Was mach ich nur mit meinen Senior-Häschen...

    • (1) 10.09.11 - 12:15

      Hallo...

      ....muss mir einfach mal meine Sorgen von der Seele schreiben...keine Angst, will keine medizinischen Auskünfte, mein 2. Zuhause ist momentan beim Tierarzt ;-) ...vielleicht berichten mir andere Kaninchenbesitzer mal von ihren Erfahrungen...

      Ich habe zwei süße Kaninchen, die (da Schwestern) beide 6,5 Jahre alt sind.

      Ich halte sie artgerecht mit viiiiel Platz auf meinem Balkon. Krank waren sie ab und zu, ist ja normal....aber seit August ist alles anders.

      Meine kleine Ozzy bekommt eine Bindehautentzündung nach der anderen, obwohl alle Zähne ok sind...es kommt einfach immer wieder...und geht dann mit Medikamenten wieder weg...und ist nun schon wieder da.

      Schlimmer ist Lilly dran. Vor ca 5 Wochen bekam sie Durchfall. War zig mal beim TA, es wurden Hefepilze diagnostiziert.
      Sie bekam aber trotz regelmäßiger Säuberung eine Entzündung am Genitalbereich, nässte und roch sehr unangenehm. Meine Befürchtung nach Maden bestätigte sich nicht.

      Gestern (nach Tierarztwechsel) dann der Schock; ihre Gebärmutter ist voll Eiter. Sie bekommt Injektionen, Antibotika in rauen Mengen (damit der Eiter von selbst abgeht, was auch nach und nach passiert), wenn das nicht hilft, muss die Gebärmutter raus...

      Das Tier ist tapfer ohne Ende, mümmelt alle Medikamente weg, frisst, hoppelt, aber sicher hat sie doch oft Schmerzen.

      Die Tierärtzin erwähnte aber nichts von "Einschläfern"....wenn das Tier sich nur quälen würde, und es sinnlos ist, würde sie das doch sagen, hoffe ich.

      Ich schlafe seit Wochen nicht mehr richtig, stehte morgens viel früher auf um die Tiere mit Medikamenten zu versorgen, habe ihnen drinnen ein Gehege aufgebaut, beobachte sie, sage andere Sachen ab, habe aberhunderte von Euro ausgegeben.

      Bin langsam richtig fertig und müsste mich dringend um mich selbst kümmern, da ich in zweifacher Hinsicht körperlich selbst sehr angeschlagen bin und Ruhe benötige.
      Meinen Urlaub in einer woche werde ich nicht genießen können, da ich meine Hasis einer sehr kaninchenerfahrenen Freundin aufs Auge drücken muss mit all der Arbeit und dies mir unangenehm ist.

      Dienstag beim TA werde ich ein offenes Wort sprechen, was für Chancen Lilly tatsächlich hat. Mit meiner Mutter bin ich zerstritten, weil ich mich weigere, das Tier einschläfern zu lassen.

      Meine "Vermögenswerte" sind nahezu aufgebraucht da ich in vier Wochen mein neues Auto bekomme. Überlege jetzt schon, es zT zu finanzieren, um Geld für die Hasen zu haben.
      Ich verdiene gut, aber jeden Monat ca. 400 € Kosten wie jetzt für zwei alte Kaninchen kann auch ich mir nicht erlauben.

      Was soll ich denn nur tun? Wie mache ich denn den zwei Süßen das Leben angenehm? Und wie kriege ich die Sorgen aus dem Kopf? Ich liebe die Tiere über alles, bin aber selbst so schwach momentan :-(
      Will sie weder abgeben noch (um Gottes Willen!) einschläfern und will nur, dass es ihnen gut geht, aber wie weit geht Tierliebe???

      Wie sind eure Erfahrungen???

