Hündin leidet extrem unter Scheinschwangerschaft (und wir auch...)

    • (1) 17.01.11 - 08:29

      Hallo,

      unsere Neufundländerhündin ist nun das 4. Mal läufig und das 3. Mal scheinschwanger danach.
      Nun ist es so, dass der Zustand jedesmal schlimmer zu werden scheint. Das letzte Mal und dieses Mal muss sie nun Tabletten nehmen, die die Unruhe, die sie als deutlichstes Zeichen hat, aber nur verstärkt. Sie jault und jammert tagsüber und nachts fast in einer Tour, mag nichts fressen (Leckerchen und "Menschenfutter" ausgenommen). Spaziergeh-unlustig war sie auch, wollte nach 5m wieder heim...; sie "gräbt" Mulden in die Fliesen, in ihr Bett, auf der Liegedecke...

      Seit Freitag abend bekommt sie nun die Tabletten, das einzige, das sich gelegt hat, ist das Spielzeug bemuttern und sie geht auch wieder freudiger spazieren.
      Die Unruhe hat sich noch verstärkt, Durchfall hatte sie auch (als Nebenwirkung in der Packungsbeilage aufgezählt), fressen ist immer noch ne Katastrophe, sprich gar nicht...
      Nun hat sie noch 4 Tage Einnahme vor sich - beim letzten Mal schlugen die Tabletten merklich schneller an; ungefähr nach der 3. Gabe legten sich das Gejammer.

      Ich denke, wir werden ernsthaft die Kastration mit Risiko der Narkose, der nachfolgenden Inkontinenz und evtl. ein fludderiges welpenähnliches Fell, in Erwägung ziehen müssen, denn das ist kein Zustand für unser Mädchen. Sie leidet extrem, und wir mit ihr. Haben die dritte Nacht in Folge kein Auge zugetan, bzw. mehr als 1,5 Std. am STück geschlafen.
      Der Hund und wir sind vollkommen erschöpft.

      Kennt das jemand von Euch von seiner Hündin?
      Unsere erste Hündin musste wegen einer Gebärmuttervereiterung kastriert werden, litt danach an Inkontinenz, die mit Tabletten aber gut im Griff war.

      Wie soll man sich entscheiden, wie macht man es richtig?
      Besteht die Chance, dass sich das nach der nächsten Läufigkeit gibt, bzw. nicht bei jeder Läufigkeit auftritt?

      Danke für jeden Rat...

      • Hallo,
        eine Kastration würde ich als letzten Weg sehen,vorher würde ich auf jeden Fall versuchen das Problem homöopathisch oder mit Bachblüten in den Griff zu bekommen.Wende Dich doch mal an einen versierten Tierheilpraktiker.
        LG KImchayenne

        (3) 17.01.11 - 09:01

        Hi,

        bei der 4. Läufigkeit und der 3. Scheinträchtigkeit (und den schlimmer werdenden Problemen) würde ich nicht mehr lange überlegen und den Hund kastrieren lassen.

        Ich kenne KEINE Hündin, die danach inkontinent war - egal in welchem Alter die Kastration erfolgte.

        Die Hündin meiner Freundin wurde bereits mit 10 Monaten vorzeitig kastriert, weil sie bereits bei / nach der ersten Läufigkeit scheinträchtig war und massive Probleme hatte. Geplant war eigentlich, sie erst mit ca. 15Mon. zu kastrieren. Unsere Spitzin wurde mit 6 wg. Veränderungen an der Gebärmutter und den Eierstöcken kastriert (wurde aggressiv) und hat keinerlei Probleme. Die Hünding meiner SM wurde mit 13 wg. Gebärmuttervereiterung kastriert - und hat auch keine Probleme. Die Liste könnte ich beliebig fortführen.

        Alles Gute für euch und euren Hund!

        Gruß
        Kim

        Hallo

        >>der nachfolgenden Inkontinenz und evtl. ein fludderiges welpenähnliches Fell, in Erwägung ziehen müssen,<<

        Ist das Rassebedingt? #kratz Bislang ist mir noch keine Hündin mit derartigen Problemen nach der Kastration bekannt geworden.

        Wenn die Hündin derart leider,würde ich keine Minute länger überlegen und sie kastrieren lassen.Auch wenn Narkose immer ein Risiko ist (beim Mensch wie beim Tier) so ist dies doch relativ gering.

        lg

        • Das Welpenfell bekommen meist langhaarige Hündinnen nach der Kastra. Hat die yorkie Hündin meiner Schwiegermutter auch wieder. Dagegen kann man aber auhc nix machen. Vrher hatte sie shcönes glattes Fell.

