Hund und Teilzeitarbeit. Vereinbar???

    • (1) 03.09.11 - 22:41

      Hallo!

      Wir überlegen uns, in 3-5 Jahren einen Hund anzuschaffen.
      Nur muss ich Teilzeit arbeiten, wahrscheinlich ca. 4-5 Stunden pro Tag, also
      jeden Vormittag.

      Kann man sowas dem Hund überhaupt zumuten??? Ich weiß, dass das nicht ideal ist, aber ist das noch zumutbar oder schon überhaupt nicht möglich?

      Mir gehts in erster Linie darum, dass der Hund nicht leidet, weil ihm langweilig ist oder er uns vermisst. Klar gibt es verschiedene Charaktäre, aber ich würde gerne wissen, ob für so ein Rudeltier an sich ein Alleinbleiben für so lange Zeit möglich ist.

      Würde ein Zugang zum Garten etwas an der Situation verbessern? Oder ist das genauso schlimm, weil keiner von uns da ist?

      Würde mich über ehrliche Antworten freuen, denn wir sind noch hundeunerfahren und wollen uns rechtzeitig informieren.

      LG, Jessie

      • (2) 03.09.11 - 23:18

        liebe jessie,

        es stimmt, es ist immer leicht und schnell gesagt, wir schaffen uns einen hund an und bedenkt oft nicht dass so ein tier bis zu 15 jahren leben kann. ich finde, du wägst verantwortungsbewusst alle seiten ab, daher von mir einen dicken #pro

        jetzt zum thema:
        das mit der arbeit, da geht es schon los, das ist ZUR ZEIT stand der dinge, aber wer weiss wie das in 3-5 jahren aussieht?
        gehen wir davon aus du arbeitest dann auch noch TZ und in der selben firma, ist es sicherlich möglich den hund am vormittag alleine zu lassen. was allerdings über vier stunden drüber geht, finde ich nicht mehr so toll.
        bedenke, du musst jeden tag VOR der arbeit gassi mit ihm, mind. für eine stunde ihn austoben lassen damit er die zeit ohne dich einigermassen müde und ausgelastet ist. das heisst JEDEN tag (JEDEN TAG, bis zu 15 j lang, sommer wie winter, im regen wie bei eis und schnee) noch früher aufstehen und wenn du dann wieder von der arbeit kommst, steht bald die nächste runde an. paralell aber dazu essen kochen (hast du noch kinder zu versorgen?) und deinen anderen verpflichtungen nach gehen.

        ein garten ist toll für einen hund, erzieht aber leider viele menschen zum "gassi-faul-werden", weil der hund ja seinen garten hat. er hat aber schon bald alles abgeschnüffelt und findet nichts neues spannendes mehr. er will raus und schnuppern, mit anderen hunden spielen und sozialkontakt haben.

        mit der beruflichen situation ist es so, du weisst nie wie sie sich in den 15 lebensjahren eines hundes verändert, ob du ihm dann noch gerecht werden kannst, man weiss ja nie was kommt. was ist denn noch sicher heutzutage???

        ich habe eine 4,5 jahre alte labrador-dame, die ich mir damals mit meinem freund zusammen angeschafft habe. kurz darauf ging die beziehung auseinander, dann stand ich da mit grossem hund ganz alleine, muss noch irgendwie arbeiten und alles blieb an mir hängen.
        trotzdem, keine minute hab ich daran gedacht den hund abzugeben und es mir so leicht zu machen wie manche leute, die dann einfach den hund ins tierheim fahren, weil er ja nun nicht mehr ins "neue" leben paßt.
        ich stelle die bedürfnisse meines hundes über die meinen, das war schon immer so und baue mein leben um den hund herum und nicht den hund um mein leben. so bin ich in vielerlei hinsicht nicht frei, das macht aber nichts denn sie ist mir der treuste begleiter, kann nichts dafür dass ich sie haben wollte und auch nichts für meine lebensumstände.
        keinen tag möchte ich sie missen, arbeite so dass wir rumkommen, kann mir für mich nicht viel leisten, will ich auch gar nicht weil die freizeit mit ihr unbezahlbar ist. ich habe einen teilzeitjob wo sie sogar mit kann und ich noch ausreichend zeit hab für meinen hund und das halte ich so bis sie ihren letzten atemzug macht.

        ich hoffe ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen. im grunde genommen ist ein hund (vorausgesetzt man macht es "richtig") eine grosse verantwortung, aber auch dein treuster freund und nicht umsonst gibts ja dieses sprichwort: "dass mir mein hund das liebste ist, sagst du oh mensch sei sünde! mein hund ist mir im sturme träu, der mensch nicht mal im winde"!

        drück dir die daumen, dass planungsgemäß in 3-5 jahren so ein goldschatz bei euch einziehen darf, alles geklärt ist und du die uneingeschränkte liebe eines hundes geniessen darfst, und er deine!

        #herzlich
        diana

        • (3) 03.09.11 - 23:25

          Nimm es mir nicht übel, aber ich glaube kaum das dein hier geschriebenes, "ich baue mein Leben um meinen Hund herum" das Maß der Dinge sein sollte, wenn man sich einen Hund anschaffen möchte.

          Es ist schließlich immer noch ein Tier und wenn ich mal grad nach deiner Theorie handeln würde, dürften bestimmt 80% der Hunde nimmer gehalten bzw garnicht erst angeschafft werden.

