Hund trimmen. Wie funktioniert's?

    • (1) 01.06.11 - 19:29

      Hallo,

      seit einer Woche habe ich ein Pflegekind. Einen 2 Jahre alten Border Terrier. Er gehört einer Freundin, die kurzfristig für längere zeit ins Krankenhaus muss.

      Bei der Übergabe wurde ich gebeten, einen Termin bei der bekannten Hundefrisörin zu vereinbaren, um den Hund mal wieder zu trimmen. Na gut. Gesagt - getan.

      Jetzt fragte mich die Frisöse, ob sie mit den Fingern trimmen soll oder lieber mit Wekzeug.

      Äääh, da hab ich echt dumm aus der Wäsche geschaut. Hätte mich vielleicht vorher mal schlau machen sollen! "Wie immer", habe ich dann mal vorsichtshalber geantwortet, denn der Hund ist in dem Laden ja schon mal getrimmt worden.

      Jetzt habe ich doch aus reiner Neugierde mal gegoogelt. Und mir auch ein paar Trimm-Videos reingezogen.

      Aber jetzt mal ganz ehrlich: Tut das denn nicht weh???? Also ich meine das Rupfen???? Und vor allem in den Ohren???? AUA!!!!

      Ich habe richtig Bauchschmerzen vor dem Termin! Mein eigener Hund ist eine pflegeleichte Trimm-Jungfrau - da wird nur gebürstet und wenn's irgentwo zu wild wuchert, schnippel ich halt selbst was weg.

      Habt Ihr Erfahrungen? Müssen alle rauhaarigen Hunde wirklich desöfteren getrimmt werden?

      LG

      • Hallöchen,

        also ich kann dir aus Erfahrung sagen, trimmen tut nicht weh. Wir hatten selber einen Cairn-Terrier, der 3 x im Jahr getrimmt wurde.

        Dabei wird nur "reifes" Haar ausgetrimmt, sprich loses Haar, welches aber nicht beim Bürsten mit herauskommt.

        Das Trimmen bedeutet Entfernen von abgestorbenen Haar,um die Haarstruktur von nachwachsenden Haar zuverbessern.Es ist für den Hund absolut schmerzfrei.

        Es wird zwischen 2 bis 4 mal jährlich getrimmt,um die pflegeleichte Haarstruktur zu erhalten.

        Durch das mehrmaliges Trimmen im Jahr erreicht man ,dass unter dem abgestorbenen Haar die Ansätze des neuen Haarkleides zum Vorschein kommt.

        anbei ein Bild von unserem Cairn ;-)
        http://www.bilder-hochladen.net/files/i2p9-2-jpg.html

      Hallo minimoeller

      Zum Thema trimmen habe ich mal was geschrieben ;-)
      Ich kopiere es dir mal hier her:

      Viele Käufer von rauhaarigen Hunderassen werden leider wenig bis überhaupt nicht über die Eigenschaften oder den Trimm-Rhythmus der rauen Haare aufgeklärt. Viele Besitzer empfinden es daher eine Quälerei, dem Parson Russell die Haare auszureißen. Fatalerweise greifen sie dann zur Schere oder Schermaschine. Damit werden nicht nur die tollen Felleigenschaften des Rauhaares zerstört, es können sich dann auch keine neuen, harten Haare mehr bilden.

      Wird ein Parson Russell geschoren, so wird das Haar nur gekürzt. Die toten Haare aber bleiben stehen und die neuen, harten Haare können nicht nachwachsen. Das Fell wird unregelmäßig und weich. Das Kämmen und Bürsten wird erschwert!

      Natürliches Schutzschild

      Im weichen Haar bleiben Schmutz und Staub eher haften. Das Rauhaar dagegen bildet ein natürliches Schmutz- und Schutzschild. Der Hund wird weniger schnell nass und schmutzig. Das raue, natürliche Haarkleid bezeichne ich daher gerne als ?selbstreinigend?!

      In seinem Ursprungsland streift der Terrier durch Hecken und Büsche. Da bleiben die abgestorbenen Haare hängen und das Fell bekommt Luft zum atmen. So wird auf natürliche Weise das Trimmen ersetzt. Der Fellwechsel erfolgt somit automatisch.

