Dürfen Obdachlose Tiere halten?

    • (1) 22.07.11 - 14:25

      Ich hab vorgestern einen kleinen Ausschnitt von Stern-TV gesehen wo es unter anderem auch um Tiere von Obdachlosen und Menschen die am Existenzminimum leben ging.

      Findet ihr es ok das auch diese Menschen Tiere halten?
      Meine Meinung ist noch immer zweigeteilt, auf der einen Seite sind es ja meistens Menschen die für ihr Tier alles geben würden, aber eben selbst nicht viel haben. Bei manchen ist das Tier ja auch das einzige wofür es sich noch zu leben lohnt, aber auf der anderen Seite steht doch jedem Tier eine Versorgung durch den TA zu? Oder haben es diese Tiere oft sogar besser als die Luxusfiffis die nie Tier sein dürfen?

      Bin mal gespannt wie ihr darüber denkt...


      • Ich finde es okay.

        Was das thema TA angeht: die meisten größeren stätte haben da ein Mobil und die fahren halt umher und impfen, behandeln etc...

        ich finds auch ok, ja warum denn nicht?

        http://www.wdr.de/tv/tieresucheneinzuhause/sendungsbeitraege/2010/0815/00_underdog_mobile_tierarztpraxis.jsp

        Hi,

        ja ich finde es ok.

        In Großstädten gibt es die Möglichkeit für Obdachlose Ihre Tiere kostenfrei behandeln zu lassen, was auch in Anspruch genommen wird.

        Viele dieser Obdachlosen finden ihren letzten Halt in dem Tier - eben weil sonst keiner mehr da ist. Sie opfern sich oft für ihr Tier auf. Ich habe es selbst oft schon beobachtet, dass die Hunde sehr, sehr gut erzogen sind. Laufen oft ohne Leine und horchen (da können sich unsere beiden Strolche echt mal ne Scheibe abschneiden und wir als Hundehalter auch gleich mit dazu). Ausserdem sind die Hunde viel draußen und haben auch genug Bewegung so wie ich finde.

        Schlimmer finde ich es, wenn es richtige Alkoholiker sind, die sich nicht mehr um ihr Tier kümmern und es schlagen. In diesem Fall - Tier weg.

        Prinzipiell finde ich es wie gesagt ok!
        LG
        Caro

      • Hallo,
        ja ich finde es okay,es gibt genug Menschen die für Ihr Tier ihr letztes Hemd geben würden.Aber ich denke man muss es von Fall zu Fall sehen ,lieber ein Obdachloser mit Hund der sich um seinen Hund kümmert,als eine Familie mit diversen Kindern,keine arbeit,kein Geld usw. die dann auch noch einen Hund haben müssen,weil es ja so toll ist einen Hund zu haben und jeder einen hat, wo vorher schon absehbar ist das es bei diesem Tier schon Probleme in der Grundversorgung geben wird.Was sind für dich Luxusfiffis?Ein Hund ist auch mit einer alten Decke zufrieden und braucht kein superduper Hightech Körbchen,mein Hund bekommt was er braucht,aber übertreiben muss man es nicht,dem HUnd ist nämlich schnuppe ob das Halsband Swarowskisteine hat oder nicht.
        In vielen Städten wird die tierärztliche Versorgung durch TA sichergestellt die ehrenamtlich arbeiten,ansonsten bieten auch die Tiertafeln Hilfe bei der tierärztlichen Versorgung an.Viele der Obdachlosen sind froh wenn sie sich jemandem anvertrauen können wenn sie Probleme mit ihren Tieren haben,solchen Menschen helfe ich lieber als besagter Familie die erst ihr Tier teuer behandeln lässt und man dann monatelang hinter seinem Geld herlaufen darf.Die Obdachlosen die ich kenne sind ehrlich und freuen sich über jede Hilfe die sie bekommen,aber da wird mit offenen Karten gespielt udn ich entscheide was ich tun kann und was nicht.
        LG KImchayenne

        Nein, finde ich nicht. Man sollte sich nur ein Tier anschaffen, wenn man dessen medizinische Versorgung auch finanzieren kann und es gesund ernähren und halten kann.

