Mein Hund ist tot

    • (1) 11.06.11 - 09:39

      Hallo,
      ich bin so unendlich traurig unsere liebe Hündin ist im Alter von 15 Jahren eingeschläfert worden. Wir hatten sie aus einem Wurf unserer Dobermann- Hündin.
      Nun bekam sie einen Schlaganfall am Mittwoch.
      Sie hat sich übergeben und konnte nicht mehr stehen oder laufen. Ihre Augen bewegten sich rasend schnell hin und her. Und sie reagierte sehr schlecht.
      Wir sind gleich mit ihr zum Tierarzt, der uns jedoch dazu geraten hat sie einschläfern zu lassen.
      Der Tierarzt sagte uns, dass man den Hund auch in einer Tierklinik nochmal auf den Kopf stellen könnte um raus zu bekommen ob man ihr noch helfen kann. Nach einer Bedenkzeit entschied sich aber mein Mann zum einschläfern, er fand alles andere als Tierquälerei. Und auch der Arzt sagte uns, dass sie sich davon wohl nicht mehr erholen wird.
      Ich hab das alles auch für richtgig gehalten, aber um so mehr Zeit vergeht umso mehr zweifel ich, ob wir nicht zu vorschnell gehandelt haben.
      Mir ist schon klar das es an der Situation nichts ändert. Aber mich würde schon interessieren ob jemand hier ist, der seinen Hund nach einen Schlaganfall mit ähnlichen Folgen in die Klinik gebracht hat und dem Hund geholfen werden konnte.
      Vielleicht nagt auch einfach mein schlechtes Gewissen in mir, dass wir sie so schnell aufgegeben haben.
      Ich weiß es nicht!
      Ich freue mich auf Antworten

      (4) 11.06.11 - 10:27

      #liebdrueck

      Ihr habt das richtige getan. Was wäre wenn... das nützt nichts.

      Ich lies meine Hündin im letzten Jahr auch erlösen. Sicher - sie hätte noch gut 6 Monate gemacht - aber um welchen Preis? Ihr Augen waren leer, ihr Körper schwach... und sie wollte auch nicht mehr.

      Es war der schlimmste Tag meines Lebens! Aber es war das richtige. Auch ich fragte mich, ob sie vlt. noch mal einen Erholungsschub bekommen hätte... Diese Frage iwrd man sich immer stellen.

      Aber an diesem Tag war es einfach richtig!

      GlG

      • (5) 11.06.11 - 20:03

        Danke, in diesen Moment denke ich hat mein Mann das richtig gemacht, erst danach fing ich an zu grübeln.
        Es ist glaube ich schwer nach so vielen Jahren, das geliebte Tier gehen zu lassen. Und die Gedanken, wie lange sie danach noch lebt und ob sie noch Lebensqualität gehabt hätte, ließen meinen Mann diese Entscheidung treffen.
        Wo ich so Eure Worte lese, denke ich es war doch richtig!


        Lg

    (6) 11.06.11 - 11:13

    Ich kann Deine Zerissenheit so gut verstehen. Unsere hatte vor 4 Jahren Krebs. Sie war 10. Und wir haben sie auf den Kopf stellen lassen, mit stationärer Aufnahme. Das Ende vom Lied: Wir mussten sie trotzallem einschläfern lassen. Diese Entscheidung war die bisher schmerzlichste in meinem Leben. Aber leider auch die Richtige. Ihre Asche habe ich zu Hause in einer Urne.

    Der Tierarzt ist Arzt geworden um den Tieren zu helfen und um sie nicht unnötig leiden zu lassen.

    #liebdrueck

    • (7) 11.06.11 - 20:10

      Es tut mir leid für Euch.
      Die Schwester meiner Hündin war auch schwer an Krebs erkrankt. Sie starb auch recht schnell daran, allerdings hat ihr Herrchen ganz viel noch probiert, leider half nicht.
      Wir hatten wirklich Angst, dass sie quälend lange Tests machen müßte, um dann doch nichts daran ändern zu können. Und sie hatte immer so schreckliche Angst vorm Tierarzt, zitterte am ganzen Körper, nur an diesem Tag war sie absolut ruhig. Da gingen wir schon davon aus, dass sie wenig mitbekommt.

      Es schmerzt schon zu sehen wir hilflos man doch ist.

      Vielen Dank für deine Worte!

      • (8) 11.06.11 - 22:59

        Unsere war auch so ein "Schisser", wenn es um Tierarzt ging. Auch beim letzten Besuch, als sie dann stationär aufgenommen wurde, war sie so ruhig, das ich sogar schon unruhig wurde.

        Ich war 1 Jahr ohne Hund und habe mir dann einen Neuen geholt. Ganz anderer Schlag vom Charakter her. Mein "Erste" wird auch immer meine Nr. 1 bleiben.

        Alles Gute für Euch!

