Morgen verkaufe ich mein Pferd :-( ... was muss ich noch beachten?

    • (1) 30.08.11 - 13:53

      Morgen verkaufe ich mein Pferd.

      Es bricht mir das Herz, denn ich hänge so sehr an ihm....

      Aber mir fehlt einfach die Zeit.

      Es ist richtig, dass ich das tue. Aber deswegen bin ich nicht weniger traurig darüber #heul

      Ich habe eine liebe Käuferin gefunden, welche ihn schon eine Weile reitet, allerdings kenne ich sie nicht genauer, weiß aber, dass sie sich gut kümmert.

      Weil ich ihn bei ihr in guten Händen weiß, überlasse ich ihn ihr zu einem Spottpreis,.... sie will mir das Geld überweisen.

      Der TA kommt und macht eine Ankaufsuntersuchung.

      Dann wird der Vertrag gemacht.

      Den muss ich mir noch im Netz googeln, falls ihr Tipps habt, wäre ich euch dankbar.

      Sie bekommt meine Unterlagen und dann gehört er ihr und nicht mehr mir.

      Muss ich noch etwas beachten?

      Kann ich in den Vertrag eine Klausel einfügen, dass sie ihn nicht direkt weiterverkauft, sondern bei Probleme sich erst bei mir meldet?

      Danke schon einmal für eure Antworten


      Traurige Grüsse

      Mausmadam

      • Hallo,

        tut mir leid, dass du dein Pferd abgeben musst. Aber wenn er die "Neue" schon kennt, dann wird er mit der Umstellung bestimmt gut klar kommen.

        Vertragsmuster hab ich leider keins für dich, aber als Absicherung vor dem Weiterverkaufen würde ich dir die Einräumung eines Vorkaufsrechts im Kaufvertrag empfehlen. Heißt, dass bei Verkaufsabsicht der neuen Eigentümerin das Pferd immer zuerst dir angeboten werden muss, bzw. du das Recht hast, das Pferd zu dem Preis zu erwerben, den auch ein Dritter dafür zahlen würde. Möglich wäre auch gleich einen Betrag X in den Vertrag als Rückkaufpreis zu vereinbaren.

        Alles Gute,

        kitty

        Danke für die Antwort.

        Sie möchte mir das Geld in 2 Raten geben, gibts da auch eine Klausel für?

        Dann kann ich heute Abend danach googeln.

        • Bevor das Pferde nicht komplett bezahlt ist, würde ich überhaupt nix an Papieren rausrücken.
          Was die angesprochenen Klauseln angeht, die kannst Du - zur Abschreckung - einfügen. Beim Verkauf sind diese Klauseln aber recht schwierig durchzusetzen, sowohl rein juristisch als auch praktisch.
          Was nützt Dir im Nachhinein eine Vertragsstrafe, wenn das Pferd schlimmstenfalls auf einem Schlachthof gelandet ist z. B.


        • Klar kannst du auch die Ratenzahlung im Verkauf Regeln.

          So in der Richtung:

          Kaufpreis:

          (1) Als Kaufpreis für das Pferd XYZ (Lebensnr - oder wie auch immer diese Kennnummer heißt) wird ein Betrag von EUR x.xxx,xx vereinbart.
          (2) Der Käuferin wird nachgelassen den Betrag in zwei Kaufpreisraten zu leisten. Die erste Rate in Höhe von EUR x.xxx,xx wird fällig mit Abschluss dieses Kaufvertrages. Die zweite Rate in Höhe von EUR x.xxx,xx wird fällig zum xx.yy.zzzz.
          (4) Die Kaufpreiszahlung erfolgt auf ein durch die Verkäuferin zu benennendes Bankkonto.
          (3) Bei Nichtleistung einer und/ oder beider Kaufpreisraten gerät dir Käuferin ohne weitere Mahnung in Verzug.

          Eigentumsvorbehalt:

          (1) Die Übergabe des Pferdes XYZ erfolgt mit heutigem Datum.
          (2) Die Parteien sind sich einig, dass das Eigentum an dem Pferd XYZ unter der aufschiebenden Bedingung der vollständigen Kaufpreiszahlung durch die Verkäuferin auf die Käuferin übertragen wird.
          (3) Die Käuferin verpflichtet sich mit Datum dieses Vertrags sämtliche Kosten für Unterhalt und Versorgung des Pferdes XYZ zu tragen, auch wenn die Bedingung unter Abs. (2) noch nicht eingetreten sein sollte. Weiterhin verpflichtet sich die Verkäuferin zum unverzüglichen Abschluss einer Haftpflichtversicherung für etwaige Schäden, die das Pferd XYZ ab Vertragsschluss verursacht. Sollte das Pferd XYZ vor Eintritt der Bedingung unter Abs. (2) Schäden an Rechtsgütern Dritter verursachen aus denen Ersatzansprüche resultieren, verpflichtet sich die Käuferin gegenüber der Verkäuferin im Innenverhältnis zur Freistellung.


