Border Collie wirklich schwer zu halten?

    • (1) 23.08.11 - 12:53

      Hallo Tierkenner,

      uns hat schon immer ein Border Collie gefallen.

      Leider höre ich immer wieder, dass sie schwer zu halten sind.

      Ist da wirklich was dran?

      Zudem sollte der Hund kinderfreundlich sein. Müssen wir uns vom Traum eines Border Collies verabschieden? Es käme auch erst in Frage, wenn unser Zwerg älter ist, aber informieren möchte ich mich doch mal bei euch. ;-)

      Danke schon jetzt für eure Ratschläge und Tipps.

      Grüße Serena

      • (2) 23.08.11 - 13:13

        Hallo,

        ich kenne eine Familie mit 3 Kindern, die haben einen Border Collie.
        ABER: da wird echt sehr viel getan, ich würde sagen, der Hund ist ihr Hobby. Schätzungsweise 3 x pro Tag sind die mindestens 1 Stunde mit dem Hund unterwegs, die Mutter ist nicht berufstätig.
        Die Kinder sind alle im Schulkindalter, bei jüngeren Kindern würde ich von dieser Rasse abraten, denn bei Unterforderung "hütet" diese Rasse die Kinder und schnappt auch schon mal gerne.
        Dann kenne ich jemanden, der ebenfalls eine solche Rasse hält und die achten nicht so sehr auf den Hund. Der Hund durfte schon im Welpenalter im Hof laufen und war dann natürlich auch im Ort unterwegs. Eine super liebe und soziale Hündin, die nie jemandem was tun würde! Bleibt nur zu hoffen, dass sie nie unter die Räder kommt!
        Ich kenne einen 3. Border Collie aus dem Tierschutz, da würde ich keine Kinder ran lassen. Er lebt mit seinem alleinstehenden Frauchen und schnappt, je nach Situation!
        Aus dieser Erfahrung heraus stehe ich auf dem Standpunkt, dass Border Collies ein super Wesen haben, wenn sie ausgelastet sind und sich genug mit ihnen beschäftigt wird. Da es ein sehr "anstrengender" und fordernder Hund ist, würde ich mir den nie in die Familie holen, wenn ich nicht genügend Zeit hätte, oder Babys/Kleinkinder da oder geplant sind!

        LG Pechawa

        Also im Internet kannst Du Dich schon ausführlich über diese Rasse informieren. Und ja, diese Informationen sollten Dich auf jeden Fall zweifeln lassen. Es sei denn, Du sagst mir nun, dass Du ernsthaft mit deinem Hund Schafe, Laufenten oder was weiß ich hüten möchtest ;-)

        Die meisten guten Züchter geben diese Hunde ausschließlich an Menschen weiter, die eine Schafherde 'nachweisen' können. Und haben meiner Meinung nach Recht damit. Denn ich persönlich kenne 3 erwachsene Border Collies, die wegen Unterforderung einen Schlag weg haben. Der eine 'hütet' einen Abfluss im Keller, sobald er die Gelegenheit dazu hat (sieht so aus, dass er 4-5 Stunden am Stück auf diesen Abfluss starrt), die andere ist nur ruhig und scheint 'entspannt' wenn sie ihren Ball im Maul hat. IN der Hundeschule haben wir momentan 2 Jungspunde, wo eine Überforderung der Besitzer und eine Unterforderung der Hunde schon jetzt deutlich erkennbar ist.

        Ich möchte hier ausdrücklich sagen, dass ich diese Rasse sehr mag und ich denke, dass sie tolle Hunde sind, aber nunmal zum Arbeiten gezüchtet werden. Ich selbst habe einen Australian Sheperd und mich an diese Rasse herangewagt. Er gehört noch zu den 'ruhigen' Vertretern, doch auch er will beschäftigt werden. Frisbee spielen, etwas Agility etc. aber alles nur freizeitmäßig. Sei Dir bewusst, dass man viel Zeit und Geduld für diese Tiere braucht.

        Fazit für mich: nein - lieber keinen Border Collie!

        Grüße
        S.

