Hunde verstehen sich plötzlich nicht mehr

Mein kleiner und meine Cousine ihr Hund (Dobermann mix) haben sich immer gut verstanden.Sie konnten sich nicht so oft sehen,da meine Cousine außerhalb gewohnt hat aber wenn dann gab es nie Probleme.

Nun ist meine Cousine meine Nachbarin und natürlich wollten wir auch wieder gemeinsam mit den Hunden Gassi gehen.
Am Wochenende haben wir uns dann das erste mal getroffen und diesmal war der Hund meiner Cousine so aggresiv meinen gegenüber.Wir haben sie ohne Leine laufen lassen und kaum war der Hund meiner Cousine ab ist er gleich auf meinen los.
Oskar (der Hund meiner Cousine) hat sich nicht mehr abrufen lassen,er ist nicht mehr von meinen weg.
Aaron (meiner) hat gequietscht und hatte sone Angst das ich ihn auf den Arm genommen habe (weil ich natürlich auch Angst um mein kleinen hatte).Nach dem sich die Hunde etwas beruhigt hatten,haben wir es nochmal versucht und wieder das gleiche.Ich hab Aaron gerufen und der kam auch zu mir aber Oskar immer hinterher und wollte ihn schnappen.Haben dann die Hunde wieder an die Leine gemacht.

Heute als ich grad mit Aaron nach Hause kam,kam der Mitbewohner meiner Cousine aus der Wohnung und Oskar gleich mit.Er ist sofort wieder auf Aaron los und das sogar schlimmer als letztens.Meine Cousine und der Mitbewohner hatten mühe Oskar wieder in die Wohnung zu bringen.

So nun zu meiner Frage,ist es aussichtslos jemals wieder mit den beiden Spazieren zu gehen?
Ich möchte nicht das mein Hund etwas passiert und da der Größen unterschied ja auch enorm ist,habe ich natürlich jetzt erst recht Angst nach den Vorfällen.

Was meint ihr?

LG :-)

Hi,

Wie alt waren Oskar und dein Hund als ihr euch das letzte mal getroffen hat? War deiner noch ein Welpe? Hat Oskar in der letzten Zeit schlechte Erfahrungen mit kleinen Hunden gemacht?

lg

Also das letzte mal gesehen haben wir uns so vor anderthalb Monaten.
Oskar ist jetzt 2 Jahre und Aaron ist 11 Monate.

Also Oskar hat keinen weiteren Kontakt zu anderen Hunden nur ab und an,zu seinem Bruder.Er reagiert auch immer sehr anfällig wenn er andere Hunde sieht.

Dein Hund , ich weiss nicht welche Rasse, ist nicht mehr im Welpenalter, dazu ist der Hund deiner Cousine noch der Reviernachbar geworden....Kann alles sein, Hunde erstmal nicht mehr ableinen sondern einen Trainer holen....

Und du? Geh mit deinem Hund unter andere Hunde damit er lernt sich zu behaupten und nimm Ihn nicht immer schützend auf den Arm. Wie soll er den lernen auch mal auszuteilen?

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Warum habt ihr sie beim 2. Mal denn wieder gleich losgelassen, wenn es doch schon mal geknallt hat?

get zusammen an der Leine spazieren ein paar Mal und wartet dass die Hunde sich entspannen, NACH einem größeren Spaziergang könnt ihr ja mal versuchen die 2 wieder abzuleinen, sofern es die Stimmung und Anspannung erlaubt

Keine ahnung.Ich war in dem Moment vielleicht auch etwas überfordert.
Ich kannte das ja vorher gar nicht von Oskar.

Ich werde es beim nächsten mal so machen wie du es sagst und wenn das nicht klappt dann muss ich/wir uns Hilfe holen.

Dein Hund wird langsam ein erwachsen, ein echter Rüde;) Ich denke Oskar meint sich vor Ihm behaupten zu müssen. Für deinen Hund wird es nicht leichter wenn Du Ihn auf den Arm nimmst, im Gegenteil. Wie die Vorposterin schon sagte, wartet einen entspannten Moment ab, geht weiter zusammen spazieren, erstmal halt an der Leine.

Liebe Grüße und viel Erfolg...

Ich nehme meinen Hund sonst nie Hoch und habe auch keine Probleme bisher gehabt im gegenteil,er lässt sich auch abrufen wenn andere Hunde da sind.

Bei Oskar ist es auch so,dass er bei mir in der Wohnung den Chef macht (jedenfalls war es bei den letzten Besuchen so).

Meine Hunde wollen auch überall zeigen das sie der Boss sind;-) Nur dürfen sie das nicht überall weil die andern sie dann in Ihre schranken weisen...

wie alt sind die Hunde.... Dominanverhalten? Geschlechtsreife? Rüden gehen gerne mal ab....

