Wer hat Erfahrung mit Leukemie bei Hunden?

    • (1) 16.12.10 - 07:01

      Hallo,
      nachdem mein Hund im Herbst diesen Jahres einen Schlaganfall erlitten hat und sich davon wieder relativ gut erholt hat, wurde vor wenigen Tagen eine Leukemie festgestellt. Zur Therapie erhält er nun Cortison.
      Die stark vergrößerten Lymphknoten sind davon jetzt etwas abgeschwollen. Er hält den Kopf ganz schief und kann deshalb keine Treppen mehr steigen. Ich muß ihn also 20 mal am Tag hoch und runter schleppen, um im Garten sein Geschäft zu verrichten. Spazieren gehen mag er nicht mehr...er versteckt sich wenn er die Leine nur schon sieht.

      Er frißt ganz normal , aber auf Grund der Tabletten trinkt er Unmengen.
      Hat jemand hier vielleicht das Gleiche durchgemacht und kann mir sagen, wie lange das Tier nach Diagnose noch gelebt hat und wie der Verlauf der Krankheit war?
      Solange der Hund glücklich und schmerzfrei auf mich wirkt soll er noch bleiben , ansonsten werde ich dem Ganzen ein Ende bereiten.

      L.G.
      zwillima

      • (2) 16.12.10 - 07:50

        Hallo ,

        ich habe keine Erfahrung mit Leukemie beim Hund, aber mit Cortison.
        Meine Hündin trank innerhalb von 24h 1,5 Liter (Cairn Terrier). Sie hatte davon Muskelschwund, also ist auch beim gassi gehen hingefallen. Also meine Schnecke hatte alles an Nebenwirkungen mitgenommen, was es gab. Auch eine verfärbung der Zunge.
        Durch das Cortison werden die Hunde geschwächt. Die Entzündung geht super zurück. Als meine Debby sich davon (nach ca. 6-7 Wochen nach Gabe der Spritze) erholt hatte, ging es ihr 14 Tage prächtig.
        Danach mußte ich sie vor 14 Tagen einschläfern lassen. Es war irgendetwas,was nicht stimmte. Sie klappte auf einmal zusammen und stand wieder ganz normal auf und rannte glücklich beim gassi gehen.Sie fraß auch wie immer. Das hat sich innerhalb von 24h verschlechtert,das heißt sich klappte immer wieder ein und hielt den Kopf schief. Wohl ein Zeichen für einen eventuellen Tumor im Kopf. Wäre sie nicht immer zusammengeklappt und hätte und nicht dieses Zeichen gegeben, hätten wir sie auch noch gelassen.Sie hatte keine Schmerzen. Aber sie signalisierte , das es leider nicht mehr ging.
        Das waren 11 tolle Jahre mit unserer Schnecke und wir vermissensie sehr.
        Ich habe es nie geglaubt, wenn andere sagten, Dein Hund zeigt Dir was Du machen sollst. Es ist so.
        Solange , wie Du merkst es geht ihm gut, mache so weiter.
        Ich wünsche Dir trotzdem schöne Weihnachten.

        tino2006

        Hallo


        Chemotherapie ist der Mittelpunkt bei einer Behandlung von Lymphosarcoma.
        Lymphosarcoma spricht auf Chemotherapie sehr gut an, und bei 80 % aller behandelten Hunde tritt eine Entlastung (Remission) ein. Remission ist dabei definiert als das komplette Verschwinden von feststellbarem Krebs.
        Die Remission ist dabei keine Heilung, aber sie ermöglicht dem Hund ein gutes Leben.
        Dies ist deswegen wichtig zu wissen, weil die Chemotherapie nicht abgebrochen werden darf, wenn die Remission erreicht ist. Die Dauer der Remission hängt von mehreren Faktoren ab, an erster Stelle davon, wie krank der Hund beim Beginn der Therapie ist und wie weit sich die Krankheit bereits ausgebreitet hat.

