie kastriert wurden... Das weiß man nur vorher nie.

Ein warnendes Wort zum Schluss: :-p Schafft Euch die Rasse nicht an, weil sie süß aussieht. Überlegt eher von den Eigenschaften her, ob das eine Rasse ist, die passt und der ihr das bieten könnt, was sie braucht.
KEINE SPONTANENTSCHEIDUNGEN!

So, das war mein Wort zum Sonntag, :-) ansonsten freue ich mich für Euch und wünsche Euch ein ganz tolles neues Familienmitglied.

(14) 12.09.10 - 13:26

Goldie und Labbie gelten ja als typische Familienhunde und sehen auch sehr hübsch aus. Es spricht nichts gegen diese Wahl, aber in diesem Zusammenhang zwei wichtige Anmerkungen:

(1) Nur weil der Hund (werbewirksam) als perfekter Familienhund beschrieben wird, erzieht er sich nicht von selbst. Unter Labradoren findet man überdurchschnittlich häufig unerzogene, übergewichtige Hunde, weil der typische Käufer dieser Rassen sich häufig mit den Bedürfnissen seines Haustieres zu wenig auseinandersetzt. In erster Linie holt ihr euch einen Hund ins Haus. Und ein Hund braucht Erziehung. Die Rasse ist da nebensächlich. Gute Hundebücher oder eine gute Hundeschule sind also Pflicht.

(2) Weil das so beliebte Rassen sind, wird damit natürlich auch viel Schindluder betrieben. Irgendwelche Billigvermehrer machen viel Profit auf Kosten der Hunde. Sucht euch also auf jeden Fall einen seriösen Züchter, der auch auf Erbkrankheiten untersucht. Auf keinen Fall solltet ihr irgendeinen Hund von privat nehmen, womöglich noch bei euren Bekannten in Auftrag geben. Da kann es ja mit eurer Tierliebe nicht weit her sein, wenn ihr lieber Welpen produzieren lassen wollt, als mal im Tierheim nachzuschaun.

Dann zur Erziehung: Wenn man weiß wie, kann man einem Hund im Prinzip alles beibringen, was andere Hunde auch können. Bei euren Bekannten ist es also nicht "zwecklos", weil sie so einen doofen Hund haben, sondern so wenig Ahnung von Hundeerziehung. Wenn ihr euch mehr bemüht, kann das bei euch ganz anders sein.

(15) 12.09.10 - 21:17

Na dann schau dir mal mein Profilbild an, das ist die Maya ein Labimädchen, 2 Jahre alt und der pure Zucker. Wir lieben sie abgöttisch ;-)

Ein ganz sozialer Hund, ganz lieb und sehr intelligent. Aber bitte NUR vom Züchter kaufen mit Stammbaum um HD und ED auszuschließen. Ist einfach die bessere Wahl und man kann sehen, wo die Welpen aufgewachsen sind und sich die Eltern ansehen.

Noch fragen? Schreib mich gern an :-D LG!

(17) 13.09.10 - 22:43

Hallo Bea

Ich würde mir an eurer Stelle erst mal überlegen, was ihr mit dem Hund machen wollt. Wozu ihr bereit seid (denn unterschiedliche Rassen haben unterschiedliche Bedürfnisse) und was ihr 'leisten' könnt. Dann würde ich gucken, was für Hunderassen für mich und meine Bedürfnisse in Frage kommen, mich informieren, nach Züchtern gucken, nach Hundeschulen gucken, evtl. sogar im Tierheim gucken...

Euer 6-jähriges Kind solltet ihr mit dem Hund nicht allein lassen. Sechsjährige Kinder können ihr tun noch nicht immer abschätzen und dem Hund evtl. weh tun. Das kann zur Folge haben, das der Hund sich irgendwann wehrt. Egal welcher Rasse er angehört.

Wenn ihr den Hund im Garten nicht ständig an der Leine, wenn auch an der Schleppleine, haben wollt, solltet ihr einen anständigen Zaun mit der entsprechenden Höhe aufstellen oder aufstellen lassen. Bis der Hund gelernt hat nicht über den Zaun zu springen, oder ihn umzureissen, braucht es eine Weile.

