Hundewunsch: Kopf und Bauch sind sich nicht einig!

    • (1) 25.07.11 - 09:28

      Hallo zusammen!

      Hach, ich weiß ehrlich gesagt nicht, was und warum ich überhaupt schreibe... mein Mann und ich haben uns Hals über Kopf in einen Hund verliebt. Jetzt haben wir versucht, Pro und Contra abzuwägen - und siehe da, das Ergebnis passt uns nicht. :-p

      Kurz zu uns: wir sind ein frisch gebackenes Ehepaar (16 Tage haben wir schon geschafft ;-)), 26/27 Jahre alt, bald Hausbesitzer (am 15.08. ist die Übergabe für unsere große DHH mit riiiesem Garten) und schon lange in Planung für unseren 1. Hund. Ich bin schon hundeerfahren, mein Mann entstammt der Katzen-verrückten Familie, konnte aber die vergangenen Jahre schon einige Erfahrungen sammeln mit der Süßen meiner Eltern, die oft bei uns ist.

      Naja, eigentlich hatten wir einen Plan... Haus, Kind und dann Hund (damit das Kind vor dem Hund da ist und Hundi sich somit im Rudel von Anfang an unterwerfen muss - so der Rat der "Hundeprofis"). Naja, mit dem Kind klappt es nicht so recht (ich möchte bösen Zungen gleich vorneweg nehmen: nein, der Hund ist nicht Ersatz sondern schon immer felsenfester Bestandteil meiner Familien-/Zukunftsplanung) und wir sind inzwischen an dem Punkt angelangt, dass wir nicht alles von einer Schwangerschaft abhängig machen, was wir so in naher Zukunft tun... ich hoffe, ihr versteht, was ich meine!? #augen

      Jetzt ist es so, dass wir bei der Tierhilfe "zufällig" auf einen Hund gestoßen sind, der es uns total angetan hat. Es ist ein Schäferhund-Jagdterrier-Rüde, 1,5 Jahre alt. Der Tierschützer in mir möchte einen Hund, der "schon da" ist, d. h. keinen Welpen vom Züchter (es gibt auch Welpen in Tierheimen, Pflegestellen etc., schon klar...). Aber die Vorgeschichte vom Tier kennt man ja selten und weiß nicht, wie er z. B. auf ein Baby dann später mal reagieren würde. Aber gut, bei einem Hund, den man schon als Welpen hatte, kann man das ja auch nicht mit Sicherheit sagen. Für einen Welpen spricht halt, dass wir ihn wirklich von Klein auf selbst erziehen können...

      ich muss dazu sagen, dass mein absoluter Traumhund - die Hündin meiner Eltern - eine griechische Streunerin war, die wir mit ca. 10-12 Monaten bekommen haben. es war nicht leicht, nein, aber sie ist so ein toller, lieber Hund geworden. #herzlich das positive Beispiel haben wir also schon.

      Was noch gegen DIESEN Hund spricht, ist, dass wir ihn aus der Pflegestelle ja sofort holen "müssten", aber momentan noch in einer 3-Zimmer-Mietswohnung wohnen, bis das Haus dann einzugbereit ist, wird es bestimmt Oktober werden.

      So... die ein oder anderen hier haben dazu bestimmt Meinungen, Erfahrungen... wäre über eure Gedanken echt dankbar! :) Und ich hoffe, ich habe nicht zu wirr geschrieben! #cool

      Wie gesagt, der Kopf hat uns die richtige Antwort schon gegeben, aber unser Bauch sagt uns beiden, dass das UNSER Hund ist! #verliebt Doof, gell!? ;-)

      Liebe Grüße
      Doug und Carrie :-D

      • Ja, doof! Wenn Ihr genug Zeit aufbringen könnt, wäre das mit der Wohnung nicht so schlimm. Sie in der Pflegestelle zu lassen würde ich als Pflegestelle nicht mitmachen.

        Wir hatten auch erst einen Hund und dann gute zwei Jahre später kam das Kind. Unser Hund mag keine Kinder, macht für unseren Sohn aber eine Ausnahme ;-) Hund wissen für gewöhnlich wer dazu gehört und wer nicht und wenn ein Kind in die Familie geboren wird, ist es auch einfacher, wie ich finde! (meine Meinung und Erfahrung)

        Ich weiß nicht was ich machen würde, ich hab mal beschlossen nur noch nach dem Kopf zu handeln...