          Bei Ratenzahlung würde ich immer einen Eigentumsvorbehalt vereinbaren, sodass du im Falle der Nichtzahlung noch Eigentümerin des Pferdes bist. Vorteil ist, dass du bei Nichtzahlung so nicht nur Zahlung verlangen kannst, sondern wahlweise auch dein Pferd zurück. Da mit Übergabe des Pferdes du zwar noch Eigentümerin bist (auch nach außen hin), die "Neue" aber Halterin, würde ich ihr den Abschluss einer Haftpflicht sofort vertraglich auferlegen. Nicht dass bei ihr was passiert und es käme jemand darauf bei dir nach Schadensersatz anzuklopfen.

          Ist jetzt zwar bestimmt nicht die beste Formulierung, aber sollte ausreichen.

          VG, kitty

      Mein Tip den ich dir echt nur ans Herz legen kann:

      NUR BARGELD!!!!!!!!!!!!!

      Bin auch mal auf die "ich bin so lieb und dein Pferd wird es toll haben" Masche reingefallen und habe das Tier vom Hof fahren lassen mit der Aussage, Geld weis ich morgen an... das endete in einem sehr sehr langem Verfahren bis ich mein Geld gesehen habe! Inkl. Gericht und Co.

      Du kannst den weiterverkauf nicht verbieten, dir aber ei Vorkaufsrecht einräumen, so muss es im Fall der Fälle erst dir angeboten werden und du weist was Sache ist.

      LG

    • Hi

      ich will mich jetz echt nich blöd anhören aber wenn du Ihn ihr für ein Spottpreis verkaufst warum dann auf 2 Raten? Was macht sie wenn das pferd in eine klinik muss :(?

      (8) 30.08.11 - 14:45

      Hi,

      hier

      http://www.quoka.de/images/quoka/private/Pferdekaufvertrag.pdf

      findest Du einen Vordruck für den Kaufvertrag.

      Ich finde es absolut richtig, sich für einen Verkauf zu entscheiden, wenn man einfach keine Zeit / kein Geld mehr hat u. Besserung nicht in Sicht ist. Ich habe zu lange gewartet.

      Ganzwichtig:
      1. NUR den Equidenpass mitgeben - die Eigentumsurkunde behalten (sofern vorhanden!) und einen Eigentumsvorbehalt (...bleibt bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum von...) im Vertrag eintragen!
      2. KEINE Beschreibung, Erklärung etc WAS das Pferd alles kann (nur Mängel solltest Du möglichst genau beschreiben, evtl. Vorerkrankungen, etc.)
      3. Vorkaufsrecht mit angemessener Vertragsstrafe vereinbaren.
      Also z.B.: Der Verk. erhält ein Vorkaufsrecht zum Preis von (ich würde hier den aktuellen Verkaufspreis eintragen) für das og Pferd. Wird Fr. A nicht über den beabsichtigten Verkauf informiert bzw. das Vorkaufsrecht übergangen, verpflichtet sich Fr. B eine Vertragsstrafe in Höhe des 2- oder 3fachen Verkaufspreises ( xy €) zu zahlen.

      Du musst keinen Preis für das Vorkaufsrecht eintragen - dann musst Du aber im Falle eines Verkaufs den Preis zahlen, den ein anderer Käufer für das Pferd bietet.

      Wichtig zu wissen ist auch, dass der neue Besitzer nicht Dir das Pferd zum Vorkauf anbieten kann mit dem Hinweis "Käufer C zahlt xy" - und dann, wenn du ablehnst, dann nicht an Käufer C verkaufen! Das Pferd MUSS dann verkauft werden.

      LG
      Kim

      • (9) 30.08.11 - 14:48

        Zahlungstermine schriftlich festhalten!

        Z.B.:

        Rate 1 ist fällig bis zum 15.09.2011
        Rate 2 ist fällig bis zum 15.10.2011

        Kommt der Käufer mit der Ratenzahlung in Verzug, ist der Verkäufer nach erfolgloser Mahnung zur Rückholung des Pferdes berechtigt.

Top Diskussionen anzeigen