        (4) 23.08.11 - 13:20

        Hallo Serena,

        auch ich würde mir keinen Border ins Haus holen. Wir haben einen in der Hundeschule-Gruppe dabei. Diese gehen super mit diesem Tier um und er ist wirklich sehr umgänglich und verträglich. ABER: er lebt dort als Hütehund und darf eine Schaafherde hüten. Ist nur ne kleine Truppe, aber für den Hund super. Er lebt dort auch im Familienverband, hütet die Kinder aber nicht, da er ja mit den Schaafen beschäftigt ist.
        So würde ich mir keinen Border holen. Diese Familie sagt das auch, ohne die Schaafe hätten sie diesen Hund nicht.
        Die Anschaffung eines so arbeitsfreudigen Tieres muss sehr wohl überlegt sein. Selbst mein Labrador (werden ja auch gern in ihrer Arbeitsfreudigkeit unterschätzt) will jeden Tag ausgelastet sein. Das muss nicht jeden Tag das riesen Programm sein, aber ein Schnüffelspaziergang mit der ein oder anderen Überraschung muss es schon sein. Bei einem Border stelle ich mir das noch schwieriger vor.

        Gibt es noch eine andere Rasse die euch ansprechen würde?

        Gruß annie

        • (5) 23.08.11 - 13:53

          Früher hatten wir einen Berner Sennen Hund. Eine ganz liebe. Aber da hatten wir kein Kleinkind/Kindergartenkind. Wir wollen ja noch warten. Die Größe schreckt mich ab, wieder einen zu holen.

      (6) 23.08.11 - 13:24

      Hi,

      ja - ein Border ist aus meiner Erfahrung heraus schwer zu halten. Das sind echte Arbeitstiere und müssen richtig beschäftigt werden. Leider kenne ich zu viele, die verhaltensgestört sind wg zu wenig Beschäftigung (die hüten uU Kinder, Autos (selbst erlebt), etc.).

      Deshalb würde ich einen Border nur halten, wenn ich ihn hüten lassen kann.

      Aber evtl. wäre ein Aussie etwas für euch? Da gibt es -wenn ich richtig informiert bin- auch Showlinien, die nicht ganz so arbeitsintensiv sind. Klar, die müssen auch beschäftigt werden, aber in ganz anderem Rahmen. Und von denen kenne ich ein paar, die überwiegend als Familienhunde gehalten werden und nur 1x pro Woche auf den Hundeplatz gehen. Trotzdem sind die zu Hause ruhige Vertreter.

      Gruß
      Kim

    • (7) 23.08.11 - 13:44

      Ich mal - ich denke, ich kann das beurteilen, denn wir züchten Border Collies und ich kenne beide Seiten - die hütende und die nichthütende.

      ALso, dass alle Border Collies hüten "müssen" ist für mich Quatsch. Wir haben Schafe und wir arbeiten mit unseren Hunden an ihnen - und Du glaubst nicht, wieviele Menschen zum "hüten" bei uns auftauchen mit eher minderbegabten Hunden (was auch ein Zuchtproblem ist bei den Border Collies, ganz klar!) - da sage ich ganz klar: NEIN! Denn das Hüten dient nicht zur Bespaßung des Hundes - da gehen die Schafe vor und die sind nun mal kein Sportgerät.

      Früher hatte ich 2 Border Collies - eine schaute keine Schafe an, der andere kam aus Arbeitslinie und wurde nicht an Schafen gearbeitet. Beide sind echt entspannt und wurden jahrelang im Sport geführt.

      Problem an der Sache sehe ich daran, dass durch gewisse Zuchtrichtungen viele Hunde zwar das ein oder andere Hütegen noch in sich tragen, es aber nicht zum Hüten übertragen können - hieraus resultieren meiner Meinung nach die problematischen Ersatzhandlungen wie Abfluss, Lichtreflexe etc. "hüten".

      Dazu kommt, dass viele Menschen vergessen, dem kleinen Energiebündel Ruhe beizubringen - "das ist doch ein Border Collie, den muss ich doch gaaaaanz viel beschäftigen" - falsch. Im ersten Jahr muss auch ein Border Collie erstmal lernen "Hund" zu sein, ruhig in der Gegend rumzuliegen und das kleine Hunde 1X1 zu beherrschen. Ich habe das bei allen meinen Hunden so gemacht und habe nur ruhige und ausgeglichene HUnde zu Hause. Natürlich sind es Energiebündel, aber zu Hause höre und sehe ich die Hunde sehr selten, und das ist auch gut so.