        • #klatsch

          Ja genau, allen die Hunde weg nehmen und in Tierheime packen, da geht es ihnen bestimmt besser mit Cappi und co. in so einem hüpschen Zwinger!

          • Entschuldigung, ist halt meine Meinung. Medizinisch wären viele Tiere in Tierheimen sicher besser versorgt.

            • Es gibt doch genug Tierärzte die Hunde von Obdachlosen in mobilen Praxen umsonst versorgen!

              • Und Du glaubst, weil Du das mal im Fernsehen gesehen hast, geht da jeder Obdachlose regelmäßig hin?

                • Auch wenn du mich das nicht gefragt hast aber:

                  Ja, sie gehen da genauso hin wie jeder andere auch, der eine mehr, der andere weniger, wie in allen Sozialschichten!

                  Mein Mann fährt regelmäßig in Berlin in so einer Mobilpraxis, wie viele andere TAs auch in der Region, für einen Tierschutzverein, das wird sehr gut angenommen das es sogar Wartelisten gibt!

                  Nach deiner Aussage müsste auch jeder der seinen Job verliert sofort sein Tier abgeben müssen wenn es danach geht! Denn du vergisst das auch Obdachlose die selben finanziellen Mittel haben wie jeder ALG2 Empfänger auch, das Geld bekommt nämlich jeder der einen Antrag stellt!

                  LG P.

      (13) 22.07.11 - 15:55

      Entschuldige, aber schon die Frage ist mehr als anmaßend.

      Diese Tiere haben es zum größten Teil wesentlich besser, als bei "Vorzeige-Familien".

    (18) 22.07.11 - 15:57

    Ich würde mir mehr Sorgen um die Gesundheit der Obdachlosen machen. Tiere sind das draußen sein gewöhnt.

    Aber da kann man mal sehen, was manchen Leuten wichtiger ist.

    Gruß

    Manavgat

    • (19) 22.07.11 - 21:41

      hallo,

      ich komme aus berlin und hier sieht man es schon, dass die wirklich fertigen obdachlosen, die auch wirklich krank sind, keine hunde mehr bei sich haben. die hunde, sind bei den punks und leuten die auch nachts noch zuflucht finden und in wagenburgen/besetzten häusern schlafen. daher wohl eher die frage nach den tieren, als nach den menschen. wir sind ja hier im tierforum.

      woher weißt du denn, dass sie sich mehr sorgen um die tiere macht, als um die menschen, denen sie gehören?

      und nein, wenn ich bei 2 wochen am stück bei minus 14 grad jeden morgen an den eingemummelten menschen vorbei komme und deren tiere da liegen sehe, dann kann mir keiner sagen, dass diese hunde es gewohnt sind das zu machen. ich finde es nicht sehr hundgerecht, wenn er den ganzen tag in einen schlafsack eingemummelt da liegt und nur zum pinkeln mal raus kommt.

      wobei ich jedem sein tier gönne und ja, der hund hat wahrscheinlich lieber dieses leben, als vom alki verprügelt zu werden.

      unserem hund könnte ich es jedoch defintiv nicht antun. der hat es mit der wirbelsäule und die entzündet sich gerne mal bei zu kaltem wetter.

      *lg*

Ich find es mehr wie ok, denn oft sind es auch abgeschobene Hunde die die haben!

Zudem gibt es in fast allen größeren Städten Tierärzte die Hunde von Straßenmenschen umsonst behandeln und es gibt auch schon viele Futtertafeln wo es umsonst Futter gibt, also von daher...

Die Hunde machen eigentlich auch alle nen ordentlichen Eindruck und dürfen mehr Hund sein als schick angezogene und Parfümierte Handtaschenfiffis.

LG

(21) 22.07.11 - 17:29

Hallo!

Ich bin da zweigeteilter Meinung....

