Bitte um Rat... Rhodesian Ridgeback...

    • (1) 31.07.11 - 14:33

      Hallo Ihr Lieben,

      ich hoffe ein wenig Rat zu finden.

      Vorgeschichte: Unser Berner Sennenhund hatte einen kindskopfgroßen schnell wachsenden Tumor im Bauch und wir haben ihn nach Behandlung und mit Rücksprache durch unseren TA aufgrunddessen mit 11 Jahren gehen lassen. #heul Mein Mann hat schon länger mit Rhodesian Ridgebacks geliebäugelt, so dass vor 4 Wochen unsere kleine Afua bei uns eingezogen ist, sie ist am 08.04.11 geboren und nun 16 Wochen alt.
      Wir gehen 4x pro Tag mit ihr spazieren und 1x pro Woche zur Hundeschule.

      Unsere Probleme: Sie ist wahnsinnig wild und kaum zu bändigen. Sie springt und schnappt und das so sehr, dass es weh tut. Wir sind konsequent, sie darf weder anspringen noch schnappen, wir sagen "Aus", fassen sie kurz, aber das interessiert sie alles nicht. Sie ist nicht aggressiv, nur wild, kräftig und verspielt.
      Weil sie wie verrückt ist, hat unsere 3jährige schon panische Angst. (Kannten wir so gar nicht von ihr!!!) Außerdem könnte sie die Kinder verletzen durch ihre Wildheit. (Meine Mutter hat von ihrer Zwickerei schon ganz blaue Unterarme #schock) Daher trennen wir die Kinder momentan soweit es geht strikt vom Hund, aber so können sie sich ja kaum gewöhnen. Und es ist auch Mist, dass die Kinder oder der Hund nicht so frei bewegen können.
      Dass ein Welpe anstrengender ist als ein erwachsener gut erzogener Hund war uns klar. Aber sie hat ein unberechenbares, kaum beherrschbares Temperament.

      Ich fühle mich gerade wirklich ein bißchen überfordert und habe Angst, dass wir sie nicht schaffen.#heul Im Prinzip war mein Mann übereifrig und ich zu
      blöd, ihn nicht zu bremsen, denn eigentlich trauere ich noch.
      Somit sind es mehrere "Baustellen", mit denen ich kämpfe.
      Es ist einfach totaler Mist momentan.

      Vielleicht gibt es ein paar Tipps?!?
      Ich google erstmal nach einem Hundecoach...

      • #winke

        mein freundin hat auch so einen, die werden ja auch wahnsinnig groß #schock

        ich gkaueb so richtige familienhunde sidn die auch nicht #kratz dieser kann kinder nicht so wirklich leiden, wird shcnell nervös etc...

        auch sie geht zur hundeschule mit ihm und hatte nen trainer zu hause....

        hm...ich weiß nicht ob das wirklich so die gute wahl war #gruebel auch wenn sie echt hübsch sind, aber das ja nicht der einzige grund....

        und jetzt noch bissel schimpfe: man informiert sich als erstes über eine rasse zwecks familie .....

        also jetzt habt ihr sie und nun zeigt verantwortung auch wenns nen langer weg wird

        alles gute #klee

        • Wir haben uns informiert bei 2 Familien, die so einen Hund haben und natürlich bei der Züchterin, die uns sehr verantwortungsbewusst erschien.
          Es ist definitiv kein Zwingerhund, sondern fürs Haus und auch absolut Familienhund. So steht es auch in den 2 Büchern, die wir gekauft haben.
          Sie hat auch Phasen, wo sie suuuuperlieb ist. Außerdem wusste die Züchterin, dass wir kleine Kinder haben und hat uns den Hund nur unter Bedingungen, die wir auch unterschreiben mussten (z.B. keine Zwingerhaltung), und nach einem längeren Gespräch mitgegeben.
          So "wahnsinnig groß" wird sie nicht, sie liegt definitiv unter dem Maß unseres Berner Sennenhund-Rüden, von Größe und Gewicht!

      Hallo
      Das was du schreibst könnte unser Labrador sein ist aber schon 2 Monate älter als dein Hund. Dieses beissen in die Arme das überfallen also wirklich anspringen oder auf den Bauch hupfen macht sie Gott sei dank nur bei meinem Mann.

