4-5jährigen Hengst auf der Weide legen lassen oder Klinik?

    • (1) 11.07.11 - 14:48

      Hallo!

      Ich habe (noch) einen Junghengst. Gandhi wird im September 4 und soll im nächsten Frühjahr gelegt werden. Bei den Preisen für eine Klinik-Kastration wird mir schwindelig (2-3 Tage Aufenthalt, OP, etc.) = 650-800€, wenn alles gut geht.

      Im Vergleich dazu ist die Weidekastration ja spottbillig: 250€ incl. Nachsorge.

      Ich weiß, dass Gandhi nicht mehr als Junghengst bei der Kastration gilt, aber auch noch nicht als Althengst. Von den Kliniken, die ich angerufen habe wg. Preisen, raten natürlich alle zur Klinkkastration. Dabei wird auf ein erhöhtes Risiko wg. Darmvorfall & Samenstrangfistel hingewiesen. Nur wieviel höher dieses im Vergleich zur Weidekastration ist, will irgendwie keiner so genau sagen. Und hier kommt meine Frage:

      Wer hat Erfahrung mit Weidekastrationen bei älteren Hengsten? Wie oft kam es zu Komplikationen? Wie oft bei Klinikkastrationen? Was müsste man beachten, um diesen Komplikationen vorzubeugen?

      Ich kenne bisher 4 Hengste, die auf der Weide gelegt wurden - alle zw. 1-2,5 Jahre alt und somit nicht wirklich ein Vergleich. Von diesen 4 Hengsten hat einer (2,5 Jahre alt) eine Samenstrangfistel entwickelt - obwohl das Risiko in dem Alter angeblich verschwindend gering sein soll...

      Gruß
      Kim

      • (2) 11.07.11 - 15:17

        Ich hab da kein Plan von, aber mich schockt gerade der Preis der Weidenkastration: Ich hab für ne Hündin mehr gezahlt #schock

        Bekommt denn ein Pferd keine Narkose oder warum ist das so günstig?

        LG

        • (3) 11.07.11 - 15:19

          Der Preis ist so niedrig, weil es sich um einen Hengst handelt. Kastrationen bei männlichen Tieren sind ind er Regel viiiiiiiiiiel günstiger als bei weiblichen.

          Für unseren Rüden hätten wir 70€ gezahlt. Wir haben ihn steriliesieren lassen und haben deswegen 120€ gezahlt.

          Für unsere Hündin würde dir kastra auch über 350€ kosten!

            • (5) 11.07.11 - 15:24

              Ja, aber ich glaub bei Kastrationen geht es eher um den Aufwand als um die Medis.

              Meine schwiegermutter hat für ihre Yorkiehündin auch 250€ gezahlt und die wiegt nur 4kg! Also wird es eher so teuer sein weil es so kompliziert ist. Die Medis machen sicher den geringsten Teil der Kosten aus.

              • (6) 11.07.11 - 15:32

                Also bei uns haben die einen sehr großen Teil ausgemacht. Unsere Hündin brauchte sehr viele Medis und die Kastra kostete 350 € sie wog ca. 7kg

                Für unsere Katzen haben wir 120 € bezahlt, denke da war Deine SM bei einem teueren TA, oder?

            (7) 11.07.11 - 15:36

            Hi,

            die Hengste, die ich bei der Weidekastration gesehen habe, bekamen entweder eine Standnarkose mit ortlicher Betäubung oder eine Kurznarkose zum Ablegen. Das ist natürlich günstiger als ein/mehrere Tag/e in der Klinik.

            Gruß
            Kim

      (8) 11.07.11 - 15:34

      Hi,

      die Kastration unserer Hündin war auch teurer... ;-) Liegt aber daran, dass beim Hengst - genau wie beim Rüden - alles außen liegt ;-) und keine Bauch-OP erforderlich ist.

      LG
      Kim

(9) 11.07.11 - 19:18

ich kenne mich damit auch nicht wirklich aus, aber ich denke, dass es in der klinik genauso zu einer samenstrangfistel oder so kommen könnte, genauso wie auf der weide. gibt ja immer ein restrisiko. es kann aber auch alles gut gehen, egal wo es gemacht wird.
klar das die leute in der klinik eher zur klinik raten, wenn du schon danach fragst.
ich habe neulich in einer tiersendung gesehen, wie ein hengst im stall kastriert worden ist. soweit ich weiß ist auch alles gut gegangen und war auch nicht mehr so jung.

ich weiß nicht ob man eine kastration mit rindern vergleichen kann #kratz, aber diese werden ja auch hauptsächlich auf der weide gemacht. soweit ich weiß.

gruß

  • (10) 12.07.11 - 08:23

    Hi dani!