      Alles Liebe
      Yanis

      • (2) 10.09.11 - 12:50

        Hallo Yanis,
        .
        Tierliebe sollte nicht soweit gehen, daß Du dabei auf der Strecke bleibst - davon haben Deine Tiere dann auch nichts.
        400 Euro pro Monat an TA-Kosten? Wow - das ist Hammer!
        .
        Wegen Ozzy: Guck Dir ihre Augen und die Umgebung bitte einmal genau an (Lupe!). Stehen irgendwelche Haare/Wimpern so, daß sie das Auge reizen?
        Wie sieht es mit Zugluft auf dem Balkon aus? Vielleicht einen Windschutz anbringen.
        Ansonsten würde ich den TA bitten, einen Abstrich zu machen und die Keime zu bestimmen (könnten Chlamydien sein).
        Ab und an krank ist nicht normal. Ab und an Krallen schneiden, regelmäßig impfen, das ist normal.
        6,5 Jahre sind (eigendlich) auch kein Alter für Kaninchen. Normalerweise werden sie um die 10 Jahre ... ein Deutscher Riesenschecke wurde hier mal 15 Jahre (gut, das ist die Ausnahme .. und geimpft war er auch nicht).
        .
        Wegen Lilly: ein offenes Wort mit dem TA ist sinnig.
        So wie Du sie beschreibst, hat das Tier noch Kampfwillen. Da schläfert kein TA gern ein - erst wenn keine Aussicht mehr auf Heilung besteht, das Tier sich aufgegeben hat.
        .
        Ich drück euch die Pfoten, daß es bald besser wird.
        .
        VG exot

        (3) 10.09.11 - 13:04

        Also zum ersten,warum holst du denn nicht einfach nur die Medis für das Ninchen mit der Bindehautentzündung ab?#kratz
        Das spart schon mal die Behandlungskosten für eine eh schon bekannte Krankheit.

        Habe ich auch immer bei Dauerpatienten gemacht.

        Bei dem anderen würde ich schauen ob das Antibiotika hilft.
        Wenn nicht bliebe nur ne OP um die Gebärmutter zu entfernen.
        Diese OP überleben sehr viele Tiere nicht und wird dich mit Sicherheit gut 150-200€ kosten.
        Zu dem OP Risiko kommt noch die Gefahr der Nachblutung,aufbeissen der Wunde ect.

        Da würde sich für mich die Frage nicht stellen.
        Falls die Antibiotika nicht helfen würde ich sie gehen lassen.

        • (4) 10.09.11 - 14:41

          Hi!

          Ich arbeite in einer Praxis, die sich unter anderem auf Heimtiere spezialisiert hat.
          Also 400 € im Monat dauerhaft find ich extrem viel und absolut nicht normal. Es kann natürlich mal sein, gerade wenn eine OP ansteht, aber dauerhaft find ich das echt viel.
          Vielleicht gibt es irgendwas im Alltag Deiner Kaninchen, was ihr Immunsystem schwächt? Zugluft, falsche Fütterung?
          Die Gebärmutter-OP in diesem Fall würde ich schon empfehlen und da auch das Geld investieren, da auch weitere solche Geschichten in Zukunft verhindert werden.
          Und anders als meine Vorrednerin schrieb, überleben das die meisten Kaninchen schon, und wir opererieren wirklich viele Kaninchen, auch viele mit veränderter Gebärmutter. Man muß halt die Narkose vernünftig gestalten und das am besten in einer Praxis machen lassen, die mit Heimtier-OPs viele Erfahrungen hat. In der Regel gehen Kaninchen auch seltenst an die Wunden, die Gefahr von Nachblutungen ist auch nicht so hoch.
          Darüber nachdenken, das Tier einzuschläfern würde ich erst, wenn es von sich aus nicht mehr will, also apathisch wird und nicht mehr frißt.

          Ich drück die Daumen!

          Lg Katrin

          • (5) 10.09.11 - 15:00

            Hallo Katrin,

            ich bin jetzt in einer Praxis, die auf Heimtiere spezialisiert ist! Vorher nicht, da wurde das mit der Gebärmutter nicht erkannt.

            400 € war erstmalig DIESEN Monat (daher schrieb ich, im August wurde alles anders), also sonst sind die auch nur zum impfen da.

            Ozzy hat chronischen Schnupfen, schon als Baby als ich sie bekam, daher denke ich, hat sie auch so oft was an den Augen. Die letzte Entzündung bekam sie hier drinnen (hab sie mit der kranken Lilly reingeholt damit die beiden nicht alleine sind), liegt also nicht an der Zugluft.

            Medis für die Entzündungen habe ich zuhause, aber wenn es Dienstag nicht besser ist, nehm ich sie mit zum neuen TA.