        LG

        Guten Morgen,

        erstmal noch Glückwunsch nachträglich!!

        Ich denke die 3-Zimmer-Mietwohnung sollte nicht das Thema sein, zumindest nicht wenn Hunde dort erlaubt sind. Und selbst dann, lebt ihr ja auch nur noch ca. 2 Monate dort.

        Und ich muss sagen die Aussage erst Kind dann Hund, damit dieser sich dann unterwirft ist quatsch. Hunde unterwerfen sich Kindern nicht. Das wäre mir neu. Wie der Hund mit den Kleinen auskommt ist Erziehungsache.
        Unser alter Hund war ca. 1,5 Jahre alt als die Zwillinge gekommen sind. Und es hat alles wunderbar geklappt. Da war er schon sehr gut erzogen und alles lief von selbst.

        Ich selber muss sagen, da ich Kinder habe würde ich mir keinen Hund aus dem Tierschutz holen. Eben weil man die Vorgeschichte oft nicht kennt. Und ein Hund in dem Alter kann verdammt viel schlimmes erlebt haben.
        Ich hätte da zuviel Angst bei, bin ich ganz ehrlich.
        Was nicht heisst das es mit eurem Traumhund nicht klappt. Und ihr seid ja noch kinderlos, habt also noch genügend Zeit für die Erziehung!!

        Wenn euer Herz ja sagt, dann macht es nicht von der Wohnung abhängig!
        Versucht so viel wie möglich von dem Hund zu erfahren und ich würde auf jeden Fall erstmal 2-3 mal hin fahren um den Hund vieleicht ein bisschen kennenzulernen, ne Runde mit ihm spazieren gehen etc. . Das sollte auf jeden Fall machbar sein.

        LG
        d4rk_elf

        Hi Doug und Carrie! #winke ;-)

        Wir haben zwei Hunde, einen vom Züchter und einen aus dem Tierschutz. Beide zogen bei uns ein, als wir noch nicht mit dem Basteln für's Kind beschäftigt waren und auch noch nicht daran dachten. Was ich aus meiner Erfahrung sagen kann: Schaut euch den Hund bitte erst mal "in Echt" an. Unser Tierschutzhund ist sehr scheu. Er hat Angst vor allem und jedem, ist auch ein Angstbeißer gewesen. Er wurde schwer misshandelt und es hat viel Kraft und Energie gekostet, ihn an den Punkt zu bringen, wo wir jetzt sind. Das heißt, dass er sich zumindest streicheln lässt und sich sein Geschirr an und ausziehen lässt. Es steckt ein lieber kleiner Hund in ihm. Keine Frage. Aber es ist fraglich, ob DAS jedermanns Vorstellung von Hundehaltung ist. Denn viele wollen eben einen Familienhund (zum Kuscheln und Spielen). Nach wie vor lässt er sich nicht kämmen und bürsten (Langhaarhund), rastet komplett aus, wenn man ihn baden will, kotzt regelmäßig das Auto voll und ist immer noch nicht 100%ig stubenrein. Und das, obwohl er schon 1,5 Jahre bei uns ist und wir mit einer Hundetrainerin bzw. Hundepsychologin zusammenarbeiten. Es ist mein persönliches Projekt. Meine gute Tat für möglicherweise 13 oder 14 Jahre. Oder gar noch länger. Man muss sich darüber im Klaren sein, ob man so etwas kann.

        Mittlerweile ist unser erstes Kind schon fast 8 Monate alt und ich kann sagen: Benji, der Tierschutzhund, mag unser Kind nicht. Timmy, unser "Welpe", hingegen sehr. Es macht nichts, denn die Zwei (Kind und Hund) gehen sich einfach aus dem Weg und dann passt es schon. Er schnappt nicht nach ihm, aber wenn Louis nach ihm greift, knurrt er und flieht. Auch nicht jedermanns Traum. Aber wir arbeiten daran.

