Katze - Gewissensentscheidung

    • (1) 16.08.11 - 15:54

      huhu,

      wir haben eine ziemlich schwere Entscheidung zu treffen.

      Wir haben seit gestern endlich nach fast 1 jahr suche unsere katze wiederbekommen (ein hoch auf Tasso!!!!).

      Leider muss ihr wohl ein Unfall passiert sein oder jemand sie misshandelt haben, denn sie wurde mehr kriechend als alles andere gefunden.

      Ich habe sie dann gleich nach dem abholen beim finder zum tierarzt gebracht...tja..die Diagnose:

      -Hüfte verschoben
      - rechtes Bein kurz nach dem Hüftgelenk der gesamte Oberschenkel durchgebrochen und liegt quasi irgendwo daneben
      - Schambein rechts gebrochen

      Der Tierarzt meinte sie hätte das schon etwas länger, denn auf dem Röntgenbild war auf der linken Hüftseite eine kleine vom Körper selbstgebildete "kugel" zu sehen wo ihr Körper schon versucht hat die schmerzen zu lindern indem er das ganze etwas weiter verschiebt und dort eine knorpelähnliche/knochenähnliche masse gebildet hat.

      Wir haben ihr jetzt 2 Tage gegeben weil ich sie ja gleich nach dem abholen zum arzt gebracht habe und wir nicht wussten und natürlich auch nicht sagen konnten wie so ihr lebenswille ansich ist.

      Ich habe eben angerufen, sie frisst und kann Harn sowie Kot absetzen, allerdings nicht bewegen und natürlich nicht selber putzen oder ähnliches.

      Es stehen uns nun mehrere Möglichkeiten zur Wahl:

      - OP wo man die Hüfte wieder gerade schiebt (was lt. arzt bei der bisher selbstgeholfenen körperversion sehr schwierig ist)
      - OP wo man das rechte bein wieder versucht hinzubekommen und die Hüfte so lässt
      - OP wo das rechte Bein amputiert wird und der rest so belassen wird

      alle OPs würden im Anschluss 3 Monate Käfighaltung Intensivpflege bedeuten und eine komplette wiederherstellung ist nicht gewährleistet, eventuell mehrere OP´s

      - keine OP und alles über konventionelle Heilung (der Körper der kleinen soll versuchen sich weiter selber zu helfen und das rechte bein bleibt halt wie es ist)

      was 6 Monate mindestens Käfighaltung und intensivpflege bedeutet und ebenfals keine komplette wiederherstellung gewährleistet ist, eine OP könnte eventuell doch nötig sein

      - einschläfern

      Der Tierarzt kann uns die entscheidung natürlich nicht abnehmen und ihr auch nicht, das weiß ich, aber vielleicht hat ja jemand schon mal ähnliches erlebt und kann über die chancen zur heilung berichten?
      Ist eure Katze wieder "geworden" ?

      Wie ist das mit dem wesen wenn eine Katze monatelang in einen Käfig gefesselt ist und sich nicht bewegen kann? Könnte sie ein trauma erleben dadurch?

      Ob sie schmerzen hat oder nicht konnte der Tierarzt nicht eindeutig sagen, da es natürlich nichts "frisches" sondern schon älteres ist, ansonsten hätte ich sie sicher schon erlöst so schwer es mir auch fallen würde, aber quälen soll sich das Tier ja auch nicht.

      • (2) 16.08.11 - 16:03

        Hallo,

        wie alt ist denn die kleine Maus?

        Generell bin ich immer fürs kämpfen. Ich würde jede OP machen lassen (vom Geld her), die zur Heilung oder zur Verbesserung des IstZustandes beiträgt.
        Ganz arg grenzwärtig finde ich allerdings die Käfighaltung danach! 3 oder 6 Monate stelle ich mir ganz schrecklich vor. Als Mensch ist es schon schlimm, wenn man sich solange nicht bewegen darf. Aber wir verstehen ja warum, aber ein Tier. Was heißt denn hier Käfighaltung, die Käfige in der Tierarztpraxis, wo sich sich wirklich gar nicht bewegen kann?
        Zu welcher Möglichkeit tendiert denn euer Arzt? Er muss euch ja auch was geraten haben.

        Gruß annie

        • (3) 16.08.11 - 16:24

          ja genau solche Käfige, denn sie soll sich natürlich nach der OP nicht bewegen dürfen..was jetzt ja sowieso nicht geht...

          Unser Arzt wäre auch dafür zu kämpfen, er kann uns aber keine % chancensatz nennen und natürlich nicht sagen ob sie überhaupt wieder wird.

          Sie ist geschätzte 2-3 Jahre alt, war halt vorher schon ein Fundtier was wir mal aus dem Tierheim geholt haben.

          Eine Op würde für uns wegfallen, da wir das Kostentechnisch nicht stemmen können, bliebe also nur die konventionelle Methode oder das einschläfern.