    "ich weiß nicht ob man eine kastration mit rindern vergleichen kann , aber diese werden ja auch hauptsächlich auf der weide gemacht. soweit ich weiß."

    Ich denke schon, dass man das vergleichen kann - die Größe passt ja (in jedem Bezug ;-)).

    Danke und Gruß
    Kim

(11) 11.07.11 - 20:27

Hi Risala schön mal wieder von dir zu lesen. Bei letzten Mal wollte ich dir immer antworten aber meine PN´s kamen nie an weil man dir nichts schicken konnte.
Wie gehts deinen Hottis?
ela

  • (12) 12.07.11 - 08:19

    Hi alpenbaby#winke!

    Ich hatte irgendwann versehentlich eingestellt, dass man keine PN schicken kann :-(. Geht aber wieder.

    Risala habe ich nicht mehr - sie lebt seit Februar jetzt bei einer Bekannten von mir und es geht ir dort sehr gut. Vor allem hat sie wieder eine Aufgabe, Beschäftigung und vor allem jemanden, der sich täglich und regelmäßig um sie kümmern kann. Es war die beste Entscheidung, die ich für sie treffen konnte.

    Na, und Gandhi ist jetzt fast 4 und seit dem Wochenende ein "Reitpferd" #huepf. ab Samstag habe ich 3 wochen Urlaub und werde ihn in der Zeit soweit anreiten, dass Gas - Bremse - Lenkung funktioniert und ich ausreiten kann. Dann draf er bis Ende Oktober 2 - 3x pro "arbeiten" und hat dann wieder bis zum Frühjahr Pause. Ich hoffe, dass sein Bein das alles gut verkraftet. Bisher gibt es zumindest keine Verschlechterung am Karpalgelenk.

    Meld dich mal!

    LG
    Kim

(15) 11.07.11 - 21:49

Hallo,

ich hab beides schon gehabt, bei der Weidekastration hab ich aber deutlich mehr nachsorgekosten gehabt da es sich irgendwie ganz fieß infiziert hatte und fast alles nochmal aufgemacht werden musste weil da eine Schwellung war die es aussehen ließ als hätte der Gute noch seine "Bälle"... unterm Strich mit allen Nachbehandlugnen war ich auch auf dem Klinikpreis, nur das mein Kleener deutlich mehr Schmerzen und Stress hatte. Ich würde es so niewieder machen.
Das war ein 4,5 jähriger Vollbluthengst.

Bei einem den ich 5 jährig in der Klinik legen ließ gab es null Probleme, der war sofort wieder fit wie ein Turnschuh. Bei dem Vollblüter habe ich dann auch das Gefühl gehabt das er sich Charakterlich ins negatieve im Bezug zu Menschen entwickelte, er war vorher sehr zutraulich und der erste der ankahm auf der Weide, nach dem Ganzen war er ehr zurückhaltend und ließ sich nur noch schwehr einfangen, vieleicht weil in seinem "zu Hause" wo er sich sonst geborgen fühlt soetwas passierte was ihm halt Schmerzen bereitete....

Hygienisch ist mir die Klinik einfach lieber, denn auch ne Kastration ist ja ne OP.

LG

  • Hi cherrymuffin!

    Die Probleme mit der Infektion sind u.a. das, was mich überlegen lässt. Auf der anderen Seite gibt es in der klinik wieder Keime mit denen Gandhi noch nie in Berührung gekommen ist - und ich habe schon einmal ein Pferd nach einer Routine-OP in der Klink verloren. Das trägt nun auch nicht unbedingt dazu bei, dass ich Gandhi mit ruhigem Gewissen in der Klinik operieren lassen könnte :-(.

    Gandhi kennt es im Stall und auf der Weide behandelt zu werden. Er wurde ja mit 5 Monaten sehr schwer von Hunden verletzt - und auch da wurde Ultraschall, Punktieren etc in seiner Box gemacht. Auch die Nachsorge erfolgte später auf der Weide bzw. im Offenstall.

    Na, ich werde wohl noch ein paar Züchter anrufen und nach Erfahrungen fragen.

    Lg
    Kim

(17) 11.07.11 - 22:46

hi!

ich habe meinen damals 4 jährigen in der klinik kastrieren lassen, weil mir die gefahr, das er sich die gräten bricht, wenn er auf der wiese aufsteht zu gross war.

lg anna

  • (18) 12.07.11 - 08:25

    Hi blaue-blume,

    vor dem Aufstehen habe ich keine Angst. Meine Stute wurde auch auf der Weide operiert. Und als ich gesehen habe, wie sie aufgestanden ist, war ich froh, dass genug Platz da war. In einer Aufwachbox hätte sie sich bei dem Getorkel eher verletzen können.

    Gruß
    Kim

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