Hund: Plötzlich Probleme mit dem Alleinesein

    • (1) 09.08.11 - 15:52

      Hallo ihr Lieben! #winke

      Wir haben zwei Havanseser (2 und 3 Jahre alt), die wir ziemlich zeitgleich bekommen haben. Der Jüngere von beiden zog im September 2009 ein, der Ältere im Dezember 2009. Wir haben sie langsam an das Alleinesein gewöhnt und es hat auch prima geklappt. Ich bin nicht berufstätig (damals steckte ich gerade in der Prüfungsphase 1. Staatsexamen und war oft zuhause, danach war ich schwanger und jetzt bin ich in Elternzeit). Wir gingen es langsam an und ich war echt begeistert, wie gut es klappte. Wenn es nötig war, war ich auch mal länger außer Haus (ca. 6 bis 9 Stunden), aber das kam vielleicht alle zwei Monate einmal vor, wenn wir z.B. wo eingeladen waren. Trotz allem organisierte ich immer jemanden, der nach spätestens 4 Stunden mit den Hunden eine Runde spazieren ging. Letztes Jahr im Oktober kam ich dann für zwei Monate ins Krankenhaus. Meine Mutter hat mir später erzählt, dass die Beiden sehr unter der Situation gelitten haben. Der Kleine wollte nichts mehr fressen, nicht mehr spielen, saß ständig vor der Tür und hat auf mich gewartet. Das Ganze ging wohl so weit, dass mein Mann nachts im Wohnzimmer geschlafen hat, weil die Hunde oben an der Schlafzimmertür gekratzt haben und nach unten wollten, wo die Haustür ist. Seit ich wieder zuhause bin, kann ich das Haus nur noch unter Protest verlassen. Die Hunde jaulen wie Wölfe und flippen komplett aus, wenn ich wieder nach Hause komme. Ich habe sie auch schon ignoriert, aber das hat sie noch wilder gemacht. Selbst wenn ich jemanden organisiere, den sie gut kennen, heulen sie hier die Bude zusammen, wenn ich nicht da bin. Wir haben schon diverse Leute hier zum Aufpassen beauftragt. Was mache ich denn am besten mit den Beiden? Mein Leben findet ja nun mal nicht nur zuhause statt. Auch wenn ich viel zuhause bin, aber Einkaufen, zum Arzt, etc. muss ich ja trotzdem ab und an mal. Wir schaffe ich es, dass sie wieder besser "alleine" bleiben können. Denn zum Einen haben sie sich ja gegenseitig und zum Anderen weinen sie ja auch, wenn noch jemand anderes hier ist.

      Über Tipps würde ich mich sehr freuen!

      Liebe Grüße #herzlich

      Marie mit #hund-Timmy & #hund-Benji, sowie #hund-Nicky im Herzen

      • (2) 09.08.11 - 16:11

        hallo,

        deine hunde hängen ja sehr an dir. was ja kein wunder ist, wenn du fast nur zu hause bist. ist ja jetzt kein vorwurf.

        aber unseren hund geht es ähnlich! der hund hat vorher dem vater meines mannes gehört. dieser ist aber dann verstorben und der hund war dabei, als es passiert ist. wohl bestimmt einige wenige stunden. und hat das voll mitbekommen. dies liegt zwar schon einige jahre zurück, aber der hund leidet heute noch darunter.

        wenn mein mann die wohnung verlässt, dann läuft sie hinterher und schaut fragend um sich. wenn er wieder da ist, dann freut die sich, als ob er jahre weg war. ist er auf den balkon, muss sie hinterher bzw. hockt vor der tür und schaut raus. wo ist herrchen?? kommt er wieder herein?? genau das gleiche, geht er in die küche, dann sie hinterher!

        sogar auf der toilette hat er kaum ruhe! ist er dann eine zeitlang daheim, lässt es etwas nach!

        sie hat totale verlustangst. nun ist mein mann die woche über im ausland arbeiten und ich hatte echt angst, der hund macht entweder nur terz oder aber leidet so schrecklich, dass sie eingeht.

        naja, mit der zeit wusste sie, herrchen kommt am freitag wieder und wartet voller ungeduld schon wenn es donnerstag ist.

        für mich klingt es bei deinen hunden auch sehr danach, dass sie unter trennungs bzw. verlustangst leiden. warst ja auch 2 monate nicht da. plötzlich von heut auf morgen. und das haben die sich gemerkt. und jedes mal, wenn du das haus verlässt, haben diese angst, dass du nicht wieder kommst-.


        was du dagegen machen kannst, weiß ich leider auch nicht. vielleicht hat hier ja jemand einige tipps. mir würde jetzt nur ein tierpsychologe einfallen.

        ich bin froh, dass meiner nicht jault, da ich ja auch auf arbeit gehen muss und sie dann alleine ist. und ich hätte hier auch niemanden, der sich um sie kümmern könnte!

        vielleicht nochmal das alleinsein von anfang an üben??!! aber wie gesagt, ob das hilft, wag ich fast zu bezweifeln, wenn sie wirklich unter dieser verlustangst leiden. aber ist ein versuch wert. zumindest, wenn sie nicht nur jaulen und quitschen und bellen ist ja auch schon geholfen!

        viel glück!#winke

        (3) 09.08.11 - 16:43

        Hallo,
        Durch den Krankenhausaufenthalt haben sie einen Knacks wegbekommen.
        Dabei spielt es auch gar keine Rolle, ob sie zu zweit allein sind. Sie wollen dich. #verliebt

        Ich würde in der Wohnung anfangen, sie zimmermäßig zeitweise von dir zu trennen, z.B. Du Küche, sie Wohnzimmer. Wenn du raus kommst kein Streicheln, kein Loben. Sie müssen lernen, dass es was völlig selbstverständliches ist.

        Wenn du das Haus verlässt gehst du ohne Vorankündigung und ohne die Hunde zu beachten. Das selbe wenn du nach Hause kommst. Das Gehen kannst du immer und immer wieder kurz üben. Schlüssel nehmen, raus, Tür zu und das ruhig zwanzigmal hintereinander, bis sie selber ganz meschugge werden. Bei zwei Hunden wird es dir kaum möglich sein, den Zeitpunkt zu erwischen, bei dem keiner bellt, deshalb durch vieles Wiederholen das Bedrohliche nehmen.

        LG Sini

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