          Inkontinent werdem oft große Hunde. Bei Boxern besteht beispielsweise ein 60%iges Risiko einer inkontinenz.




          lG germany

          • Ah..ok...ich hab mit Hunden die langes Fell besitzen nix am Hut daher war mir das jetzt absolut nicht bekannt ;-)

            Aber das mit der Inkontinenz kann ich so auch nicht bestätigen was große Rassen betrifft...zumindest ist bei uns noch nie so ein Fall aufgetreten nach einer Kastration....soll natürlich nicht heißen das es das nicht gibt #schwitz

            Ich weiß jetzt nur von einem Fall bei dem die Hündin nach ihrem Wurf inkontinent war.Der Besitzer lies sie kastrieren und dabei wurde die Blase wohl irgendwie mit "hoch genäht"....damit war die Inkontinenz dann auch behoben #kratz

            Is ja auch völlig wurscht.Risiken gibts bei allem aber ich würde das "geringere Übel" wählen und meiner Hündin die ständige Scheinträchtigkeit ersparen.

            #winke

            • Man lernt ja nie aus.

              Wir lassen unsere Hündin auch kastrieren demnächst. Unser Rüde ist zwar steriliesiert (nicht kastriert), aber unsere Hündin wird nach jeder Läufigkeit auffälliger. Mit jedemal ist sie aggressiver gegenüber anderen Hunden geworden und es ist nichts vorgefallen, absolut gar nichts.

              Sie war vor den Läufigkeiten mit allen Hunden verträglich und alles wra gut und jetzt greift sie jeden Hund an! Mir reicht es langsam. Wir haben alles versucht bisher. Außerdem habe ich Angst das sie eine Gebärmutterentzündung bekommt usw. Und ihre Zitzen sind auch sooo riesig geworden. Ich habe Angst das sie da Tumore o.ä. bekommt.

              Wenn sie zu nimmt mahct das auhc nix, da sie sowieo nur so ein dürres etwas ist;-)

              • Ja,ich lern gern dazu ;-)

                Hmmm möglich das sich ihr Verhalten durch die Hormonumstellung so verändert hat,sie behält es dann eventuell einfach bei.Ob das aber dann mit einer Kastration rückläufig wird...ich weiß nicht so recht.

                Ein Zuchtkollege lies seine Hündin kastrieren weil sie KEINEN Rüden an sich ranlies und auch sonst war sie anderen Hunden gegenüber recht "zickig" nie aber dem Menschen gegenüber...in der Zucht natürlich äusserst kontraproduktiv #schein Auch nach der Kastration hat sich ihr Wesen nicht deutlich verändert,sie zickt immer noch vorallem dann wenn andere sie beschnuppern.#kratz Wie gesagt...ansonsten ein lieber sehr anhänglicher Hund nur eben mit Artgenossen kann sie so garnicht.An der Sozialisierung kann es eig. nicht liegen,das war sie recht gut.Vieleicht ibt es bei Hunden auch sowas wie "ich bleib lieber ne alte Jungfer #schock#rofl"

                Achso...so richtig "zugelegt" hat sie nach der Kastration auch nicht.Sie ist zwar etwas "verfressener" aber im Großen und Ganzen hat sich auch da nicht viel getan #schein

                #winke

      Hallo,

      also bei diesen Gegebenheiten würde ich nicht lange überlegen und hätte nach der 3. Läufigkeit schon eine Kastration in Betracht gezogen.

      Ich kenne auch keinen Hund, der nach der Kastration inkontinent war.

      LG

      Moin.

      meine erste Hündin litt auch immer unter Scheinträchtigkeit. Uns half folgendes:

      Während der Läufigkeit mit Pulsatilla D6 anfangen und bis etwa 3 Wochen nach der Läufigkeit tägl. 1x 5 Globuli.

      Ich wollte es anfangs nicht glauben - aber es war DAS wundermittel für uns.

      GlG

      • Hallo,
        schön das es bei euch das richtige Mittel war und gut geholfen hat,das heißt aber nicht gleichbedeutend das es auch das richtige Mittel für die Hündin der TE ist.Von Selbstversuchen möchte ich eindringlich abraten,solche Fälle gehören in die Hände von jemandem der sich damit auskennt.
        LG KImchayenne

        • Hallo,
          das denke ich auch.
          Leider gibt es hier im näheren Umkreis keinen geeigneten Fachmann / -frau.

