Großeltern(83) wollen neuen Hund

    • (1) 10.10.11 - 20:46

      Hallo!
      Den Großeltern meines Mannes ist letzte Woche der Hund gestorben. Natürlich sind sie sehr traurig.
      Sie hingen sehr an ihm, konnten ihn aber nicht mehr wirklich gerecht werden. Er hatte angst vor Fremden und hat gebissen, was alles auf Erziehungsfehler zurückzuführen ist. Will das auch nicht weiter ausführen.
      Jedenfalls sind die beiden körperlich natürlich nicht mehr so fit, viel Laufen geht gar nicht und auch so muß man in dem Alter ( 83) damit rechnen, dass es körperlich sicher nicht besser wird. Jetzt habe ich erfahren, dass sie sich wieder einen Hund anschaffen wollen und der tut mir jetzt schon so leid.
      Was soll mit ihm werden, wenn die beiden sich nicht mehr drum kümmern können. Keiner in der Famillie möchte einen Hund und schon gar nicht einen von den Großeltern übernehmen, die sicher wieder die gleichen Erziehungsfehler machen werden, wie bei den 2 Hunden davor. Er müßte dann wieder ins Tierheim zurück und wer holt sich denn einen sozial gestörten Hund ins Haus?
      Ich würde den beiden gern ausreden, sich wieder einen Hund anzuschaffen, obwohl ich vermutlich schlechte Karten haben werde, den sie haben einen sehr großen Eigenwillen und sehen nicht, dass sie schon recht alt sind. Vermitteln Tierheime Hunde überhaupt an so offensichtlich alte, körperlich schlecht gestellte Menschen ohne vorher geklärt zu haben, was mit dem Hund mal wird?
      Wie kann ich es schaffen, sie von der Idee abzubringen ohne sie zu verletzen?

      LG Yvonne

      • (2) 10.10.11 - 20:54

        Hallo,

        wie wäre es, wenn du gemeinsam mit deinen Großeltern ins Tierheim gehst und ihr einen älteren Hund aussucht, der zu ihnen passt?
        Ich finde es nämlich absolut klasse, wenn ältere Menschen einen (passenden) Hund haben, der sie im Leben begleitet. Sei es durch kleine Spaziergänge oder einfach nur deshalb, weil er da ist!
        So ein Hund ist auch ein Tröster, wenn ein Ehepartner stirbt - deshalb unterstütze deine Großeltern, den für sie richtigen Hund zu finden!

        LG Pechawa

        • (3) 10.10.11 - 21:13

          Danke für Deine Antwort. Aber selbst aus der bisherigen Situation für den Hund heraus würde ich, wenn es nach mir geht, denen keinen Hund in die Hand geben.
          Sie erziehen ihre Hunde (ungewollt) so, dass sie angst vor allen Menschen außer ihnen haben. Die Hunde beißen aus angst. Meine Tochter wurde im Krabbelalter von den Hund gebissen, weil sie auf ihn zu gekrabbelt ist.
          Ich kann das nicht unterstützen und reinreden lassen sie sich nicht.
          Sicher ist es schön, wenn alte Leute einen Hund haben, aber nur, wenn sie gemeinsam alt geworden sind. Ich finde, man sollte so verantwortungsvoll sein, irgendwann zu sagen, jetzt ist Schluß mit Hund. Im Tierheim sitzen sicher viele Hunde, wo die Leute sich einfach nicht mehr drum kümmern konnten, sei es aus körperlichen Gebrechen oder weil sie ins Heim gegangen sind (arbeite da und habe das schon öfter erlebt).
          Ich kann sie mit dem Hund auch nicht unterstützen, ich wohne einfach zu weit weg.
          Ich habe überlegt, ihnen zu empfehlen, sich eine Katze zuzulegen. Die können sie als Freigänger in ihrem Grundstück halten. Zum Schmusen und Trösten ist sie da, sie haben was worum sie sich kümmern können und die sie nur rauslassen müßen. Eine Katze wäre im Fall der Fälle auch leichter unterzubringen.
          Mal sehen.