      Ich bin noch guter Hoffnung das sie später etwas ruhiger und vorsichtiger wird schliesslich haben wir ab Dezember Nachwuchs und bei mir ist sie ein ganz anderer Hund.

      Unser anderer Hund war früher auch so aber seit er ein Jahr alt ist erkennt man ihn gar nicht wieder. Er ist wirklich brav geworden.

      Ich denke mal das wichtigste ist das der Hund wirklich ins Familienleben einbezogen wird und auch dein Kind die Angst vor ihm verliert.

      Wir haben uns vorgenommen wenn unser Hund ein Jahr alt ist ihn an einen Bollerwagen zu hängen und dann darf er ziehen.. Ist sogar ein richtiger Hundesport da es extra dafür Fahrgestelle gibt. So nen Hund wie euer wäre da ein Traum.

      • Danke für Deine Antwort! Wir haben uns vorgenommen, dass mein Mann täglich Fahrrad fährt, wenn sie ein bißchen größer ist. Hundesport kommt auch in Frage, vllt. Agility. Im Moment üben wir ein wenig Apportieren.

        Wie unsere Maus die Angst verliert, ist mir gerade ein Rätsel. Wir zeigen ihr, wie lieb sie auch sein kann und reden mit Engelszungen. Aber vom Gequieke und den hastigen Bewegungen unserer Maus fühlt sie sich momentan noch zum Spielen angestachelt.
        Beruhigt aber, dass es nicht nur uns so geht. Viele Rassen auf unserem Hundeplatz springen.

        Alles Gute für die Rest-SS und Geburt!

    Hallo,

    ein Bekannter unserer Familie züchtet diese Rasse, es sind schon Familienhunde, brauchen aber konsequente Erziehung, was für dich nicht einfach ist, weil eure Kinder noch klein sind.
    Kinder sollen sowieso nie alleine mit Hunden sein, deswegen ist eine räumliche Trennung schon mal gut. Dann solltest du dir täglich viel Zeit nehmen, mit Kindern + Hund Dinge gemeinsam zu machen, spielen im Garten (den du hoffentlich hast) und den Kindern zeigen, wie man mit Hunden umgeht. Z.B. Zerr - oder "Kampf"spiele sollten tabu sein und solange der Hund überdreht ist, niemals mit ihm toben. Er muss ja erst mal lernen, beim Spiel nicht fest zu beißen. Normalerweise üben Züchter das schon mit den Welpen. Habt ihr den Hund aus einer ordentlichen Zucht? Auf alle Fälle würde ich mit dem Züchter über das Problem sprechen!
    Aber wie gesagt, durch wilde Tobe- und Zerrspiele kann man dieses Verhalten einem Welpen auch anerziehen!
    Wenn der Welpe beim Spiel zubeißt, laut "Aua" schreien und SOFORT das Spiel beenden, den Hund nicht mehr beachten - mindestens für 10 Minuten. Dann kannst du wieder neu mit dem Spiel beginnen, aber sofort abbrechen, wenn der Hund euch Schmerzen zufügt.
    Ebenfalls ist es sehr wichtig, dass der Hund seine Schlafphasen hat, wo er nicht gestört wird. Bei kleinen Kindern muss man besonders darauf achten, dass sie ihn in dieser Zeit in Ruhe lassen. 16 Wochen alte Hunde schlafen noch sehr viel! Ein Gitterkennel in der Größe 118 cm wie dieser tut da große Dienste, mit der Abdeckhaube oder einer großen Decke darüber ist das für den Hund wie eine Höhle und wird gerne angenommen!
    https://www.barabas-petshop.de/zubehoer/boxen-kaefige/?tx_ttproducts_pi1[backPID]=14&tx_ttproducts_pi1[product]=361&cHash=a1f058740a
    Außerdem sind 4 Spaziergänge auch zuviel des Guten. Mit 16 Wochen ist der Hund 4 Monate alt und sollte max. 20 - 30 Minuten am Stück gehen (Anzahl der Monate mal 5 gleich Dauer des Spaziergangs in Minuten) Und das 1-2 mal am Tag, hinzu kommen natürlich die Pipigänge! Du hast einen groß werdenden Hund, da sollte man im ersten Jahr die Gelenke schonen, damit sich nicht frühzeitig Arthrosen bilden!
    Und ein Hundecoach ist super #pro Lieber am Anfang einige Euro investiert, dann seid ihr zufrieden und der Hund auch!

