Offene Stelle bei Kaninchen

    • (1) 12.07.11 - 16:00

      Hallo,

      eins unserer beiden Kaninchenweibchen hat seit letzter Woche eine entzündete Stelle zwischen Bauchende und Hinterlauf. Dort sind auch die Haare weg. Mein Mann war dann mit ihr beim TA, sie bekam eine Antibiotikaspritze, es wurde gereinigt und Salbe draufgemacht. Das machen wir seitdem auch täglich. Zwei Tage später kam eine neue offene Stelle ein paar cm weiter dazu. Mein Mann mußte an diesem Tag dann eh nochmal zur Kontrolle zur Tierärztin, sie bekam wieder eine AB-Spritze und wir sollen weiter säubern und salben. Die Wunden verheilen auch langsam aber heute haben wir die nächste entdeckt. Irgendwie habe ich das Gefühl, es ist ein Fass ohne Boden! In zwei Tagen haben wir den nächsten Tierarzttermin, mal sehen wie es dann weiter geht. Hatte das bei Euch auch schon mal jemand (also bei den Kaninchen)? Wie habt ihr es in den Griff bekommen?

      Viele Grüße
      Isabell

      • (2) 12.07.11 - 16:39

        Hi,
        wurde getestet, ob es ein Pilz ist? Dann wäre die ganze AB-Behandlung relativ sinnlos, so lange die Ursache - der Pilz - nicht behandelt wird. Oder ist die Salbe gegen Pilze?

        Unser ehemaliges Kaninchen hatte mal eine offene Stelle unter dem Hals, unsere TÄ hat als erstes einen Test gemacht, ob es ein Pilz ist und den dann entsprechend behandelt. Parallel gabs irgendein pflanzliches oder homöopathisches (weiß ich nicht mehr ganz genau, ist schon ca. 9 jahre her) Aufbaupräparat, um das ganze Tier zu stärken - Pilze haben halt auf geschwächten Tieren die besseren Chancen. Auch unser zweites Tier bekam dieses Präparat, um sich nicht anzustecken (hat es auch nicht).

        Es gibt verschiedene Ursachen für offene Stellen - Pilze, oder die Damen prügeln sich regelmäßig, oder auch Verhaltensstörungen (immer wieder die gleiche Stelle ablecken, so hat unsere eine Kaninchendame kurz nach ihrem Einzug ihrem neuen Partner wunde Ohren geleckt - das hat sich mit ordentlicher Haltung dann von alleine gelegt, sie kam halt aus dem Tierheim und hatte wohl eine unschöne Geschichte hinter sich), und auch Parasiten wären möglich.

        Wichtig wäre also erst mal die Ursachenforschung, und dann kann entsprechend therapiert werden. Und natürlich sollte ggfs. überprüft werden, ob auch beim zweiten Tier eine Behandlung notwendig ist.

        Viele Grüße
        miau2

        (3) 12.07.11 - 16:41

        Hallo,

        die Frage ist doch wo kommen die Stellen her ? Bisswunden ? Hautpilz ? Verletzung im Gehege/Stall ?

        Hat der TÄ einen Abstrich genommen um zu kucken welches Antibiotika wirkt ?

        Unser Kaninchen hatten jetzt eine Bindehautentzündung vom allerfeinsten. Die TÄ hat einen Abstrich gemacht und eine Kutur in einer Petrischlale angelegt.
        Bis das ganze fertig war (dauerte knappe 3 Tage) haben wir Augensalbe bekommen die aber nicht richtig gewirkt hatte. Unser Kaninchendame bekam daraufhin am ganzen Körper "Knubbel" die Infektion begann das ganze Kaninchen zu befallen.
        Auf der Petrischale konnte man am 3ten Tag dann gut erkennen welche Medikamente helfen und nach Auwahl des richtigen ging es ihr sehr schnell besser.

        Was ich nicht wuste war das es sogar Bakterien gibt die sich von Antibiotika "ernähren". (War auf der Petrischale gut zu sehen) Ich mag mir gar nicht vorstellen was passiert wäre wen wir unsre Kaninchendame damit versorgt hätten.

        Also woher kommen die Verletzungen ?
        Seit ihr sicher das die richtigen Antibitotika verabreicht werden ?

        LG dore


        (4) 12.07.11 - 16:57

        HAllo,

        bevor ich euch beiden das selbe schreibe, hier eine Antwort. Soweit ich weiß, wurde nicht auf Pilz untersucht (muß ich aber heute Abend meinen Mann nochmal fragen). Biss- oder Kampfspuren sind es definitiv nicht, die beiden kennen sich seit Jungtieralter und vertragen sich super. Verletungsgefahren im Stall und Gehege schließe ich auch mal aus. Die Salbe, die wir auf Anweisung der Tierärztin schmieren, ist eine ganz normale Zinksalbe (Mirfulan).

        Viele Grüße
        Isabell

      (9) 12.07.11 - 21:26

      Hi,

      eines meiner Kaninchen hatte ein Fibrosarkom, also Gewebekrebs. Es fing mit einer verdickten Stelle unter der Haut an, dann gingen die Haare aus und das ganze brach auf. Man konnte täglich zuschauen, wie sich die Wunde vergrößerte. Ich wußte, daß die Chancen gleich null waren, aber zuschauen, wie das Ding mein Kaninchen auffraß, konnte ich nicht. So wurde es wegoperiert und kam wie erwartet nach ein paar Wochen an einer Stelle daneben wieder. Die 2. OP hat mein Kaninchen leider nicht mehr überstanden.
      Dein TA sollte erst mal Haut-/Gewebeproben nehmen und diese untersuchen. Besser wäre es, gleich den TA zu wechseln oder gehe in eine Tierklinik. Was Du über den TA schreibst klingt nicht gerade kompetent. Wenn einer keine Ahnung hat oder nicht den Willen eine ordentliche Diagnose zu stellen wird oft mal sinnlos einfach ein AB gegeben.

      Bitte google mal nach Fibrosarkomen. Ich will Dir keine Angst machen, sondern nur aufzeigen, daß es ein großes Diagnose-Spektrum gibt.

      LGs

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