epileptische Anfälle was tun?

    • (1) 21.02.11 - 11:59

      Hallo
      mein Kater ist 5,5 Jahre alt, hat seit er 2 Jahre ist epileptische Anfälle, diese waren Anfangs nur 1 Mal im Jahr, dann meistens 2 Mal. Aber das schlimme ist, sie werden jedes Jahr schlimmer, und gehen über einen längeren Zeitraum. Er wird dabei inkontinent, setzt unkontrolliert Urin ab, und das dort wo er gerade den Anfall hat, sprich auch mal auf der Küchenanrichte usw. hat diese Anfälle zur Zeit ca 5 Mal am Tag. Ich bin nur noch am Putzen und wischen, weil wir einen sehr sauberen Haushalt haben. Mein Hauptproblem ist aber, wir haben ein 8 Monate altes Baby, und es ist hygenisch nicht vertretbar für mich, wenn der Kleine jetzt zu krabbeln beginnt, und die Katze weiter so viele Anfälle hat. Freunde und Bekannte sagen, die Katze einschläfern lassen. Aber ich denke mir dann ich bringe sie um, weil sie hat das ja meistens auch nur 2 Mal im Jahr, aber es ist zur Zeit sehr schlimm und ich bin nervlich schon ziemlich am Ende. Ich habe meine Katze gern, weiß aber nicht mehr was ich tun soll. Zur Zeit kann ich inn nur im WC lassen weil ich nicht immer und überall nachsehen kann, wo er gerade einen Anfall hatte, weil ich mich auch noch um mein Baby kümmern muß. Die Katze ist arm, und für uns ist es auch kein Zustand, was soll ich tun?

      Hallo!
      Bekommt er denn keine Tabletten?? Wurde abgeklärt, warum er die Anfälle hat? Mein Hund leidet an Epilepsie, ist super auf die Tabletten eingestellt und hat jetzt maximal 1 Anfall pro Jahr, was ja nahezu geheilt ist (was bei Epilepsie leider nicht möglich ist). Normalerweise besteht dringender Handlungsbedarf bei mehr als 5 Anfällen pro Jahr!
      LG Mary

        • Soweit ich weiß, kann man zusätzlich noch Brom geben, wenn Phenobarbital alleine nicht (mehr) anschlägt. Aber ich denke, dass ich das Tier erlösen lassen würde, das ist für ihn selber auch kein Leben. Die Tiere haben zwar beim Anfall keine Schmerzen, aber verwirrt sind sie ja doch jedes Mal. Was sagt der Tierarzt dazu?

    Hallo,

    sag mal, welche Tabletten bekommt denn Deine Katze? Vllt. sind es nicht die richtigen. Und habt Ihr mal einen anderen TA zu Rate gezogen?

    Mein Kater hatte auch Epilepsie - einfach so von heute auf morgen. Anfänglich haben wir ihm nur über den TA Tabletten gegeben. Er hat Tabletten aus der Humanmedizin bekommen (Luminaletten). Nach ein paar Jahren, als wir einen guten Tierheilpraktiker gefunden hatten, konnten wir die Epilepsie homöopathisch behandeln und am Ende die Tabletten komplett absetzen.

    LG Dani

    • katze bekommt nysoline, von einem anderen tierarzt hat sie die selben verschrieben bekommen und gewalcam aber von denen wurde er nur ruhiggestellt und aphatisch!

      (12) 21.02.11 - 21:07

      Hallo!

      Gibt es in Österreich keine Luminaletten (Wirkstoff Phenobarbital)?
      Mysoline hat den Wirkstoff Primidon und der wird im Körper erst über die Leber aufwendig in Phenobarbital verstoffwechselt.
      Mir erklärt es sich nicht, warum es immer noch Tierärzte gibt, die nicht sofort den eigentlichen Wirkstoff verschreiben. Alles andere belastet den Organismus doch nur noch mehr.
      Phenobarbital ist auch nicht ohne.
      Gewalcam heißt bei uns Diazepam und wird ja nur im akuten Anfall verwendet. Es ist keine Therapie im eigentlichen Sinne.
      Brom kann man in Kombi mit Luminaletten auch gut einsetzen.

      Man sollte aber auch der Ursache auf den Grund gehen.
      Hat er Leber- oder Herzprobleme?

      Grüße
      Nicole

Mir ist gerade nochwas eingefallen...

Wurde die Katze eigentlich soweit untersucht, dass ein Gehirntumor ausgeschlossen werden kann? Wenn ein Tumor die Ursache der Anfälle wäre, würdest Du eh ins Leere therapieren, egal wieviel Medis verabreicht würden. In dem Fall würde ich die Katze schnellstens erlösen.

LG Dani

Hi,

ich hatte auch mal einen Kater, der an Epilepsie gelitten hat. Behandelt wurde er dagegen nicht, denn die Anfälle waren nicht so häufig und meine Tierärztin hat mir von Tabletten abgeraten, denn die können zu einer Wesensveränderung führen.
Mein Kater hatte mal stärkere und mal schwächere Anfälle, sprich mal verlor er Kot und Urin und mal nicht.
Hast Du denn mal genau Tagebuch über seine Anfälle geführt? Das hat mir meine TA geraten, um der Sache eventuell auf die Spur zu kommen bzw zu schaun wann die Anfälle am häufigsten auftreten.
Wie reagierst Du, wenn die Katze den Anfall hat? Ich hatte die Erfahrung gemacht, wenn man alle Reize ausstellt (Licht, TV, Musik usw..) dann wurden die Anfälle schwächer und am Ende hat er dann auch keinen Kot mehr abgesetzt. Habe dann immer beruhigend auf ihn eingeredet, aber ohne ihn anzufassen und dann war der Anfall meist schnell vorbei.

  • Eine krasse Wesenveränderung konnte ich bei meinem Kater nicht feststellen. Einzig er ist etwas ruhiger geworden. Lag aber daran, dass 1. der Wirkstoff erst einmal in den Organismus gelangen musste und 2. die Dosis etwas zu hoch angesetzt war. Das hat sich aber gegeben, nachdem die Dosis richtig auf meinen Kater eingestellt war.

    Außerdem würde ich lieber eine Katze in Kauf nehmen, die vllt. etwas müder ist als sonst, als dass sie sich mit ständigen Anfällen quälen muss. Mein TA meinte, dass jeder Anfall das Absterben von Gehirnzellen mit sich bringt. Ich glaube, dann sind die Nebenwirkungen durchaus vertretbar.

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