    LG Pechawa

    • Ja, wir haben Haus und Garten (2700 m2).
      Nein, sie schnappt nicht beim Spielen, sondern z.B. sie freut sich, springt an und schnappt zeitgleich.

      Ja, zwischen den Spaziergängen hat sie auch absolute Ruhe, wo sie meist schläft.

      Wir gehen 4x am Tag ca. 30 Minuten, aber hatten absolut das Gefühl, das lastet sie nicht aus. Sie rennt manchmal nach dem Spaziergang wie eine Irre über das ganze Grundstück.

      Danke für Deine Tipps!!!

      • .... über das Grundstück kannst du sie rennen lassen, das sind ihre "5 Minuten", man sollte da den Hund aber nicht noch animieren, sondern diese "irren Minuten" einfach ignorieren ;-)
        Wenn sie euch anspringt, sofort wegdrehen oder 1 Schritt zur Seite treten, dann springt sie ins Leere.
        Sie ist noch ein junger Hund, bei ihrem negativen Verhalten schroff "Nein" / "Aua" sagen, wegdrehen und den Hund für kurze Zeit ignorieren. Das wird schon ;-)

        LG Pechawa

        • "da den Hund aber nicht noch animieren, sondern diese "irren Minuten" einfach ignorieren "

          In der Theorie vollkommen richtig und logisch aber praktizier das mal, wenn Du diese 5 min. gerade im Wohnzimmer erlebst und schützenswerte Gegenstände oder Lebewesen (in unserem Fall Katzen) sich dort befinden...

          Diese Strategie wurde hier übrigens auch schon Haltern halbstarker bis gerade körperlich ausgewachsener Molosserrüden gegeben. In dem Fall schon fast fahrlässig, denn einen Hund diesen Kalibers kann und sollte man nicht ignorieren, wenn er vor lauter Freude seine Leute anspringt und in körperliche Spielchen verwickelt.

          LG

          • (10) 01.08.11 - 12:53

            ja, die TE schreibt aber, dass er in dieser Zeit "wie irre über das Grundstück rennt", da kann er ja nichts kaput machen ;-)
            In der Wohnung würde ich bei solch einem Hund alles weg stellen, was umfallen kann und zum Schutz der Katzen ein Kinderabsperrgitter anbringen.
            Ich bekomme am Wochenende einen Welpen, das Absperrgitter steht parat, denn wir haben auch eine Katze und die muss die Möglichkeit haben, dem Jungspund auszuweichen, wenn sie Ruhe benötigt! Leider ist es eine Katze, die sich alles gefallen lässt. Ihre Vorgängerin hätte mit einem gezielten Pfotenschlag die Regeln klargestellt ......
            Na ja - ich gehe es mal positiv an :-)
            Jeder Welpe hat seinen eigenen Charakter, da kann man keine allgemeinen Tipps geben! Die einen sind wild von Anfang an, die anderen brav oder ängstlich! Ich glaube, der Ridgeback hier im thread gehört zur ersten Kategorie. Ich bin eher der Typ, der erst mal ignoriert, wenn's dann aber nicht klappt, dann "knallt" es - wie sagt Günther Bloch?
            „Hit hard, but once“ ;-)

      Versuch es mal - in Maßen - mit geistiger Auslastung.
      Wir haben gerade einen Am. Staffordshire-Welpen im Haus und ich bin auch teilweise nervlich am Limit :) aber dieses Verhalten ist absolut normal.

      Bau in die Spaziergänge ein paar Gehorsamsübungen mit ein und bisschen Training bzw. konfrontier sie mit Neuem, das lastet einen so sportlichen Hund eher aus als stupides Laufen.
      Unsere Kleine ist nach ruhigen kurzen Spaziergängen an der Leine Zuhause schneller entspannt und "platt" als nach Toberunden mit unserer zweiten Hündin. Ich versuche, beides abzuwechseln und fahre damit ganz gut.