      Gerade im Winter haben unsere Hunde nicht täglich Arbeit und wir keine Zeit, jedem einzelnen eine Alternativbeschäftigung zu bieten - wir gehen dann spazieren. Das ist natürlich nur möglich, weil sie doch immer wieder den Ausgleich haben.

      Fazit: Ein Border Collie kann auch als Familienhund glücklich werden - WENN er lernt, ein ruhiger ausgeglichener Hund zu sein und WENN er ausreichend beschäftigt wird. Ohne das geht es nicht und man muss sich gut überlegen, ob man das leisten kann. Es ist auf jeden Fall mehr Aufwand, als viele andere Rassen und sollte nicht unterschätzt werden.

      • Ja, das unterschreibe ich auch. Das erste Jahr darf man jeden Hund nicht zu sehr fordern, denn erfahrungsgemäß 'dreht' dann jede Rasse irgendwann mal durch. Das haben wir mit unserem Sheperd auch gemacht. Im ersten Jahr war es uns nur wichtig die Grundkommandos zu manifestieren. Und erst mit ca. 14 Monaten fingen wir mit Agility oder auch Frisbee an. Er ist auch ausgeglichen, super ruhig im Haus und nimmt es einem auch nicht übel, wenn das Programm mal nicht so 'straff' ist. Heißt: mal kein explizites Training sondern 'nur' Spaziergänge.

        Trotz alledem muss die Entscheidung einen 'Arbeitshund' zu halten sehr gut überlegt sein.

    (9) 23.08.11 - 13:54

    Ich habe ein border schäfer mix sie ist sehr trieb stark , sie ist ein super toller familien hund und zuhause die ruhe in person doch draußen brauch sie aktion ,,, wir haben uns die frisbee zum freund gemacht und damit wird sie auch ausgelasdet für das köpfchen einfache übungung slalom über meine beine springen such spiele ect ich denk wen du dir im klaren bist das der hund arbeit braucht und du auch was machen willst mit ihm sehe ich da kein problem .,,,mitlerweile beschäftigt mein sohn von 4 jahren auch sehr mit ihr er kennt die komantos und sie macht sie dann auch naja das slalom durch die beine muss mein sohn noch wachsen meistens reitet er dan auf ihr :-)

    (10) 23.08.11 - 13:56

    Danke euch für eure aufschlussreiche Antworten. Dann hat das wirklich keinen Sinn.

    Was wäre denn dann ein passender Familienhund in etwa der gleichen Größe. Mir fallen nur größere Rassen ein und da habe ich Angst wegen dem Kleinen.

    • (11) 23.08.11 - 14:52

      warum sollte der kleine ein problem sein?

      ich hatte bis ende juli einen rottweiler-staff-mix, ein fantastischer familienhund!
      er hat meine kinder geliebt und sie ihn.
      unser dicker hat gar nicht gewusst wie groß er ist, ein zaun von nicht mal einem meter hat er nie übersprungen, obwohl er es problemlos geschafft hätte.

      wir haben jetzt eine 16 wochen alte labradorhündin und bislang ist es vom wesen her eine gute entscheidung. ihr vorgänger war bedeutend gelehriger und führiger...trotzdem den labbis eigentlich beides nachgesagt wird...;-)

      dazu habe ich noch eine shihtzu-hündin, super wesen und von der größe her wohnungstauglich. trotzdem liebt sie es draußen zu sein, am liebsten mit dreckig werden bei sauwetter #zitter

      vllt. besorgst du dir mal ein buch mit hunderassen und liest dich da mal durch?

      achja, auf den shihtzu bin ich durch den tibet-terrier meiner freundin gekommen. super freundliches wesen, immer gut gelaunt. war mir als zweithund nur zu groß...aber als ersthund auf jeden fall ne überlegung wert!

      lg, linda

      (12) 23.08.11 - 17:35

      Hallo,

      du magst langhaarige Rassen? Wie wäre es dann mit einem Cavalier-King-Charles-Spaniel
      http://www.ccd-cavaliere.de/
      oder Pudel
      http://www.pudelclub-adpev.de/

      LG

      (13) 24.08.11 - 08:43

      Optisch sind dem Border ja Australian Shepherds sehr ähnlich, die gibt es auch als Minnis, werden da nicht größer wie 40cm Schulterhöhe.