      Ein Trimmhaar erreicht nur eine bestimmte Länge, dann stirbt das Haar ab. Spätestens wenn der Hund zu haaren beginnt, ist es an der Zeit zu trimmen. Das Trimming kann von Hand oder bei Übung, mit einem Trimmmesser durchgeführt werden. Jetzt bekommt die Haut wieder Luft und die neuen Haare haben Platz zum nachwachsen. Richtiges Trimmen ist für den Hund nicht schmerzhaft, im Gegenteil, es ist eine Wohltat für ihn. Er wird die beißenden, abgestorbenen Haare los und fühlt sich wieder wohl.


      Mit Disziplin zum schönen Fell

      Oft fehlt es dem zu Parson Russell an genügend Disziplin und Geduld, um für die nötige Haarpflege lange genug stillzuhalten. "Früh übt sich", deshalb sollte schon im ganz jungen Welpenalter mehrmals wöchentlich gekämmt und gebürstet werden. Am besten, man stellt den Parson Russell dafür auf einen Tisch.

      Der Parson Russell Welpe ist bei der Abgabe bereits von dem ersten Welpenhaar befreit. Er sollte sodann in den ersten Lebensmonaten regelmäßig übertrimmt werden. Je regelmäßiger getrimmt wurde, umso leichter löst sich das Haar in der Zukunft!

      Selbstverständlich stehe ich Ihnen auch hier zur Verfügung und bin Ihnen beim Trimmen gerne behilflich. Treten Sie einfach mit mir in Kontakt.


      Stör dich nicht an dem häufigen "Parson Russell Terrier" ;-)
      Das war die Idee von meinem Webmaster (hat was mit Google und finden meiner HP zu tun)

      LG minimal

    • Mach dir keine Gedanken.. Mein Jack Russell Terrier wird auch regelmäßig getrimmt und er genießt das Prozedere :-)
      Die rupfen ja nur loses und "totes" Fell..

      LG Katha

    (9) 02.06.11 - 00:58

    Hi,

    also ganz ehrlich, egal was die anderen geschrieben haben - JA, meinem pfeffer-salz-Schnauzer tut das weh!!! Egal ob es der Hundefriseur macht oder ich selber.
    Trotzdem trimme ich die Rückenlinie (Nacken bis Schwanzansatz, seitlich bis knapp überm breitesten Punkt des Rippenbogens), um die guten Eigenschaften des rauhen Fells zu erhalten. Wenigstens dort sollte das Fell dann doch wasserabweisend sein.
    Den restlichen Körper schneide ich mit der Schere und den Kopf mit der Schermaschine.
    Nein, das ist kein Spaß. Die Arme genießt da gar nix. Und es ist nicht so, dass sie ein Problem mit der Fellpflege an sich hätte - sobald das Trimmen fertig ist und ich mit Schere und Maschine komme, liegt sie ganz entspannt am Tisch.
    Aber hilft nix. Dreimal im Jahr muss sie da durch.

    LG

    Vielen Dank für die Antworten.

    Allerdings bin ich nun genauso schlau, wie vorher. Tut es weh? Oder tut es nicht weh? Vor allem an den empfindlichen Stellen, wie den Ohren, dem Popes oder am Bauch bin ich doch ganz schön unsicher.

    Aber es sit ja nicht mein Hund und ich habe den uftrag bekommen, zum trimmen zu gehen. Also mache ich das auch. Dienstag habe ich den Termin. Bin mal gespannt.

    #klee

    • Hallo minimoeller

      Also meinen Hunden scheint es nicht weh zu tun!
      Happy legt sich sogar ganz entspannt hin, während ich sie unterm Bauch trimme.

      Wenn der Border schon mal getrimmt wurde, wird er das sicherlich kennen.

      Mach dir keinen Kopf, das abgestorbene Fell muss ja runter.

      Wenn Happy länger nicht getrimmt wurde, dann juckt es sie auch ziemlich viel.
      Ich habe sie heute auch getrimmt... und jetzt sieht sie sogar wieder aus wie ein Parson Mädchen aussehen soll ;-)

      PS: Ich hab für den Kopf ein extra Trimm-Messer, im Innenohr schneide ich die Haare mit der Schere raus, aber außen wird mit einem feinen Messer gearbeitet.

      LG

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