          Die Tiere gewöhnen sich an jede Menge Lebensumstände und passen sich entsprechend an, klar tägliche 8h Arbeitszeit sind mit einem Hund (wenn kein Partner dahinter steht) nicht wirklich kompatibel.
          Aber nur weil wer Teilzeit arbeiten geht, braucht er nu wirklich nicht auf einen Hund zu verzichten. Vorausgesetzt er ist, wie du schon schriebst, bereit halt vor bzw nach der Arbeitszeit sich mit dem Tier zu beschäftigen.

          Ich finde man sollte nicht immer so ein riesen Brimborium um die Zeiten machen die ein Hund mal allein bleiben muss, im normalfall verpennen die das doch eh.

          Gruss Caidori

      Ich finde schon, dass es möglich ist, einen Hund zu haben, obwohl man (Teilzeit) arbeitet. Vorausgesetzt Du arbeitest tatsächlich nicht mehr als max. 5 Std. am Stück.

      Meine persönliche Schmerzgrenze ist so bei 4 - 5 Std. erreicht. Alles was darüber geht, finde ich unfair dem Hund gegenüber.

      Wir haben uns seinerzeit einen Welpen ins Haus geholt. Das war aber auch nur möglich, weil ich ein funktionierendes Netzwerk um mich rum hatte, welches den Hund in der ersten Zeit mitversorgt hat. Denn ein Welpe kann definitiv nicht so lange alleine sein. Ausserdem habe ich zwei Teenager zu hause, die natürlich auch mithelfen, wenn ich mal länger arbeiten muss.

      Zugang zum Garten ist nie verkehrt, ersetzt aber das Rudel nicht. Du musst bedenken, dass so ein Hund ein ziemlicher Zeitfaktor ist. Er braucht Bewegung, geistige und körperliche Beschäftigung und Aufmerksamkeit um glücklich zu sein. Manche Rassen mehr, manche weniger. Aber kein Hund ist glücklich, 8 Std. zuhause alleine und beschäftigungslos auf dem Sofa zu verbringen.

      Und ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es manchmal echt hart ist, morgens um 6:30 Uhr für eine halbe Stunde durch den Wald zu gehen, bei Wind und Wetter. Besonders in der dunkelen Jahreszeit. Sicherlich könnte ich den Hund auch einfach nur in den Garten lassen, aber mir ist es wichtig, dass sie körperlich ausgelastet ist, bevor ich mich auf den Weg zur Arbeit mache.

      Und am frühen Nachmittag, wenn ich nach Hause komme, prallt auch alles auf einmal auf mich ein. Kinder kommen nach Hause, Essen machen, Schuldinge besprechen und natürlich will der Hund auch raus.

      Ja und Abends, wenn Du eigendlich nur noch auf's Sofa willst, fordert der Hund auch noch einmal seine Runde ein.

      Versteh mich nicht falsch. Wir haben uns auch ganz bewusst FÜR einen Hund entschieden und es auch noch nie bereut. Aber um dem Hund ein erfülltes und glückliches Leben zu bieten, muss man schon ein bisschen Zeit, Mühe, Geld und Liebe investieren. Und das sollte für Dich eine Selbstverständlichkeit sein.

      LG

    • Hallo!

      Ich selber kenne nur arbeitende Hundehalter. Natürlich sind die jetzt nicht den ganzen Tag unterwegs, aber immer so einige Stunden.
      Ich meine, Hunde sind ja nicht nur für Nicht-arbeitende Menschen da und wenn man es gut anstellt, vielleicht auch einen Gassigeher suchen, dann dürfte es kein Problem sein.
      Unser damaliger Hund war auch immer einige Stunden alleine und "geschadet" hat es ihr nicht und den Hunden der o.g. bekannten Hundehalter geht es auch gut.
      Lässt sich ja nun nicht immer vermeiden.

      LG

      Hi,

      Ja es ist machbar, wenn du den Hund langsam daran gewöhnst und ihn bevor du zur Arbeit gehst auspowerst. Mit etwas Glück verschläft er dann einige Stunden deiner Abwesenheit und dann ist es gar nicht so tragisch.

      Das mit dem Gartenzugang würde ich mir überlegen. Ich hätte kein gutes Gefühl wenn mein Hund während meiner Abwesenheit alleine im Garten ist, da er eher klein ist und ich Angst hätte, dass ihn jemand klaut.

      LG

    • (7) 04.09.11 - 18:40

      Ich gehe davon aus, dass Ihr Euch einen älteren Hund anschaffen wollt, der das Alleinsein für ein paar Stunden gewohnt ist.
      Mit einem Welpen ist das nicht machbar!

      Hallo,

      ich sage auf alle Fälle JA!

      5 Std. alleine zu bleiben, stellt im "Normalfall" kein Problem dar. Der Hund sollte nur nicht sofort, wenn er neu in die Familie kommt, alleine bleiben müssen. Es bedarf schon einer Eingewöhnungsphase.

      Doch dann spricht da nichts dagegen.

      Auf alle Fälle vor der Arbeit mit ihm gassi gehen und eben auch gleich nach der Arbeit wieder.

      Ein Gartenzugang würde in sofern etwas verbessern, da er dann jederzeit sein Geschäft erledigen könnte, falls es doch mal dringend werden sollte.
      Wobei auch dies im Normalfall (ohne Durchfall oder ähnliches) kein Problem ist. In der Nacht muss ein Hund ja sonst auch nicht raus.

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