            Kampfeswillen hat dieses Wesen, da wird mir ganz warm ums Herz. Sie ist zutraulich trotz der ekligen Medis und Spritzen, frisst das Antibiotikum freiwillig, lässt sich eincremen, zuckt mit keiner Wimper und frisst fröhlich vor sich hin. So richtig aktiv war sie nie, da hat sich nix verändert.

            Ich weiß auch, dass ein Tierarzt zur Lebenderhaltung der Tier da ist, erwarte aber auch, dass man mir sagt, wenn die OP oder Antibiotikum das Unvermeidliche nur hinauszögert....

            Ihr operiert also auch Tiere in Lillys Alter, die dies gut überstehen? Das wäre meine Hoffnung.

            Lieben Dank
            Yanis

            • (6) 10.09.11 - 20:13

              Hi, Yanis!

              Ja wir operieren durchaus oft ältere Kaninchen, die es in der Regel gut überstehen. Natürlich gibt es eine Narkoserisiko, das darf man natürlich nicht unter den Tisch kehren. Aber es sind auch meist ältere Tiere, die etwas an der Gebärmutter oder den Eierstöcken haben, so dass eine "Total-OP" nötig wird. Und die allermeisten überstehen das gut. Überhaupt sind sie meistens wieder viel schneller fit, wo wir als Menschen noch lange im Bett liegen und uns bemitleiden lassen. :-)

              So wie Du es beschreibst, denke ich, ist Lilly fit für eine OP und ich würde noch nicht übers Einschläfern nachdenken. Lass Dir da nicht von Deinen Freunden oder Deiner Mutter rein reden. Das ist Deine Entscheidung.

              Wie gesagt, anders wäre es, wenn Lilly sich richtig schlecht fühlen würde. Das würdest Du aber auch merken. Aber selbst dann wäre eine OP eventuell noch eine Option, evtl. auch nicht. Da sollte Dein Tierarzt Dich schon beraten. Er ist auch nicht nur für die Lebenserhaltung eines Tieres da, sondern auch um Leiden zu Beenden. Daher glaube ich, dass er es Dir sagen würde, wenn es keinen Sinn machen würde und Lilly unnötig länger leiden müsste.

              So na dann wünsch ich gute Besserung für die beiden! Falls Du noch Fragen hast, frag ruhig!

              Lg Katrin

              • (7) 11.09.11 - 13:44

                Dankeschööööön...

                war heute nacht außer Haus und als ich grad wiederkam, ging es ihr viel besser...frisst, hüpft im Gehege umher, und sie riecht nicht und nässt nicht mehr! Ich denke wir sind auf einem sehr, sehr guten Wege #huepf

                Drück die Daumen, dass die Kleine keine OP braucht!!!!

                Danke für dein Angebot, komme gerne drauf zurück!

                Liebe Grüße
                Yanis

      (9) 10.09.11 - 16:05

      Hallo,

      wurde bei dem Durchfall schon auf Kokzidien getestet?
      http://www.tieraerzteverband.de/tierrat/tg0396.htm
      Wie fütterst du, getreidefrei? Wenn nicht, sofort umstellen!
      Ich kann dir für die Haltung den Tipp geben, diese Fertigfuttermittel zu meiden! Heu sollte erstes Nahrungsmittel für Kaninchen sein, hinzu kommen Frischfutter wie Kräuter, Löwenzahn, Gemüse (nicht alle) und wenn du unbedingt Trockenfutter füttern möchtest, dann sollte das ein getreidefreies sein und höchstens 1 Esslöffel pro Tier + Tag! Ich bestelle meins bei Kellis
      http://www.kellis-tiershop.de/epages/61631661.sf
      Schau mal hier im Forum
      http://www.kaninchentreff.de/
      und hier
      http://www.diebrain.de/k-index.html
      Seid ich meine Kaninchen in Außenhaltung so halte + fütter, waren sie nicht mehr krank - sie sind zwischen fast 6 und fast 8 Jahre alt :-)
      Kaninchen vertragen das Getreide im Futter nicht und werden dann - besonders im Alter - anfällig für Krankheiten!

      LG Pechawa

      • (10) 11.09.11 - 13:41

        Hallo Pechewa,

        keine Kokzidien, das wurde natürlich getestet. Es liegt an der Gebärmutter.

        Ich ernähre die beiden seit Jahren getreidefrei und nur mit Heu und Grünzeug und Gemüse, so wie es sein sollte ;-)

        Liebe Grüße
        Yanis

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