      LG,

      W

Hallo,

wir haben auch einen Ridgeback. Er war als Welpe genaso, wie Du Eure Hündin beschreibst - nun ist er 15 Monate alt, immer noch ein totaler Chaot, aber kein Vergleich mehr zu der Anfangszeit.

Meiner Meinung nach ist das ganz normales Welpenverhalten - nur fällt es bei einem Ridgeback ganz anders ins Gewicht als bei einem Pudel...;-) Das sind eben Hunde, die enorme Kraft gepaart mit einer recht hohen Wendigkeit und Schnelligkeit haben. Das wird sich auch noch in Bezug auf andere Hunde bemerkbar machen - es gibt nicht viele Hunde, die den Ridgebacks "das Wasser reichen" können, da es zwar einige Hunde gibt, die zwar kräftiger sind, aber das macht der Ridgi dann durch seine Schnelligkeit wieder wett. Und das kann auch zu einem echten Problem werden, da einige Ridgis einen regelrechten Höhenflug bekommen, so nach dem Motto "Ich bin der King, mir kann keiner was." Aber ich schweife ab...#hicks

Wir hatten eine "Hausleine" - wir haben mit Jabari von Anfang an geclickert, er hat dann einige Zeit auch im Haus sein Geschirr getragen, daran war eine kurze (ca. 1m) Schleppleine befestigt. Wenn die Kinder getobt haben, habe ich mich ruhig und unbeteiligt irgendwo hingesetzt und z.B. gelesen und ihn dabei an der Schleppe gehalten. Hat er versucht, hinter den Kindern herzukommen, habe ich ihn ignoriert. Hat er sich ruhig verhalten, sich sogar gesetzt oder gelegt, seine Aufmerksamkeit mir statt den Kindern gewidmet, habe ich gecklickt und ihm sein Leckerchen gegeben. Es hat nicht lange gedauert, und er lag seelig schlafend in seinem Korb, während die Kinder tobten.

Hat er zwischendurch seine dollen 5 Minuten bekommen und ist hinter den Kindern her, habe ich ihn kommentarlos an der Schleppe gepackt, aus der Situation genommen und erst wieder losgelassen, wenn er entspannt war.

Es ist definitiv so, dass Ridgebacks schon ihre Eigenheiten haben, deshalb würde ich auch auf jeden Fall nach einem Hundetrainer schauen, der Ridgeback-Erfahrung, am besten aufgrund eigener Ridgi-Haltung hat. Sie sind äußerst sensible Dickköpfe, bei vielen reicht es schon, laut zu werden und sie verweigern jegliche Mitarbeit - viele gängige Trainingsmethoden (z.B. Rappeldose, Knuffe in die Seite o.ä.) sollte man beim Ridgeback tunlichst unterlassen (meiner Meinung nach bei jedem Hund, aber viele Ridgis lassen sich das nicht allzu lange gefallen, sie kuschen nicht so schnell wie viele andere Rassen, sondern akzeptieren einen schlicht nicht mehr, wenn man zu unfairen Mitteln greift...). Es ist auch so, dass ein Ridgeback nicht mit z.B. einem Labrador zu vergleichen ist, der auch gerne mal stundenlang mit den Kindern Ball spielt o.ä. Die meisten Ridgebacks beobachten lieber, ziehen sich auch gerne mal zurück, wenn es ihnen zu viel wird. Aber es sind trotzallem super-tolle Familienhunde, halt nur auf eine ganz andere Art als viele andere Hunde. Sie sind auch extrem auf ihre Familie bezogen, haben am liebsten alle zusammen, lieben es, wenn sie dabei sein dürfen. Was hier geschrieben wurde, von wegen keine Familienhunde, mögen keine Kinder usw. stimmt also definitv so nicht.

Also, es ist definitv so, dass ein Ridgeback eine besondere Herausforderung ist, er fordert seinen Halter wirklich stark - aber dafür hat man einen ganz tollen, loyalen, ausgeglichenen, souveränen Freund an seiner Seite, wenn man sich dieser Herausforderung stellt und sie meistert. Wir sagen inzwischen "Einmal Ridgeback, immer Ridgeback".;-)

Ich mache mit unserem Dicken übrigens Mantrailing - da hat er wirklich Spaß dran und man kann es super in Spaziergänge einbauen, unsere Kinder lieben es, ihn lastet es aus, er ist nachher richtig platt. Ich übrigens auch - 45kg geballte Kraft im Geschirr stehen zu haben, schlaucht ordentlich...;-) Apportieren, Bällchen spielen usw. findet er ziemlich doof. Joggen geht mein Mann auch mit ihm, ans Rad habe ich ihn noch nicht genommen, damit sollen wir warten, bis er ca. 18 Monate alt ist.

