Vogel aus Nest gefallen , Tierheim, bitte schnell

    • (1) 20.07.11 - 21:54
      apr

      Guten Abend,

      ich habe hier einen kleinen schwarzen Vogel zu Hause, mit ganz kurzem Schnabel, sieht nicht aus wie eine Amsel, er ist draußen aus dem Bauch gefallen, und scheint noch ein Baby zu sein, er kann nicht mehr fliegen.

      Nun meine Frage, kann ich ihn ins Tierheim fahren und dort abgeben?

      LG

      (5) 20.07.11 - 22:00

      Alles kommt darauf an wie alt der Vogel ist und was es für einer ist (wichtig für Fütterung).
      Hat er denn schon offene Augen? Kann er von selbst aufrecht sitzen und ist voll befedert? Leider passiert es immer wieder das Leute frisch ausgeflogene Jungvögel mitnehmen, die in Wirklichkeit noch von den Eltern am Boden weitergefüttert werden. Wenn es so ein Vogel war, bringt ihn so schnell wie möglich dahin zurück wo ihr ihn herhabt!
      Habt ihr auch nachgesehen ob das Nest in Reichweite war? Wenn es nicht zu hoch hängt, hättet ihr den Vogel auch wieder zurücksetzen können, wenn es wirklich ein aus-dem-Nest-gefallener war.

      Das Beste wäre den Vogel in eine Wldtierstation zu geben. Die haben einfach mehr Erfahrung und Möglichkeiten ihn aufzuziehen. Frag den TA wenn ihr ihr erreicht ob es so etwas in eurer Nähe gibt.
      Hier ist ausserdem eine Adressliste: http://www.wildvogelhilfe.org/aufzuc...stationen.html
      Im Tierheim könnt ihr auch nachfragen, die haben oft Adressen von Leuten die öfter verwaiste Jungvögel aufziehen.

      Hier eine wirklich gute und umfangreiche Seite zur Wildvogelaufzucht: http://www.wildvogelhilfe.org/aufzucht/aufzucht.html

      Gebt ihm erstmal ein paar Tropfen Wasser, tropft das von aussen auf den Schnabelwinkel, er saugt das ein. Ihr könnt im Wasser etwas Traubenzucker, Honig oder auch normalen Zucker auflösen.
      Als Übergangsfutter, bevor ihr die Art genau bestimmt habt, könnt ihr versuchen dem Vogel ein bisschen Eigelb mit Magerquark zu geben. Das ist zwar nicht ideal, aber bis die Art bestimmt ist, das Futter womit man am wenigsten falsch machen kann.
      Unterbringen könnt ihr ihn erstmal in einem kleinem Karton, eine in Stoff eingewickelte Wärmflasche unten rein und ein paar zerknüllte Küchentücher drüber. Wenn ihr eine Wärmelampe habt ist es natürlich noch besser.


      lg cait

    (8) 21.07.11 - 09:28

    Hat er denn schon ein dichtes Federkleid?
    Es gibt sogenannte Ästlinge die zwar nicht aus dem Bauch aber vom Baum fallen können und am Boden weitergefüttert werden.
    DIe können auch noch nicht gescheit fliegen.
    Bring ihn wieder zurück und bewache ihn mal so 2 Stunden aus der Ferne. Es ist auch nicht schlimm wenn er berührt wurde, es ist ein Ammenmrächen dass die Eltern von Vögeln sich dann nicht mehr kümmern.
    Wenn dann kein Elterntier kommt, dann ruf ihm Tierheim an und frag nach einer Wildvogelstation. DIe haben Ahnung und der Vogel ist dort am Besten versorgt.

    Mona

    • (9) 21.07.11 - 11:56

      Hallo,

      ich bin gestern Abend nochmal die einheimischen Vogelarten durchgegangen und es war ein kleiner Mauersegler.
      Wir haben dann bei der Mauerseglerhilfe angerufen, und die nette Frau gab mir eine Adresse in Gersfeld, wo ich den Vogel hinbringen kann, sonst wäre der Vogel jetzt tot, da diese Tiere wohl aus dem Nest springen, wenn die Eltern sterben und nicht mehr zurückkommen, er hatte auch schon Untergewicht, ein sicheres Anzeichen dafür, das er längere zeit keine Nahrung erhalten hat,sie können noch nicht fliegen und das ist dann ihr sicherer Tod, die nächste Katze heute Nacht hätte ihn sich geholt, es war ein Jungtier ca.4 Wochen alt.


      • (10) 21.07.11 - 11:58

        Das stimmt, Mauersegler sind keine Ästlinge!
        Na dann......schön dass Du den Kleinen gerettet hast#liebdrueck

        (11) 21.07.11 - 13:16

        Ja schade, dass passiert, wenn der Mensch eingreift und dem Tier nach menschlichen Maßstäben etwas Gutes tun will. Jetzt ist das Gegenteil passiert, dass Tier erfährt Stress ohne Ende, wird seine natürliche Scheu vor Menschen irgendwann verlieren und vielleicht nie mehr in der Lage sein, für sich selbst zu sorgen, weil es das nicht von Artgenossen lernen konnte.

        Für den Vogel wäre es sicher besser gewesen, Nachbars Katze hätte ihn vor dir entdeckt!

        LG, H.H.

        • (12) 21.07.11 - 14:28

          Du meinst also der Tod wäre für den Vogel besser gewesen #kratz , aber klar das Tier hätte kein Stress gehabt wenn die Katze ihn erwischt hätte..

          Ich habe mich doch extra noch informiert, http://www.birdnet.de/vogelhilfe/mause1.htm
          dort stand nichts das es besser wäre, dem Vogel nicht zu helfen, da die Selbstversorgung sonst nicht gesichert ist.

          Die Dame ,die übrigens noch mehrere Mauersegler und andere Vögel aufpeppelt und wieder frei lässt, hat gesagt das diese Vögel durchaus in der Lage sind sich dann selbst zu versorgen.

          Einer von euch beiden liegt jetzt also falsch!
          Diese Frau investiert viel Zeit und Mühe in die Pflege , warum sollte sie das tun, wenn die Vögel dann sowieso verenden, wenn sie sie freilässt?





          (13) 21.07.11 - 14:30

          http://www.birdnet.de/vogelhilfe/mause1.htm#start

          du solltest dich besser informieren!

          Traurig Deine Meinung.
          Ein paar Häuser von uns entfernt, lebt eine Frau die päppelt liebevoll solche kleinen Tiere wieder auf. Momentan 2 Feldhasen, 3 Krähen und zufällig auch einen Mauersegler, der jetzt schon längst tot wäre, wenn sie nicht so für ihn gesorgt hätte.
          Nun hat er noch ein ganzes Vogelleben vor sich, der Stress ist nur halb so wild, ich denke der SChmerz getötet zu werden von einer Katze ist weitaus schlimmer.
          Eine Wildvogelauzuchtsstation weiß schon wie sie die Tiere wieder auswildern kann.

          Mona

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