Auf der einen Seite tun die Tiere den Menschen bestimmt gut - auch zu Ihrem Schutz auf der Straße.

Auf der anderen Seite bin ich der Meinung, dass man sich (auch finanziell) selbst um sein Tier kümmern sollte.

Wie oft wird hier jemand "zerrissen", weil er seinem Tier irgendeine Behandlung nicht geben kann, weil es finanzielle Engpässe gibt. Da werden dann Vorträge gehalten, dass man sich für solche Notfälle ein Polster ansparen muss usw. Aber wenn jemand sich von Anfang an darüber im klaren ist, dass das Geld für eine tierärztliche Behandlung nicht da ist, sich aber trotzdem ein Tier anschafft ist das in Ordnung???

Ich finde eine Beurteilung schwierig....und kann mich selber nicht entscheiden ob es falsch oder richtig ist. Was ist denn z.B. mit der Hundesteuer in diesen Fällen?? Oder die Tierhaftpflicht, die meiner Meinung nach wichtig und seit ein paar Wochen ja auch Pflicht ist?

Lg Nicole

Hier sind ja die meisten der Meinung das es in Ordnung ist auch wenn man es sich nicht leisten kann Tiere zu halten...
Aber warum werden dann andere die sich ihre Tiere nicht mehr leisten können fast in der Luft zerrissen? Ist sie schlechter als die, die von Anfang an wissen das sie es aus eigener Kraft nicht finazieren können.

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=34&tid=3225444

Oder wenn es ums Futter geht, es soll doch nur das beste vom besten sein.
Ich finde den Beitrag leider nicht mehr, aber es ging um Futter von Lidl oder Aldi, und die Frau wird sich sicher hüten und hier nicht mehr zugeben das sie dieses Futter kauft...


  • du vergisst eine Sache: Ein Obdachloser würde sein Tier NIE hergeben. Irgend ein Weg findet sich.

    (24) 22.07.11 - 20:19

    Hallo,
    der Unterschied liegt darin, dass sich Obdachlose das Futter für ihre Tiere erbetteln können und mittlellose Menschen sich schämen, Futter für ihre Tiere zu erbetteln!
    Aus dem Grund würde ich nie einen Menschen verurteilen, der ehrlich zugibt, sich sein Tier nicht mehr leisten zu können! Das ist doch immerhin besser, als wenn er sein Tier verhungern lässt aus Scham, seine Mittellosigkeit zuzugeben!
    Ich bin sehr kritisch in Bezug auf Hundefutter und kritisiere eher den teuren Mist, als Aldi- oder Lidlfutter und ich kritisiere niemals die Menschen, die füttern, sondern die Menschen, die herstellen! Nicht das Teure ist das Beste, sondern auf die Inhaltsstoffe kommt es an! Und ehrlich: es hungern/dursten viele Menschen auf dieser Welt - wie komme ich denn auf die Idee, Menschen zu verurteilen, die einfaches Hundefutter füttern? Ist ein satter Hund nicht das Wichtigste?
    Gerade heute habe ich in meinem Hundeforum einen traurigen link gefunden
    http://www.youtube.com/watch?v=T_RfQA2_QdI&feature=youtu.be
    Dieser Aspekt lässt einen die Art der Fütterung und ob Obdachlose Hunde halten dürfen in einem anderen Licht sehen....

    LG Pechawa

    • (25) 22.07.11 - 21:31

      na ja, das Video drückt sehr auf die Tränendrüsen. Is aber ok. Nur mit Provokation läßt sich was erreichen. Leider.

      Ich finds aber gut, daß du darauf hinweist. Daß viele Hunde aus Geldgier verdammt schlecht gehalten werden.

      Und zum Thema Futter: Es spricht nix gegen sog. "Billigfutter". Wie du schon sagst, ein satter Hund ist das wichtigste. Natürlich soll er durch das Futter nicht krank werden. Wenn man aber bedenkt, daß viele Hunde durch das sog. Markenfutter nicht wirklich gut ernährt werden, kommt das Billigfutter richtig gut bei weg.

      #winke

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