Das wird ganz bestimmt mit Eurer Kleinen!:-)

Viele Grüße, Alex

Hallo,

wir haben hier auch eine Ridgeback-Hündin und die erste Zeit war ähnlich.
Der Große war gerade 2 geworden und die Kurze 8 Wochen als unser "alter" Ridgeback mit 5 Jahren gestorben ist.
Hündin und die Kurze trennen nur 10 Tage Altersunterschied.

Da Polly auch jeden geliebt und begrüßt hat und der Große Angst vor ihrem umgestümen Spieltrieb hatte, hatten wir im Wohnzimmer ein Abtrenngitter. Das hat die Situation beruhigt, da Polly immer dabei sein wollte und sollte. Und falls es Dich beruhigt, es hat sich nach einer Weile gegeben. In der Hundeschule (die Frau hat selber 3 Ridgebacks) haben wir dann erfahren, dass Ridgebacks gerne und mit Vorliebe an den Händen ihrer Menschen knabbern - wegen Zahnwechsel, in dem Eure ja bestimmt auch drinsteckt und als Liebesbeweis. Und es hat wirklich aufgehört bzw. macht sie es nur noch bei 2 Leuten, die das auch immer toll gefunden und sie gelassen haben.

Trotzdem ist Polly ein toller Familienhund. Der Große und sie sind unzertrennlich, sie ist absolut nicht nachtragend und robust was Kinder angeht. Sie bellt nicht und passt trotzdem auf ihre Kinder auf.
Was beim Ridgeback noch hinzukommt ist, dass sie kopfmässig erst später erwachsen werden. Die Erziehung dauert einfach länger als bei anderen Rassen.

Wenn sie hochspringt, Knie anziehen, dass sie davorspringt oder ihr auf die Hinterpfoten treten (natürlich nicht zu fest) - dass sollte ein Ridgeback auf keinen Fall machen, da liegt später auch mal schnell jemand auf dem Rücken.
Gib ihr viel zum Knabbern - Rinderohren, Ochsenziemer, Lunge, geräucherte Rindervorderläufe.....Das lenkt ab und sie ist beschäftigt.
Lass sie von den Kindern füttern - sie stellen den Napf hin, schafft Respekt.

Mehr gerne per PN (evtl. auch Bild, wie sehr Polly und L. sich mögen).

LG

Alexandra

P.S.: Der Kommentar, dass RR keine Familienhunde sind, stimmt ganz und gar nicht. Aber sie sind anders als ein Berner Senne und brauchen eben länger. Aber du bekommst dafür einen total treuen Freund.

  • (16) 01.08.11 - 15:26

    ***Wenn sie hochspringt, Knie anziehen, dass sie davorspringt oder ihr auf die Hinterpfoten treten (natürlich nicht zu fest)***

    Sorry, aber das geht meiner Meinung nach gar nicht! Der Hund zeigt ganz normales Hundeverhalten, versucht ja letztlich auf dem Weg i.d.R. an den Mund zu kommen, um dort zu lecken, zeigt also unterwürfiges, normales Welpenverhalten, hatte noch gar nicht die Chance zu lernen, dass Menschen sowas nicht so toll finden und soll es dann direkt auf die harte Tour, über Strafe und Schmerz lernen?!? Finde ich ganz schön heftig... Vielleicht wäre es dem Hund gegenüber der wesentlich fairer Weg, ihm erstmal auf die nette Art klar zu machen, dass dieses Verhalten nicht erwünscht ist. Klar, dauert etwas länger, klappt aber genauso gut und effizient. Natürlich sollte gerade ein Hund der Größenordnung lernen, dass Anspringen ein Tabu ist, aber wie gesagt - das geht auch wesentlich hundgerechter...

