Wegerecht und Hundeproblem?

    • (1) 26.08.11 - 20:24

      Hallo,

      Wir haben ein kleines Stück Wegerecht das über das Grundstück unserer Nachbarn führt.
      Das war auch nie ein Problem , wir gehen durch unser Tor machen 5 Schritte und gehen dann durch das Tor der Nachbarn.

      Jetzt ist das so das sie einen neuen Hund haben und der geht immer die Kinder an unser Kind und auch Freunde die er mitbringt.

      Mein Nachbar sagt sein Grundstück kann er den Hund frei laufen lassen und er würd sich irgendwann schon dran gewöhnen. So will ich das aber nicht riskieren.

      Hat einer eine Ahnung wie es da rechtlich ausschaut?

      Zottel

      • Er hat ganz klar recht. Was heißt denn "angehen" genau?

        • Hallo,

          Aber was ist dann mit meinem Recht den Weg zu nutzen ohne dabei evt. gebissen oder verletzt zu werden? Oder meine Sohn ?

          Er rennt auf das Tor zu bellt, knurrt hat die Nackenhaare hoch und springt gegen das Tor wenn Aaron es dann doch versucht zu öffnen.

          Das macht er bei mir und meinem Mann auch , geht man dann auf ihn zu hällt er aber immer noch bellend Abstand.

          Ist mir aber bei meinem Kind zu gefährlich um es drauf ankommen zu lassen.

          Zottel

          • Könnt Ihr nicht mit dem Nachbarn sprechen, ob es möglich ist, die beiden anzufreunden? Etwa so, dass Du häufig mit Kind und Leckerlies dort hineingehst (unter Halteraufsicht) und Ihr Euch ein bißchen einschleimt? Klappt ja bei Hunden eigentlich ganz gut...

            • Hi,

              Du ich habe auch erst gedacht lass dem Hund ein bisschen Zeit, machen wir aber seit 4 Monaten. Wir sind ja nur durch einen Zaun getrennt.

              Und vor der Türe ist auch alles gut , also wenn wir ihn vor dem Haus treffen....nur sobald das GartenTor geöffnet wird ...unseres sowie das des Nachbarn ist gib ihm Kapelle

              Ich will auch nicht mal 100% behaupten das er dann beissen würde, der ist halt total unsicher das weiß ich alles könnte man bestimmt auch was tun gegen, aber unser Nachbar ist kein Hunderzieher eher Kategorie Hundvermenschlicher.

              Und heute war es halt wieder extrem weil Aaron einen Freund dabei hatte der bei uns schläft die wollen die Fahräder rein bringen und der Freund von Aaron war so verstört und panisch als der Laiko aus dem Haus gestürmt kam und gegen das Tor sprang das er vor Angst Pipi in die Hose gemacht hat.

              Ich bin bestimmt niemand der mit der Faut dasteht und mit dem Fuß aufstampft und sein Recht einfordert. Aber es ist nun mal so das dieser Weg von uns genutzt werden darf und wir ihn auch nutzen müssen .

              Zottel

              • Also wenn ihr ihn sowieso nutzen MÜSST und es sonst kaum ne Möglichkeit drum herum gibt würde ich mich hintenrum bei der Gemeinde erkundigen wie das aussieht. Wir haben nämlich auch ein Grundstück wo leider drüber der einzigste Fahrweg zur Kirche nebendran geht. Ist zum Glück nur ne kleine Dorfkirche aber eben mit einem Stück öffentlichem Wegerecht. Da ist die Frage ob das einen Unterschied macht. wir haben nämlich auch einen Hund und da eben ein Wegerecht über den Hof geht dürften wir einen Hund der andere angeht nicht frei laufen lassen wenn es ein Beißer wäre. auch wenns unser Grund ist.
                Ela:-[

      Liebe Zottel,

      glasklar: Euer Nachbar hat die Pflicht, sein Grundstück verkehrssicher zu halten.
      Das heißt, er hat die für andere Parteien begehbaren Wege auf seinem Grundstück sicher zu halten, zum Beispiel den Weg zu seiner Haustür, zum Briefkasten etc. Wenn Ihr das Wegerecht habt, dann muss auch die Verkehrssicherheit dieses Weges sichergestellt werden und das umfasst auch Hunde.
      Dabei kann er schon dafür haftbar gemacht werden, wenn der Hund "nur" stark droht (aber nichts sonst macht), aus Schreck oder Angst der Besucher aber stürzt oder sich sonstwie verletzt (natürlich grade bei älteren Leuten schnell ein Problem), wenn die Situation nicht vorher absehbar oder vermeidbar gewesen wäre. Ein Schild "Vorsicht Hund" reicht nicht aus.

      Im Zweifel zahlt die Hundehaftpflicht (Personenschäden können allerdings schnell die Versicherungssumme sprengen), je nachdem was passiert und welche Hunderasse beteiligt ist kann aber auch schnell Maulkorbpflicht, Zwingerhaltung o.ä. angeordnet werden (je nach Bundesland und Kreis).

      Kurzum:
      Euer Nachbar hat ein (ihm offensichtlich noch nicht bewusstes) gesteigertes Interesse daran, seinem Hund das gegenwärtige Verhalten abzugewöhnen. Hundetrainer und Hundeschulen gibt´s wie Sand am Meer. Je besser der Hund sozialisiert und "erzogen" ist, desto freier kann er sich in unserer Gesellschaft bewegen.

      Google mal nach nem passendem Artikel, Ausdrucken und nett beim Nachbarn klingeln, ihm zu Lesen geben und dann nachfragen, ob Ihr mit ihm und seinem Hund demnächst mal ein paar mal pro Woche "Grundstück betreten" zusammen üben könnt.
      Wenn Ihr das richtig anpackt und regelmäßig übt, ist das bald wirklich keine große Sache mehr.

      Alles Liebe und Viel Glück,
      Christian

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