Vollzeitjob und Hund - Betreuung?

    • (1) 21.09.11 - 09:16

      Hallo!

      Aus gesundheitlichen Gründen musste mein Mann letzten Monat eine andere Stelle antreten, bei der er nun weniger verdient als vorher :-(
      Da uns auf Dauer nun das Geld knapp wird, müssen wir uns nach Alternativen umsehen. ich habe voraussichtlich nächstes Jahr die Möglichkeit, beruflich "aufzusteigen", allerdings wäre das mit einer Vollzeitstelle verbunden (bisher nur halbtags).

      Unser Hund war es bisher gewohnt, 5 Stunden vormittags (4x/Woche) alleine zu sein, das war kein Problem. Mehr geht natürlich nicht.

      Wie sind denn Eure Erfahrungen bezüglich Hundetagesstätte/Hundesitter?

      Ich habe eine sehr gute Hundetagesstätte, bei der mein Hund immer mal wieder einzelne Tage untergebracht ist, wenn ich mal länger arbeiten muss, und wo er (bzw. sie) sich auch wohlfühlt. (Kosten wären monatlich ca. 250 Euro plus Spritkosten) Allerdings weiß ich nicht, ob eine tägliche Betreuung von Mo-Frei den Hund nicht sehr stresst ?

      Eine andere Möglichkeit wäre ein Hundesitter - einer der mittags kommt und mit dem Hund einen langen Spaziergang macht - und ihn dann wieder allein lässt ? (find ich nicht so toll, wobei auch oft irgendeins der Kinder da ist)

      oder so eine Art Hundetagesmutter, wo der Hund tagsüber ist..

      wie sind Eure Erfahrungen? Wie geht es Euren Hunden damit? Wie sind die Kosten? Wie schwer ist es, jemand wirklich zuverlässigen zu finden?

      Mein Vorteil: ich hätte ein gutes Jahr Zeit zu suchen.

      Mein Nachteil: so richtig glücklich macht es mich nicht - aber die Situation ist nun mal jetzt so gekommen und war nicht vorhersehbar für uns.
      Wir lieben unseren Hund sehr und er gehört voll zur Familie, abgeben ist deswegen gar keine Option. Wir müssen also eine Lösung finden, mit der es dem Hund so gut wie nur möglich geht.

      Gruß, liki




      • (2) 21.09.11 - 09:32

        die hundetagesstätte fände ich jetzt nicht soo gut, auch von den kosten ;-)

        ich glaube ich würde versuchen jemanden zu finden der sich den hund gerne annimmt :-) ... der mit ihm gassi geht und ihn dann vielleicht mit zu sich nach hause nimmt, also eine hundetagesmutter ;-)

        ich würde sowas sehr gerne machen, wir hatten 11 jahre einen hund der leider verstorben ist und ein neuer hund kommt für uns erstmal eher nicht in frage. da wäre so ein "tageshund" natürlich toll ;-)

        ich denke es gibt einige nette menschen die zuhause sind und gerne ihre zeit mit einem 4beiner verbringen würden.

        • (3) 21.09.11 - 09:54

          Den Hund tagsüber und vor allem regelmäßig einer anderen Person anzuvertrauen erfordert zuerst einmal immens viel Vertrauen dieser Person gegenüber... immerhin ist der Hund (normalerweise) ja ein Familienmitglied!!!

          Außerdem ist es wahrscheinlich in den meisten Fällen tatsächlich ein erheblicher Kostenfaktor!? Vielleicht kann man dieses Geld lieber in gemeinsame Aktivitäten investieren??

          Und nicht zu vergessen ist folgender Punkt: Möchte man wirklich, dass der Hund einen Großteil seiner Zeit mit einer anderen Bezugsperson verbringt?? Wie wird diese Person den eigenen Hund prägen??? Hat man die gleichen Vorstellungen bezüglich Erziehung, Verbote, Futter, etc.?

          Nicht einfach... das muss wohl jeder für sich entscheiden!! Für mich käme eine grundsätliche Tagesbetreuung nicht in Frage!!! Wenn ich 2x im Jahr für 1 Woche auf Messe bin, ist unser kleiner Schatz tagsüber in einer Pension, wird aber abends von meinem Mann wieder abgeholt!! Das ist gerade noch ok für mich...