    Und selbst, wenn der Hund in die Rüpelphase kommt und das Anspringen evtl. nochmal als Pöbeln auspackt, kann er es auf die sanftere Tour lernen. Dann dreht man sich halt nicht mehr weg und ignoriert ihn (denn damit würde er ja die Erfahrung machen, dass sein Verhalten Wirkung zeigt - er bringt uns zum Zurückweichen...), man kann einfach ganz ruhig und kommentarlos "durch ihn durch gehen", also einfach auf seinem Weg bleiben und weitergehen, ohne aber das Verhalten an sich zu kommentieren. Die allermeisten Hunde lernen so ganz schnell, dass sie mit ihrem Gepöbel niemanden beeindrucken können, dass es nicht mal zur Kenntnis genommen wird und hören ganz schnell wieder auf.

    Kommt ein pubertierender Ridgeback auf die Idee, mal zu schauen, ob Du wirklich so stark bist, wie Du tust, hast Du über solche Erziehungsmethoden ganz schnell mal ein riesiges Problem...

    Viele Grüße, Alex

    • (17) 01.08.11 - 18:43

      Ich denke, da muss jeder für sich seinen Stil finden und der ist nicht für jeden Hund allgemein gültig.

      Bei unseren RR hat es bis jetzt gereicht, wenn ich lauter werde (auch in der Pubertät) und Knie anziehen zeigt dem Hund, dass er einen Bereich verletzt bzw. eine Grenze überschreitet. Und sanft auf die Hinterpfoten tippen, wenn er beim wiederholten mal einen anspringt, sollte für den Hund eine Überraschungsreaktion sein, die ihn abschreckt.

      Und gerade Ältere und (Klein-)Kinder haben wohl ein Problem, wenn ein Ridge egal wie alt sie anspringt. Die können schlecht "durch in durch gehen". Damit das Negativ-Image von großen Hunden aufhört, müssen sie meiner Meinung nach recht früh lernen, dass es ein No-Go ist. Die sanfte Tour funktioniert halt nicht bei jedem und ewig Zeit hat man bei einem RR auch nicht. Irgendwann ist das Verhalten verinnerlicht und dann ist es egal, ob es vorher abgewöhnt war und in der Pubertät als Pöbeln noch mal auftaucht oder ob es nie abgewöhnt war.

      Bis jetzt hatte ich mit meinem Erziehungsstil noch keine Probleme bei meine Hunden sondern eher Erstaunen von anderen, dass meine Hunde hören und sehr sozial sind bzw. waren. Beide haben alles ohne Druck über Leckerli und Stimme gelernt.
      Obige Vorschläge waren auch eher als letzte Mittel gedacht und werden auch bei der Diensthundeausbilung eingesetzt.

      Wie auch immer - jeder muss da seinen Weg finden und genug Konsequenz an den Tag legen.

      Viele Grüße,

      auch Alex

      • (18) 01.08.11 - 19:36

        Nö, Kleinkinder und ältere Leute können sicher nicht einfach durch einen Ridgi "durchgehen" - sie können ihm aber genauso wenig auf die Hinterpfoten treten oder das Knie mal eben anziehen, während er sie anspringt...;-)

        Na ja, wenn man die Hinterpfoten nur "leicht antippen" würde, würde der Überraschungsmoment sicher nicht ausreichen, um einem Hund das Anspringen abzugewöhnen - das merken sie schon ganz ordentlich, wenn es auch Wirkung zeigen soll...

        Ich gebe Dir absolut Recht, dass ein großer Hund (der ganz besonders, aber meiner Meinung nach Hunde generell) niemanden anzuspringen hat. Ich gebe Dir auch absolut Recht, dass man bei einem Ridgeback von Anfang gegen solch´ ein Verhalten arbeiten muss. Nur bei dem Wie liegen wir (GERADE was den Ridgi und seine Art zu lernen angeht) meilenweit auseinander. ;-)

        Da das Anspringen, das ein Welpe zeigt und das Anspringen, das manche Hunde aus Pöbelei machen, aus völlig verschiedenen Gründen geschieht, ist es leider auch absolut keine Garantie, dass der Hund es in der Pubertät nicht mehr machen wird, wenn er es als Welpe nur konsequent genug abgewöhnt bekommen hat - egal, auf welche Art...

