Labrador hat Kind gebissen! Liegt es nur an der Erziehung? Silopo

    • (1) 29.09.10 - 14:42

      Hallo,

      meine Nachbarn haben einen 8 Monate alten Labrador. Sie haben ihn als Welpe bekommen und eigentlich haben sie sich bewußt so eine Rasse ausgesucht wg. familienfreundlich, kinderlieb usw.... Dann waren sie auch von unserem Labrador begeistert, der absolut treudoof ist. Unserer ist 3,5 Jahre alt und wir haben fast 2 Jahre Hundeschule und Hundesport gemacht. Ich habe unseren Hund noch nie aggressiv oder dominant erlebt, egal ob Kinder, Erwachsene oder anderen Hunden gegenüber.

      Eigentlich habe ich es kommen sehen, daß da was schief läuft! Als sie ihren Hund als Welpen bekamen hatten sie keine Lust und Zeit, mit ihm in die Welpenschule zu gehen. Sie meinte wohl, wenn ihr Hund mal ab und zu mit unserem spielt, das würde genügen. Alleine da, merkte ich schon, daß der Hund ziemlich zähnefletschend und ständig am Knurren war, so wie ich es bei unserem zumindest nicht in dieser Form, bemerkte. Dann kam hinzu, daß der Hund von Anfang an einen heftigen Durchfall hatte und ewig lange nicht stubenrein wurde. Dafür wurde der Arme über Nacht in den Keller gesperrt!!! Er war ein lästiges Übel geworden, da die Tierarztkosten beträchtlich wurden. Angeblich hatte er Parasiten und vom Fell her war er wochenlang schon fast kahl! Er braucht deshalb Spezialfutter und das kostet auch mehr als geplant war. Schließlich haben sie auch noch 4 Kinder! Vor ein paar Wochen hat sich eine Mutter beschwerd, daß sie ihren Hund nicht mehr mit zum Kiga mitnehmen darf. Er wurde vor der Türe "geparkt" und wenn sich ein Kind ihm näherte, fletschte er die Zähne und knurrte! Daraufhin holte meine Nachbarin sich Hilfe von einer Hundetrainerin. Damit kam sie aber nicht klar, denn sie erklärte ihr, daß die Kinder auf den Hund mehr Rücksicht nehmen sollten! Wenn nämlich der Hund schlief, wurde ihm auf den Kopf geschlagen oder er MUßTE, ob er wollte oder nicht, jetzt mit ihnen spielen. Die Größere von ihnen (9 Jahre alt) ging ab und zu mit dem Hund gassi und ich habe gesehen, daß er des öfteren die Leine drüber bekommen hatte, da er zerrte und verspielt in alle möglichen Richtungen sprang. Zwischendurch bekam er von den Kindern auch den einen oder anderen Fußtritt!!! Selbst Herrchen verpasste ihm mit der Leine einen Schlag, weil er das Komando "Sitz" nicht gleich machte! Aber meine Nachbarin ist da sehr uneinsichtig, da es ja ein Familienhund sei und das müßte der Hund aushalten und mitmachen. Er wächst schließlich mit Kindern auf und die Rasse ist ja bekanntlich eine sehr gutmütige!!!!!!! Seit kurzem geht sie nun doch in die Hundeschule und ist aber mit der Trainerin nicht einer Meinung. Gut, angeblich meint sie es gäbe keine Rangordnung und der Hund sollte mit ins Bett genommen werden........
      Aber letzte Woche passierte es. Ein Besuchskind war schon Stunden bei ihnen zuhause und hat den Hund gestreichelt. Er lag auf seiner Decke und hat es auch angeblich genossen. Wie aus heiterem Himmel fuhr er dem Kind ins Gesicht und biss es unterm Auge. Angeblich hat es ziemlich geblutet und es ist heftig angeschwollen. Abgesehen von dem Trauma.
      So, nun kommt der Hund weg! Ist bestimmt besser so!

      Ich versteh manche Menschen nicht! Ein bisschen Einfühlungsvermögen, selbst wenn es ein Hund ist oder vielleicht gerade weil es ein Hund ist. Unsere Sprache wird er wohl nie verstehen, aber wir sind doch so intelligent den Hund wenigstens ein bisschen zu verstehen.....?!

      Gruß und danke fürs Lesen!

      Eni

      • Hallo,

        was soll man dazu noch sagen. Gut das der Hund abgegeben wird. Es ist das beste für den Hund.
        Unser Collie hat auch zum beißen geneigt. (dieses Jahr gestorben) und trotzdem war er 10 Jahre lang unser treuer Begleiter und nie wurde ein Kind hier verletzt weil mein Mann und ich um seine "Neigung" gewusst haben und damit umgehen konnten. Wir wussten genau was wir ihm zumuten können und was nicht.
        Wurde es für ihn zu viel durfte er in den Garten oder sich ins Schlafzimmer zurück ziehen.
        Die Kinder haben immer Order bekommen ihn ihn Ruhe zu lassen und durften ihn nur unter meiner Aufsicht anfassen.

        Wir hatten zusammen ein tolles Leben.
        Man sieht es kann gut gehen. In diesem Fall ist es für den Hund einfach nur besser wen er woanders hinkommt.

        LG dore

        (3) 29.09.10 - 15:27

        Hallo,

        leider wird immer wieder der Fehler gemacht und gedacht, dass ein Labrador oder Goldi, DER ideale Familienhund ist, dass stimmt aber nicht, in falschen Händen und ohne Erziehung ist das ein gefährlicher großer Hund. Man hört immer wieder von Übergriffen dieser vermeindllich lieben Rasse.