          • (4) 21.09.11 - 10:11

            klar verstehe ich.... aber wenn man bedenkt dass viele ihr KIND den ganzen tag einer tagesmutter anvertrauen :-D

            da könnte man ja dann die gleichen argumente bringen.

            ich persönlich würde eine person gut finden die mit dem hund gassi geht, ihn etwas beschäftigt und ihn einfach knuddelt als wenn ein hund a 8-9 stunden seines täglichen lebens zuhause alleine verpennt (meisst schlafen sie ja wenn sie alleine sind....schlafen vor langweile eben)

          • (5) 21.09.11 - 10:18

            " Für mich käme eine grundsätliche Tagesbetreuung nicht in Frage!!!"

            aber das der hund tagsüber immer 8 stunden schläft kommt für dich in frage?

            warum habt ihr euch eigentlich einen hund gekauft wenn ihr beide vollzeit arbeitet? nur interessehalber! :-)

            • (6) 21.09.11 - 10:34

              Wir haben uns schon seit Jahren mit dem Gedanken an einen Hund beschäftigt... und wir haben im Vorfeld mit vielen Bekannten sowie einer Hundetrainerin über dieses Problem gesprochen!! Letztes Jahr war es dann endlich soweit!! Es war also nichts Spontanes, sondern gut überlegt! Uns (auch dem Hund) geht es gut damit!!

              Und ja, es ist mir sogar Recht, dass er tagsüber schläft!! Hunde schlafen von Natur aus etwa 17-20 Stunden am Tag... und das brauchen sie auch, um gesund zu bleiben!!!!

              Hunde werden in menschlicher Obhut (wenn den ganzen Tag jemand zu Hause ist) oft ihres benötigten Schlafes beraubt... meist ohne bösen Willen! Doch das stresst die Tiere ungemein...

              So hat unser Wuff genügend Ruhe, kann zwischendurch mal den Trubel um die Schule (gegenüber) beobachten und wieder schlafen... dafür ist aber auch Halligalli, wenn jemand daheim ist!!!!!

              • (7) 21.09.11 - 10:39

                interessanterweise habe ich auch festgestellt, dass unser Hund ausgeglichener ist, wenn er morgens die Stunden alleine hat (also geschlafen hat), als wenn in den Ferien alle Kinder zuhause sind und immer einer mit ihm spielen will oder bei ihm sitzt oder ihn beschäftigt.

                Trotzdem: für mich kommt der lange Zeitraum einfach nicht in Frage, das ist mir einfach zu lang.

                Gruß, liki

          (9) 21.09.11 - 10:19

          Ich bin da auch hin- und hergerissen.

          Andererseits sind mir 8-9 Stunden einfach zu lang - vor allem, wenn ich ehrlich bin, habe ich zwar morgens (bin ein Morgenmensch) genügend Elan für eine lange Spazierrunde oder eine Joggingrunde mit Hund vor der Arbeit, aber nach einem lange Arbeitstag schaffe ich glaube ich keine 2 Stunden mehr den Hund zu bespaßen und zu trainieren. Da wäre ich schon beruhigt, wenn ich wüsste, jemand hat ihn ausgelastet und liebgehabt und bei mir reicht eine normale Abendspazierrunde und ein bisschen Schnüffelspiel und Knuddeln. Zu mehr bin ich vielleicht nicht immer in der Lage.

          Und, wie litalia schon schreibt, ein Kind gibt man ja auch in Obhut. Man muss halt jemanden finden, dem man vertraut. Das ist bestimmt nicht einfach *seufz*

          LG, liki

      (10) 21.09.11 - 10:25

      Danke für Deine Meinung.

      Bei den ersten Internetrecherchen bin ich über Preise gestolpert, die haben sich allerdings echt gewaschen - 10 Euro/Stunde für eine Privatsitterin #schock - da käme ich ja auf 1800 Euro im Monat #zitter

      Ich hoffe irgendwie auch, dass sich da jemand im Ort findet, der da einen günstigeren Pauschalpreis nimmt.

      Der Vorteil an der Hundetagesstätte ist, dass die Hunde da immer viel spielen und toben und abends schon müde sind (allerdings vielleicht auch einfach gestresst?) Dafür werden sie natürlich nicht so individuell liebgehabt wie bei einer Einzelperson (unsere Hündin ist zwar groß, aber eine ganz große Schmusebacke, die braucht viel Liebe!)

      Eine Einzelperson kann natürlich auch mal ausfallen #schwitz

      Lg, liki

      • (11) 21.09.11 - 10:42

        ja nicht so einfach.