      Wollen auch beschäfftigt werden (wie fast alle Hunde) aber sind durchaus grad in der Minniausgabe tolle Familienhunde und manche sehen aus wie ein Border Collie ;-)

      Und wegen dem Kind kann es auch sein das dem ein Dackel gefährlich wird wenn der nicht konsequent erzogen wird und das Kind seine Grenzen kennt.

      LG P.

    (15) 24.08.11 - 11:04

    Hallo!

    Mein Mann wollte auch unbedingt einen Border-Collie, aber nachdem ich mich informiert hatte, kam das nicht mehr in Frage.
    Wir haben jetzt einen Australian Shepherd. Er sieht dem Border sehr ähnlich (also jetzt speziell unserer), man muss ihn jetzt aber nicht 24 Std. am Tag beschäftigen.

    Hattet ihr vorher schonmal einen Hund? Ich bin der Meinung, dass auch ein Aussie kein Anfängerhund ist.

    Wie wäre es denn mit einem Labrador oder Golden Redtriver???


    lg paula

    • (16) 24.08.11 - 14:01

      Die letzten beiden Rassen hatte ich auch im Kopf, aber wie gesagt, sind sie etwas zu groß.

      Ja, wir hatten früher eine Berner Sennen Hündin.

      LG Serena

Ein Collie wäre eine gute Idee finde ich. Oder etwas aktiver (und in schwarz-weiß wie Border Collie zu finden): ein Sheltie - aber der ist ein Stück kleiner.

Ansonsten sind Tibet Terrier nicht schlecht oder Pudel. Australian Shepherd würd ich mal mit Vorsicht anschauen - die haben auch ordentlich Hütetrieb UND oft noch Schutztrieb dazu.

Oder ihr schaut mal in die Tierheime nach einem erwachsenen Border bei dem klar ist, dass er kein so stressiges Exemplar ist.

(18) 25.08.11 - 15:40

Kommt drauf an.

Prinzipiell sind sie halt recht nervös. Gerade die "guten" Arbeitstiere unter ihnen sind oft sehr sensibel.

Wir haben einen Mischling und einen Border. Beide mit Kindern aufgewachsen, der Border sogar von Geburt an, trotzdem hat sie einen heiden Respekt vor fremden Kindern und Männern und geht wenn sie in die Ecke gedrängt wird auch vor und schnappt. Der Mischling dagegen steht auch zwischen 10 Kindern und wedelt noch mit dem Schwanz.

Als Familienhund fällt der Border also total durch. Da stresst sie mich total. Trotzdem würd ich mir immer wieder einen holen. 1. hätte ich ohne den Border nie meine Liebe zu Ziegen entdeckt, das sind so geile Tiere, 2. wüßte ich schon garnicht mehr was ich machen soll ohne 2 mal Training die Woche, 3. hat sich meine Tochter jetzt so dran gewöhnt dass wir jedes 2. Wochenende auf einem Tunier sind dass sie schon drauf besteht. Hätte mir vor dem Border Collie einer erzählt dass ich ständig mit meiner Tochter zelten gehe und das auch noch toll finde, ich hätte ihn für verrückt erklärt.

Ich möchte kein anderes Hobby mehr haben, bei uns dreht sich alles um Hundesport und bald zieht sicherlich auch noch der 3. Hund ein.

Also wenn du ein Hobby suchst dass dich komplett ausfüllt ist die Border Collie Haltung genau das richtige für dich. Für nebenher als Familienhund mit dem man nur 2 Stunden Gassi geht am Tag ist er nix, da wird er dich ziemlich schnell wahnsinnig machen ;-)

Hier noch mein Lieblingslink:
http://www.fellmonsters.net/kosten.html

LG Sabine

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