          Es tut uns so leid und wir haben halt gehofft das es jemanden gibt der so etwas schon durch hat und zumindest sagen kann wie die chancen sind.

          Das nächste Problem ist das ich Schwanger bin und im oktober entbinden werde, was natürlich bedeutet das ich neben der Katze dann noch ein Kind zu versorgen habe. Was mich natürlich nicht stört und ich es mit sicherheit versuchen würde, aber es ist ein nicht zu unterschätzender Faktor was Belastung angeht. Zumal der Toxoplasmoseschutz bei mir ungeklärt ist da ich mich bei unserer anderen Katze bewusst dagegen entschieden habe zu testen. Denn ich würde die Katze nicht abgeben und da mein Mann im Außendienst ist kann ich mich natürlich nicht vor Katzenklo und co drücken, achte aber sehr auf hygiene dabei. da dann eine Katze zu Pflegen welche fast 1 Jahr draußen rumgestromert ist und intensivpflege benötigt ist auch nicht ohne.

          Die Käfighaltung ist für mich auch schwer zu begreifen, ich will natürlich nicht das die kleine dadurch einen "psyschischen" schaden davonträgt.

          • Was die Käfighaltung für einen solchen Zeitraum angeht, kann ich nicht mit eigenen Erfahrungen dienen.
            Ich habe aber im Bekanntenkreis und bei meiner direkten Nachbarin solche Fälle mitbekommen und die Tiere haben es besser verkraftet als die Halter. Sie haben sich recht schnell mit der Situation arrangiert.

            Es waren aber Katzen nach aufwändigen Operationen mit externen Fixateuren usw., also wirklich schwer pflegebedürftig und empfindlich.
            Bei Euch ist das ja glücklicherweise nicht der Fall, wenn sie frißt und selbständig Kot absetzt.
            Ich würde Ihr die Chance geben aber mit dem TA nochmal nachdringlich diskutieren, ob und wie starke Schmerzen sie hat und was man dagegen tun kann.

            LG,

            W

            • naja das problem ist, das sie zwar kot und alles absetzen kann, aber sich nicht bewegen kann, also auch nicht putzen kann und ähnliches..sie liegt also dann in ihrem eigenen dreck und müsste halt gepflegt und geputzt werden...zu vergleichen mit einem alten menschen im pflegeheim der ans bett "gefesselt" ist...

              haben die Tiere bei euren bekannten die Käfighaltung verkraftet und danach ganz normal wieder weiter machen können oder haben sie irgendwelche "schäden" was jetzt boxen und co angeht oder was den kontakt zu den menschen angeht...

              • (6) 16.08.11 - 16:39

                Also wenn es ihr doch so schlecht geht und ihr eine OP nicht leisten könnt, dann würde ich an eurer Stelle das Tier einschläfern lassen.
                Meine Meinung ist, dass so ein Leben für eine Katze nicht schön ist.
                LG,
                Sandra

                • (7) 16.08.11 - 16:41

                  natürlich ist es nicht schön, aber wir wollen natürlich auch nicht voreilig handeln und alles überdenken..

                  • (8) 16.08.11 - 16:46

                    Nein, natürlich nicht.
                    Ihr müsst halt Infos haben wie groß sind die Chance bei der jeweiligen Methode, welche Möglichkeiten der Bezahlung gibt es? Vielleicht kann man euch entgegen kommen?
                    Vielleicht mal in einer Tierklinik anrufen, die haben öfters schwer verletzte Tiere in Behandlung.
                    Alles versuchen, was Sinn macht.

              Sie wird doch aber nicht dauerhaft so behindert sein?
              Schau Dir mal diese Seite an, vielleicht kannst Du auch mit der Frau mal Kontakt aufnehmen?

              http://www.luna-cat.de/cms/include.php?path=content/content.php&contentid=45

              Die Katzen bei unseren Bekannten hatten hinterher keine offensichtlichen Probleme. Die finden sich mit Situationen eher ab als wir, weil sie eben nicht drüber nachdenken, wie lange sie da drin hocken müssen usw...Ich war auch skeptisch aber bevor Ihr sie jetzt einschläfern laßt, ohne es versucht zu haben...

              Wart Ihr "nur" beim Haus-TA oder in einer Klinik? Vielleicht wäre auch eine zweite Meinung noch ganz hilfreich, was die Prognose angeht.