        Für jene Hunde mit dem verbreitetsten Typ (Vergrößerung der äußeren Lymphknoten),
        hält die Remission durchschnittlich etwa 8-10 Monate an, mit einer insgesamten Überlebensdauer von etwa einem Jahr.

        Medikament und Verabreichung hängen davon ab, wie agressiv sich der Krebs verhält, wie krank das Tier am Anfang der Behandlung ist und ob bereits Abnormalitäten bei organischen Funktionen vorhanden sind (besonders wichtig sind Veränderungen der Leber- und Nierenfunktionen)

        Bei einem typischen Verlauf erhält der Hund wöchentliche Behandlungen über die ersten 4 bis 6 Monate. Verschiedene Medikamente (L-asparaginase, vincristine, Cytoxan und Adriamycin)
        werden abwechselnd verabreicht, um die Chance zu verringern, daß Tumorzellen resistent werden und um die Gefahr von Nebenwirkungen zu reduzieren.
        Einige der Medikamente werden als Injektion verabreicht, andere werden oral eingenommen (kann zu Hause gemacht werden).
        Wenn der Hund für 4 - 6 Monate in der Remission bleibt, werden die Behandlungsintervalle auf 2 Wochen verlängert. Nach einem Jahr werden die Medikamente für weitere 6 Monate alle drei Wochen verabreicht. Wenn der Hund nach 1 ½ Jahren immer noch in der Remission ist, wird die Behandlung abgebrochen. Nur 10-15% aller Hunde erreichen allerdings den Zeitpunkt, an dem über den Abbruch der Behandlung nachgedacht werden kann.

        Falls ein Hund aus der Remission herauskommt, kann man versuchen, ihn in diesen Zustand zurückzubringen, indem man die Medikamente wechselt oder die bisherigen anders zusammenstellt. Allerdings ist die Chance, einen Hund zum zweiten Mal in die Remission zu bringen, geringer als beim ersten Mal, und die Gefahr von Nebenwirkungen ist größer.
        Allerdings gibt es auch Hunde, die darauf ansprechen und somit noch etwas Zeit erhalten.

        Die meisten Hunde vertragen die Chemotherapie gut und zeigen minimale Nebenwirkungen. Ernste Nebenwirkungen zeigen sich nur bei ca. 10 - 15 % der behandelten Patienten.
        Diese beinhalten Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit, Durchfall, extreme Müdigkeit oder Infektionen. Unter Umständen kommt auch Haarausfall oder vermindertes Fellwachstum vor.

        Adriamycin kann bei Mehrfachanwendung Herzmuskelschäden verursachen, jedoch bekommen die meisten Hunde nicht genug dieser Medizin verabreicht, um hier Bedenken haben zu müssen.
        Cytoxan kann bei einem kleinen Prozentsatz der Hunde zu Harnblasenreizung führen. Falls dies Eintritt, macht sich das durch Veränderunegn beim Harnlassen bemerkbar (Blut im Urin, verstärkter Harndrang, häufiges Urinieren). Sehen Sie hierzu auch unsere Broschüre „Chemotherapie bei Kleintieren".


        Quelle : http://www.golden-retriever-zwinger.de/html/leukamie.html

        lg

        (4) 16.12.10 - 17:45

        unser hund hatte leukemie. leider hatten wir nicht mehr die möglichkeit sie zu retten. sie hat sich einfach nichts anmerken lassen. nur auf einmal ganz plötzlich hatte sie keinen hunger mehr und wollte auch nicht raus.

        in der klinik haben sie noch alles versucht mit bluttransfusion etc.

        3 tage später musten wir sie von uns gehen lassen. ihr ging es schlecht. wirklich schlecht und es war das schlimmste was ich bisher je durchgemacht habe (war damals 16 und dieser hund für mich wie eine schwester)#heul

        leider kann ich euch gar nicht helfen, aber ich hoffe inständig, dass es bei euch nicht ebenso endet. das wünsche ich keinem.

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