        All das kann, muss aber nicht passieren. Bitte nicht denken, ich will euch partout davon abraten. Aber ich will euch wenigstens auch erzählt haben, wie es laufen kann. Jeder Hund ist eine ganz eigene Persönlichkeit und gerade die Tierschutzhunde haben oft schon einiges hinter sich. Die Einen verarbeiten es so, die anderen so. Deshalb würde ich sagen: Fahrt hin und schaut euch den Hund erst einmal an. Passt alles, dann könnte es gehen. Wobei ich sagen muss: Auch wir haben den Hund mitten im Umzugsstress geholt (Timmy) und es war schrecklich. Aber er war auch noch ein Welpe und hat sehr viel geweint, weil ich ihm nicht die Zeit geben konnte, die ich ihm gerne geben wollte. Und bei uns handelte es sich nur um eine Woche, in der wir in unserem Haus Kisten auspackten, Vorhänge aufhängten und solchen Kleinkram. Aber es ist machbar. Und ihr müsstet in der Zeit bis zu DHH eben noch mehr mit ihm rausgehen, damit er nicht die Bude zerlegt. Nebenbei: Wie sind eigentlich eure Arbeitszeiten?

        Liebe Grüße #herzlich

        Marie mit #hund-Timmy (*29.05.'09) und #hund-Benji (*10.05.'08)

      • Hallo,

        also die Mischung Schäferhund/Jagdterrier ist ja nicht gerade das einfachste... Ein Jagdterrier ist für einen Privat-Haushalt ohne jagdliche Ausbildung fast nicht zu halten. Also kann sein dass Ihr damit mal Probleme habt.

        Ich würde an Eurer Stelle mit der Tierhilfe sprechen. Möchtet Ihr wirklich diesen Hund dann würde ich warten. Gerade am Anfang braucht ein Hund seehr viel Zeit. Wenn Ihr dann im Umzugs-Stress seid, wer kümmert sich dann um den Hund? Vielleicht könnt Ihr ja auch Euren "Zukünftigen" in dieser Zeit öfters besuchen und mit ihm Gassi gehen. Dann merkt Ihr schonmal so ein bisschen, ob es auch wirklich klappen könnte. Eine Tierhilfe, die sich sicher ist dass Ihr genau die Richtigen seid kann auch diese Monate noch überbrücken (meine Meinung).

        Gruß
        kikma mit zwei kleinen Rabauken :-)

        Danke euch allen für die lieben Antworten! :-) Insgesamt ist es ja genau das, was wir auch selbst wissen/denken/sagen... naja, er hat es uns halt angetan. #verliebt

        Natürlich würden wir ihn erstmal kennenlernen wollen, bevor wir uns dazu entschließen - sei es dieser Hund oder ein anderer bzw. ein Welpe. Das ist ja klar. Wir haben ihn halt einmal kurz gesehen und ihn uns danach im Internet immer und immer wieder angeguckt. :-p

        Morgen telefoniere ich mal mit der Dame, die ihn in Pflege hat. Dann werden wir ihr mal all unsere Fragen zu ihm stellen und mal was ausmachen zum Gassigehen. Und - wenn dann nicht sofort feststeht, dass er nix für uns ist, aus welchen Gründen auch immer - noch ein paar weitere Male vielleicht gleich fest ausmachen.

        Zu unseren Arbeitszeiten: mein Mann arbeitet von 9 bis 17 Uhr, Donnerstag ist er immer zuhause; ich von 7:30 bis 14-16 Uhr. Wobei ich ihn mit ins Büro nehmen würde. Mit dem Hund meiner Eltern klappt das immer prima, ich gehe mittags meist von 12 - 13 Uhr mit ihr in den Wald, ansonsten liegt sie in der Halle rum oder außen im Garten (wir haben eine 500 qm große Lagerhalle mit Büros, dazu gehört auch ein größerer, eingezäunter Garten). Mein Chef ist mein Papa, meine Kollegen allesamt Freunde von uns... und jeder ein Hundenarr, also ist das schon mal kein Problem und bereits abgesprochen + abgesegnet. Unabhängig davon, wann wir welchen Hund haben werden... Mein Mann und ich gehen morgens vor der Arbeit immer abwechselnd joggen (zugegeben: er mehr als ich :-D) bzw. fahre ich im Sommer meist mit dem Rad in die Arbeit (sind auch so 5-6 km bergauf #augen). Ihr seht also, was das angeht haben wir uns durchaus schon Gedanken gemacht.

        Wieviel Jagdterrier jedoch in diesem Hund speziell jetzt steckt, weiß ich nicht... #schwitz

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