(9) 11.06.11 - 11:46

Erstmal mein herzliches Beileid. :-(

Deine Geschichte kommt mir mehr als bekannt vor. Mein Charly hatte nach 13 Lebensjahren auch einen Schlaganfall und hat außer seine Augen hin und her zu bewegen sich nicht mehr gerührt. Natürlich sind wir auch gleich zum TA und er stellte uns auch vor die Wahl - entweder Einschläfern oder alles möglich nochmal versuchen, aber ohne Garantie. Ich hatte meinen Liebling auf dem Arm und habe mich dafür entschieden ihn gehen zu lassen. In meinen Augen wäre alles andere Tierquälerei und hätte wenn, nur sein Leiden noch verlängert. Natürlich stellt man sich dich Frage ob man hätte noch was tun können und wieso man nicht darauf bestanden hat noch mal alles erdentkliche zu tun, aber diesen Gedanken habe ich auch schnell wieder verworfen. Also kurz um, ich denke das ihr euch richtig entschieden habt.

#liebdrueck Tut mir wirklich leid euer Verlust!

  • (10) 11.06.11 - 20:16

    Danke, es tut so gut von anderen zu hören, das man es richtig gemacht hat, das schlimme ist ja das ich anfangs davon überzeugt war das richtige getan zu haben. Aber mit der Zeit, schleichen sich grübelnde Gedanken ein.
    Vielleicht weil ich sie so vermisse!
    #liebdrueck Danke für deine Anteilnahme!

(11) 11.06.11 - 12:56

Mein Beileid zu deinem Hund... :-(
Wir mussten beide Hunde einschläfern lassen - ich frage mich manchmal auch, ob wir nicht noch mehr Geld und Zeit hätten investieren müssen - aber mein Mami und der Tierarzt, die die Entscheidung machen mussten, hätten nicht einfach voreilig ein Tier getötet.

Unsere Dalmatinerhündin, ein ganz liebes Tier, kam aus einem unschönen Tierheim - wir haben sie eigentlich schon fast auf der Strasse mitgenommen - und schon schnell wurde klar, dass sie Probleme mit dem linken Knie hatte. Wer junge Dalmatiner kennt, weiss, dass diese einfach ganz viel Bewegung brauchen und rennen wollen. Wir haben dann eine Operation gemacht, sie wochenlang ausserhalb der Wohnung tragen müssen, weil sie das Knie nicht belasten durfte, monatelang keinen Freilauf. Nach einem halben Jahr war es verheilt - wenige Monate später kam sie humpelnd zurück - beim Tierarzt war es das alte Problem und die Schrauben haben sich durch ihre Bewegungen herausgearbeitet und schaben an der Innenseite der Haut. Meine Schwester und ich waren damals zu jung, um die Konsequenzen zu erfassen, ich weiss aber, dass mein Mami damals stundenlang mit dem Tierarzt die Möglichkeiten durchgegangen ist, bis sie mit der Leine und ohne unsere Hündin nach Hause kam. Das Problem war weniger die Finanzen, sondern dass sie wahrscheinlich JEDES Jahr eine Operation, Schmerzmittel, Narkose gebraucht hätte und sich nur wenige Monate im Jahr hätte richtig bewegen dürfen. Sie hätte nie ein artgerechtes Hundeleben gehabt.

Unsere zweite Hündin war ein Mischling kam von Ex-Jugoslawien, hatte auch Staupe, von der Strasse in ein Schweizer Tierheim und war zwar körperlich gesund, aber psychisch... sie hatte so viel Angst, vor allem und jedem. Sie konnte Kinder, kleine Hunde und Welpen nicht ausstehen und hatte Angst vor Männern. Laute Geräusche waren schlimm und öffentliche Verkehrsmittel. Sie kam als erwachsene Hündin erst von der Strasse weg. Als wir sie zum ersten Mal im Tierheim besucht haben, kam sie aus der Box und versteckte sich gleich unter dem Schrank. Nach 30 Minuten, in denen wir ganz still sassen, hatte sie sich getraut und schnüffelte vorsichtig an meiner Hand. Wir sind ein paar Mal mit ihr spazieren gegangen und haben sie dann mitgenommen. Es war nicht einfach und wir waren schon froh, wenn sie einmal gewedelt hat und nicht nur den Schwanz eingeklemmt. Aber es wurde besser, mit den Jahren sogar richtig gut und wir konnten sie gut erziehen, aber als sie langsam das Seniorenalter erreichte, ein Rückschlag nach dem anderen und es wurde rapide schlechter. Sie war am Schluss nur noch gestresst und wir konnten ihr nicht mehr helfen.
Der Beschluss stand schon einige Tage fest und ich erinnere mich noch an den letzte Spaziergang und es war Januar und wir hatten ewigs keinen Schnee und ich sagte, wenn sie in den Himmel gekommen ist, wird es schneien. Wir haben sie zum Tierarzt gebracht und waren alle dabei und haben sie gestreichelt und geknuddelt als sie eingeschlafen ist. Wir haben uns verabschiedet - ihre Asche ist jetzt bei uns im Wohnzimmer mit einer Tonfigur und Fotos - und als wir raus sind hat es geschneit und nach dem Aussehen zu urteilen, hat es angefangen, als sie gestorben ist.