        10 euro pro stunde ist schon sehr viel, wenn man bedenkt dass der hund tägl. paar stunden betreut wird.

        also ich wäre im monat mit einer kleinen aufwandsentschädigung zufrieden. ich hätte einfach spaß und freude dran und solange wie ich nicht das futter finanzieren muss ist alles ok.

        ich glaube ich könnte mich mit einer privatperson besser anfreunden. vielleicht ein etwas älteres paar die noch mobil sind aber sich keinen eigenen hund anschaffen wollen/können.
        also ich glaube unser yorki hätte sich da sehr wohl gefühlt ;-)

        oder junge leute, die viel raus gehen mit dem hund etc.

        es kommt einfach auf den hund an. unserer wäre seelig gewesen wenn ihn eine ältere dame den halben tag gestreichelt hätte :-)

        • (12) 21.09.11 - 10:54

          Ja, im Prinzip hoffe ich auf so einen GLücksgiff. Jemanden, für den es ein Glücksfall ist, dass er unseren Hund betreuen DARF :-)

          Eine Win-Win-Situation sozusagen :-)

          Unser Hund wird sehr gern geschmust. Aaaaaber: unser Hund ist kein Yorki.. sondern: sobald unsere Hündin das Haus verlässt, ist sie eine Vollblutjägerin, immer auf der Hut, total vital. Wenn sie dann wieder drin ist, wird sie wieder zum kleinen Schmusemäuschen :-)

          Sie braucht also schon jemanden, der gut zu Fuß ist und sie auch gut halten kann, sollte eine Katze oder ein Kaninchen den Weg kreuzen #schwitz. Der hat dann allerdings einen tollen, lieben, treuen, fröhlichen Hund an seiner Seite.

          #winke

(14) 21.09.11 - 09:45

Also wir arbeiten auch beide voll und unser kleiner Prinz (15 Monate) ist 5 Tage die Woche für 8 bis 8,5 Stunden allein zu Hause... Bitte nicht gleich mit Steinen werfen!!!! DANKE!! ;-)

Und das einzige Problem ander Sache ist unser schlechtes Gewissen!!! #kratz

Ihm geht es super damit... aber er kennt es auch nicht anders! #freu

Morgens lange raus (1 - 1,5h) und nachmittags nochmal (1,5 - 2h)... das langt ihm an Bewegung. Dazu kommt ja noch die geistige Auslastung (tägl. ca. 1h) durch Clickern, Dogdance, Fährtenarbeit, Such- / Fangspiele, Apportieren, 2x wöchentlich Hundeschule, etc. #bla

Für seine "Alleinzeit" hat er 2 gemütliche Schlafplätze, 1 Podest (zum aus dem Fenster schauen), kausicheres Spielzeug, Kauknochen, 1 Napf mit Wasser... das war`s!! Ich würde behaupten, 90% der Zeit verschläft er und die anderen 10% schaut er aus dem Fenster. :-p

Meiner Meinung nach ist das also kein großes Problem... der Hund sollte sich halt daran gewöhnen können!!! Wie sagt man so schön... Gewohnheitstier!!!!!!!! #cool

  • (15) 21.09.11 - 10:16

    Ihm geht es super damit... aber er kennt es auch nicht anders!


    naja, hat er dir das persönlich mitgeteilt? ;-)

    ich persönlich denke man sollte nicht vergessen dass der hund 8-9 stunden seines täglichen lebens verpennt, hunde schlafen für gewöhnlich meisst wenn sie alleine sind, vor langeweile.

    klingt interessant was ihr alles mit dem hund macht! ....aber dennoch stehen dem ja immer gegenüber das der hund 8 stunden des tages pennt und nachts pennt er ja sicher auch!

    ich würde mir keinen hund anschaffen wenn ich vollzeit arbeite und wenn sich die berufliche situation so ändert dann würde ich zusehen dass ich jemanden habe der sich dem hund ein wenig annimmt

    • (16) 21.09.11 - 10:43

      unser hund kann viel, aber sprechen leider noch nicht!! :-p

      Natürlich hat er mir nicht sagen können, dass es ihm gut geht damit!! Aber ich glaube, unseren Hund so gut einschätzen zu können... er ist einfach ausgeglichen, gesund und hat eine gute Beziehung zu uns!!! Was will man mehr??? #kratz

      Außerdem ist er sonst wirklich überall mit dabei!! #huepf

      Unser Wuff ist 2x die Woche bei unseren Hundetrainerinnen vorstellig... und die sind super zufrieden mit ihm und seiner Entwicklung!! Er ist toll sozialisiert und macht nächstes Frühjahr seine BH-Prüfung! Und die beiden sind gleicher Meinung: wenn diese Situation für ihn in Ordnung ist, sollte es das für uns auch sein!!

      Aber wie schon gesagt, das muss jeder für sich selbst entscheiden!! :-D

      (17) 27.09.11 - 22:40

      #danke

(18) 21.09.11 - 21:52

Hallo Liki!

Ich erzähle mal, wie es bei uns ist. Als wir uns vor 6,5 Jahren unseren Luke angeschafft haben, sah es bei mir beruflich auch noch hundefreundlicher aus. Aber leider musste auch ich nach zwei Jahren einen anderen, nicht mehr so hundefreundlichen Job annehmen, so dass wir vor dem gleichen Problem standen, wie Ihr jetzt.