          Ein Tierarzt in der Umgebung hatte sich auf Homöopathie spezialisiert, den gibt es aber leider nicht mehr.
          Mit unserer alten Hündin hatten wir das ausprobiert wg. der Inkontinenz. Leider ohne Erfolge. Leider sage ich deshalb, weil ich der Homöopathie sehr aufgeschlossen gegenüber stehe.

          Liebe Grüße

    Hallo,

    vielen lieben Dank für Eure Antworten.

    Ja, es ist richtig wie Germany schrieb, dass langhaarige Hündinnen diese Gefahr des "fludderigen" Felles bergen und gar nicht wohl so wenige...
    der Tierarzt hat uns extra drauf hingewiesen.

    Und die Inkontinenz ist ein "Übel" das viele große schwere Rassen bekommen können. DAS ist nicht lustig, denn die Hunde fühlen sich selbst nicht mehr wohl. Unsere alte Neufundländerhündin lief nur noch mit gesenktem Kopf durch die Gegend, sie konnte sich im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr riechen, stand jedesmal nach dem Liegen mit "Plätschern" auf, oder lag in einer Pipilache... Bis die Tabletten endlich anschlugen. Zumal erst ja weniger harten Medikamente probiert werden, bis man dann das richtige hat, dauert es halt 3 bis 4 Wochen...

    Aber dieser Zustand ist auch niemanden mehr zuzumuten, weder Hund noch Mensch.
    Also werden wir wohl die Kastration durchführen lassen (müssen). Schade, ich hatte gehofft, ihr das ersparen zu können - und die Scheinträchtigkeiten eben auch...

    Liebe Grüße

    • HI!!

      Ich hab gestern gehört, dass man Hündinnen auch gegen die Läufigkeit "spritzen" lassen kann.. #kratz Ich hab davon noch nie gehört, dachte aber, dass ich dir das einfach mal schreibe, vllt gibt es sowas ja wirklich und ist ne gute Lösung für euch.

      Lissi war bis jetzt noch immer nicht läufig, sie ist jetzt schon über ein Jahr alt.

      LG! Miriam

      • (16) 17.01.11 - 12:28

        Ach ja, wir haben hier auch ne Neufi-Dame rumlaufen, die Inkontinent wurde nach der Kastration.

        (17) 17.01.11 - 12:49

        Das gibts zwar, begündtigt aber eine Gebärmutterentzündung.

        • (18) 17.01.11 - 12:57

          AHA!! Daher weht der Wind also! Deswegen ist es wohl auch so gut wie garnicht bekannt.

          Und wie sieht es aus mit einer Sterilisation?

          • (19) 17.01.11 - 13:04

            Das durchtennen der Eileiter ist sinnlos in dem Fall, da die Hündin weiterhin läufig wird, aber eben nur nicht aufnehmen kann.

            Die Entfernung der Eierstöcke (ohne Gebärmutter) wäre eine Möglichkeit. Keine Läufigkeit mehr, keine Scheinträchtigkeit mehr, aber geringeres Risiko einer Inkontinenz.

            • (20) 17.01.11 - 13:13

              Danke für deine Info! Unserer Neufi-Hündin ist bis jetzt noch nicht läufig gewesen, wir warten aber schon etwas länger dadrauf, zumal sie nun schon 1 Jahr und 2 Monate ist. Aber ich hab mittlerweile spitz bekommen, dass Neufundländer wohl totale Spätzünder sein sollen.

              Je nach Stärke ihrer Läuigkeit, werden wir dann entscheiden ob wir sie Kastrieren oder ähnliches machen lassen werden. Von dieser Methode (Nur Eileiter entfernen) hab ich bis jetzt noch nie gehört, klingt aber ganz sinnvoll.

              LG!

              • (21) 17.01.11 - 13:35

                Die Eierstöcke werden entfernt. Nicht Eileiter
                Der Hintergrund: Ein kleiner Teil der Hormone werden in der Gebärmutter gebildet.

                Wird eine Hündin bei einer Kastration (Entfernung der Eierstöcke + Gebärmutter) inkontinent - gibt man ihr Tabletten. -> Hormone.

                Belässt man aber die Gebärmutter (produziert selbst wenig Hormone) ist das Risiko der Inkontinenz geringer.


                Natürlich kann sich die Gebärmutter entzünden irgendwann, da aber kein Zyklus mehrda ist, ist das Risiko ebenfalls gering.


                So wurde es mir erklärt

    (23) 17.01.11 - 12:46

    Dann lass sie nicht kastrieren, sondern nur die Eierstöcke entfernen. Das soll das Risiko einer Inkontinenz minimieren.

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