        Dass eine Erziehungsmethode in der Diensthundausbildung eingesetzt wird, ist für mich immer eher abschreckend - leider steht man dort häufig (und auch auf vielen Hundeplätzen ja noch) auf einem Stand von vor 30 Jahren.

        Viele Grüße, Alex

        • (19) 01.08.11 - 20:23

          Na ja, solange wir beide mit dem Ergebnis unserer Erziehung zufrieden sind, ist doch alles in Ordnung, auch wenn wir meilenweit auseinander liegen mit dem "Wie".

          Ausführende und Erziehende werden doch in erster Linie Erwachsene sein, die den Ridge so prägen müssen, dass er keine Gefahr für Alte und Kinder darstellt und ein angenehmer Genosse im Alltag ist.

          Wir waren übrigens in einer Hundeschule, die Blindenhunde ausbildet. Die Trainerin halte ich für sehr lebensnah und mit dem richtigen Blick auf den Hund und seine Stellung. Als Lebens- und Familienpartner nämlich. Und auch sie legt den einen oder anderen rüpelnden Welpen mal auf den Rücken, um die Rangordnung klarzumachen.


          Wie ich schon sagte - jeder muss da seinen Stil und seinen Weg finden und mit dem Ergebnis leben können.

          LG

          Alex

          • >>Und auch sie legt den einen oder anderen rüpelnden Welpen mal auf den Rücken, um die Rangordnung klarzumachen.<<

            Ach, mal wieder die Rangordnung. Wenn einem Trainer nix mehr einfällt, dann kommt er damit. Und wenn er komplett ahnungslos ist, dann schmeißt er einen Welpen auf den Rücken und erklärt den Unsinn mit obiger Aussage. Ist Dir noch nicht aufgefallen, daß die Trainerin mit entsprechendem Welpen gar kein Rudel bildet? Wie kann sie dann mit einem Welpen irgendeine Rangordnung ausmachen wollen?

            >>Die Trainerin halte ich für sehr lebensnah und mit dem richtigen Blick auf den Hund und seine Stellung.<<

            Jetzt überdenke Deine Meinung über diese 'Trainerin'. In meinen Augen hat das überhaupt nichts mit 'lebensnah' und 'richtigem Blick' zu tun!

            Ich würde diese 'Trainerin' auch gerne erleben, wenn sie meine RR-Hündin auf den Rücken schmeißen will. Ihr würden 7 Jahre Lebenserfahrung, 70 cm und ca. 42 kg geballte Muskelkraft entgegenstehen.

            Ich habe mich bewußt für einen RR entschieden und dazu gehört auch, daß ich seinen Charakter akzeptiere und deshalb mußte sich meine Hündin in ihrem ganzen Leben von nichts und niemandem auf den Rücken schmeißen lassen, denn ich weigere mich, ihren Stolz zu brechen. Und wenn es eine Trainerin nicht auf anderem Wege schafft, einen Welpen (also ein Hundekind!) dahin zu bekommen wo sie will, dann ist sie in meinen Augen schlicht und einfach inkompetent!

            Ich habe viel Zeit (Jahre!) gebraucht, um mit meiner Hündin dahin zu kommen, wo wir jetzt sind. Und sie dankt es mir in dergestalt, daß sie nicht nur mir vollkommen vertraut, sondern daß ich ihr ebenfalls absolutes Vertrauen entgegen bringen kann.

            Wir haben unser Grundstück nicht eingezäunt - sie läuft nicht weg, auch wenn sie allein draußen ist. Sie geht mit niemandem (außer meinem Mann und mir) mit, ohne daß ich ihr das beibringen mußte. Sie mußte sehr schmerzhafte Behandlungen beim TA über sich ergehen lassen - alles ohne einen Knurrer o. ä. Wir sehen einander an und wissen die Gedanken des anderen.

            Und last but not least: Wenn wir zusammen kuscheln dann legt sie vor mir auch auf den Rücken - freiwillig! Ich weiß, daß das der größte Vertrauensbeweis ist, den sie hat. Und ich erweise mich dieses Vertrauens für würdig, weil ich es nicht ausnutze. Niemals würde ich das durch irgendeinen unsinnigen Alphawurf kaputt machen!