Also Aaron ist 11 Monate und Oskar 2 Jahre.

Aber wie gesagt,es gab sonst nie Probleme und es geht ja alles von Oskar aus.

Deiner war bisher auch noch im Welpenschutzalter, und nun wohnt Ihr auch noch nebeneinander und der grosse will sich als boss aufspielen....Das müssen sie wohl mal ausmachen und dann wird es ein wenig besser, rüden fetzten sich aber gerne mal.....

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Hallo

Du solltest deinen Hund nicht auf den Arm nehmen, sondern den anderen Hund so blockieren, dass er nicht mehr an deinen Hund ran kommt. Dazu gehört auch den anderen Hund am Halsband zu packen und deinen Körper zwischen die beiden zu schieben. Wichtig ist, dass du dabei keine Angst hast, sondern deinen Hund beschützen willst. Du darfst auch gerne richtig wütend werden und den anderen Hund umbringen wollen. Unsere Gefühle spüren Hunde nämlich. ;-)
Und glaube mir, jedem Hund ist es wichtig zu überleben. Wenn es um ihr eigenes Überleben geht, lassen sie lieber alles andere in Ruhe. ;-)

Ich weiss, ist manchmal ziemlich schwierig zu verstehen. Wenn du deinen Hund auf den Arm nimmst, tust du ihm nur keinen Gefallen. Das ist ein menschlicher Zug, den dein Hund nicht versteht. Für ihn ist es so, dass er sich nicht mehr retten könnte, in dem er z.B. wegläuft und er so der Situation schutzlos ausgeliefert ist. Evtl. schleckt er sich häufig über die Nase, wenn du ihn hochnimmst. Das sind Beschwichtigungssignale, die du ernst nehmen solltest. Auch wenn er klein ist, ist er ein Hund. Kein Kind. Mit Hunden muss man anders umgehen und versuchen in Hundesprache, also Körpersprache zu kommunizieren.

Deine Cousine sollte ihren Hund disziplinieren. Dein Hund steckt mitten in der Pupertät, das riechen andere Hunde, besonders Rüden. Da rappelt es öfters mal. Hunden ist ihr Grössenunterschied nicht bewusst und nehmen das nicht so wahr wie wir Menschen, weil alle Hunderassen max. fünf Generationen auseinander liegen. Dein Aaron weiss also nicht, dass er so viel kleiner als Oskar ist und Oskar weiss nicht, dass Aaron so viel kleiner als er ist.

Für die Alphaposition im Rudel spielt die körperliche Grösse aber auch keine Rolle. Auf die mentale Grösse kommt es an. Wir haben auf dem Hundespielplatz einen kleinen Hund, der alle dominiert. Die Grossen wie die Kleinen. Bis jetzt gab es keinen Hund, auch keine Besucherhunde, die ihm diese Position streitig machen konnten. Echt witzig, zumal die Halterin selber immer eine Mordsangst um ihren 'kleinen' Hund hat, wenn jemand neues auf den Platz kommt (vor allem mit grossen Hunden). Jedenfalls bis sie gemerkt hat, dass er mal wieder der Chef ist. Dann ist auch sie wieder ganz locker. ;-)

Ihr habt mehrere Möglichkeiten. Ich würde die Hunde nur noch gemeinsam füttern. Und zwar draussen auf einem Spaziergang. Das hat mehrere Vorteile: Sie lernen, dass der jeweils andere Hund etwas ganz tolles ist, es gibt nämlich Futter, wenn der jeweils andere da ist und dadurch, dass sie nur noch draussen gefüttert werden, werden sie mehr auf euch fixiert. Sie sind abhängiger von euch. ;-)

Deine Cousine sollte ihren Hund disziplinieren und auch sichern, wenn er deinen wieder anfallen will. Er muss nämlich merken, dass das nicht erwünscht ist. Sie sollte ihn an der Leine hochnehmen, so das seine Vorderpfoten nicht mehr auf dem Boden stehen und er richtig im Halsband hängt, also quasi keine Luft mehr bekommt.
Ihn blockieren, sich also zwischen Oskar und Aaron bringen und ihn ruhig wieder absetzen, wenn er ruhig ist. Wenn er nach dem Absetzen auch ruhig ist, sollte sie ihn loben. Wichtig ist, dass sie selber dabei die ganze Zeit ruhig bleibt.