          • Warum müssen Hund und Halter gemeinsam alt geworden sein?
            Es sitzen so viele alte Hunde mit denkbar schlechten Vermittlungsschancen in den Tierheimen, bei denen nicht mehr die Gefahr besteht, dass Deine Großeltern sie so furchtbar versauen und die auch aller Wahrscheinlichkeit keine 15 Jahre mehr vor sich haben. Es gibt auch Hunde, die altersbedingt nicht mehr viel Bewegung brauchen und denen ein Sofaplatz viel wichtiger ist.

            Gruß,

            W

            • #pro

              • Unsere Nachbarn sind um die 70 und hatten immer sehr viele Katzen und Hunde.'
                Seit paar Jahren nehmen sie aber keine Jungtiere mehr, sondern suchen sich im örtlichen Tierheim die ärmste Socke an Hunden aus, die da ist und verschaffen denen dann einen schönen Lebensabend.

                Der aktuelle Hund ist der häßlichste Mix, den ich je gesehen habe, auf beiden Augen blind, weil ihm absichtlich die Augen verätzt wurden und ein total liebenswerter Kerl. Ich bewundere die beiden dafür, sich alte, kranke und "unschöne" Tiere bewußt auszusuchen und es ist völlig klar, dass der "Nasenhund" bei uns landet, sollte den beiden was passieren und sich aus der Familie niemand finden.

                LG,

                W

        (7) 11.10.11 - 12:18

        Da könnte man mal über eine Katze diskutieren aber doch nicht über einen Hund #kratz

        Ich habe gesehen wie meine Oma innerhalb von drei Monaten massiv abgebaut hat. Vorher noch jeden Tag mindestens eine Stunde gelaufen ohne Hilfe und nach drei Monaten OHNE nennenswerte Erkrankung oder Verletzung plötzlich Pflegestufe 1 und Gehhilfe, ein weiteres Jahr später kam nur noch das Heim frage.

        LG

        • Es sind doch aber beide Großelternteile noch da!

          • Na das geht ja nun auch schneller als man glaubt in dem Alter!

            Also ganz ehrlich, einen Hund für Leute in dem Alter die jetzt schon nicht mehr so fit sind, nee!

            Irgendwie hast Du es heute mit mir #schein

            • (10) 11.10.11 - 15:47

              Ich mit Dir?
              Umgekehrt wird ein Schuh draus!

              Es gibt doch genug Hunde, die selbst nicht mehr fit genug sind für lange Spaziergänge und auf dem Sofa ganz zufrieden.
              Einen Welpen oder jungen Hund würde ich älteren Leuten auch nicht geben aber einen alten Hund mit entsprechend wenig Bewegungsdrang und Lebenserwartung durchaus.

    (12) 10.10.11 - 20:59

    Hallo,

    ich habe in mehreren Tierheimen ehrenamtlich gearbeitet und da wurden keine Hunde an alte "offensichtlich nicht mehr fitte" Menschen vermittelt, erstrecht nicht wenn fest stabnd das keine Hilfe aus der Familie da ist (das musste mit angegen werden mit Name und Adresse).

    Wenn ältere Leute für eine Vermittlung in Frage kamen, dann wurde auch auf den passenden Hund geschaut, die hätten nie im Leben einen jungen Wildfang bekommen sondern ebendfalls einen Hunderentner.

    Wenn ein Mensch verantwortungsbewusst ist nimmt er es hin das irgendwann schluss mit Hund ist, dem Tier zur Liebe, leider ist die Sturheit oft größer als der Verstand, grad bei so alten Leuten "Nach mir die Sinnflut!" ist da ja auch sehr beliebt (bei meiner Familie war es so bei fast allen).

    LG

(14) 11.10.11 - 06:10

Guten morgen,

nachdem was du geschrieben hast, finde ich die Idee, dass deine Großeltern sich einen "neuen" Hund anschaffen auch ziemlich grenzwertig.

Ansonsten finde ich es klasse, wenn sich Hundesenioren und ältere Menschen zusammenfinden.

http://www.omihunde-netzwerk.de/warum-omihunde/

so wie ich finde, eine tolle Tierschutzorganisation

gruß coonic

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