wie werden Zwergwidder zutraulich?

    • (1) 18.08.11 - 21:26

      Wir haben seid ca. 3 Wochen 2 Zwergwidder (10Wochen und 5 Monate). Die beiden leben bei uns drausen im Garten in einem großen Freigehege. Unser "Kleiner" ist noch ängstlich, aber er läßt sich stellenweise auf den Arm nehmen. Unser "Dicker" (5Monate) ist das krasse Gegenteil, er klopt so gar.Selbst wenn ich ihn im Nacken packe, wenn ich die Hasen mal umsetzen muß, hält er nur ein paar Sekunden still und fängt dann an zu zappeln. Nach 3 Wochen kann man noch nicht viel erwarten, ist schon klar. Aber hat Jemand einen Tipp, wie er etwas zutraulicher wird, wie lange hat es bei Euch gedauert.
      Ansonste sind beide total süß, könnte den ganzen Tag vor Ihrem Gehege sitzen und sie beobachten.
      Noch eine kurze Frage: wer hält noch Hasen drausen, also auch im Winter.
      Irgendwie habe ich da ein schlechtes Gewissen, aber ich halte nichts von diesen "großen "Hasenkäfigen für die Wohnung. Und unsere Kinder sind auch nicht bereit Ihr Zimmer zu räumen, damit die Mama ein Hasenzimmer draus machen kann ;-)

      • (2) 18.08.11 - 21:43

        Hallo,

        unsre Kaninchen wohnen auch im Winter draußen und ich behaupte einfach mal die fühlen sich wohl.
        Unser größtes Problem die beiden letzten Winter war das ständig das Futter und Wasser ständig gefroren sind.
        Das Wasserproblem haben wir mit Hilfe einer Wärmeplatte in den Griff bekommen.

        Zutraulich werden die meisten Kaninchen ganz simpel durch viel Geduld und aus der Hand füttern.
        Meiner persönlichen Erfahrung nach sind Zwergwitter um einiges anhänglicher als manch andre Kaninchenrassen. Ich denke also ihr habt gut Chancen.
        Unsre Kaninchen sind auch nicht gern auf dem Arm aber sie sitzen gern mal (für ca 5-10Minuten) auf dem Schoss und lassen sich kraulen aber am liebsten mögen sie es wen man zu ihnen in den Auslauf hinein geht und sie während man sie krault um einen rum wuseln können.

        Unsre Tochter hat sich tatsächlich im ersten Winter in ihrem Zimmer sehr eingeschränkt da wir ein Kaninchenparadies mit Gittern aufgebaut haben.
        Sie hat auf ein gutes drittel von ihrem Zimmer "verzichtet".

        LG dore

        (3) 18.08.11 - 22:46

        Hi,

        Kaninchen sind zunächst einmal kleine Fluchttiere, das darfst Du nie vergessen.
        Die meisten mögen es überhaupt nicht auf den Arm genommen und gestreichelt zu werden. Wenn man sie hochnimmt, erinnert der Griff an die Fänge eines Greifvogels, und genauso noch dabei den Boden unter den Füßen zu verlieren. Aus der Sicht eines (Wild-)Kaninchens ist das sein Todesurteil. Auch in den gezüchteten Kaninchen steckt noch viel Urinstinkt. Daher ist es einleuchtend, daß ein Kaninchen beim Nackengriff anfängt zu zappeln, um die letzte Chance wahrzunehmen und sich zu wehren.
        Diejenigen, die sich nicht wehren, verfallen in eine Art Starre und lassen die Behandlungen über sich ergehen. Aber gefallen tut es den wenigsten Tieren. Deshalb sollte man Kaninchen immer auf dem Boden lassen und nur zu Untersuchungszwecken hochnehmen.

        Wenn sich ein Kaninchen vom Boden aus Streicheln und hinter den Ohren kraulen läßt, mahlt es genüßlich mit den Zähnen. Dann ist es entspannt und genießt die Streicheleinheit. Aber es sollte dabei immer selbst entscheiden können wann es genug hat und weghoppeln können.

        Setz Dich doch ins Gehege rein, biete etwas Leckeres zu Fressen an und lasse Dich von den Kaninchen erkunden. Und zwar erst mal ohne Anfassen. Wenn sich dann später eines streicheln lässt, nicht übertreiben und immer die Möglichkeit zur Flucht lassen. Nur so kannst Du das Vertrauen von Fluchttieren gewinnen. Mit Zwang geht das nicht.

        Wieso mußt Du die Tiere denn umsetzen? Im Idealfall ist der Schutzstall am Gehege angeschlossen, dann können sie selbst wählen, ob sie rein oder raus wollen und müssen erst gar nicht hochgenommen werden. Das Gehege muß so gebaut sein, daß es von allen 6 Seiten ein- und ausbruchsicher ist. Also gegen Ausbuddeln gesichert und mit starkem Vierkantdraht umzäunt, damit sich kein Marder durchbeißt. Dann können die Tiere getrost den Winter draußen verbringen. Denn das Wichtigste ist Platz, auch nachts, damit sie sich durch Bewegung warm halten können. Kaninchen, die im Winter auf engem Raum eingesperrt sind, kühlen schnell aus, im Gegensatz zu Tieren, die durch den Schnee toben und darin buddeln können.

        Es kommt also auf Eure Haltung an, ob Du im Winter "ein schlechtes Gewissen" haben mußt.;-) Ein massives Außengehege ist die schönste und artgerechteste Haltung für die Tiere, gerade auch im Winter. Ein Käfig für die Wohnung ist keine Alternative und das Kinderzimmer, wie Du schon schreibst, auch nicht.

        Falls Dein Gehege noch nicht "massiv" ist, könnt Ihr bis zum Winter ja noch bauen.
        Einige Leute hier haben schöne Gehege daheim, vielleicht melden sich ja noch ein paar. Auf meiner VK hab ich Bilder von unserem Gehege, ebenso auf der HP. Auf diebrain.de findest Du auch Gehegebeispiele und Tips, und natürlich alle anderen wichtigen Infos über die süßen Wackelnasen.

        LGs

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