Blockieren tut man einen Hund mit seinem Körper. Oder auch mit einem Stock, oder Kinderwagen, oder sonst was. Stell dich ihm einfach in den Weg, breite deine Arme leicht aus, die Handflächen sind auf den Hund gerichtet. Er wird sich leicht ducken, zurück gehen und einen anderen Weg einschlagen. Das gleiche kann man auch mit einem Stock machen. Den Hund also nicht schlagen, sondern den Stock zwischen den Hund und seinen Weg bringen. Mit ruhiger, bestimmter Energie. So halten Schäfer ihre Hunde z.B. davon ab, vor ihnen zu gehen. Wichtig ist, dass man eine gerade Körperhaltung hat. Eine stolze Körperhaltung.

Das am Halsband hochnehmen macht dem Hund nichts und sorgt auch nicht für eine schlechte Hund/Mensch-Beziehung. Im Gegenteil. Deine Cousine hat einen Dobermann-Mix. Diese Hunde brauchen eine klare, starke und vor allem konsequente Führung.

Jeder Hund möchte möglichst bequem durchs Leben gehen. Wenn wir also bestimmte Eigenheiten fördern wollen, geben wir ihnen Futter als Belohnung. Wenn wir aber bestimmte Eigenheiten unterbinden wollen, müssen wir diese Situationen den Hunden möglichst unbequem machen.

Deine Cousine sollte Oskar beobachten. Man sieht den Hunden an, wenn sie etwas anfallen wollen. Sobald Oskar deinen Aaron fixiert, sollte sie ihm durch einen Ruck an der Leine und ein lautes und bestimmtes 'Nein' signalisieren, dass sie das nicht will.

Futter gibt es nur, wenn beide Hunde in einem ruhigen, ausgeglichenen Zustand sind. Wenn deine Cousine ihrem Hund ein Leckerli geben würde, um ihn von deinem Hund abzulenken, oder um ihn zu loben, nachdem er deinen angefallen hat, wird ihr Hund unter Umständen lernen, dass es Futter gibt, wenn er deinen angefallen hat. Dazu kommt, dass Dobermänner schlau sind. Das muss man berücksichtigen.

Ihr solltet nur nicht laut werden, wenn es doch zu einem 'Angriff' kommt. Einfach handeln und weitergehen. Wenn ihr anfangt auf die Hunde einzureden oder gar zu schreien, macht ihr alles nur noch schlimmer, weil die Hunde sich bestätigt fühlen.

Wenn ihr das alles konsequent befolgt, habt ihr garantiert binnen einer Woche Ruhe.

Wenn du noch Fragen hast, nur zu. :-)

LG, Ciara

Klasse Danke.:-)
Ich hab Aaron in der Situation nur hoch genommen,weil er immer an mir Hochgesprungen ist und das kannte ich so nicht.
Ich greife eigentlich immer durch,wenn es nicht mehr überschaubar ist und es hat ja bisher auch immer geklappt.

Gestern zum Beispiel,als ich grad nach Hause kam (meine Wohnungstür war noch verschlossen) kam der Mitbewohner meiner Cousine aus der Tür und Oskar hinterher und ist sofort auf Aaron los.Aaron hatte keine möglichkeit abzuhauen.Da hab ich auch ein Schreck bekommen und es war auch schwer Oskar von Aaron weg zu bekommen.

Ich weiß nicht ob meine Cousine da so mit zieht,weil sie sich nicht soviele Gedanken macht und glaube der Meinung ist lass ihn mal machen.
Sie kann manche Situationen selber nicht einschätzen.

Schick sie mitsamt dem Hund zu einem Hundetrainer oder guten Hundeschule ;-) Ich bekomme meine Rüpel immer voneinander los, falls sie sich angiften mal wieder....Und das ist manchmal wirklich derbe, vor allem wenns ums Futter geht, da verstehen beide keinen Spass mehr #rofl Einfach machen lassen geht nicht....Hat Oskar sonstige Kontakte zu anderen Hunden? Ich habe meine Beiden gleich imWelpenalter mit jeglichen Hunderassen und grössen zusammengetan....Und wenn ein anderer Hund sie mal in die Schranken weisst greif ich nicht ein #schein

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Deine Cousine kann, wenn Oskar Aaron fixiert, sich auch etwas runterbeugen, seitlich mehrmals an der Leine zupfen/rupfen, dabei rückwärts gehen und Oskars Namen sagen. Ihn so versuchen aus der Situation herausholen. Sobald Oskar sich wieder auf sie konzentriert (er hat ja eigentlich keine andere Möglichkeit, wenn sie rückwärts geht und sie ihn noch früh genug 'erwischt') und von Aaron ablässt, sofort loben und bestätigen, was für ein toller Hund Oskar doch ist.

Ihr müsst einfach mal ein bisschen ausprobieren. Wenn ihr euch das allein nicht zutraut, sucht euch einen guten Hundetrainer oder geht gemeinsam in eine gute Hundeschule.

LG, Ciara