  • (12) 11.06.11 - 20:20

    Oh wie traurig und rührend du das schreibst. Da muß ich glatt weinen.
    Mein kleiner Sohn ist fest der Überzeugung, das sie nun ein Hund mit Flügeln ist und sie ihn als Schutzengel beschützt, sie hat beide Kinder immer sehr geliebt und beschützt.
    Fühl dich von mir gedrückt#liebdrueck

    • (13) 15.06.11 - 08:36

      Guten morgen,

      schau mal bei meinen Photos, da ist ein wunderschönes Bild von einer Wolkenformation...... man erkennt es sofort.

      Vielleicht ein kleiner Trost für deinen Sohn und natürlich für euch alle.

      Ich finde es jedenfalls einfach nur wunderschön.

      tierliebe Grüße

      coonic

(14) 11.06.11 - 13:34

Du hast alles richtig gemacht.

Einenn15 Jahre alter Hund darf man mit gutem Gewissen gehen lassen, wenn seine Zeit gekommen ist.

Was würde es bringen, wenn der Hund ggf. noch ein paar Wochen (vielleicht Monate) länger gelebt hätte. Der Stress, den er dafür - durch die ganzen Untersuchungen - gehabt hätte, wäre es nicht wert gewesen.

Einen Hund einschläfern zu lassen, der sehr krank ist und dem man sehr liebt, ist der letzte große Gefallen, den man für den Hund entscheidet. Es ist Deine Pflicht gewesen, den Hund nicht leiden zu lassen und Ihr habt Euch entschieden, den Hund zu erlösen. Das ist Tierliebe.

Versuche Dich zu trösten, indem Du Dir immer sagst, dass es Deinem Hund nun gut geht und er nicht mehr leiden muss.

Alles Gute für Dich.

#klee

(16) 11.06.11 - 13:52

Wenn dein Gewissen und dein Herz ja gesagt haben dann hast du die richtige entscheidung getroffen.
Ela

  • Mein allerherzlichsten Beileid !
    Ein Dobermann der 15 Jahre alt geworden ist das ist ein Wunder !!

    Ich kann dich vollkommen verstehen dass du dir Gedanken gemacht hast aber es war das richtige. Sie wird es dir Danken. Es wäre nur egoismus sie am Leben zu erhalten weil man sich nicht trennen kann.

    Habe im Februar selber einen meiner Dobermänner einschläfern lassen müssen da sie einn Lungenödem hatte und erstickt wäre. Folegen einer nicht erkannten DCM. Sie war erst 4 . . .

    Wünsche dir viel Kraft das Geschehene zu bewältigen. In euten Herzen wir sie immer weiterleben.

    LG, Lisa

    • (18) 11.06.11 - 20:37

      Danke, ja 15 Jahre ist für ein Dobermann sehr alt. Ihre Mutter wurde 14 Jahre. Es tut mir sehr leid das dein Hund so früh starb. Da kann ich schon sehr froh sein, das wir sie so lange bei uns gehabt haben.
      Ich wünsche dir auch viel Kraft. Es ist schon schwer sich zu trennen, aber dennoch erinnern wir uns immer mehr an die fröhliche Zeit, die wir zusammen verbrachten. Ich hoffe es zumindest!
      Irgendwann wird das die Trauer in den Hintergrund drängen.
      Lg

Danke, in diesen Moment haben wir schon in erster Linie an unsere Schnecke gedacht, oh je ich vermisse sie nur so sehr!
Danke dir!

(21) 12.06.11 - 04:52

Guten morgen,

ich kann gut nachvollziehen, wie es dir geht, ich musst meinen kleinen Richard vor 4 Wochen gehen lassen, er hatte einen Tumor an der Mundschleimhaut.

15 Jahre ist ein gnädiges Alter für einen Hund und auch wenn man etwas hätte machen können, wäre es doch nur ein wenig geliehene Zeit mit dem geliebten Tier gewesen.

tierliebe Grüße coonic


http://www.indigo.org/rainbow/rainbow-de.html


Brief aus dem Regenbogenland

Du warst bei mir bis zum Ende.
Und auch nachdem ich schon gegangen war,
hast du mich noch eine Weile gehalten.
Als meine Seele meinen Körper verließ,
blickte ich hinab und sah dich weinen.

Ich würde dir so gerne sagen, dass ich alles verstanden habe.
Du hast diese letzte Entscheidung nur für mich gefällt.
Und sie war weise.

Es war Zeit für mich zu gehen.
Ich danke dir für dein Verständnis.
Niemand wird meinen Platz einnehmen.
Aber die, die nach mir kommen,
brauchen die Liebe und Zuneigung
so, wie ich sie hatte.

Du denkst immer an mich.
Das sind Momente, wo du so unendlich traurig bist.
Bitte, denk nicht voller Trauer zurück.
Denke nur daran wie glücklich wir waren.

Und wenn die nächsten Wegbegleiter dich für immer verlassen müssen,
dann werde ich an der Regenbogenbrücke auf sie warten.
Ich werde ihnen danken, dass auch sie Dich glücklich machten.
Und ich werde auf sie aufpassen - für Dich!

Ich danke dir dafür, dass
Du mich geliebt hast
Du für mich gesorgt hast
und Du den Mut hattest
mich mit Würde gehen zu lassen.

Dein treuer Wegbegleiter

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