        Es ist und bleibt ein "Wolf" und ist nie ein Schosshund, selbst ein "Taschenhund" nicht! Das der Hund weggegeben wird, ist richtig, er braucht Erziehung und ein stabiles Familienumfeld. Er ist 8 Monate alt und in der Rüppelphase - da ist Konsequenz das aller wichtigste! Er wird nicht aus bösen Willen gebissen haben aber es ist nun mal passiert und das entschuldigt nichts. Wir haben 3 Hunde, 2 Jackis und einen Stafford auch die kleinen Hunde, sind nie unbeaufsichtigt mit Kindern zusammen, sie kennen klare Grenzen, Kinderzimmer ist tabu auch Spielen in der Wohnung mit Biene und Freundinnen ist verboten. Unsere Große wird immer in den Zwinger gesperrt, wenn Spielfreunde von Biene kommen, wir wissen um die Wirkung diese Rasse und ich wöllte es auch nicht, dass mein Kind bei ihrer Freundin mit der amerikanischen Bulldogge spielt...

        Ein Hund bleibt ein Hund und man kann NIE seine Hand ins Feuer legen!

        LG sacoma

        Der Hund hätte schon viel eher beißen sollen, dann aber seine Besitzer! Dann wäre ihm das Leid bei diesem leuten ersprat geblieben und sie hätten ihn eher abgegeben.


        Wenn ich sowas beobachtet hätte, hätte ich umgehend das Veterinäramt informiert und hätte mir das sicher nciht angesehen! Bei sowas werde ich echt aggressiv und wenn ich die Menschen kennen würde, oder auch nicht, würde ich denen klar machen das ich die Polizei bzw. den Tierschutzverein informiere sofern die dem Hund noch ein einziges mal etwas tun.

        Würde mein Sohn so mit usneren Hunden umgehen, dann wüsste ich nicht was passieren würde. Ich würde ausrasten glaube ich. Ich würde ihn nie schlagen, aber in so einer Situation, hätte das Konsequenzen die ihm lange Zeit zum nachdenken bescheren würden.




        lG germany

        • (5) 29.09.10 - 18:22

          Hallo,

          na ja, dass die Kinder so mit dem Hund umgesprungen sind, ist ja kein Wunder bei dem Vorbild der Eltern ;-)

          Aber dieser Fall ist mal wieder ein typisches Beispiel und wenn ich schon lese das der Hund auf SEINEM Platz war und dennoch keine Ruhe hatte, wird mir speiübel.

          Unser Hund hat mehrere Plätze ind er Wohnung (Wohnzimmer, Flur Schlafzimmer), tagsüber liegt er meist im Schlafzimmer auf seiner Decke, wenn er auf den Trouble hier keine Lust hat, da geht keiner hin und meine Kids wissen, wenn der Hund auf seinem Platz ist, Finger weg.

          LG #winke

          Hallo germany,

          ich glaube nicht, daß ich da viel ausrichten hätte können. Das Herrchen ist Polizist!!! Die Hundetrainerin wußte auch bescheid!
          Sicher, im Nachhinein weiß man mehr. Ist mir auch eine Lehre und wenn ich sowas nochmals bemerken sollte, würde ich jetzt bestimmt anders reagieren.
          Vor allem läuft jetzt alles über den Tierschutz und der Hund ist immer noch in der Familie!

          LG
          Eni

      Hallo Eni

      Schreckliche Geschichte.

      Was ich nur nicht ganz verstehe ist, dass du das hast kommen sehen, hier sogar alles detailiert aufschreiben konntest, was dort abgegangen ist und dich nicht vorher schon für den Hund eingesetzt hast, damit er ein neues zuhause bekommt.

      Jetzt wird er vermutlich eingeschläfert, weil er ein Kind gebissen hat.

      Super.

      LG, Ciara

      • Hallo Ciara,

        wie ich schon "germany" geantwortet habe, im Nachhinein weiß man immer mehr! Eigentlich dachte ich, daß es besser geworden ist, denn was mir da aufgefallen war, war in den ersten Monaten als sie den Hund bekamen. In letzter Zeit waren sie ja in der Hundschule, aber wie gesagt eigentlich "beratungsresistent"!
        Jetzt wird der Hund über den Tierschutz vermittelt und der Hund bleibt bis sie einen Platz finden, in der Familie! Verstehe ich eigentlich auch nicht so recht, denn sie gehen mit ihrer "Hundeerziehung" sehr offen damit um. Der Tierschutz und die Trainerin sagten ihnen, sie sind Schuld und hätten den Hund auf dem Gewissen. Sie hätten ihn regelrecht verdorben! Sie sind halt der Überzeugung, der Hund hätte von Anfang an eine Macke gehabt......evtl. weil der Züchter auch Jagdhunde ausbildet? Natürlich ein völliger Quatsch!

        Ich hoffe jetzt nicht, daß der Hund eingeschläfert wird#zitter das wäre ja schrecklich!!! Andererseits wird es sehr schwer werden in zu vermitteln, da er ja auch noch das Spezialfutter braucht und die meiste Zeit beim Tierarzt verbringt.
        Wenn ich keine kleinen Kinder (Enkelkids) im Haus hätte, würde ich ihn sofort nehmen!

        LG
        Eni

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