Jeder Hund jeden Alters kann lernen und zwar so ziemlich alles. Meistens sind die dazugehörigen Menschen allerdings zu faul sich darum zu kümmern ihrem vierbeinigen Freund etwas beizubringen. Denn das ist Arbeit, Arbeit und nochmals Arbeit. Bei den einen Rassen mehr, bei den anderen Rassen weniger. Bei den Rassen mit 'Zusatzgehirn' muss man doppelt aufpassen. Die lernen nämlich nicht nur die 'tollen' Sachen deutlich schneller, sondern auch die 'nicht so tollen'. ;-)

Die 'Bomben' im Garten finde ich nicht wirklich schlimm. Die sind nämlich ziemlich schnell 'aufgesammelt'. Wenn der Hund regelmässig entwurmt wird (alle drei Monate), muss man idR auch keine Angst vor Würmern haben. Wenn du die 'Bomben' aber auf gar keinen Fall im Garten haben möchtest, musst du regelmässig mit ihm spazieren gehen, damit der Hund sich ausserhab eures Grundstücks versäubern kann. Auch hier gilt: Bitte aufsammeln!!

Rüden sind evtl. etwas schwerer zu erziehen. Hündinnen sind evtl. etwas 'zickiger'. Markieren tun sie beide. Allerdings kannst du auch das Markieren lenken. Bei Rüden und bei Hündinnen. Dafür musst du allerdings konsequent sein, in dem ihr bei eurem Spaziergang klare Regeln aufstellt: z.B. hat Hundi zu Beginn des Spaziergangs drei oder fünf Minuten Zeit sich zu versäubern, dann wird marschiert und es ist nichts mehr mit 'Schnüffeln hier und Schnüffeln da'.

Wir haben einen Malinois (belgischen Schäferhund) und fünf Katzen. Es gibt Hunde, mit denen geht das gar nicht und Hunde, denen macht es nichts aus sich einen Haushalt mit Katzen oder anderen Kleintieren zu teilen. Entweder man entscheidet sich für einen Welpen/Junghund, der sich noch leicht an Katzen gewöhnt, oder einen Hund der schon älter ist und Katzen kennt. Möglichkeiten gibt es da viele.

Nicht jeder Hund ist so pflegeleicht, dass alles von Anfang an reibungslos verläuft. Es gibt Hunde, bei denen Spaziergänge lange Zeit damit verbunden sind ständig auf der Hut zu sein (z.B. bei starkem Jagdtrieb oder Unsicherheiten). Das ist Rasseunabhängig und kann dir auch mit einem Labbi oder Goldie passieren. Auch hier ist wieder die Frage: Kann ich einen 25 KG oder mehr Hund halten und will ich das auch? Oder soll es doch lieber der kleine 2,5 KG-Hund sein, bei dem das 'Anfallen' von z.B. Fahrradfahrern oder anderen Hunden nicht so schnell gefährlich aussieht und unangenehm werden kann.

Es gibt Hunde, denen machen Begegnungen mit anderen Hunden an der Leine nichts aus und Hunde, die andere Hunde, Fahrradfahrer, Jogger und/oder Autos anfallen. Auch das ist Rasseunabhängig und man muss dafür auf angemessene Weise Sorge tragen, dass dieses Verhalten abgestellt wird.

Wie gesagt, ein Hund ist Arbeit, Arbeit und nochmals Arbeit. Je nachdem was für eine Rasse man sich zulegt und was man von dem Hund erwartet und mit ihm machen will, ist es mehr oder weniger Arbeit.
Überlegt euch gut, was ihr mit dem Hund machen wollt und was ihr selber leisten könnt. Evtl. reicht für den Anfang ein schon älterer, pflegeleichter Hund mit dem ihr einfach nur Spaziergänge tätigt, der gekuschelt und beschmust wird und der dankbar dafür ist einen guten Platz für seinen Lebensabend gefunden zu haben.

Einen Goldie oder Labbi würde ich mir nicht als Familienhund anschaffen. Genauso wenig einen Jack Russel Terrier, einen Mops oder eine franz. Bulldogge. (Bei letzteren Beiden geht es mir dabei eher um die verkürzte Nase). Es geht hier aber nicht um meinen, sondern um euren Hund.

Also, dann macht euch mal ein paar Gedanken und informiert euch.

Viel Vergnügen dabei!!

LG, Ciara

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