Hund pinkelt vor Freude

    • (1) 12.08.11 - 16:47

      Ich habe zwei Hunde. Einer ist schon über 10 Jahre, der andere fast 3.
      Der jüngere ist sehr lebhaft. Das Problem ist, dass er vor lauter Aufregung, also bei Freude ganz viel Urin verliert, sozusagen ausläuft...
      Ich habe mir schon abgewöhnt, ihn überschwenglich zu begrüßen, wenn ich nach Hause komme. Auch wenn Besuch kommt, sag ich immer: Bitte nicht freuen, sonst seid ihr gleich nass...
      Das Problem hat er allerdings auch, wenn er andere Hunde sieht und sich freut.

      Habt ihr Erfahrungen damit? Kann irgendwas helfen?

      • Hallo,
        Das Freudenpinkeln ist leider ein Unterordnungsverhalten, was man schwer rausbekommt. - unsere Locke machts zum Glück nur noch bei meinem Mann ;-)
        Kannste eigentlich nicht viel machen.
        Wegmachen wenn der Hund es nicht sieht - sonst denkt er, er hat dir ne Freude gemacht und pinkelt weiter.
        und ignorieren bis er sich beruhigt - machst du ja schon.
        Lg zemra

        • Danke für deine Antwort :).
          Mir fällt es echt schwer, ihn so zurückhaltend zu begrüßen.

          Das blöde ist einfach, dass sein Urin furchtbar stinkt, obwohl ich es sofort mehrfach mit Reiniger überwische. Sobald ich anfange zu wischen, merke ich, dass es meinem Hund "peinlich" ist. Er steht mit Abstand und eingekniffener Rute und beobachtet mich. Ist alles sauber, wedelt er wieder wie verrückt.

      Dieses "Freude/Begrüßungs/Pillern" machen Welpen bei älteren übergeordneten Hunden um sie zu beschwichtigen. Es ist also ein Zeichen der Unterordnung.

      Dein Hund hat irgentwann den Absprung verpasst, wann er das nicht mehr als Welpe nötig hat.

      Mach er es nur beim Begrüßen?

      Dann sollte der Hund strickt auf seinen Platz geschickt werden, sobald es klingelt. Er darf den Besuch nicht begrüßen. Und der Besuch bekommt die Anweisung den Hund zu ignorieren und auf keinen Fall zu sich zu rufen. Erst wenn alle wieder Platz genommen haben und sich die "Begrüßungssituation" gelegt hat, darf der Hund aufstehen. Natürlich darf er auch dann nicht überschwenglich empfangen werden. Ein kurzes, freundliches Streicheln und gut ist.

      Das gleiche gilt natürlich auf für Euch. Wenn ihr heim kommt, wird der Hund ignoriert. Kein Streicheln, kein Ansprechen, kein Angucken. Einfach so tun, als ob der Hund Luft ist.Ohne Ignorieren werdet Ihr kein Erfolgserlebnis haben.

      Ich weiß, dass das sauschwer ist. Und das Problem legt sich nicht von heute auf morgen.
      Aber es ist möglich, ihm das Pinkeln abzugewöhnen. Mit viel geduld und Ignoranz :-D

      LG

      • ja, er macht es nur beim Begrüßen oder wenn er ins Zimmer rein kommt und er sich freut. Bei meinem Freund ist er sogar vor Freude aufs Sofa gesprungen und pieselt dann alles voll (gott sei dank aus Leder). Danach ist es ihm sichtlich unangenehm.
        Es ist aber auch so, dass er draußen beim Pinkeln nie still steht. Er hebt sein Bein, beginnt zu pinkeln und läuft auch schon pinkelnd weiter... Er stinkt natürlich immer nach Pippi, weil er dadurch voll ist :(

        • Dem Hund ist es nicht unangenehm, das er gepinkelt hat. Dieses Empfinden haben Tiere nicht. Das interpretierst Du in seine Gestik und sein Verhalten.

          Der Hund ist nach dem Pinkeln schlichtweg unterwürfig. Seine Rute ist eingezogen und die ganze Körperhaltung sagt: " Ich will keinen Streß mit Euch, bitte lasst mich alle in Ruhe denn ich bin ja noch ein gaaaanz kleiner Welpe..."

          Der Hund kann schon 1 Minute nachdem er jemanden angepinkelt hat, und Du ihn ggf. ausschimpfst, nicht mehr verknüpfen, wofür Du ihn nun gerade anzeterst. Deshalb ist Schimpfen kontraproduktiv. Loben natürlich auch -aber das versteht sich ja von alleine.

          Wenn Du Dir alleine nicht zutraust,mit dem Problem fertig zu werden, solltest Du mal einen Trainer fragen, ob er Dich kurzfristig ein paar Tipps geben kann.

          LG

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