        (11) 16.08.11 - 16:47

        Na dann, herzlichen Glückwunsch! :-)

        Wenn ein kleiner Wurm unterwegs ist, ist es natürlich schwierig. Die Anschaffungen für den kleinen Wurm sind nun mal auch nicht ohne. Habt ihr vielleicht eine Tierschutzorganisation in der Nähe, die sich an den Kosten beteiligen könnte. Denn es ist ja nicht nur die OP, die Unterbringung kostet ja auch und die intensive Pflege. Bei einem so jungen Tier würde ich auch noch alles versuchen. Vielleicht kennt euer Tierarzt ja solch eine Organisation.
        W hat schon recht, in den meisten Fällen verkraften es die Tiere besser als man denken mag.
        Die Situation ist schwierig.
        Ich hatte mal eine ähnliche Situation. Einer unserer Kater ist an FIV erkrankt. Es ging ihm sehr schlecht, er hatte Anämie, war abgemargert, Flüssigkeit im Bauch, schlechter Allgemeinzustand.
        Er hat auch mehrere intensive Behandlungen erhalten, sogar eine Bluttransfusion seines Bruders wurde in Betracht gezogen (soweit kam es zum Glück nicht). Unserem Hasen ging es wirklich schlecht, auch wir überlegten ob wir ihn besser erlösen sollten (er war noch kein Jahr). Wir haben gekämpf. Heute lebt er drin (da Ansteckungsgefahr für andere Katzen) und fühlt sich wohl. Er hat wieder gut zugenommen, keinen Wasserbauch mehr, Anämie mal besser mal schlechter.
        Man kann diese Situation nicht ganz mit eurer vergleichen, aber bei FIV sind die Überlebenschancen der Tiere sehr schlecht (wenn diese einmal ausgebrochen ist). Die Geschichte soll dir nur ein wenig Mut machen!
        Heißt, versuch die konvensionelle Methode.
        Hast du niemanden, der das Katzenklo für dich säubern könnte? Mama oder so?

        LG annie

        (12) 18.08.11 - 21:49

        Eine Op würde für uns wegfallen, da wir das Kostentechnisch nicht stemmen können, bliebe also nur die konventionelle Methode oder das einschläfern.


        Wer einen Freigänger hat, sollte entweder genug Kohle haben, oder das Tier krankenversichern!


        Gruß

        manavgat

(14) 16.08.11 - 16:07

Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich würde sie wohl einschläfern lassen... Was ist denn das für ein Leben für die Katze? Ohne Garantie, dass es was bringt?

  • (15) 16.08.11 - 16:26

    danke, ich hatte allerdings gehofft hier jemanden zu finden der ähnliche situation hatte und wo derjenige berichten kann wie es verlaufen ist...

    wir haben noch bis donnerstag bedenkzeit und dann werden wir entscheiden

(16) 16.08.11 - 16:34

Hallo,
ich würde es davon abhängig machen ob:
a) Ihr es euch finanziell leisten könnt und wollt
b) Wie hoch die Chancen sind, dass sie nach der ganzen Tortur wieder ein katzentypisches Leben führen kann (wenn auch mit leichten Beeinträchtigungen)
Einschläfern lassen kann man sie immer noch, falls es nicht von Erfolg gekrönt ist.
Meine Katze wurde angefahren und war so schwer verletzt, dass der Tierarzt zwar meinte man könnte sie operieren (Kostenvoranschlag um die 2000 Euro #schwitz) allerdings mit ganz geringer Chance auf Genesung. Aber er würde eher dazu raten ihr Leiden zu beenden, da sie sehr viele Verletzungen hatte und höchstewahrscheinlich querschnittsgelähmt bleiben würde, selbst wenn die OP Erfolg hätte.
Daher habe ich mich schweren Herzen für die Einschläferung entscheiden müssen. #heul
LG,
Sandra

  • (17) 16.08.11 - 16:40

    die Ops fallen für uns leider weg da sie kostentechnisch nicht zu stämmen wären :(

    bleibt nur konventionelles heilen oder einschläfern...

    Natürlich ist es immer besser ein Tierleiden zu erlösen, der Meinung bin ich auch. Wir wissen noch nicht was wir tun sollen, sie hat ja jetzt 2 Tage zu zeigen wie ihr eigener lebenswille ist, mal schaun. Wir werden das mit den schmerzen und co alles noch mal beim tierarzt besprechen und dann mit ihm eine entscheidung treffen.

    • (18) 16.08.11 - 16:43

      Dieses Konventionelle von wegen selber heilen klingt für mich nur nach Verlängerung des Leidens.
      Sie liegt da jetzt bewegungslos in ihrem eigenen Dreck und so leid es mir tut: Ich denke, das wird nicht wieder gut.
      Nicht ohne OP, die ihr ja unglücklicherweise nicht zahlen könnt (Ratenzahlung?).
      Meine Entscheidung wäre klar.

(20) 16.08.11 - 17:44

Ich würde sie in eine Klinik bringen und mir dort eine 2. Meinung einholen!

LG

Ich würde das Bein amputieren lassen. Ich kenne viele dreibeinige Katzen und vor allem, wenn ein Hinterbein fehlt, kommen sie da super klar. Nach einer Amputation sind sicher nicht 3 Monate Käfighaltung notwendig, das ist nach spätestens zwei Wochen i.d.R. super verheilt.

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