Wir haben es so gelöst: Zunächst einen zweiten Hund angeschafft, damit der erste nicht so allein ist. Klingt zwar blöd, aber das war sicher eine gute Entscheidung, denn auch wenn sie mal den ganzen Tag ohne uns sein müssen, so haben sie wenigstens sich.

Dann habe ich eine Gassi-Frau gesucht und auch gefunden. Ich bin ganz glücklich mit ihr, sie ist total flexibel (hat in den letzten 4,5 Jahren vielleicht 3 Termine abgesagt) und richtet sich total nach unseren Bedürfnissen. Sie kommt vormittags (solange sind die Hunde 3 bis 4 Stunden allein in der Wohnung) und geht 1 Stunde gassi. Danach kommen die Hunde in unseren - für viel Geld gebauten - 120 qm großen Auslauf mit Haus und Hütten in dem Haus, damit es auch im Winter zumindest einigermaßen behaglich ist. An einem solchen Tag sind meine Hunde 10 Stunden ohne mich.

Vor 1,5 Jahren habe ich meine Ausbildung beendet und habe dann einen Job angenommen, bei dem ich auch 24 Stunden-Dienste machen muss. Mein Mann ist eine Woche komplett weg, dafür dann wieder eine Woche komplett zu Hause. Also mussten wir noch eine Lösung finden für die Zeit meiner 24 Stunden-Dienste, wenn mein Mann im Dienst ist. Wir haben hier in der Gegend eine Pension gefunden, wo die Hunde im Haus in Hundezimmern untergebracht sind und mittlerweile - weil sie so brav sind - tagsüber ganz normal am Familienleben teilnehmen außerhalb des Zimmers.

Alles in allem denke ich, dass es meinen Hunden recht gut geht, aber wir lassen uns die ganze Betreuung auch ca. 300 Euro im Monat kosten. Das kann natürlich nicht jeder. Und dennoch habe ich ein schlechtes Gewissen. Deswegen wird man mich auch in meiner Freizeit so gut wie nie ohne meine Hunde sehen. Ich verzichte freizeitmäßig so gut wie auf alles, was ohne meine Hunde nicht geht. Kino, Konzerte etc. sind in den letzten paar Jahren so gut wie nicht drin gewesen, weil ich meine Hunde nicht noch mehr Zeit ohne mich lassen will. Soll jetzt aber kein Jammern sein, ich liebe meine beiden Schnauzen und würde eher unter einer Brücke schlafen, als einen von ihnen herzugeben.

Angst, dass meine Hunde mich als Bezugsperson verlieren habe ich nie gehabt. Hunde sind meiner Meinung nach sehr anpassungsfähig und wissen genau, wer wann das Sagen hat und handeln danach. Wenn ich meine Hunde in Pension bringe, geht das ohne Murren. Die Tür geht auf und sie sind verschwunden. Wenn ich sie am nächsten Morgen abhole, tun sie natürlich so, als hätten sie mich mind. 1 Jahr nicht gesehen.

Alles in allem klappt es bei uns ganz gut. Aber wie gesagt, wir haben sicher ein Riesenglück gehabt, dass wir eine so zuverlässige Gassi-Frau haben, diese supergute Hundenpension gefunden haben und dass wir es uns finanziell leisten können, es so zu lösen.

Wäre es nicht so, hätte ich mir einen anderen Job gesucht, wo ich keine 24 Stunden-Dienste habe. Früher oder später werde ich das auch tun. Denn im Grunde geht das Geld, dass ich für die Dienste bekomme für die Hundebetreuung drauf.

Da Dein Hund es eh schon gewohnt ist, 5 Stunden allein zu sein würde ich an Deiner Stelle jemanden suchen, der in der Mitte der Zeit eine Stunde gassi geht. Unsere Gassi-Frau bekommt z.B. für meine zwei Hunde 10 Euro. Sie hat allerdings auch 15 km Anfahrt (einfache Fahrt). Da sie ihre eigene Hündin mitnimmt, schlägt sie aber zwei Fliegen mit einer Klappe. Versuche doch jemanden zu finden, der für 6 Euro die Stunde geht. Wenn dieser Jemand sogar selbst einen Hund hat und eh gassi gehen muss, sollte das o.k. sein.

Eine komplette Tagesbetreuung wird sicher viel teurer, das sprengt den Rahmen. Und wenn Du Deinen Hund nach der Arbeit auslastest und für ihn da bist, dann wird er das verkraften!

Viel Erfolg!

LG,
Cosmic

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