            Viele Grüße
            Trollmama

            • Wie ich oben schon geschrieben habe: Jeder muss einen Weg finden.

              Ich bin von ihr und ihren Methoden überzeugt, dass jeder seinen Weg für den besten hält ist wohl ähnlich wie in der Kindererziehung so.
              Das muss ich also nicht ausdiskutieren oder mich rechtfertigen.

              Der Hund liegt nicht permanent auf dem Rücken sondern EINMAL. Du weisst nicht in welcher Situation und willst hier Bewertungen aufstellen. Prima.

              Sie hat selbst 3 Ridgebacks da wird Lebenserfahrung genug sein inkl 5 anderer Hunde, die mit im Rudel leben. Die Frau hat eine weitreichende Ausbildung zum Thema Hunde und bildet Hunde fürs Leben aus. Blindenhunde und Schulhunde. Kann ihr Weg also nicht so falsch sein.

              Und wo bitte stand, dass meine Ridgebacks auf dem Rücken lagen?

              Vertrauen muss man sich erarbeiten aber dazu muss ein Hund auch wissen, wo er im Rudel steht....
              Auch eine Hundemutter legt ihre Welpen auf den Rücken und weist sie zurecht. Deswegen verliert sie noch lange nicht das Vertrauen ihrer Welpen.

              Aber gut: Jeder hat da seine Sichtweise und ich habe mir viele angesehen und ausprobiert.

              Stell Dir vor: Genau das was du über deine Hündin schreibst, macht meine mit 13 Monaten schon lange: Ohne Leine, Grundstück nicht verlassen, mit allen Bezugspersonen mitgehen, nicht anspringen, absolut kinder- und menschenfreundlich, leinenführig am Kinderwagen und ein Traumhund beim TA trotz Kastration und Allergieuntersuchungen inkl. Vollnarkose und Gewebenentnahmen.
              Sie weiss wo sie hingehört und ich habe schon vorher geschrieben, dass wir mit Leckerli und Stimme gearbeitet haben und dieses auch immer voll ausgereicht hat. Die anderen Situationen habe ich in der Hundeschule bei vollkommen ahnungslosen und unbelehrbaren Hundebesitzern erlebt.

              Viele Grüße

              Alexandra

              (22) 02.08.11 - 11:11

              Ganz genau so sehe ich das auch!

              Und diesen "Alphawurf" gibt es im Hunde- bzw. Wolfsrudel ja überhaupt nicht - ein rangniedriger Hund/Wolf legt sich freiwillig als Zeichen seiner Unterwürfigkeit auf den Rücken, aber er wird nicht (auch nicht von der Hundemutter) auf den Rücken gelegt. In der Rangfolge stellt es daher auch überhaupt nichts klar, wenn ich das mit meinem Hund mache - er weiß gar nicht, was ich von ihm will. Es ist für ihn keine andere Strafe als jede andere Form von körperlicher Übergriffigkeit auch.

              Viele Grüße, Alex

Ihr habt Euch so ziemlich das gegensätzliche Extrem zu Euren alten Hund ausgesucht, das ist natürlich eine große Umstellung.

Ich halte ihr Verhalten aber für völlig rassetypisch und auch normal in dem Alter.
Sprecht doch mal mit den Züchtern, wie ihr der Kleinen in diesem Alter gerecht werden könnt, ohne sie zu überfordern.

LG,

W

die meisten tipps habt ihr ...

hauptsache immer betonen dass es weh tut (schreien) und das spiel unterbrechen! dann lernt er normalerweise schnell dass ihr keine ridgebacks seid sondern menschen ;-)

und: tja, so sind welpen nun mal und euer berner war nun mal wie hier schon geschrieben das klassische gegenteil #liebdrueck das wird schon #pro

noch was was nicht soooo wichtig ist: das richtige kommando wäre "nein" - "aus" bedeutet er soll hergeben was er in der schauze hat. alles andere ist "nein" #schein

lg
me

  • (25) 01.08.11 - 17:40

    richtig ist doch das kommando was der mensch dafür empfindet ^^

    und wenn er senfgurke dazu sagt ;-)

    LG Caidori

    PS: späßchen muss sein #winke

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