Huforthopädie/Hufpflege nach Strasser oder Biernat?

    • (1) 23.07.11 - 09:28

      Guten Morgen....

      Da ich das erste Juli Wochenende auf einem Seminar über ganzheitliche Pferdegesundheit war und ich das sooo toll fand hab ich nun auch viel im Internet gelesen und bin durch Zufall drauf gestoßen das es nicht nur Frau Dr. Strasser sondern auch Jochen Biernat gibt.
      Auf dem Seminar wo ich war wurde nach Strasser gelehrt.
      Nun hab ich aber im Netz gefunden das Strasser sehr umstritten ist weil es wohl streng nach einem Schema läuft. Also der Huf muss in dem und dem Winkel stehen, die Trachtenhöhen dürfen nur eine gewisse Höhe haben usw.... Egal bei welchem Pferd.
      Mir scheint da Biernat etwas feinfühliger, der individuell auf jedes Pferd eingeht und nicht nach Schema F arbeitet und behandelt.
      Dabei war das was die Seminarleiterin uns erklärt hat alles so einleuchtend und logisch- biin da nun echt verwirrt.
      Meine Trainerin hat ein paar Pferde und einer war kurz vorm Einschläfern weil ihn die Tierärzte aufgegeben haben, ihm hat eine HO nach Strasser das Leben gerettet und nun läuft er als ob nie was gewesen wäre. Er hatte glaub ich was an der Hufrolle und ständige Hufabszesse, wahr über lange Zeit lahm, es stand zur Entscheidung, Nervenschnitt oder eben Erlösung.
      Mein Reitbeteiligungspony, ein New Forrest, gehört ebenfalls meiner Trainerin wird auch wie oben genannter Wallach und alle anderen Pferde im Stall (bis auf 1 beschlagenes) nach Strasser ausgeschnitten.
      Allerdings läuft Nanu (mein Beteiligungspony) super fühlig und als er das letzte mal ziemlich radikal ausgeschnitten wurde konnte er 3 Tage nicht mehr laufen weil ihm alles weh tat.
      Und DAS hat mir zu denken gegeben wo ich mir gedacht hab das kann ja nicht sein, oder? Es werden bewusste Schmerzen des Pferdes in Kauf genommen weil besser einmal für kurzen Zeitraum SChmerz und dann ok als es etwas sanfter zu machen.

      Habt ihr Erfahrungen mit einem der beiden techniken? Was lässt ihr bei euren Pferden machen?


      Lg aus Tirol, Petra

      • Na zum Glück arbeitet meine Huforthopädin werde nach Schema A noch nach Schema B sondern nach "Es ist jedes Pferd ein Individuum und alle haben andere Füße!".

        Sie macht jedes Pferd nach deren Huf,- und Beinstellungsbeschaffenheit, denn ein Pferd läuft mehr nach innen, das andere mehr nach außen, wieder eins nutz die Hufe krumm und schief ab. Sind nunmal keine Autoreifen die den gleichen Lauf haben.
        Außerdem hab ich auch ein Rehepferd, was wiederum ganz anders geschnitten wird.

        Und ein Pferd lahm zu schneiden geht mal gar nicht, der dürfte an meine Pferde nicht mehr ran.

        LG

        Also ich würde mich auch nicht speziell auf die eine oder andere Methode festfahren. Schließlich ist jedes Pferd ein Individum und läuft anders. Ich würde mir mal nen Physio kommen lassen, der sich den ganzen Bewegungsaparat ansieht und somit beurteilen kann, welche Hufstellung für das Pferd besser ist, da die Hufstellung sich ja auch auf die Gelenke und die Biomechanik auswirkt.

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